Zwischenräume: 12 Nächte & 12 Fragen

Dies ist ein kleiner, praktischer, astrologischer Leitfaden für die leuchtenden Rauhnächte. Für die Zeit also, in der bald wieder die 12 Träume regieren. Da die Sonne zu Weihnachten das Saturnische und seinen Formen-Kosmos beleuchtet, als Einstieg in den überpersönlichen Quadranten, wird überall das Transpersonale geöffnet, das letzte Viertel des Kreises. Damit steigt auch die Gegenwelt des Neptun ins Bewusstsein auf, der sonst jenseits der Zeit wohnt. Aber nicht immer haben wir diesen Sinn dafür, den Zauber so stark wie jetzt zu spüren: Das parallele Universum, das sich sonst besonders denen mit besetzten Wasser-Zeichen oder -Häusern im Horoskop oder persönlichen Aspekten zu Mond, Pluto und Neptun zeigt.

Wir, die wir Ohren haben zu hören und Augen, um auch im Dunkeln zu sehen, betreten jetzt das Land, wo sich die Tore zum Dunkel öffnen, und das Licht gebären. Besonders in diesem Jahr, da Neptun für Greenwich zu Anbruch von Heiligabend um Mitternacht an Spitze 6 steht und dem Vollmond zu Weihnachten. Wie ein Aufbruch-Signal vor dieser zerbrechlichen Phase. Eine ganz spezielle, hellsichtige Konstellation weltweit, die eigentümliche, sehr luzide Wahrnehmungen befördern kann. Falls man bereit ist, eine Weile den Input von Facebook, Twitter oder dem Internet überhaupt auch einmal abzuschalten jedenfalls, die einem sonst so viele Kanäle verstopfen. In den Rauhnächten steht das Jahr so oder so still und jeder hat die Wahl, wie und ob er in ihnen mit den Wassern des Daseins spielt.12 heilende, empfindliche Weihe-Nächte, Zwischen-Räume im wahrsten Sinn, in denen immer schon tiefer geblickt wurde. Wer still sein kann, wird jetzt manchmal eine Weile den Strom der Zeit rauschen hören, die Magie all dessen, was die Welt auch für uns persönlich im nächsten Jahr bereitstellt. Jetzt berühren sich alle drei Zeiten - das Damals trifft das Heute und das Morgen. 

"Wir befinden uns im Jahreslauf in der Zeit der größten Dunkelheit, die Zeit der Wintersonnenwende. Auch vor dem Auftreten des Christus hatte diese Epoche eine große Bedeutung: Die Geburt der Sonne. Eine Zeit des Wandels. Der Kampf zwischen Dunkelheit und Licht. Die Geburt des Christus ist also als Fest in die Zeit der Sonnengeburt gelegt, und so verbinden sich alte und neue Mysterien." (Sebastian Elsaesser via YogaWiki)

Astrologisch kann man in und mit dieser Phase besonders gut experimentieren: Das Horoskop des Heiligen Abends (ab Mitternacht), auf den Geburtsort gestellt, das sich über enge Aspekte mit einem Radix verbindet, zeigt manchmal sogar als Startschuss in diese Zeit sehr fein an, wie das "neptunische" neue Jahr wird. Diese Zukunft der feinen Energien, die sonst unbewusst ist wie Fisches Herr und genauso mächtig. Insbesondere wenn wir hier Kontakte haben, können wir in den folgenden Nächten "das Sehen" üben. Aber auch sonst lohnt sich in den 12 Phasen bis vor Dreikönig ein astrologisches Experiment - indem man Nacht für Nacht einem Prinzip des Zodiak und der eigenen Berührung widmet:

Immer wieder ging es in diesem "Loch" im Jahresverlauf, das ansteht, ja  um das Schicksal.

