Black Hole Sun - die dunkle Sonne

Die gute Nachricht zuerst: Energie kann nicht verloren gehen. Sie kann umgewandelt werden, aber niemals einfach verschwinden. Auch nicht in einem Schwarzen Loch in der Mitte unserer Galaxis. Ausdruck, Erscheinung und Form mögen sich verändern und wandeln, die energetische Grundlage bleibt immer was sie ist.

Die schlechte Nachricht ist: sie kann auch Ausdrucksformen annehmen, die sich unserer normalen Wahrnehmung entziehen, die nicht kompatibel mit unserem Alltagsbewusstsein sind. Nüchtern betrachtet leben wir gleichzeitig in zwei Welten – in einer hellen, strahlenden, sichtbaren. Und in einer ungreifbaren, jenseitigen dunklen Welt.
Dunkel bedeutet aber in diesem Fall nicht falsch, hinterlistig, geheim und gefährlich. Dunkel beschreibt einfach etwas, was wir nicht mit unseren Sinnen be- und ergreifen können. Aber wie eingangs erwähnt, es ist Energie, genau wie alles andere.

Dunkle Materie, dunkle Energie und Schwarze Löcher

Diese Nacht- und Schattenseiten unseres Universums nehmen einen weitaus größeren Teil davon ein, als wir ahnen. Der Bereich, den wir mit Existenz und Lebensformen verbinden (die baryonische Materie) macht nur ca. 5% unseres universellen Lebensraumes aus. Der Rest besteht aus Dunkler Materie (23%) und Dunkler Energie (alles andere).
Das sind natürlich nur vage Begriffe und abstrakte Bilder. Es gibt bis heute auch keine wissenschaftlichen Belege für ihre Existenz. Man weiß nur, dass es etwas Ähnliches geben muss, weil anders die Verhältnisse in unserem Universum nicht erklärbar sind. Da beides auch nicht mess- und sichtbar ist, ist es auch nicht möglich ihre Ursprünge abzuleiten. Woher die dunkle Strahlung und Materie kommt, ist also unklar.
Klar ist nur, dass da etwas ist. Im Raum zwischen den Dingen. Und eigentlich könnte dieses Etwas auch der Raum selbst sein, den wir ansonsten nur für eine Art Vakuum halten.
Kurz und gut – nichts ist wirklich klar, auch die Wissenschaft kann nur spekulieren und Thesen darüber aufstellen, wie das Universum als Ganzes aufgebaut ist.
Aber manchmal sind die Dinge vielleicht einfacher als man denkt.

 

Die zwei Gesichter der Sonne

Wenn wir das Bild eines polaren Universums, in dem es eine helle und eine dunkle Seite gibt, auf uns wirken lassen, drängen sich einem förmlich ein paar Assoziationen auf.
Das Sonnenprinzip ist im Grunde ja ein energetischer Transformator. Im Laufe ihres aktiven, hellen Lebens wandelt sie Wasserstoff in Helium um und gibt einen Teil dieser Wandlungsenergie als Strahlung, zB in der Form von Licht, ab. Wenn wir das auf unser Leben übertragen, könnte man das Prinzip des Wasserstoffs gleichsetzen mit allen inner-seelischen Vorgängen (zB  mit dem ganzen Bereich unserer unbewussten Empfindungen also), die als Brennstoff dienen, um daraus geistige Wahrnehmung im Sinne von individuellem Bewusstsein zu erzeugen (das Helium-Prinzip). Die Energie, die dabei frei wird, geben wir beständig ab an unsere Umgebung. Das Sonnenprinzip in der Astrologie mag also durchaus auch aufzeigen, welche Art von Energie wir als Individuen ins Universum „abstrahlen“, welche Prozesse dabei durchlaufen werden und wie sich diese zeigen.

So gesehen ist jeder und jede von uns ein Licht in der Welt, mit sehr speziellen und einzigartigen Eigenschaften.

Aber auch die große, mächtige Lebensspenderin Sonne durchläuft einen Wandlungsprozess. Und je nach Beschaffenheit und Größe (bzw. Masse) wird sie am Ende ihres Lebens zu dem, was wir heute ein Schwarzes Loch nennen. Aber treffender wäre vielleicht das Bild einer Sonne, die in der Nacht leuchtet, ohne die Dunkelheit sichtbar zu erhellen. Ihre Art der Strahlung ist einfach eine andere.
Im ersten Teil ihres Lebens ist jede Sonne außen aktiv, strahlt Energie ab, ermöglicht dadurch Leben wie wir es kennen. Am Ende ihrer Reise dreht sich die Ausrichtung quasi nach innen, verdichtet sich der innere Kern mehr und mehr. Und entwickelt so eine enorme Anziehungskraft, holt sich jetzt quasi zurück, was sie selbst mit erschaffen hat. Alles in ihrer Umgebung wird Teil ihres inneren Kerns, verdichtet sich dort, vereint sich mit dem schon vorhandenen und entwickelt eine noch größere Kraft.

Das ist es jedenfalls, was wir wahrnehmen können. Aber wie eingangs erwähnt kann die Energie, die sie dabei aufnimmt, nicht verloren gehen und einfach verschwinden. Sie ist weiterhin vorhanden.
Könnte es nicht sein, dass die Dunklen Sonnen ebenfalls eine permanente Strahlung abgeben bei ihrem Prozess der Umwandlung von Materie? Zum Beispiel in Form von Dunkler Materie und Energie?
Da beides ja nicht im üblichen Sinne „gemessen“ und wahrgenommen werden kann, würden wir diesen Prozess also auch nicht beobachten können. Die Entstehung von Schatten-Materie und  -Energie könnte also durchaus ihren Ursprung in den Galaktischen Zentren dieses Universums haben, ohne dass wir einen Bezug dazu herstellen könnten.
In diesem Fall hätten die dunklen Sonnen auch die Funktion, das empfindliche Gleichgewicht in unserem Universum aufrechtzuerhalten. Um dass, was sie im ersten Teil ihres Lebens erschaffen, die Welt der Form und Materie, in einer Balance zu halten, mit dem notwendigen Raum, in dem sie sich diese Welt manifestieren kann.

