Prognose: Alles nur Zufall?

Wer unsere astrologischen Berichte und Analysen zu aktuellen Ereignissen aufmerksam verfolgt, wird feststellen, dass wir eben nicht nur Ereignisse meta-gnostisch kommentieren, sondern das auch durchaus vorher tun. Pro-Gnose eben. Allerdings finden sich dabei immer astro-logische Begründungen und Hinweise auf Zusammenhänge, die für die meisten Leser mit dem entsprechenden Hintergrundwissen nachvollziehbar sind. Trotzdem tauchen auch immer wieder Fragen dazu auf, so wie jetzt anlässlich der Artikel über die Vorkommnisse in den USA.

Eine Leserin äußert sich in einem Kommentar wie folgt: „Ich verstehe trotzdem nicht, wie man, wo doch Mars/Sonne auf der ganzen Welt aktiv war/ist, auf genau den jeweiligen Ort, die Zeit und das Land kommen soll, in dem man dann vor einer Katastrophe warnen könnte.“

Nun, zumindest das kann man, bezogen auf die Vorgehensweise klären.

Nehmen wir die zurückliegende Woche und die angesprochene Sonne-Mars Konjunktion als Beispiel. Natürlich ist es richtig, dass diese Konjunktion zum Zeitpunkt ihrer Exaktheit globale Gültigkeit hat. Das Zusammentreffen von Sonne und Mars fand rechnerisch am 18.04.2013 um 00:20 h Greenwich Mean Time (GMT) oder auch Universal Time (UT) statt. Unabhängig wie spät es in den unterschiedlichen Ländern der Erde in diesem Moment bezogen auf ihre eigene Zeitzone war, gab es keinen Unterschied bezüglich der Planetenstände (sofern man die Zeitunterschiede korrekt umrechnet).

Boston zum Beispiel liegt zeitlich gerade vier Stunden vor Greenwich, dort fand die Konjunktion noch am 17. April gegen 20:20 h statt, in Berlin (da wir zwei Stunden voraus zur UT liegen), war es der 18. April gegen 02:20 h. Berechnet man nun für beide Orte auf den jeweiligen Zeitpunkt bezogen ein Radix, findet man exakt dieselben Planetenstände. Allerdings in unterschiedlichen Häusern, da die Häuserachsen und –abschnitte immer abhängig vom Ort selbst sind. Schließlich geht die Sonne in Boston und Berlin nie zum selben Zeitpunkt auf oder unter, dementsprechend muss sich auch die Planetenstellung in den Häusern zeigen (AC = Osten, DC = Westen, MC = Süden, IC = Norden des jeweiligen Ortes).

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Das Rätsel der astrologischen Zwillinge

Abraham Lincoln & Charles Darwin:

Sie sind vom selben Stern: Beide berühmt, beide berüchtigt, beide bärtig, beide trotzig, rebellisch und hoch intelligent. Ein Präsident, ein Forscher, Wassermänner mit Widder-Venus und Waage-Mars und vor allem: astrologische Zwillinge. An Abraham Lincoln kann man viel über Charles Darwin lernen. Aber auch über den Mythos der gleichen Geburts-Stände solcher Soulmates. Darf es Unterschiede geben bei denselben Anlagen? Aber ja. Gerade deshalb werden die beiden Leben, Ziele und Horoskope von zwei Babies namens Abe und Charley, die am selben Vorfrühlings-Tag im Jahr 1809, fünf Stunden nacheinander geboren werden, beide auf dem Lande, tausende Kilometer voneinander entfernt, zur kosmischen Schulstunde der Astrologie. Ein kleiner, scharfer Witz, den das Universum sich erlaubt, mit vielen Pointen zum Üben. Sogar beider Todestage liegen Jahrzehnte danach wieder in der gleichen Woche des gleichen Monats. Lincoln starb heute vor 148 Jahren, Darwin folgte ihm am 19. April, 17 Jahre und vier Tage später. 