"Bei den Kelten und Germanen, sowie auch in unserem Brauchtum war es die Zeit der Losnächte. Um die Zukunft vorauszusagen, ging man in den Rauhnächten um Mitternacht schweigend zu einer Wegkreuzung und lauschte (losen) auf Zeichen, die sowohl das Wetter als auch Ereignisse deuten ließen. Für jeden Monat eine Nacht. Sowie an diesen Tagen das Wetter ist, so ist es im darauf folgenden Jahr." (Rabenbaum)

Die Übung der Nacht fängt mit dem "Geisterzug" an, der wilden Jagd oder dem wütenden Heer, das am Himmel auftauchen soll um den Jahreswechsel. Unheimlichen Erscheinungen, vor denen man sich besser niederwirft, auch wenn sie einem nichts Böses wollen. Der Kontakt zwischen Vergehen und Werden, Anfang und Ende des Zodiak als Modell, Fische und Widder, ist in diesem Bild bereits vorgefühlt. Um die Kraft, die auch in ihm steckt, zu kanalisieren, lohnt sich ein Rundum-Blick auf die 12 Phasen des Tierkreises und eine Untersuchung des vergangenen und kommenden Jahres. Wir widmen dann jeder Stufe mit ihrer besonderen Energie eine der Nächte in der Zeit zwischen Heiligabend und Drei-Königstag:

1. Nacht Widder (Mars oder 1. Haus): Am Anfang von allem steht der Impuls. Es geht um den eigenen Antrieb. Wofür setze ich meine Energien spontan ein? Wofür oder wogegen kämpfe ich? Kann ich die Parallelen zu meinem 1. Haus und Mars sehen? Was macht mich ärgerlich, sauer und wütend, wenn meine Initiative blockiert wird? Inwiefern motiviert mich mein Zorn - und zu was? Wie ist es um meine Durchsetzung bestellt? Will ich lieber bewegen oder zerstören? Was unterläuft mir immer wieder im Reflex? Wieso benötige ich diese aggressiven Zünder? Wo werde ich kopflos? Was ist meine Waffe?

Eine der Lösungen der 1. Phase: Ich bewege mich bewusst mehr, falls ich wütend werde, und höre damit nicht auf, bis der Ärger-Anfall vorbei ist.

2. Nacht Stier (Venus, 2. Haus): Wie sicher fühle ich mich? Was sammle ich, ohne darüber nachzudenken? Wo sichere ich mich am meisten ab (Venus-Haus und Zeichen). Wodurch kann ich mich stabilisieren? Wer oder was verunsichert mich? Wie wichtig ist es mir, einen Platz in der Herde zu finden? Will ich lieber mitlaufen, als voranzugehen? Habe ich stabile Grenzen? Wonach greife ich ritualisiert? Wie gut ist mein Verhältnis zu Geld und wie spiegelt diese Beziehung meinen Selbstwert und meine Selbstliebe? Was fühlt sich verwurzelt an?

Eine der Lösungen der 2. Phase: Ich grenze mich in meiner Sippe und generell vor der Welt besser ab, falls ich finanzielle Probleme habe.

Auch wenn es unterschiedliche Ansichten darüber gibt, wann genau nun die Rauhnächte sind, man ist sich einig, dass sie um Jahresende und Anfang einen Übergang markieren. Vermutlich als Angleichung des Mondjahrs ans Sonnenjahr eingeführt, als "tote Tage" - und deshalb auch mit durchlässigen Grenzen der Welten in Verbindung gebracht. Nun tanzen die Geister - einige sagen, ab dem 21. Dezember schon, andere nehmen dagegen eine Verschiebung nach hinten bis Epiphanias an: 

"Diese Rauhnächte gingen immer von Nacht zu Nacht. Also von 24.00 Uhr an Heilig Abend, der "Mutternacht" bis 24.00 Uhr am 25. Dezember - das war die erste Rauhnacht. "Nacht" deswegen, weil wir uns nach dem keltischen Jahreskreis in der Jahresnacht befinden. Somit ist der ganze Tag "Nacht". Und die letzte Rauhnacht endet um 24.00 Uhr am 5. Januar. Diese Nacht ist wieder eine besondere Nacht, die Perchten-Nacht, wo an vielen Orten in Bayern und Österreich Perchtenläufe abgehalten werden. Danach ist dann Heilig-Drei-König, das Fest, das auch Epiphaniea, "Erscheinung", genannt wird." (Jahreskreis) 