Mit anderen Augen

Das alles in eine konkrete astrologische Deutung zu übertragen, ist nicht einfach. Aber folgen wir dem alten Analogie-Prinzip, dass Astrologie von jeher angewandt hat, gibt es zumindest ein paar Hinweise.
Um zu einer anwendbaren und nachvollziehbaren Deutung des GZ und des Prinzips der Schwarzen Löcher generell zu kommen, muss man unsere heutigen Möglichkeiten der Betrachtung mit einbeziehen.

Astrologie ist aus Beobachtung und Assoziation entstanden. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt waren wir dabei ausschließlich auf die Möglichkeiten unserer Sinneswahrnehmungen angewiesen. Mit der Erfindung erster technischer Geräte, wurden diese Sinne quasi erweitert. Das erste Teleskop brachte uns weit entfernte Erscheinungen sehr nahe, das Große wurde klein und überschaubar. Während die Erfindung des Mikroskops das Winzige, für uns Unsichtbare, so weit vergrößerte, dass auch hier Beobachtungen möglich wurden.
Die moderne Radioastronomie ist nur eine erweiterte Konsequenz dieser Entwicklung, auch sie schafft neue Möglichkeiten der Beobachtung. In eine Deutung galaktischer Phänomene sollten diese Beobachtungen also immer einfließen. Am Prinzip der Schwarzen Leeren mag dies deutlich werden.

Unbestritten ist, dass das GZ und seine Verwandten die massereichsten Objekte in unserer Galaxis darstellen. Massereich heißt, Form und die ihr zugrunde liegende Energie wird in einer ungeheuren Dimension verdichtet.

 

Alles ist GUT

Dieses Prinzip der Verdichtung gibt es auch in der Psychologie, dort  als Kompression und Unifizierung bekannt. Gemeint sind damit alle primären, unbewussten Vorgänge in uns.  Diese primären Vorgänge beziehen sich auch auf eine Zeit in unserem Leben, in der wir noch nicht zwischen Subjekt (Ich) und Objekt (du und Welt) unterscheiden konnten. Demzufolge gibt es in diesem Erleben auch keine ordnende Logik im Sinne von richtig oder falsch, wenn überhaupt spricht man von einer paradoxen Logik, die alle Widersprüche vereint. Unterschiedlichste Empfindungen, Gedanken und Vorstellungen werden also unifiziert, verdichten sich in einem einzigen Bild, das trotzdem alle Qualitäten dieser verschiedenen Impulse enthält. Einsteins Suche nach einer Generell Unifying Theory (GUT), hat hier wohl genauso ihren Ursprung, wie fast alle Religionen und spirituellen Bewegungen.
In der frühen Kindheit leben wir fast ausschließlich in dieser Welt, später zeigt sich dieses Prinzip meist nur noch in unseren Tag- und Nachtträumen, in unserer Phantasie und allen frei fließenden Vorstellungen.

Unsere Handlungen werden in dieser frühen Phase vom Prinzip der sofortigen Bedürfniserfüllung bestimmt, immer wird der schnellste und unmittelbarste Weg gesucht um aufkommende Lustimpulse aller Art sofort zu befriedigen. Im Laufe einer normalen Entwicklung lernen wir, dies an unsere Umweltvoraussetzungen anzupassen, zu berücksichtigen welche Folgen unsere diesbezüglichen Handlungen haben können. Es entsteht das sogenannte Realitätsprinzip.
Der Einfluss des GZ auf wichtige Radixfaktoren erweckt oft den Eindruck, dass die Betroffenen dieses Prinzip der Unifizierung in den entsprechenden Bereichen auch als Erwachsene nicht verlieren. Mit allen Vor- und Nachteilen. Zum einen bleibt die Fähigkeit, verschiedenste Eindrücke auf einen „Nenner“ zu bringen. Sie sind somit in der Lage, auch sehr komplexe Informationen zu vereinheitlichen und zu einem Bild zu formen. Haben sie dann noch die Gabe, diese Bilder auch zu übertragen und zu vermitteln, können sie anderen dadurch eine Orientierung bieten.


Hier bieten sich alle Bereiche an, in denen Phantasie und Kreativität freien Spielraum haben. Die Stellung des GZ in den Häusern und Feldern spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie zeigt auf, in welchem Lebensbereich und unter welchen Voraussetzungen wir wieder in diesen freien „Flow“ der Assoziationen kommen können, der nicht eingeschränkt wird von unserer Alltagstauglichkeit und dem erwähnten Realitätsprinzip.
Das Prinzip Chaos bekommt im GZ-Bereich eine andere Bedeutung als wir sie über Uranus kennen. Uranisches Chaos ist immer mit Brüchen verbunden, mit einer Plötzlichkeit des Umschwungs, einem Riss in der Kontinuität. Das Chaos der ungreifbaren Leere oder der Schwarzen Löcher kennt keine Brüche, sondern bringt eher das neptunische Element der grundlegenden Verbundenheit aller Erscheinungen gleichzeitig ein. Deswegen ist es für uns auch oft so schwer, die Einflüsse des GZ von den uranischen, neptunischen und auch plutonischen zu unterscheiden. Doch während in diesen Bereichen immer auch ein Widerspruch zu anderen, bestehenden Prinzipien vorherrscht, vereint das GZ all diese Inhalte in sich selbst.
Sobald wir bildhaft gesprochen den Ereignishorizont des GZ überwunden haben, und damit die Aufspaltung unseres Erlebens in Subjekt und Objekt, können wir diese Einheit auch direkt erfahren.

Im Alltag mag sich das dann durchaus als schwierig erweisen. GZ-betonte Menschen erscheinen von außen betrachtet oft wie Kinder, die sich weigern erwachsen zu werden. Es kann schnell der Eindruck entstehen, dass es hier um eine Rückanbindung an das Mütterliche geht. Aber die Symbiose die hier gesucht wird ist eine andere, eine überpersönliche.
Die Stellung des GZ im Radix kann also auch die Fähigkeit aufzeigen, sich in diesen Prozess der Rückführung in eine Welt der Nicht-Dualität einzulassen. Konjunktionen, Trigone und Sextile schaffen meistens fließende Übergänge in den entsprechenden Lebensbereichen, Quadrate und Oppositionen erleben das Überwinden der Schwelle des Ereignishorizonts dann wohl eher als Kampf und Hemmung. Oft kommt beides über verschiedene Aspekte zusammen und zeigt den Prozess als Ganzes auf, der über diese Schwelle führen kann.
Es mag aber auch unseren Zugang zu etwas noch Ursprünglicherem aufzeigen.

