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Black Hole Sun - die dunkle Sonne

Die gute Nachricht zuerst: Energie kann nicht verloren gehen. Sie kann umgewandelt werden, aber niemals einfach verschwinden. Auch nicht in einem Schwarzen Loch in der Mitte unserer Galaxis. Ausdruck, Erscheinung und Form mögen sich verändern und wandeln, die energetische Grundlage bleibt immer was sie ist.

Die schlechte Nachricht ist: sie kann auch Ausdrucksformen annehmen, die sich unserer normalen Wahrnehmung entziehen, die nicht kompatibel mit unserem Alltagsbewusstsein sind. Nüchtern betrachtet leben wir gleichzeitig in zwei Welten – in einer hellen, strahlenden, sichtbaren. Und in einer ungreifbaren, jenseitigen dunklen Welt.
Dunkel bedeutet aber in diesem Fall nicht falsch, hinterlistig, geheim und gefährlich. Dunkel beschreibt einfach etwas, was wir nicht mit unseren Sinnen be- und ergreifen können. Aber wie eingangs erwähnt, es ist Energie, genau wie alles andere.

Dunkle Materie, dunkle Energie und Schwarze Löcher

Diese Nacht- und Schattenseiten unseres Universums nehmen einen weitaus größeren Teil davon ein, als wir ahnen. Der Bereich, den wir mit Existenz und Lebensformen verbinden (die baryonische Materie) macht nur ca. 5% unseres universellen Lebensraumes aus. Der Rest besteht aus Dunkler Materie (23%) und Dunkler Energie (alles andere).
Das sind natürlich nur vage Begriffe und abstrakte Bilder. Es gibt bis heute auch keine wissenschaftlichen Belege für ihre Existenz. Man weiß nur, dass es etwas Ähnliches geben muss, weil anders die Verhältnisse in unserem Universum nicht erklärbar sind. Da beides auch nicht mess- und sichtbar ist, ist es auch nicht möglich ihre Ursprünge abzuleiten. Woher die dunkle Strahlung und Materie kommt, ist also unklar.
Klar ist nur, dass da etwas ist. Im Raum zwischen den Dingen. Und eigentlich könnte dieses Etwas auch der Raum selbst sein, den wir ansonsten nur für eine Art Vakuum halten.
Kurz und gut – nichts ist wirklich klar, auch die Wissenschaft kann nur spekulieren und Thesen darüber aufstellen, wie das Universum als Ganzes aufgebaut ist.
Aber manchmal sind die Dinge vielleicht einfacher als man denkt.

 

Die zwei Gesichter der Sonne

Wenn wir das Bild eines polaren Universums, in dem es eine helle und eine dunkle Seite gibt, auf uns wirken lassen, drängen sich einem förmlich ein paar Assoziationen auf.
Das Sonnenprinzip ist im Grunde ja ein energetischer Transformator. Im Laufe ihres aktiven, hellen Lebens wandelt sie Wasserstoff in Helium um und gibt einen Teil dieser Wandlungsenergie als Strahlung, zB in der Form von Licht, ab. Wenn wir das auf unser Leben übertragen, könnte man das Prinzip des Wasserstoffs gleichsetzen mit allen inner-seelischen Vorgängen (zB  mit dem ganzen Bereich unserer unbewussten Empfindungen also), die als Brennstoff dienen, um daraus geistige Wahrnehmung im Sinne von individuellem Bewusstsein zu erzeugen (das Helium-Prinzip). Die Energie, die dabei frei wird, geben wir beständig ab an unsere Umgebung. Das Sonnenprinzip in der Astrologie mag also durchaus auch aufzeigen, welche Art von Energie wir als Individuen ins Universum „abstrahlen“, welche Prozesse dabei durchlaufen werden und wie sich diese zeigen.

So gesehen ist jeder und jede von uns ein Licht in der Welt, mit sehr speziellen und einzigartigen Eigenschaften.