3. Nacht Zwillinge (Merkur, 3. Haus): Wie steht es um meine Neugier und mein Wissen? Was weiß ich über meine Funktion und die Art, wie ich mental den "Raum ergreife"? Wie lerne ich noch? Liebe ich es, mit den Werten, die meine Venus erschaffen hat, dann auch zu handeln? Was fange ich mit den Informationen an, die ich über die Welt sammle? Wie beweglich bin ich geistig oder finde ich, dass ich in vieler Hinsicht schon ausgelernt habe? Wie gestaltet sich mein Selbst-Ausdruck?

Eine der Lösungen für die 3. Phase: Ich frage da neugierig andere nach einem anderen Ansatz, wo ich das Gefühl habe, mich immer wieder zu verzetteln.

4. Nacht Krebs (Mond, 4. Haus): Wie stehe ich zu den Müttern in meinem Leben? Fühle ich mich emotional gesättigt oder fehlt mir etwas? Was? Wie funktioniert mein Stimmungs-Barometer? Was sagt mein Mond über meine Fähigkeit, mit Gefühlen konstruktiv umzugehen? Was bedeutet für mich Heimat? Welche Launen gönne ich mir? Was brauche ich, um mich irgendwo anders zuhause zu fühlen? Gehören negative Empfindungen wie mein "gemütliches Elend" dazu?

Eine Lösung für Probleme der 4. Phase: Ich bemuttere mich ganz praktisch, falls ich mich wieder einmal in meinem Gefühlen und ihrem Auf und Ab verliere.

"In diesen Nächten wurden die Runen nach den zukünftigen 12 Monaten des neuen Jahres befragt. Visionen und Träume waren zu deuten und allgemein blieb man des Nächtens besser im Heim. Tobte doch Odins wilde Horde um die Siedlungen.Inden Rauchnächten wurde um die seherischen Gabe zu fördernd, starke Kräuter und Harze geräuchert." (Godharma) 

5. Nacht Löwe (Sonne, 5. Haus): Wo möchte ich König/in sein? Auf welchem Gebiet brauche ich unbedingt mehr Applaus (Zeichen und Haus der Sonne beschreiben das Setting). Habe ich genug Spiele in meinem Leben? Gibt es jemanden oder etwas, was mich regiert? Wo vermute ich mein wahres Selbst? Wen mache ich zu meinem Hofstaat? Worüber werde ich immer spekulieren?

Eine der Lösungen für Schwierigkeiten mit der 5. Phase: Fehlt mir Aufmerksamkeit, widme ich mich einer Tätigkeit, die mich energetisch erwärmt.

Bei allen Überlegungen zu den unterschiedlichen Ebenen in den aufeinander folgenden Rauhnächten (verbunden auch mit heiligem Rauch) ist es übrigens sinnvoll, sich auch die im vergangenen und nächsten Jahr transitierten und transitierenden Planeten genauer anzuschauen und mit den Fragen zu verbinden. Trägt man einen Tag lang (bis zur nächsten Nacht) das Thema der getriggerten Planeten einfach aufmerksam mit sich herum, ohne es durch "Arbeit" zu beeinflussen, finden sich manchmal wunderbare Bilder für die Überläufe und man kommt auf andere Ideen, damit umzugehen. Zuweilen begegnen einem dann auch im Licht des Tages danach spontane Antworten des Lebens, die sehr bedeutsam für die abgelaufenen oder angekündigten Transite werden. Gut wäre, sich die Einfälle dazu aufzuschreiben, um im Laufe des Jahres vergleichen zu können, was man "vorhergesehen" (erspürt) hat.