Freude schöner Götterfunken – das Prinzip der Libido

Freude und Licht sind zwei untrennbare innere Bilder. Unser alltäglicher Ausdruck dieses Prinzips ist die Sonne selbst. Sie spendet Licht und Wärme ermöglicht Leben in all seinen Facetten. Jedes Molekül in unserem Planetensystem hat seinen Ursprung in der Sonne.
Aber das Sonnenprinzip steht symbolisch auch für die Entwicklung unseres Erlebens und unseres Bewusstseins. Alles bezieht sich auf diesen leuchtenden Feuerball, der durch seine Existenz die Aufspaltung der Welt in Subjekt und Objekt bedingt. Das Subjekt, das Zentrum des Seins ist immer die Sonne. Alles andere außerhalb von ihr, bezieht sich auf sie. Planeten, Kometen, Asteroiden und Monde.
Das entspricht genau unserem Erleben. Im Zentrum unseres Seins sind immer wir selbst und alles andere wird automatisch darauf bezogen. Hier in dieser Mitte sind wir und dort, in unserer Peripherie existiert all das Andere. Aber was ist der Motor, der grundlegende Antrieb in unserem Leben?
Die vielleicht einfachste Antwort ist - die Suche nach Glück, nach Freude in jedweder Form.
Wenn aber die Welt, in der wir leben, aufgespalten ist in Innen und Außen, Ich und Du, dann muss diese Suche sich also des Fremden, des Nicht-Ichs bedienen, um unsere vielfältigen Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Dann erst kann Freude im Sinne von Entspannung des Antriebs entstehen. Und daraus entwickelt sich ein beständiger Kampf ums Überleben, um diese scheinbar abhängige Erfahrung von Glück und Freude.

Unser Sonnensystem in seiner äußeren Anordnung ist ein Symbol dafür, wie unser eigenes Erleben gestaltet ist. Die Sonne selbst steht dabei auch für das zentrale Bild eines Ichs, für die innere MItte unseres Seins als Individuums. Und auf diese Mitte beziehen wir jede Erfahrung. Wir können zwar Empathie und bis zu einem gewissen Punkt auch Verständnis für die Welt dort draußen und andere Wesen außerhalb unseres Ereignishorizonts entwickeln, aber das Empfinden, dass wir uns selbst gegenüber haben, die Selbst-Bezogenheit bleibt.

Genau dadurch entsteht aber ein permanenter Mangel. Denn das was wir erleben ist nicht wirklich. Alles was wir jetzt, in diesem Augenblick als getrennt in Ich und Welt erleben, entstand gleichzeitig im ersten Augenblick des Urknalls, der Schöpfung. Dieses Eine zeigt sich nur als Vieles, aber es ist immer noch dieselbe Energie, der selbe Urgund. Wir erleben all das zwar als getrennt voneinander, aber dieses Erleben ist eine selbsterzeugte Illusion.

Und jede Illusion erschafft Mangel, der ausgeglichen werden will. Unser Streben nach Glück und Befriedigung ist nichts anderes. Jede Nahrungsaufnahme ist auch der Versuch, sich die Welt dort draußen wieder einzuverleiben, ohne dabei das Prinzip des Ichs aufgeben zu müssen. Denn dann müssten wir uns selbst auch als Nahrungsquelle für die Welt zur Verfügung stellen. Und der evolutionäre Lebenskampf geht immer den anderen Weg. Die dominante Spezies macht sich die Welt untertan, macht die Welt zum eigenen Königreich, das an die eigenen Bedürfnisse angepasst wird. Immer dort wo es gelingt entsteht Befriedigung, dort wo wir damit scheitern, entsteht Unglück und Leid.
Per Definition sollte die Welt ein Ort sein, der sich laufend unseren Bedürfnissen anpasst. Und nicht umgekehrt.

Back to the Roots

Genau dieses Prinzip erkennen wir in den Dunklen Sonnen wieder. Hier geschieht das in Perfektion, woran wir im Alltag immer wieder scheitern. Alles wird zurückgeholt, vereinheitlicht, zusammengeführt. Am Ende dieses Prozesses gibt es keine Spaltung mehr, kein Innen und Außen, kein Ich und kein getrenntes Du.
Das mag als Bild erschreckend wirken, solange jedenfalls wie wir die schwarzen Leeren weiterhin als etwas begreifen, was nicht wir sind. Übertragen wir das Prinzip aber auf uns selbst, ohne in diesem Selbst weiterhin ein Ich-Zentrum zu vermuten, dann entsteht auch das Bild einer Welt, in der die Suche nach Glück kein Kampf mehr ist. Dort wo alles wieder zusammenkommt, was zusammengehört, gibt es keine Notwendigkeit mehr für diese Jagd mitsamt all ihren Nebenwirkungen.

Diese Sphäre der Nicht-Dualität ist nur ein Spiegelbild unserer eigentlichen Natur. Ein Bild der Ursprünglichkeit, die wir auch als Kinder noch erlebt haben.
Es ist auch ein Bild unserer ursprünglicheren Libido, der reinen Kraft der Freude, die nicht mehr durch Begrenzungen eingeschränkt ist. Die keine Erfüllung mehr sucht und auch nicht braucht.

Die Stellung des GZ in unserem relativen Ordnungssystem des Zodiaks zeigt nun eine bestimmte Phase in der Entwicklung aller Wesen in dieser Zeit auf. Etwas was wir gemeinsam haben, unabhängig von Zeitpunkt, zu dem wir geboren wurden. Die Art und Weise, wie wir versuchen, mit dieser ursprünglichen Lebensfreude wieder in Verbindung zu treten. Im Moment geschieht dies über das Schütze-Prinzip. Die Stoßrichtung geht also nicht nach innen, sondern nach außen. Erweiterung der Möglichkeiten bedeutet Erweiterung der Bedürfnisbefriedigung. Heute, fast am Ende dieser Phase angelangt, benötigen wir immer mehr von allem, in immer mehr Ausformungen und Variationen. Damit entsteht gleichzeitig auch ein immer größerer Hunger, der immer weniger gestillt werden kann. Glück und Freude scheint überall dort zu sein, wo wir nicht sind. Außen, bei den anderen, immer in der Zeit einen kleinen Schritt vor uns.
Selbst in der Religion hat sich dieses Bild in den letzten zwei Jahrtausenden gefestigt. Das göttliche Paradies ist hinter den Himmeln, jenseitig, nicht dort wo wir jetzt sind.
Und im Alltag findet sich die neurotischste Form dieser Ausrichtung, wir sind zu Konsumenten von Dingen geworden, und werden laufend mit neuen Informationen gefüttert, die uns erklären, warum wir glücklich sein werden, wenn wir uns diese Dinge einverleibt haben. Als Nahrung, als Wohnorte, Einrichtungen, Geräte, Erkenntnisse, Wissen usw. usw.