Davor wurden beide Legenden, der eine der vielleicht wichtigste, 16. Präsident von Amerika, der andere nicht nur Englands bedeutsamster Naturforscher auf den Spuren der Evolution - vom Grottenolm zum Menschen. Auf den ersten Blick schüttelt man zwar noch den Kopf über so scheinbar unterschiedliche Lebensverläufe der Männer, die sich niemals trafen. Auf den zweiten allerdings öffnen sich zwei verzauberte, astrologische Parallel-Welten, die sich wie ein Fluss aus gemeinsamem Schicksal und persönlicher Geschichte immer wieder überlappen und trennen. Der Knackpunkt: die Häuser. Es gibt immer ein Was und es gibt ein Wie. Gleiche Zeichen, andere Häuser. Der gemeinsame Stoff darunter bleibt. Beide lassen sie sich sogar Bärte wachsen, als Mars - im Abstand von zwei Jahren - über die gemeinsame Wassermann-Sonne geht und dabei einmal Jupiter in Opposition zu AC-Sonne (Lincoln) läuft, zum anderen bei Darwin in Opposition zum AC-Herr steht. Nur eine von vielen eigenartigen Überschneidungen.

Hier wären sie also, zwei Genies, "Honest" Abe und "Philos" Charley, deren Anlagen (Zeichen) sich wie ein Ei dem anderen gleichen, wobei sie übereinstimmende Geschenke des Lebens sehr speziell auslebten (Häuser). An ihren Radix-Bildern lässt sich wunderbar das faszinierende Universum persönlichen Lagerung bei selber Konstellation bestaunen. Die Welt der Häuser, die sich genauso stark wie die Geburts-Zeichen auswirkt. Wie es sich für die Schütze-Beteiligung gehört, kommen beide Jungs aus gläubigen Familien, Baptisten und Unitarier. Aber beide werden sie, mit der uranischen Seite und Neptun-Saturn im Schützen, trotzdem lebenslang religiöse Skeptiker sein. Beide Väter sind streng (der eine Steinbock-Sonne, der andere exakt Sonne-Saturn) mit Wassermann-Mars, der in Konkurrenz zu den später berühmten Söhnen geht. Die Mütter, im Abstand von über 20 Jahren geboren, sind auch beide Wassermänner mit rückläufigem Merkur und Venus im Steinbock. Beide Jungs haben Schwestern, die Sarah heißen und sie ab dem Jahr um den 9. Geburtstag aufziehen, als beide Mütter früh sterben. Ein bisschen viel Übereinstimmung, um nur blanker Zufall zu sein. 

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Tabula Smaragdina: Mein Drache fliegt

Merkurs Merkwürdigkeiten stoßen eine ganze Welt mit Flügeln an. Sehr oft, wenn ich als Kind im Dunkeln im Bett lag und meine kleine Schwester mich anbettelte: "Komm, komm, erzähl mir eine Geschichte!" sagte ich: "Geht nicht, ich muss denken!" Und aus Erinnerungen wurden Bilder wurden Gedanken wurde eine Zukunft wurden Träume, der übliche Übergang des Merkur zu Jupiter zu Neptun. Vom wachen Bewusstsein in den Schlaf, Fluch und Freude eines Haus 12, das über Neptun direkt mit Haus 6, Merkur, verbunden ist. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich dann auf die TABULA SMARAGDINA stieß. Es muss viel später gewesen sein, um die Zeit, als Neptun ins Quadrat zum Merkur ging, aus Haus 3. Das war bezeichnend für solche Findungen, Zu-Fälle, Einblicke.

Smaragd-Tafel, allein das Wort leuchtete, da war es also, in  rund 12 Sätzen, die man, wenn man wollte, astrologisch zuordnen könnte, das Basic für die hermetischen Geheimlehren, die später zum Pop-Fragment einer boomenden, inflationären Esoterik verkamen. Verfasser: HERMES TRISMEGISTOS, jene mysteriöse Figur, die Denken und Fühlen, die Bereiche des Merkur, eines Tricksters, und des mondnahen, ibisköpfigen Thot, so unglaublich eindrücklich verband, wie die Spähen des Unsagbaren hier, auf der Tafel, mit dem Wort an sich verbunden wurde und auf einander rückwirkte:

"Und wie alle Dinge aus einem entstanden, als einzige Vorbereitung, kamen von diesem einen Ding alle geborenen Dinge, als Anpassung."