Aber auch die große, mächtige Lebensspenderin Sonne durchläuft einen Wandlungsprozess. Und je nach Beschaffenheit und Größe (bzw. Masse) wird sie am Ende ihres Lebens zu dem, was wir heute ein Schwarzes Loch nennen. Aber treffender wäre vielleicht das Bild einer Sonne, die in der Nacht leuchtet, ohne die Dunkelheit sichtbar zu erhellen. Ihre Art der Strahlung ist einfach eine andere.
Im ersten Teil ihres Lebens ist jede Sonne außen aktiv, strahlt Energie ab, ermöglicht dadurch Leben wie wir es kennen. Am Ende ihrer Reise dreht sich die Ausrichtung quasi nach innen, verdichtet sich der innere Kern mehr und mehr. Und entwickelt so eine enorme Anziehungskraft, holt sich jetzt quasi zurück, was sie selbst mit erschaffen hat. Alles in ihrer Umgebung wird Teil ihres inneren Kerns, verdichtet sich dort, vereint sich mit dem schon vorhandenen und entwickelt eine noch größere Kraft.

Das ist es jedenfalls, was wir wahrnehmen können. Aber wie eingangs erwähnt kann die Energie, die sie dabei aufnimmt, nicht verloren gehen und einfach verschwinden. Sie ist weiterhin vorhanden.
Könnte es nicht sein, dass die Dunklen Sonnen ebenfalls eine permanente Strahlung abgeben bei ihrem Prozess der Umwandlung von Materie? Zum Beispiel in Form von Dunkler Materie und Energie?
Da beides ja nicht im üblichen Sinne „gemessen“ und wahrgenommen werden kann, würden wir diesen Prozess also auch nicht beobachten können. Die Entstehung von Schatten-Materie und  -Energie könnte also durchaus ihren Ursprung in den Galaktischen Zentren dieses Universums haben, ohne dass wir einen Bezug dazu herstellen könnten.
In diesem Fall hätten die dunklen Sonnen auch die Funktion, das empfindliche Gleichgewicht in unserem Universum aufrechtzuerhalten. Um dass, was sie im ersten Teil ihres Lebens erschaffen, die Welt der Form und Materie, in einer Balance zu halten, mit dem notwendigen Raum, in dem sie sich diese Welt manifestieren kann.

Mit anderen Augen

Das alles in eine konkrete astrologische Deutung zu übertragen, ist nicht einfach. Aber folgen wir dem alten Analogie-Prinzip, dass Astrologie von jeher angewandt hat, gibt es zumindest ein paar Hinweise.
Um zu einer anwendbaren und nachvollziehbaren Deutung des GZ und des Prinzips der Schwarzen Löcher generell zu kommen, muss man unsere heutigen Möglichkeiten der Betrachtung mit einbeziehen.

Astrologie ist aus Beobachtung und Assoziation entstanden. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt waren wir dabei ausschließlich auf die Möglichkeiten unserer Sinneswahrnehmungen angewiesen. Mit der Erfindung erster technischer Geräte, wurden diese Sinne quasi erweitert. Das erste Teleskop brachte uns weit entfernte Erscheinungen sehr nahe, das Große wurde klein und überschaubar. Während die Erfindung des Mikroskops das Winzige, für uns Unsichtbare, so weit vergrößerte, dass auch hier Beobachtungen möglich wurden.
Die moderne Radioastronomie ist nur eine erweiterte Konsequenz dieser Entwicklung, auch sie schafft neue Möglichkeiten der Beobachtung. In eine Deutung galaktischer Phänomene sollten diese Beobachtungen also immer einfließen. Am Prinzip der Schwarzen Leeren mag dies deutlich werden.

Unbestritten ist, dass das GZ und seine Verwandten die massereichsten Objekte in unserer Galaxis darstellen. Massereich heißt, Form und die ihr zugrunde liegende Energie wird in einer ungeheuren Dimension verdichtet.

 

Alles ist GUT

Dieses Prinzip der Verdichtung gibt es auch in der Psychologie, dort  als Kompression und Unifizierung bekannt. Gemeint sind damit alle primären, unbewussten Vorgänge in uns.  Diese primären Vorgänge beziehen sich auch auf eine Zeit in unserem Leben, in der wir noch nicht zwischen Subjekt (Ich) und Objekt (du und Welt) unterscheiden konnten. Demzufolge gibt es in diesem Erleben auch keine ordnende Logik im Sinne von richtig oder falsch, wenn überhaupt spricht man von einer paradoxen Logik, die alle Widersprüche vereint. Unterschiedlichste Empfindungen, Gedanken und Vorstellungen werden also unifiziert, verdichten sich in einem einzigen Bild, das trotzdem alle Qualitäten dieser verschiedenen Impulse enthält. Einsteins Suche nach einer Generell Unifying Theory (GUT), hat hier wohl genauso ihren Ursprung, wie fast alle Religionen und spirituellen Bewegungen.
In der frühen Kindheit leben wir fast ausschließlich in dieser Welt, später zeigt sich dieses Prinzip meist nur noch in unseren Tag- und Nachtträumen, in unserer Phantasie und allen frei fließenden Vorstellungen.