Auch die Fähigkeit sich innerhalb des Raumes auszubreiten, immer schneller die körperlichen Grenzen der Fortbewegung zu überwinden, ist ein jupiterhaftes Bedürfnis unserer Zeit.

Aber selbst wenn wir es eines Tages schaffen werden, uns mit Lichtgeschwindigkeit durchs Universum zu bewegen, werden wir doch an eine Grenze kommen. Und die damit verbundene Einsicht wird sich zeigen, wenn das GZ in den Steinbock eintritt. Dann wird die Endlichkeit des Seins uns einen neuen und anderen Zugang zeigen. Und auch der wird allen Wesen, die in dieser Zeit leben werden, gemeinsam sein. 

Fazit

Das GZ steht für eine Erfahrung, in der es keine Aufspaltung in Subjekt oder Objekt gibt. In diesem Zustand der Widerspruchslosigkeit ist es möglich, scheinbar kontroverse Inhalte und Erscheinungen miteinander zu verbinden und ein neues, gemeinsames Bild davon zu erschaffen. Dies ist ein archetypischer Bewusstseinsmoment, den wir alle auch als Kinder erfahren haben und immer noch in uns tragen.

Zum anderen zeigt es über Aspektverbindungen und Häuserstellung auf, wie und auf welche Weise wir unsere Suche nach diesem ursprünglichen Zustand, und im weitesten Sinne nach Glück und Freude erfüllen und gestalten. Dieser Prozess wird auf der alltäglichen Ebene immer zuerst auch der Versuch sein, sich die Welt zu Eigen zu machen. Erst im Laufe der Entwicklung findet auch die Umkehrung statt, ein tatsächlicher Austausch, das Nehmen wird durch das gleichzeitige Geben ergänzt.
Beide Phänomene entziehen sich anfangs immer einer bewussten Steuerung. Es sind primär, unbewusste Vorgänge auf die wir keinen Zugriff haben. Erst im Laufe unserer Entwicklung kann ein solches Bewusstsein entstehen, bei dominanten Verbindungen auch mehr oder weniger zwingend.

Natürlich - all das sind nur Thesen und Versuche einer Annäherung. Auch wenn sie zu einem Zeitpunkt entstanden sind, in denen unsere lichte Schöpfersonne am selben Ort des Zodiaks stand, wie ihre dunkle Ergänzung in Herzen unserer Galaxis. Vielleicht findet sich darin aber zumindest ein Geschmack, ein leiser Ton, ein flüchtiger Duft, der eine Annäherung an das Prinzip der Dunklen Sonnen leichter macht.

Mehr zum Thema Galaktisches Zentrum: GZ IM RADIX - WAS FLIESST HAT RECHT

Mitte der Welt: Das Galaktische ZentrumDie Mitte der Welt - jenseits von Neptun;

 

Bilder: Milky Way: von ESO/S. Brunier via Wikimedia Commons; Heart of Milky Way: By ESO/VISTA. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit via Wikimedia Commons; By ESO/J. Girard (http://www.eso.org/public/images/potw1207avia Wikimedia Commons; Arch: By Bruno Gilli/ESO via Wikimedia Commons; Milky Way: By Steve Jurvetson (Flickr) via Wikimedia Commons; Solar EclipseI, Luc Viatour [GFDL via Wikimedia Commons

 

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Kommentare  

 
meta
# Das Problem mit der Logik (@markus termin)meta 2012-12-21 18:10
Hallo Markus,
seltsamerweise scheinst du das selbe kleine Problem mit der Logik zu haben, wie Herr Einstein in seinen späten Jahren mit der Quantenphysik. Was nämlich stimmt, manches von dem, was wir heute zu wissen glauben (bitte genau lesen und davon ausgehen, dass es auch genauso gemeint ist), ist nicht logisch. Jedenfalls nicht im Sinne eines Newton und anderer Forscher, die die Welt in ein funktionales Konzept stecken wollten, das berechenbar ist. Immer. Und unter allen Umständen.
Eine Annahme, die ja auch viele Astrologen immer wieder von sich geben, wenn sie prognostisch von einer festgelegten Zukunft fabulieren und dann grandios an der Wirklichkeit scheitern.

Wenn du dich zB mit den Vorträgen von Hans-Peter Dürr beschäftigen würdest, ein langjähriger Mitarbeiter von Werner Heisenberg, dann würde dir auch klar werden, daß diese Wissenschaft, die du beschreibst und kritisierst, schon fast ausgestorben ist. Allerdings, im Unterschied zu manchen Astrologen, die ihre falschen Aussagen immer weiter verteidigen, statt aus ihren Fehlern zu lernen, gestehen sich die meisten Wissenschaftler heute ein, daß sie für bestimmte Beobachtungen keine schlüssige Erklärung haben. Sondern nur Modelle, durch die eine Annäherung an das Beobachtete möglich ist. Und genau deswegen forschen sie weiter.
Ob die Art und Weise dieser Forschung den hohen Aufwand an Zeit, Energie und Mitteln immer rechtfertigt, ist eine andere Frage.

Um es vielleicht mal astrologisch auszudrücken: Wenn das Denken sich mit saturnalen Massstäben verbindet, dann muss es sich irgendwann an den Grenzen dieser Verbindung festbeissen. Denn hier darf es keine paradoxen Erscheinungen geben, alles muss innerhalb einer linearen Logik erklärbar bleiben. Genau daran ist Einstein letzendlich gescheitert, „Gott würfelt nicht“.

Wenn das Denken sich aber auch mit uranischen und neptunischen (vom GZ mal ganz abgesehen) Wirklichkeiten verbindet, sind paradoxe, d.h. nicht linear-logische Erklärungsmodelle nicht zu vermeiden. Im Gegenteil, würde man versuchen, sie im altwissenschaftliche n Sinne in ein Konzept der scheinbaren Gültigkeit zu pressen, würde man aus der Welt und ihren Erscheinungen eine triste, trübe und graue Suppe machen.
Nur das tun die wenigsten Wissenschaftler heute noch.