Die Tabula Smaragdina ist so gesehen auch die Botschaft des fallenden Kreuzes in der Astrologie, über dem Merkur, der Götterbote, der Schütze und Fische auf die Erde bringt, wie ein flinker, wortgewandter Hüter steht und in dessen tiefsten Tiefen Jupiter und Neptun, die Vision des Glaubens an die Ganzheit der Welt in den Himmeln wie auf Erden und die unaussprechlichen Inhalte des "Wahren" wohnen.

Merkur ist übrigens der bodennahe Schlüssel dazu, der kleinere, praktische Neptun, das doppelte Tor zum fallenden Kreuz, wo Worte (Zwillinge) und Taten (Jungfrau) zur Anpassung an die Realtität dienen, wo das Nadelöhr des Geistes das Geglaubte und Unausprechbare auf den Boden des Planeten entlässt. Davon wie das, was wir denken und so oft zu Unrecht als Wirklichkeit be-sprechen, bannen, festlegen, durchdrungen ist von den substanzlosen Mysterien einer feinen Welt jenseits von Beweisbarkeit, handelt auch die Tabula Smaragdina.

Das, was unten ist, ist gleich dem, was oben ist, und das, was oben ist, gleich dem, was unten ist, um hervorzubringen die Wunder aus einem einzigen Ding.

Und es gibt sie tatsächlich, die "Smaragd-Anlagen" im Chart. Menschen, die starke Bezüge über die drei beteiligten Planeten zum Oben und Unten haben. Jupiter, der Mythos, kommt ja über Zwillinge-Logos, Neptun über Jungfrau-Merkur in die Welt. Alle vier, der doppelgesichtige Götterbote unseres Denkens und die beiden anderen im Verein der cadenten Zeichen und Häuser (cadere = sinken, stürzen, sterben, opfern) belegen tatsächlich die größte Fallhöhe im Horoskop. Was halten wir für Wahrheit, wenn wir es erst taufen (Zwillinge) und dann im Dienst des Gedanken (Jungfrau) in die Tat umsetzen? Spiegelt sich darin unser Glaube (Schütze) oder die höchste Wahrheit (Fische) wieder? Die Beschäftigung mit dem merkurischen Prinzip im Geburtsbild wird jedenfalls wie ein roter Faden die großen Brüder Jupiter und Neptun nach sich ziehen. Das fallende Kreuz ist das gestreckte Viereck, ein Drachen der Einsicht und Aussicht, der aus allem besteht, dem Unausgesprochenen, Geträumten, Geglaubten und Erkannten. Und wenn wir Glück haben, diesen kleinen, losen Funken, schnellen, vergänglichen Glücks, bei dem sich alle Mitspieler plötzlich verbinden, können wir irgendwann für Augenblicke "wissen", dass was wir "glauben" wahr ist und sagen: "Mein Drache fliegt!"

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Zwei Päpste: Die ko(s)mischen Zufälle

Finsternis + Große Konjunktionen:

Von der Möwe auf dem Schornstein wollen wir gar nicht erst anfangen. Aber davon, wie punktgenau Papst-Landungen astrologisch sind, wenn man nur später weiß, wonach man auch noch hätte suchen können. Der Überraschungs-Papst, der da um 20.13 h, pünktlich zum Herrn 10 Mond genau auf dem Deszendenten, in die Öffentlichkeit fiel (siehe unsere Ahnung 20 Minuten zuvor im LIVE-TICKER) belegt auch ohne Geburts-Zeit, dass es Zufälle gibt, die es gar nicht geben kann.