Unsere Handlungen werden in dieser frühen Phase vom Prinzip der sofortigen Bedürfniserfüllung bestimmt, immer wird der schnellste und unmittelbarste Weg gesucht um aufkommende Lustimpulse aller Art sofort zu befriedigen. Im Laufe einer normalen Entwicklung lernen wir, dies an unsere Umweltvoraussetzungen anzupassen, zu berücksichtigen welche Folgen unsere diesbezüglichen Handlungen haben können. Es entsteht das sogenannte Realitätsprinzip.
Der Einfluss des GZ auf wichtige Radixfaktoren erweckt oft den Eindruck, dass die Betroffenen dieses Prinzip der Unifizierung in den entsprechenden Bereichen auch als Erwachsene nicht verlieren. Mit allen Vor- und Nachteilen. Zum einen bleibt die Fähigkeit, verschiedenste Eindrücke auf einen „Nenner“ zu bringen. Sie sind somit in der Lage, auch sehr komplexe Informationen zu vereinheitlichen und zu einem Bild zu formen. Haben sie dann noch die Gabe, diese Bilder auch zu übertragen und zu vermitteln, können sie anderen dadurch eine Orientierung bieten.


Hier bieten sich alle Bereiche an, in denen Phantasie und Kreativität freien Spielraum haben. Die Stellung des GZ in den Häusern und Feldern spielt dabei eine entscheidende Rolle. Sie zeigt auf, in welchem Lebensbereich und unter welchen Voraussetzungen wir wieder in diesen freien „Flow“ der Assoziationen kommen können, der nicht eingeschränkt wird von unserer Alltagstauglichkeit und dem erwähnten Realitätsprinzip.
Das Prinzip Chaos bekommt im GZ-Bereich eine andere Bedeutung als wir sie über Uranus kennen. Uranisches Chaos ist immer mit Brüchen verbunden, mit einer Plötzlichkeit des Umschwungs, einem Riss in der Kontinuität. Das Chaos der ungreifbaren Leere oder der Schwarzen Löcher kennt keine Brüche, sondern bringt eher das neptunische Element der grundlegenden Verbundenheit aller Erscheinungen gleichzeitig ein. Deswegen ist es für uns auch oft so schwer, die Einflüsse des GZ von den uranischen, neptunischen und auch plutonischen zu unterscheiden. Doch während in diesen Bereichen immer auch ein Widerspruch zu anderen, bestehenden Prinzipien vorherrscht, vereint das GZ all diese Inhalte in sich selbst.
Sobald wir bildhaft gesprochen den Ereignishorizont des GZ überwunden haben, und damit die Aufspaltung unseres Erlebens in Subjekt und Objekt, können wir diese Einheit auch direkt erfahren.

Im Alltag mag sich das dann durchaus als schwierig erweisen. GZ-betonte Menschen erscheinen von außen betrachtet oft wie Kinder, die sich weigern erwachsen zu werden. Es kann schnell der Eindruck entstehen, dass es hier um eine Rückanbindung an das Mütterliche geht. Aber die Symbiose die hier gesucht wird ist eine andere, eine überpersönliche.
Die Stellung des GZ im Radix kann also auch die Fähigkeit aufzeigen, sich in diesen Prozess der Rückführung in eine Welt der Nicht-Dualität einzulassen. Konjunktionen, Trigone und Sextile schaffen meistens fließende Übergänge in den entsprechenden Lebensbereichen, Quadrate und Oppositionen erleben das Überwinden der Schwelle des Ereignishorizonts dann wohl eher als Kampf und Hemmung. Oft kommt beides über verschiedene Aspekte zusammen und zeigt den Prozess als Ganzes auf, der über diese Schwelle führen kann.
Es mag aber auch unseren Zugang zu etwas noch Ursprünglicherem aufzeigen.