Stattdessen findet sich dieses Prinzip in deiner Argumentation wieder. Du benutzt zwar dieselben Begriffe, aber bringst sie in mittelalterliche Zusammenhänge. Zumindest was deine Schlußfolgerungen angeht.
Dein Kampf gegen die Wissenschaft ist aus meiner Sicht ein Kampf gegen Windmühlen, die du irrtümlich für eine feindliche Armee hältst. Du siehst anscheinend nicht, daß ihre Aussagen heute alle wirklich spirituellen Erkenntnisse unterstützen, daß ihre Beobachtungen und Schlußfolgerungen immer zwingender aufzeigen, daß Welt und Erfahrung eben nicht „ein Ding“ ist und nur aus „Dingen“ besteht, die sich in eine Scheinlogik einpassen lassen.
Wenn du manche Artikel in Loop! aufmerksam liest, findest du jede Menge Analogien, die das aufzeigen. Und bevor ich die letztgültige Antwort auf die Frage „Wie schnell ist das Lcht?“ suchen würde, fände ich Fragen wie „ Wie „schnell“ ist ein Gedanke? Ein Gefühl? Oder was ist Zeit und wo kommt sie her?“ wesentlich interessanter.
Ob du es also glauben kannst oder nicht, auch ich bin weit davon entfernt, der Wissenschaft einen allwissenden Status zu zugestehen.

Sie aber dermassen abzuqualifizieren, wie du es tust, erinnert mich eben an das Vorgehen der Hardcore-Skeptiker gegenüber der Astrologie, ich sehe da keinen Unterschied. Und wenn ich deren Verhalten kritisiere, dann gebietet Fairness und Aufrichtigkeit, dass ich das auch bei Anderen beibehalte, die dasselbe tun. Auch wenn es sich um Astrologen handelt.

Ich käme aber nicht auf die Idee, deine Sichtweisen als Zeichen von Dummheit oder spiritueller Zurückgebliebenheit zu interpretieren. Einfach weil ich weiß, daß JEDE Sichtweise auch ein individueller und richtiger Weg sein kann, auch wenn er für Andere nicht oder nur schwer nachvollziehbar ist.
Solange jedenfalls, wie damit nicht die eigene Überhöhung und die Herabsetzung „Andersdenkender“ verbunden ist.
Was ich kritisiere, sind deine Aussagen in dieser Hinsicht. Wenn du der Meinung bist, weit über uns „Dummen“ zu stehen in deiner Erkenntnis über die Welt, dann tut mir das herzlich leid.
Für dich.

Über Inhalte und Sichtweisen kann und darf auch gestritten werden, Überheblichkeit und Anmassung sind aber keine Argumente. Insofern - mit Abstand betrachtet finde ich Teile meiner ersten Antwort auch völlig unangemessen. Wenn du dich dadurch persönlich angegriffen gefühlt hast, entschuldige ich mich dafür.
An meiner Sichtweise was deine Argumentation angeht, ändert das aber nichts.
Trotzdem - ich wünsche dir alles Gute und besinnliche Festtage
Meta
 
 
Markus Termin
# Bedankt!Markus Termin 2012-12-21 21:30
Hallo Meta,

vielen Dank für Deine intensive Antwort - mit bemerkenbswerter astrologischer Einfühlsamkeit. Du sprichst hier von so vielen Vorwürfen, die von mir kämen - aber ich habe das gar nicht gesagt. Es geht sicher nicht - schon gar nicht heute und kurz vor Weihnachten - um Feindschaft, sondern um Freundschaft.

Doch wir müssen bei den Fakten bleiben. Und da hilft halt kein Gezeter: die Physik muss gegenüber der Philosophie Rechenschaft abgebenen gegenüber der Frage ihres Massstabs.

Es ist eine Paradoxie im Grundprinzip der modernen Physik - die eben dieses Grundprinzip fragwürdig macht.

Frohe Adventsgrüße,

Markus Termin
 
 
meta
# RE: Bedankt!meta 2012-12-22 12:11
zitiere Markus Termin:
Hallo Meta,

Es geht sicher nicht - schon gar nicht heute und kurz vor Weihnachten - um Feindschaft, sondern um Freundschaft.


Hallo Markus,

das höre und lese ich sehr gerne, in diesem Sinne lass uns auch künftig fröhlich um Wissen und Weisheit streiten, da wo es eben unvermeidbar ist, solange die wirklich menschlichen Werte dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Mit den besten Wünschen
Meta
 
 
Markus Termin
# RE: Black Hole Sun - die dunkle SonneMarkus Termin 2012-12-20 14:39
@ Friedrich N, @ Meta:

" ... die wir glauben, dass Ereignisse nachvollziehbaren Zusammenhängen und Bedingungen zugrunde liegen."

Richtig, das glauben Sie, doch gerade hier hapert es - bevor wir weiter auf irgendeines eurer Argumente oder Fragen eingehen, müssen wir klären, warum die ART falsch ist, würde ich vorschlagen?

Ihr könntet der Einfachheit halber tatsächlich in Jochen Kirchhoffs empfohlenes Buch (Räume, Dimensionen, Weltmodelle) gucken. Oder wir diskutieren das hier durch, und ich kann Dir/Euch erklären, warum der Grundpfeiler und "Koan der Physik", die ART - eben leider auf Zusammenhängen beruht, die eben nicht nachvollziehbar und nicht logisch sind.

Es ist - ich kann es auch kurz sagen - das Problem des Massstäblichkeit - dem durch das Ergebnis der Theorie - u.a. Längenkontraktion - der Boden entzogen wird: kurz - den Masssab, den die ART setzt (Lichtgeschwindigkei t) entzieht sie sich im Ergebnis selbst - es gibt für ihr Dimensionstheater keinen festen Masssab, weil alle möglichen Massstäbe immer unterschiedlich lang sind - wenn die Theorie haltbar sein sollte. Es ist also nicht nur das Zwillingsparadoxon, die ganze Theorie ist selbst paradox und wird, wenn wir Glück haben, einmal als irrationaler Vernunftschlaf der Menschheit erkannt werden - freilich dazu da, den Menschen die Sicherheit des geozentrischen Weltbildes zu erhalten, so lange dies möglich erscheint.