Vom Profil her ein Loop! Wunsch-Kandidat - wir empfahlen vorher noch, am besten zum Suchbild des Konklaves Jungfrau-Fische-Betonung und als Pufferung des schwachen Jupiters einen Exilanten zu wählen - ist dieser Jorge Mario Bergoglio wie der Jupiter ein "Eingeborener", hier Italiener, der im Ausland lebt. Er bringt Schütze-Sonne Quadrat Neptun Jungfrau und Fische-Saturn mit. Erwünscht wäre jetzt noch ein Fische- oder Zwillinge-AC, um das Bild rund zu machen. Aber man kann nicht alles haben.   

Bevor die Geburtszeit klar wird (Astrologen weltweit fahnden), gibt es noch genug andere beeindruckende "Fügungen" (Jupiter), die auch so sichtbar sind. Schaut man sich nämlich die astrologisch höheren Weihen wie seine momentanen Sonnenbogen-Direktionen (Mittags-Chart) an und vergleicht sie mit Benedikts Radix-Ständen, ergibt sich das Bild oben  links - rechts nebenan die Tabelle dazu. Hier die Knackpunkte:

Franziskus' Merkur steht jetzt per Sonnenbogen dirigiert genau am Geburts-Merkur des alten Papstes, Jupiter eng auf dessen Radix-Jupiter

Und damit nicht genug: Franziskus Venus und der Mittags-Mond finden sich direkt auf Benedikts Sonne und sein Neptun exakt am Saturn von Joseph Ratzinger. Von 6 genauen synastrischen Trigonen ganz zu schweigen. Alles im Orbis von weniger als einem Grad. Und da kommt noch viel mehr. Das ABC von Finsternissen und Großen Konjunktionen...

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Juri Viktor Stork: "Die Entdeckung einer Sprache, die ich schon konnte..."

Astrologie im Echtzeit-Chat – das ist die Serie „Sky-Pen“. Diesmal hat Loop! mit JURI VIKTOR STORK geskypt, Astrologe, Executive Director beim ASTRODIENST Zürich, Musiker und zweifacher Vater. Ein spannendes Interview mit einigen Anfangs-Hindernissen, das mit Krebs-AC in den letzten Graden, Widder-MC nah Uranus und Venus-Neptun genau auf Spitze 9 begann. Anfängliche Konfusion und Unterbrechung waren in diesem Gesamt-Paket also fast schon absehbar. Nachträglich haben wir „neuralgische“ Auslösungen durch Achsen und Häuser-Spitzen nachvollzogen und kursiv eingefügt. So lässt sich miterleben, wie auch in Gesprächen ungeplant Bilder der gerade überlaufenen mundanen Anlagen einfließen. Ein ganz praktisches Lehrstück in Astrologie sozusagen…

[14:00:02] Juri Viktor Stork: Hallo! Von mir aus können wir loslegen, bin gespannt.

[14:02:05] Loop: Hallo Juri! Schön, dass das so gut klappt!

Aber es klappte dann eben doch noch nicht. Denn nach dem ersten Austausch gesprächs-üblicher Freundlichkeiten steht um 14.06 h Spitze 5 genau am rückläufigen Saturn. Als Herr 7 wird er damit zur Blockade und die Leitung verabschiedet sich, bis zehn Minuten später Aszendent in den Löwen und Deszendent in den Wassermann überlaufen. Jetzt erst hält die Technik - und das Interview kann formell starten, weil Sonne mit stabilisierendem Trigon zu Saturn dominant wird und sich Uranus als neuer Austausch-Herr 7 in 10 verbindlicher, statt störend wie vorher zeigt.

[14:15:21] Loop: Juri, wie bist du zur Astrologie gekommen? Gab es da ein prägendes Erlebnis?