6. Nacht Jungfrau (Merkur, 6. Haus): Wie verhalte ich mich gegenüber Notwendigkeiten? Habe ich gute Routinen? Wie bin ich anderen nützlich? Passt sich mein Leben mir an oder ich mich meinem Leben? Steuere ich konstruktiv das Wollen und Müssen gegeneinander aus? Was sagen mir meine Ängste immer wieder? Wo haben sie Gemeinsamkeiten von Kindheit an? Wovor hat mich das geschützt? Wieviel Anpassung benötigt mein Brotberuf? Was macht mich immer wieder krank? Wie schütze ich die Umwelt?

Eine der Lösungen für Probleme mit der 6. Phase: Wenn ich in Panik gerate, kümmere ich mich bewusst um mehr gute Gewohnheiten in meinem Leben, die ich dann auch einhalte. 

Aberglauben gab es viel, der die Nächte rund um Weihnachten und Neujahr betraf, mitsamt der Tabus drumherum: 

  • Arbeit ist verboten in den Rauhnächten, sonst fällt der Wolf in die Herde und das Vieh gedeiht nicht.
     
  • Wer Erbsen oder andere Hülsenfrüchte isst, der bekommt Krätze, Geschwüre oder Ungeziefer.
     
  • Vor den Rauhnächten muss alles Verliehene wieder zuhaus sein.
     
  • Ackergeräte müssen unter Dach stehen, kein Backgerät oder Holz darf vor dem Ofen liegen (nach: Sigrid Früh, Rauhnächte, via Göttin) 

7. Nacht Waage (Venus, 7. Haus): Welche Antworten suche ich immer wieder in anderen? Was kann ich lieben und was hassen? Wie viel Resonanz brauche ich von meinem Gegenüber? Bin ich verliebt in Diskussionen? Wo neige ich zu Propaganda "gegen"? Wo vertrage ich nur ein "Für"? Bin ich bereit, im Austausch mit anderen wirklich mich einzugeben? Was projiziere ich immer wieder auf andere, was delegieren sie dafür an mich? (Schau ins 7. Haus!)

Eine der Lösungen für Schwierigkeiten mit der 7. Phase: Was ich am anderen als positiv oder negativ wahrnehme und was mich stark berührt, ist mein Schatten, der laut nach Integration schreit.

8. Nacht Skorpion (Pluto, 8. Haus): Wofür würde ich sterben? Wie viel Loyalität verträgt mein Dasein? Was habe ich von mütterlicher und väterlicher Seite geerbt? Wie kann ich mit Ohnmacht machtvoll umgehen? Was versuche ich zu stark zu kontrollieren? Wo bin ich manipulativ? Wo bestehe ich auf meine Unfertigkeit? Was gibt mir ein Gefühl von existenzieller Tiefe? Wann habe ich weshalb wirkliche Todesangst? Was prägt meine Konzepte, die mich starr machen?

Eine Lösung für die 8. Phase und ihre Herausforderungen: Bei Todesangst erinnere ich mich, dass ich irgendetwas versuche, zwanghaft festzuhalten, finde heraus, was es ist und lasse es bewusst gehen.

In der Skorpion-Phase, zu Neujahr etwa also, wenn wir ab Heiligabend diesen Stufenweg thematisch gehen, sind wir ja in der Mitte der Wasser-Themen angekommen. Da, wo sich das Fließende des tändelnden Mondes und seiner Gefühle leicht staut und gar nicht mehr durchkommt bis zum erlösenden Glück (den Erweiterungen!) des Schützen. Hier ist es als Begleitmaßnahme besonders wichtig, genug zu trinken, wenn entsprechende Stockungen auftreten. Es mag sich wie dummes Zeug aus der astrologischen Hausapotheke anhören - aber es funktioniert. Auch bei allen tiefgehenden Ängsten übrigens - man kann durchaus grobstofflich versuchen, damit anzufangen, buchstäblich die Verschlammungen wieder ins Fließen zu bringen.