Das ist ganz einfach und für viele Naturwissenschaftler trotzdem gar nicht zu verstehen, weil sie sich logisches Denken tatsächlich gehirnwäschemäßig abgewöhnt haben, es tun mussten. Diesen folgt der Mainstream einer bestimmten Bildungsschicht bedingungslos - und hat daran auch noch - Sie beide sind Beispiele - einen gewissen Dünkel entwickelt und die Überzeugung, sich bereits im Besitz der absoluten Wahrhheit zu befinden.

Dies ist halt leider nicht der Fall.

Haben Sie sich nicht auch ein klein wenig gewundert, als letztes Jahr im Herbst ein Kabelstecker dafür herhalten mußte, dass 300 hochbezahlte Wissenschaftler zwei Jahre lang der Wahrheit auf der Spur waren?!

Die anderen Fragen hinsichtlich der Natur des Lichts (und vor allem des göttlichen Lichts) sind gerade in der Philosophie vielfach angesprochen, besonders eindrucksvoll bei Rudolf Steiner, Abu Bakr Ibn Tufal, Plotin und vielen weiteren, die Sie ganz wissenschaftlich zum göttlichen Licht begleiten können (Rudolf Steiner "Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?")

Sie beide sind jedoch so meilenweit entfernt von diesen Dingen, dass Sie es natürlich nur als wirklichkeitsfremd empfinden können, an so etwas überhaupt nur zu denken - ich fürchte, der Platz einer kleinen Kommentarwelt wird nicht ausreichen, Ihnen hier einen Weg zu weisen.

Aber ein Anfang wäre gemacht, wenn es gelänge, Ihnen zu zeigen, welchem Wahn Sie mit der Grundlage der Physik (und damit Kosmologie) der ART aufgesessen sind.

Mit Adventsgrßen,

Markus Termin
 
 
grille
# wie ich die dinge begreifegrille 2012-12-20 16:02
@markus, in einem gebe ich dir recht:
kaum einer weiß um die wahrheit, mal abgesehen einer - vielleicht !!! - handvoll menschen, die noch oder wieder in der anschauung der unendlichkeit leben. sie aber sind leise, vom normalo nicht auffindbar. sie wären auch gar nicht in der lage, ihre seligkeit und ihr leid anderen vorzuführen ...

auch ich kenne den urgrund nicht, ich weiß lediglich, daß jeder ihn finden kann und wo er ihn finden kann.
auf meiner inneren reise ist mir inzwischen eines gedämmert: die gesamte wissenschaft - ohne ausnahme - beschäftigt sich nur mit dingen, die es erst seit dem herausfallen aus dem urgrund allen seins gibt. die aktuelle wissenschaft erforscht NUR die endlichen dinge, das vergängliche.
wahrheit aber ist unvergänglich.

wissenschaft heutiger prägung ist also nichts weiter als ein taumeln, ein straucheln von irrtum zu irrtum, da sie die basis aller materie - den GEIST - aus ihren hallen verbannt hat. die ergebnisse wissenschaftlicher forschung sind dementsprechend: waffen-tech, atom-tech, gen-tech, organtransplantation en, und und und ... vieles mehr.

margarete
 
 
Friedrich N.
# Zwischen Humboldt und HumbugFriedrich N. 2012-12-19 16:47
@ Markus Termin

Lieber Markus, erstaunt war ich nach der Lektüre deiner Kommentare, welch' Einsicht du weitab von uns verblendeten Relativisten hast, die wir glauben, dass Ereignisse nachvollziehbaren Zusammenhängen und Bedingungen zugrunde liegen.

Wie falsch lag ich als Astro-Laie und Studierender der Philosophie damit, als ich dachte dies wäre einer der Grundsätze der Astrologie, der die raison d'etre dieses ungeliebten Kindes der Wissenschaft darstellt.

Anscheinend hast du Einsichten in die dunklen (oder hellen, Zentrum, weiß) Zusammenhänge dieser Welt, die für mich als rational denkenden Menschen sich nicht erschließen können.
Nun wetterst du ja (darf man das sagen Markus? Gibt es Wetter?) ziemlich stark über die relativistischen Konventionen von uns in rationalen Zusammenhängen verstrickten Vollpfosten.

Interessant wäre für mich, woher du deine Einsichten hast.
Wenn du an der Subjektivität von Dingen zweifelst, ist dann jede Aussage objektiv und ergo richtig? Hast du kürzlich ein kleines Pläuschchen mit der Sonne geführt, wobei sie dir genauestens über ihre Daseinsform Auskunft gab? Oder steht hinter dir vielleicht doch ein "unbekannter Gott" ;)? Irgendwo muss das göttliche Licht ja herkommen.

Oh halt, ich vergaß, ich denke schon wieder zu rational-relativisti sch. Natürlich kann göttliches Licht auch schon einfach drin gewesen sein. Ohne Grund oder Zusammenhang.
Spaß beiseite, wie du andere Verfasser von Meinungen hier als Idioten darstellst, weil sie dir von was-weiß-ich-woher gegebenen Wahrheiten nicht nachvollziehen können (du gibst ja auch keine Begründungen dafür) grenzt an narzistischen Größenwahn.

Einer, der die dogmatische Wahrheit über alle Zusammenhänge oder nicht-Zusammenhänge, so siehst du das ja, Markus, zu kennen behauptet und trotzdem noch erfolglos versucht sie philosophisch-wissen schaftlich zu begründen, der sollte sich doch bitte entscheiden, ob er seine Aussagen auf mythologischen oder rationalen Denksphären aufbaut.
Denn ohne stichhaltige Argumente zu liefern scheint die Umkehrung aller wissenschaftlichen Findungen der letzten Jahrhunderte nicht völlig glaubhaft.

Ansonsten bist du natürlich frei zu glauben die Welt sei eine Scheibe, Markus, mein Freund. Pass nur auf, dass du dich nicht verrennst, du könntest hinunterpurzeln oder der Himmel könnte dir auf dein von Wahrheit verdunkeltes Köpfchen fallen. Beim Teutates.

In diesem Sinne, nächstes Mal vielleicht nicht "primum scribere, deinde philosophari" um jeden Preis, Markus.