[14:22:59] Herr 7 Uranus steht direkt am Widder-MC -> 

Juri Viktor Stork: Ja, schon. Ich komme ja ursprünglich aus der Theater- und Musikwelt. Als 18jähriger bin ich mit viel Glück in ein Jugendtheater reingerutscht und habe dann beinahe 10 Jahre lang Theater und Musik gemacht. Aber kurz vor meiner Saturn-Return bin ich in eine existenzielle Krise geraten: Ich spielte in einer recht erfolgreichen Pop-Band, wir spielten genau die Musik, die ich am liebsten mochte, und wir waren direkt vor dem grossen Abflug, Preise bei Wettbewerben, erste CD usw. Dann, mitten an einem Konzert, war da plötzlich eine Stimme in mir, die sagte "Für was mach ich das eigentlich? Ist es das, was ich wirklich will?". Ich brachte diese Stimme nicht mehr aus meinem Kopf heraus und entschloss mich, alles an den Nagel zu hängen.

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Komet Panstarrs: Einsamer Wanderer

2013 sollte in vielerlei Hinsicht interessanter werden als die Jahre zuvor. Auch und vor allem am Nachthimmel erwarten uns mit ein wenig Glück aufregende Bilder. Den Auftakt macht in wenigen Tagen ein Bote aus der fernen Oortschen Wolke, ein Komet mit dem unpoetischen Namen Panstarrs.

Panstarrs hat eine lange, sehr lange Reise hinter sich. Seit einigen Millionen Jahren ist er auf dem Weg zur Mitte unseres Sonnensystems, bevor sich der Mensch also zum Herrscher über unseren kleinen blauen Planeten aufschwang, startete Panstarrs seine lange, einsame Wanderung.

Am 5. Juni 2011 gegen 23:20h entdeckten ihn Astronomen auf Hawaii zum ersten Mal. Mittlerweile ist er der Sonne schon näher als Venus und auf der südlichen Halbkugel seit ca. zwei Wochen gut sichtbar. Was nützt es uns, könnte man denken, aber C/2011 L4 ist gerade im Begriff den himmlischen Äquator zu überqueren und wird sich deshalb auch bei uns "Nordlichtern" zeigen.
Wie hell er dann am westlichen Abendhimmel aufleuchten wird, steht noch ein wenig in den Sternen. Denn seine Begegnung mit der Sonne wird Spuren hinterlassen, vieles scheint möglich zu sein. Auch dass er mit bloßem Auge für jedermann/-frau sichtbar sein wird.

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Merkur: Gibt es ein Demenz-Signum?

Als Loop! letztes Jahr über Nobelpreisträger Gabriel Garcia Marquez berichtete, der an Alzheimer erkrankte, und erste astrologische Hintergründe der Krankheiten aus dem Formenkreis der Demenz beleuchtete, war klar, dass dem Nobelpreisträger immer wieder andere Menschen mit demselben Leiden folgen werden. Einer davon ist nun offenbar: auch Schauspieler Karlheinz Böhm, Fische-Sonne, Aszendent Jungfrau, Sissis "Franzerl".

Sein Sohn Michael ging jetzt an die Öffentlichkeit, um den zunehmenden "schwersten" geistigen Verfall des Vaters nicht mehr zu verschleiern. Neptunisches, das mit neptunischem Mut zur Wahrheit zwar nicht geheilt, aber immerhin an den Tag gebracht werden kann. Eine Sache der Verantwortung, meint der Sohn, vor allem auch für die Hilfsprojekte, die Böhm ins Leben gerufen habe.

Abgesehen davon, was man von dieser Aktion nun hält, lenkt jeder Prominente mehr, der das Sterben des eigenen Denkens durchlebt, den öffentlichen Fokus auf die vielfältig aufscheinenden Erkrankungen, die für Kranke und Angehörige immer noch zu den problematischsten Störungen überhaupt gehören. Betroffene brauchen unendliche Kraft, sobald die alte, stringente Ratio, wie man sie kennt, einfach stirbt. Auch Karlheinz.Böhm weist wieder ein astrologisches "Muster" auf, das wir schon seinerzeit bei Marquez grob umrissen haben. Obwohl solche Marker mitnichten bei irgendeinem der Kranken vereinzelt auftauchen. Selbst wenn es so einfach wäre, sich bei Alzheimer auf die naheliegenden, klassischen Aspekte der geistigen Konfusion (wie Merkur-Neptun) zu beschränken: Natürlich kommen sie auch vor (siehe Differenzierung weiter unten) und legen sozusagen den Teppich für eine mögliche Anlage zu Demenz-Erkrankungen aus. Aber die Zeichen im Radix finden sich in der Metagnose ausnahmslos in Clustern.