Sehnsucht nach den wilden Reitern

Apropos Wasser: In vielen Familien wird zwischen Weihnachten und zumindest Neujahr, oft aber auch bis Dreikönig, keine Wäsche gewaschen, obwohl keiner mehr weiß, wieso eigentlich. Man könnte sich denken, dass bei so viel Öffnung ins Unbewusste einfach nicht noch mehr materielle Reinigung verkraftbar wäre. Aber traditionell heißt es, dass sich die wilden Horden in den Wäscheleinen verfangen könnten. Oder: Nach der Sage "Ein Reiter in den Zwölften" (Sigrid Früh) wollte einmal der zornige Wotan eine Bäuerin mitnehmen, als sie ihr Kleid zum Trocknen nach draußen gehängt hatte und der Gott daraus schloss, dass er Anspruch auf sie erheben durfte:

"Interessanterweise beschreibt die Sage, dass eine unglaubliche ungestillte Sehnsucht die Frau danach befallen hat, doch mitzureiten, nachdem sie es abgelehnt hatte. Das ist zum einen also ein deutlicher Hinweis das Menschen mit der Wilden Jagd ziehen können und zum anderen, dass ein Weg über das Wäscheaufhängen geht - in dem man quasi der Wilden Jagd eine Verbindung zu sich selbst durch das Wäschestück gibt. (Göttin)  

9. Nacht: Schütze (Jupiter, 9. Haus): Kannst du zuhören? Was erweitert deinen Horizont? Welche Lieblings-Geschichte über dein Leben erzählst du dir und der Welt immer wieder und wieder? Gib ihr einen Titel. Wo bist du in der Fülle? Wen erlebst du als groß? Wie sieht dein Gott /deine Göttin aus? Welchen heiligen Krieg führst du und wen kolonialisierst du dabei? Was war dein größtes Glück (es wird die Stellung deines Jupiter widerspiegeln).

Eine der Lösungen für Konflikte mit der 9. Phase: Wenn ich mich sehr groß oder sehr klein fühle, finde ich jemanden, dem ich zuhören kann und versuche ihn und nicht mehr nur mich zu verstehen.

10. Nacht Steinbock (Saturn, 10. Haus): Was in meinem Leben sehe ich klar, direkt, einfach, bestimmt und machbar? Wieviel Zeit habe ich noch für was? Wo finde ich zu meiner echten Bedeutung? Kenne ich meine Berufung? Wen respektierte ich in der Kindheit als Gesetzgeber? Wie ähnelt meine Haltung zum Gesetz heute dieser damaligen Beziehung? Was halte ich vom Alter? Sind Dinge für mich erst wichtig, wenn sie mühevoll werden? Woran erkenne ich, wenn etwas abgeschlossen ist? Welches Verhältnis habe ich zu Ergebnissen? Wie sehr erschöpft mich eine Aufgabe, die Pflicht ist?

Eine der Lösungen für Probleme mit der 10. Phase: Falls ich ein chronischer Verschieber bin, mache ich mir eine Struktur und gehe bewusst Schritt um Schritt, umso hartnäckiger, je mehr Lust aufzugeben ich habe.

11. Nacht Wassermann (Uranus, 11. Haus): Wie viel frische Luft brauche ich? Wann fühle ich mich frei? Geht das nur allein und unabhängig? Wann benötige ich am dringendsten die Vogelperspektive? Welche Ideale habe ich, und welche davon setze ich auch um? Wo bin ich unberührbar? Was stand am Ursprung meiner Individualität? Wo leiste ich es mir, ein Narr zu sein und zeige mich damit auch?

Eine der Lösungen für Schwierigkeiten mit der 11. Phase: Wenn ich zerrissen bin, mache ich ein paar Minuten alle Fenster auf, gehe an die Luft oder tue irgendetwas Kleines völlig anders als sonst. Es wird mir beim Atmen helfen.