Glg an dich und die Sonne (:
 
 
meta
# Erste Antwort an Markus Terminmeta 2012-12-19 15:19
Hallo Markus,
das klingt ja alles hochinteressant. Aber du musst schon verzeihen, daß manche (um nicht zu sagen alle) deiner hier vorgestellten Wahrheiten bei einem szientistischem Dogmatiker wie mir, erstmal eine große innere Leere hinterlassen. Du scheinst ja das Sprachrohr einer neuen Weltsicht zu sein, deswegen kannst du mir sicher zumindest ein paar Fragen beantworten.

Du behauptest (ist-Sätze): die Sonne besteht aus göttlichem Licht; Erde und Sonne sind im Inneren leer; Schwarze Löcher existieren nicht; Licht kann ausserhalb des Sonnensystems unendlich schnell sein; das Zentrum der Galaxis ist weiß; der Satz von Energieerhaltung ist nicht haltbar; die Allgemeine Relativitätstheorie ist eine schwarzmagische Verdrehung der Wirklichkeit.

Meine einfache Frage wäre: woher weisst du das alles? Handelt es sich dabei um göttliche Eingebungen, die nur dir zugänglich sind oder kannst du Nichtwissenden zumindest ein paar seriöse Quellen anbieten, in denen all das etwas nachvollziehbarer erklärt wird?

Was den Ton deiner Ausführungen angeht – so viel herablassende Arroganz ist mir bisher nur bei Hardcore-Skeptikern oder religiösen Fundamentalisten begegnet. Die sich schon immer im Begriff der alleinseligmachenden Wahrheit gewähnt haben. Und mit ähnlichen Phrasen und Schwarz-Weiß Malereien arbeiten wie du.
Keine Liebe , aber dafür sind Atombomben „gut“? So denken Wissenschaftler?? Wissenschaft ist schwarze Magie und grundböse???Alle verblendet die daran glauben????

Ein kleiner Hinweis: um deine Meinung hier auszudrücken, benutzt du all das, was Wissenschaft in den letzten Jahrzehnten entdeckt hat. Computer, Programme, Internet, selbst dein Blog basiert auf den technischen Grundlagen, die unter anderem auch durch Einsteins Erkenntnisse erst möglich wurden. Und ich vermute mal stark, daß auch die astrologischen Berechnungen für deine Deutungen mit Hilfe von Computerprogrammen zustande kommen. Oder bist nachts noch mit Zirkel und Bleistift unterwegs, um die Richtigkeit dieser Berechnungen zu überprüfen?

Falls nicht, fände ich das persönlich ziemlich inkonsequent von dir. Oder auch naiv, denn wie kannst du den Ergebnissen und Erzeugnissen der fehlgeleiteten Wissenschaft einfach so vertrauen? Vielleicht sind ja sämtliche Formeln für die Berechungen der Planetenstände falsch? Weil sie auf falschen Theorien beruhen?

Was Loop! angeht, hat Suse ja schon Stellung bezogen, nur noch ergänzend dies: es gibt bei uns auch die Rubrik „MEINUNG“. Du bist herzlich eingeladen, deine Sicht der Welt hier darzustellen. Und dich mit den Reaktionen darauf auseinander zu setzen.
Wenn also mehr hinter deinen Thesen über die Welt und das Universum steckt, als übermässiger vorweihnachtlicher Glühweinkonsum :-* , dann fühle dich liebevoll umarmt und ermutigt, sie darzulegen. Falls es doch am Glühwein liegt, dann Schwamm drüber – das kann jedem mal passieren.
Freundlichst
Meta 8)
PS: Diese Antwort auf deinen Kommentar gibt ausschliesslich meine persönliche Meinung dazu wieder.
 
 
Markus Termin
# Antwort an SusanneMarkus Termin 2012-12-19 15:14
Liebe Susanne,

tut mir leid, wenn ich euch in einen Topf geworfen habe, da sollte man differenzieren. Dennoch lenkst Du nur vom Thema ab. Das szientistische Weltbild mit ART und Dunkler Materie ist unlösbar mit dem Geist der heutigen Naturwissenschaften verbunden, und die sind menschen- und lebensfeindlich und führen - ich kann Dir das auch gerne naturwissenschaftlic h ausführen - in letzter Konsequenz zur Bombe und zur Naturzerstörung: wer das nicht weiß, kennt die Naturwissenschaften nicht: Leseempfehlung wäre hier: Heidegger, "Die Technik und die Kehre".

Und wäre Weltanschauung "subjektiv", gäbe es hier keine Möglichkeit, sich überhaupt auszutauschen. Was sollte denn Deiner Meinung nach "objektiv" sein?

Wer die Wahrhheit nicht kennt, schreibt sowas, und gerade dieser Glaube ist das Resultat des unermüdlichen Schaffens der Relativisten.

Warum das so ist? Weil durch Deine Behauptung der Subjektivität logischerweise Deine eigene Aussage, dass es so sei, sich selbst die Grundlage nimmt: Du sagt mit objektivem Anspruch, Weltanschuungen seien subjektiv:
bingo, das ist ein Widerspruch - man kommt in dieser Welt am Denken nicht vorbei, auch als Naturwissenschaftler nicht, obwohl die wirklich jede Anstrengung unternehmen, dem zu entkommen.

Mit Adventsgrüßen,

Markus Termin
 
 
sri
# RE: Antwort an Susannesri 2012-12-19 15:48
lieber markus,
ich kenne die wahrheit tatsächlich nicht. und das ist auch gut so. ich ahne sie höchstens, weil ich einen starken neptun habe und genau deshalb hat sprache für mich auch nicht das treffende wort dafür. geschweige denn, die worte. so sehe ich das astrologisch, nur auf mich selbst bezogen. philosophisch oder wissenschaftlich kann ich nur sagen, dass mir heideggers "wahrheit und kunst" immer näher lag als theoretischste feinheiten der kehrenlehren und die brisanz der ontologischen differenz. die zweifellos philosophisch vorhanden ist, aber nicht in "wahrheit". nur damit ist schlecht argumentieren :-) aber ich möchte auch nicht ablenken. ich finde deinen zugang wie immer interessant. auch die frage nach objektivität und subjektivität beschäftigt mich selbst, auf anderer ebene, schon lange. es gibt absolutheit theoretisch ja nur ab einer definition, die meist schon das gewünschte ergebnis beinhaltet. eben das ist eins der probleme der wissenschaften, die mit der beschränkung durch sinnzuschreibung operieren müssen und sich ja selbst in der philosophie definieren. und dort dann nur ungenau werden können wie überall, wenn sie auf die "singularität", gott oder was immer stoßen. und das "geheimnis" rationalisieren. aber das ist eine ganz andere sache und führt für diesen kommentar zu weit. vielleicht machen wir mal 2013 ein großes thema draus und du beteiligst dich einfach. „Im Wesen des Seyns als Verweigerung eröffnet sich mit dem Ab-grund erst das Grundhafte und das alle Nichtung durchwaltende mit dem Ursprung entspringende Nichts.“ (www.information-philosophie.de /.../ das kennst du ja sicher. das ist auch nur ein versuch, das unbenennbare zu benennen, die gleichzeitigkeit von absolutheit und relativität. besten gruß, susanne
 