Isolierte Aspekte, das sei zur Warnung ausdrücklich gesagt, genügen also keinesfalls, um eine Anfälligkeit auch nur im Ansatz zu "diagnostizieren". Wobei die Astrologie bei solchen Themen ohnehin sehr Ernst nehmen muss, wo eigentlich ihr Bereiche endet und die Zuständigkeit von Ärzten anfängt. Hier stoßen Astrologen an die Grenzen ihres Fachs - oder dessen, was sie verantworten können. Allein aus astrologischen Anlagen zu schließen, ob jemand an Alzheimer erkranken wird oder nicht, ist beim aktuellen Stand astrologischer schlicht Forschung unmöglich. Ob also ein Risiko besteht, lässt sich erst dann vermuten, wenn mehr gesicherte empirische Daten von mehr Astrologen gesammelt, überprüft und gegengecheckt worden sind.   . 

Aus gegebenem Anlass soll dieser Artikel noch einmal zusammenfassen, welche Gemeinsamkeiten wir bislang beim Versuch gefunden haben, astrologische Marker von Menschen zu entdecken, deren Alltag mit Demenzen zum Schrecken wird. Im Verlust von jedem rationalen Zusammenhang, den Herr und Frau Mustermann für das Dasein in der Welt sonst gebrauchen, um sich Dasein folgerichtig zu erklären. Auch das ist natürlich von höherer Warte aus stets hinterfragbar. Aber ohne solche Grundzüge üblicher "Logik" entwickelt sich das Leben der Erkrankten nun mal dennoch häufig zur Horror-Reise in die Vergänglichkeit von Kontakt und einen Kosmos schwindender Erinnerung an Verbindung, Geliebte oder sogar Liebe. Denn Demenz löscht fast alles aus, was man kennt, versteht und mit dessen Hilfe sich Mensch mit Welt und ihren Möglichkeiten verbindet.

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Athene: Die Freundin der Fairness

Im Dschungel der neuen astrologischen Faktoren verliert man leicht aus den Augen, was wichtig ist und was nicht. Deshalb ist ein Wegweiser manchmal hilfreich. Welche funktionieren, welche eher weniger? Der Asteroid PALLAS-ATHENE wurde am 28. März 1802 bei Mars-Pluto-Quadrat vom Astronomen Olbers entdeckt. Mehrere Bundesverfassungs-Richter hatten sie in Konjunktion zur Sonne. Über ihre Erfahrungen mit der Freundin der Fairness berichtet Sigrid Niendorf-Lindner in ihrem Blog ASTRO-SALON.

Lange schon möchte ich mal von Athene berichten, der Vernünftigen, der weisen Ratgeberin aber auch der klugen Kriegerin, der Göttin der Weisheit und Gerechtigkeit. Sie ist die Tochter des Jupiter und im wahrsten Sinne eine Kopfgeburt. Und die Geschichte geht so:

Jupiter hatte die weise Titanin Metis geschwängert … gleichzeitig kam ihm eine Prophezeihung zu Ohren, die besagte, dass Metis ein Kind bekommen wird, dass mächtiger werde als er selbst. Und ganz nach Art des Vaters Saturn … der seine Kinder aus Angst, dass sie mächtiger werden als er selbst, verschlang … verschlang auch Jupiter gleich die schwangere Metis. Doch dieses Kind bereitete ihm Probleme und war unverdaulicher Natur.