12. Nacht Fische (Neptun, 12. Haus): Wo belüge ich andere immer noch? Was war mir als Allererstes heilig? Wann spiele ich am liebsten die Opfer-Rolle und wann switche ich dann zum Retter? Was möchte ich gern völlig auslöschen? Was ist meine liebste Fantasie? Wer war der Mensch, mit dem ich am stärksten verschmolzen war? In welcher Hinsicht bin ich wirklich einsam? Was ist meine allertiefste und heiligste Wahrheit? Wo empfinde ich Sehnsucht? Was stelle ich auf meinen Altar? Wie verkrafte ich Schwäche bei mir und anderen?

Eine Lösung für Probleme mit und in der 12. Phase: Wenn alles zusammenbricht und ich in Chaos gerate, gehe ich zum Wasser, sehe eine Weile hinein und bete. Manchmal antwortet es. Manchmal werde ich auch leer und habe keine Antwort mehr nötig.

"...wenn in der Nacht vom 5.auf den 6. Januar um Mitternacht ein Mensch draußen auf dem Feld ist, kann er die wilden Reiter hören, sie jagen auf unsichtbaren Pferden duch die Luft und schreien: "Was höher als ein Maulwurfhügel ist, nehmen wir mit!" (Sagen.at

Wobei für die Rauhnächte gilt, dass Bangemachten eben nicht gilt, sondern Erfindungsreichtum zählt. Soweit deshalb die kleine astrologische Anregung, mit sich und seinem Radix und den für 2016 anstehenden Themen während der besonderen, heilenden Zeit und der Power zu experimentieren. Natürlich sind die Mini-Memos hinter jeder Phase nur isolierte und beliebig erweiterbare Tips - der Kreativität, dem Spaß am Selbst-Erfinden und der Reise in die Tiefe ins eigene Horoskop sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was funktioniert und einem Einsicht schenkt! Viel Freude beim Forschen und Kreisen in den unbegrenzten Räumen!

Bilder: Pixabay 

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Kommentare  

 
ECW
# RE: Zwischenräume: 12 Nächte & 12 FragenECW 2015-12-28 19:48
Bin ein bisschen spät dran, werde aber heute einsteigen in diese gedankliche Rauhnachtsreise! Danke dafür!
 
 
Tun-Fisch
# 12heitenTun-Fisch 2015-12-24 14:33
Eine der faszinierendsten Gedankenausstellunge n, die ich je besuchen durfte, Verehrteste. Das erste Mal, daß ich mir einen LOOP-Artikel ausgedruckt habe. Daß um 0 Uhr heute der AC in meinem Geburtsort bis auf 8' ' nahe dem Grad meiner Radix-Sonne stand, könnte mich Ende 2016 evtl. dazu veranlassen, meine Geburtszeit um ein paar Minuten zu korrigieren.
Deine Rauhnachtmeditations anregungen kommen einem Bedürfnis entgegen, daß ich schon jahrelang gerne einer Methode unterworfen hätte. Hatte heute bereits heftigen Marskontakt (Radix Zwillinge) und ich konnte dem Ärger und dessen Lösung einiges an Stiergenuss abgewinnen.
Es ist schön, heute allein zu bleiben mit den noch nicht wahrgenommenen Details Deines Artikels. Ich kann mir kaum ein passenderes Geschenk vorstellen.

Ich wünsche Euch herrlich heidnische Weihenächte.
 
 
sri
# RE: 12heitensri 2015-12-24 15:43
:roll: :D :-) das freut die ausstellerin ja!
ich hab mir auch vorgenommen, diesmal die kleine 12er-reise zu machen. dir auch schöne weihnachten von herzen, lieber christoph!
 
 
Tun-Fisch
# RE: 12heitenTun-Fisch 2015-12-24 16:59
Danke ;-)
 

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Samstag, 30. Juli 2016

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