 
grille
# RE: Black Hole Sun - die dunkle Sonnegrille 2012-12-19 10:07
lohnenswerte empfindungs-anstöße ...
ich selbst nehme das GZ ziemlich anders wahr

nachtrag:
dieser arte-film: youtu.be/BgHC1GcABF4 beschreibt den sichtbaren teil dessen, der auf noch älteren strukturen basiert. dieses noch viel ältere liegt jenseits jenseits aller menschlichen worte
 
 
Markus Termin
# LichtMarkus Termin 2012-12-18 23:20
Hallo dort,

Die Sonne ist kein Heliumofen, der irgendwann "sein Leben beendet", sondern ein lebendiges Gestirn, das nur oberflächlich einem Glutofen gleicht, innerlich aber aus göttlichem Licht besteht und für unsere Begriffe "leer" ist - wie die wachsende Erde im Inneren auch.

Das Konzept der "Schwarzen Löcher" widerlegt sich für den Laien schon bei einem einfachen Blick auf die stellare Verteilung von Körpern um angebliche Schwarze Löcher herum: sie existiert nicht.

Wir blicken auch keineswegs in die Vergangenheit, wenn wir Sterne angucken. Licht kann außerhalb des Sonnensystems unendlich schnell sein.

Daher wird auch unsere Sonne gewiss nicht am "Ende ihres Lebens" zu einem "Schwarzen Loch", das Zentrum von Galaxien ist auch gar nicht schwarz, sondern sehr weiß - ihr betet nur den Singsang der Astrophysiker nach, die außer einem einzigen Rechenschieber, der an der Lichtgeschwindigkeit hier auf Erden geeicht ist (und deren Hochrechnung auf das Universum schon am Brechungsindex scheitert).

Es ist also keineswegs unklar, woher "dunkle Strahlung und Materie" kommt, sondern reine Science-Fiktion, zu behaupten, es gäbe welche - bedenkt doch 5% Wahrheit für die ART? Und stünde es uns Astrologen nicht besser an, nach Paracelsus`göttliche m Licht zu suchen, als nach irgendwelchen hypothetischen "dunklen Sonnen"?

Ihr kennt die Grenze zwischen Geist und Szientismus nicht: ich empfehle zum gründlichen Abgewöhnen Jochen Kirchhoff "Räume, Dimensionen, Weltmodelle."

Der Satz von der Energieerhaltung ist in einem Materie schaffenden Universum ebenfalls nicht haltbar. Und wird in der "Singularität" ohnehin behandelt, als wäre hier das here Gesetz der Materie und des Energieerhaltungssat zes quasi-religiös ungültig. Gelten tut er ohnhin nur in geschlossenen Inertialsystemen - die es in der Natur nicht gibt.

Grundvoraussetzung ist, zu verstehen, warum und wie genau die ART kein korrigierbares Modell, sondern eine schwarzmagische Verdrehung der Wirklichkeit ist: aus dem natürlichen Licht wird dabei ein absurdes eindimensionales Nichts, aus der Wirklichkeit ein Dimensionaltheater, das es nicht gibt, und vom göttlichen Licht hören wir nichts mehr, stattdessen von "schwarzen Sonnen".

- Seid ihr - so kurz vor Weihnachten - von allen guten Geistern verlassen?

Löst euch einmal bei Loop aus dem szientistisch-dogmat ischen Weltbild, in dem es keine Liebe geben kann und nur Atombomben "gut" sind.

Es hilft vielleicht, Naturwissenschaftler als unglaublich teil-gebildete Menschen zu begreifen, die gleichzeitig von berührender Schlichtheit des Verstands sein können, was den Umgang mit Logik, Schlüssen und Grundlagen betrifft.

Mit Adventsgrüßen,

Markus Termin
 
 
sri
# RE: Lichtsri 2012-12-19 14:36
hallo markus,
kleine korrektur: eine loop!-meinung zum gz oder schwarzen sonnen gibt es hier einheitlich mit sicherheit nicht. alle artikel spiegeln jeweils die ansicht, haltung, position des einzelnen autors - und die unterscheiden sich bei loop! erfreulicherweise in ihren zugängen stark voneinander. was eher befruchtend wirkt. "loop!" ist keine demokratische veranstaltung zur meinungsbildung oder gar missionärer "gleichschaltung". weder des teams, noch der leser. bitterer begriff, aber so hört sich das für mich fast an :-) dass du schreibst, wir bei loop! sollen uns aus dem "szientistisch-dogma tischen weltbild lösen, in dem es keine liebe geben kann und nur atombomben gut sind", das empfinde ich sowohl auf metas artikel bezogen, als auch persönlich als wirklich als unfair, ungerecht und unangemessen. da du ja ständig von "euch" redest und offenbar annimmst, damit auch meine haltung gut zu kennen, erlaube ich mir, dazu nun auch genau die zu sagen, obwohl ich den artikel nicht geschrieben habe. meta und ich haben erstens völlig unterschiedliche weltbilder und auch meinungen, was unter uns für viele interessante debatten sorgt, aber zweitens dennoch beide absolut nicht diesen ansatz, den du uns da zuweist. das ist eine angenehme gemeinsamkeit. wir kommen zufällig beide inhaltlich aus einer ecke, die mit atombomben, wissenschaftlicher "rationalität" oder deren selbstbespiegelung nun wirklich gar nichts zu tun hat. das möchte ich nur - ansonsten zugewandt, aber deutlich - hier mal klarstellen. weltanschauung, ob rational begründet, thesenhaft oder hoch spirituell, ist ausnahmslos subjektiv. auch deine. herzlichen gruß und friedlichen advent, susanne
 

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