Er hatte schwere Bauchschmerzen und ging lange schwanger … bis ihm der Schmerz in den Kopf stieg. Mit unerträglichen Kopfschmerzen rief er Hephaistos, den himmlischen Schmied, und bat ihn, ihm den Kopf mit einem Schwert zu öffnen. Heraus sprang Athene … erwachsen und in voller Rüstung. Sie wurde die Göttin des Krieges, der Weisheit und der Künste und war der ganze Stolz ihres Vaters. Im Gegensatz zu dem ungestüm und unüberlegt handelnden Mars, war sie eine kluge und strategisch vorgehende Kämpferin, eine Beschützerin des Staates sowie weise Ratgeberin und Begleiterin der Helden, wie Herakles und Odysseus. Sie wurde von einer Eule, dem Symbol der Weisheit, begleitet. 

So dachte ich mir, es wäre doch schön zu wissen, wo ich in meinem Horoskop die weise Ratgeberin finde. Der Rat der Athene ist ein Rat von der Qualität, der uns in unserer Entwicklung und Entfaltung weiterbringt. Dann, wenn wir festhängen in alten Mustern und Vorgehensweisen, wenn wir nicht mehr weiter wissen oder uns verrückt machen lassen von Ängsten und Befürchtungen. 

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GZ: Mama Magna ist nicht weiblich

Am Anfang war das Wort. Und das Wort hieß "GZ", übersetzt Galaktisches Zentrum. Als ich es zum ersten Mal in Zusammenhang mit der Astrologie hörte, kam das aus dem Munde eines männlichen Astrologen, der gleich das Bild der "Großen Mutter" mitlieferte. Beides elektrisierte mich sofort. Wieso? Ich war nie eine Freundin von Weltraumschrott, den UFOS, die seit Saturn-Uranus-Neptun-Pluto im Steinbock und drüber hinaus ihr Unwesen in Radix-Horoskopen treiben. Lilith und Chiron, ja bitte, aber nur, weil ich sie für mich gründlich auf Anwendbarkeit geprüft habe. Und dann so etwas: Ein Galaktisches Zentrum.

Etwas wie die blaue Blume, mit einem Schimmer von Raumschiff Enterprise, Verführung, als hätte einer Captain Kirk und Spock zusammengerührt. Halb Göttin, halb schwarzes Loch. Die astrologische Attention-Whore und Neuzeit-Ikone. Nach "Beam me up, Scotty!" und den inzwischen nur noch halb so unendlichen Weiten der Kindheit ein neues Rätsel und andere Magie. Mit meiner Schwester spielte ich damals, weit vor der Astrologie, ja schon Weltall. Sie Spock, ich Kirk, die eine Schütze-Mond, Jupiter in den Fischen, die andere Mond in 9, Jupiter und Neptun rund um den AC. Der Club der Astronautinnen. Beam me up. Zu einem Ort, den wir noch nicht kennen. War es vielleicht das GZ, der Punkt um die 27 Grad Schütze, zu dem die Milchstraße zieht? Man spürte es fast physisch. Und dann taucht auf einmal, viel später, ein Name auf, und damit verbunden, der Mythos der großen Mutter. Das verschlug mir gleich die Sprache.

Denn hinter dem GZ, dem Tor zu den kosmischen Dingen, liegen ja erst die ältesten Galaxien (irgendwo Richtung Skorpion, hin zur alten Via Combusta), die das Universum kennt. Die Tür ist nie das Zimmer und das GZ deshalb auch vermutlich nicht die Mama Magna, der Archetyp aller Archetypen, zu dem das Nadelöhr dieses (vermutet!) schwarzen Lochs den Weg weist. Für mich ist und war das GZ nie weiblich. Hinter ihm sitzt ja, wie ein Oberst, der Great Attractor (um 14 Schütze), der starke Magnet des Alls. Und dahinter dann - vielleicht - etwas, was der Kategorie jener großen Mutter entspricht, die als Archetyp so gern ge- und verbraucht wird. Einer Mutter, die nie männlich war - wie der Schütze. Soviel zum harten Kern der Botschaft. GZ ist nicht die Mama Magna.

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Montag, 20. Mai 2013

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