Freude schöner Götterfunken – das Prinzip der Libido

Freude und Licht sind zwei untrennbare innere Bilder. Unser alltäglicher Ausdruck dieses Prinzips ist die Sonne selbst. Sie spendet Licht und Wärme ermöglicht Leben in all seinen Facetten. Jedes Molekül in unserem Planetensystem hat seinen Ursprung in der Sonne.
Aber das Sonnenprinzip steht symbolisch auch für die Entwicklung unseres Erlebens und unseres Bewusstseins. Alles bezieht sich auf diesen leuchtenden Feuerball, der durch seine Existenz die Aufspaltung der Welt in Subjekt und Objekt bedingt. Das Subjekt, das Zentrum des Seins ist immer die Sonne. Alles andere außerhalb von ihr, bezieht sich auf sie. Planeten, Kometen, Asteroiden und Monde.
Das entspricht genau unserem Erleben. Im Zentrum unseres Seins sind immer wir selbst und alles andere wird automatisch darauf bezogen. Hier in dieser Mitte sind wir und dort, in unserer Peripherie existiert all das Andere. Aber was ist der Motor, der grundlegende Antrieb in unserem Leben?
Die vielleicht einfachste Antwort ist - die Suche nach Glück, nach Freude in jedweder Form.
Wenn aber die Welt, in der wir leben, aufgespalten ist in Innen und Außen, Ich und Du, dann muss diese Suche sich also des Fremden, des Nicht-Ichs bedienen, um unsere vielfältigen Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen. Dann erst kann Freude im Sinne von Entspannung des Antriebs entstehen. Und daraus entwickelt sich ein beständiger Kampf ums Überleben, um diese scheinbar abhängige Erfahrung von Glück und Freude.

Unser Sonnensystem in seiner äußeren Anordnung ist ein Symbol dafür, wie unser eigenes Erleben gestaltet ist. Die Sonne selbst steht dabei auch für das zentrale Bild eines Ichs, für die innere MItte unseres Seins als Individuums. Und auf diese Mitte beziehen wir jede Erfahrung. Wir können zwar Empathie und bis zu einem gewissen Punkt auch Verständnis für die Welt dort draußen und andere Wesen außerhalb unseres Ereignishorizonts entwickeln, aber das Empfinden, dass wir uns selbst gegenüber haben, die Selbst-Bezogenheit bleibt.

Genau dadurch entsteht aber ein permanenter Mangel. Denn das was wir erleben ist nicht wirklich. Alles was wir jetzt, in diesem Augenblick als getrennt in Ich und Welt erleben, entstand gleichzeitig im ersten Augenblick des Urknalls, der Schöpfung. Dieses Eine zeigt sich nur als Vieles, aber es ist immer noch dieselbe Energie, der selbe Urgund. Wir erleben all das zwar als getrennt voneinander, aber dieses Erleben ist eine selbsterzeugte Illusion.

Und jede Illusion erschafft Mangel, der ausgeglichen werden will. Unser Streben nach Glück und Befriedigung ist nichts anderes. Jede Nahrungsaufnahme ist auch der Versuch, sich die Welt dort draußen wieder einzuverleiben, ohne dabei das Prinzip des Ichs aufgeben zu müssen. Denn dann müssten wir uns selbst auch als Nahrungsquelle für die Welt zur Verfügung stellen. Und der evolutionäre Lebenskampf geht immer den anderen Weg. Die dominante Spezies macht sich die Welt untertan, macht die Welt zum eigenen Königreich, das an die eigenen Bedürfnisse angepasst wird. Immer dort wo es gelingt entsteht Befriedigung, dort wo wir damit scheitern, entsteht Unglück und Leid.
Per Definition sollte die Welt ein Ort sein, der sich laufend unseren Bedürfnissen anpasst. Und nicht umgekehrt.

Back to the Roots

Genau dieses Prinzip erkennen wir in den Dunklen Sonnen wieder. Hier geschieht das in Perfektion, woran wir im Alltag immer wieder scheitern. Alles wird zurückgeholt, vereinheitlicht, zusammengeführt. Am Ende dieses Prozesses gibt es keine Spaltung mehr, kein Innen und Außen, kein Ich und kein getrenntes Du.
Das mag als Bild erschreckend wirken, solange jedenfalls wie wir die schwarzen Leeren weiterhin als etwas begreifen, was nicht wir sind. Übertragen wir das Prinzip aber auf uns selbst, ohne in diesem Selbst weiterhin ein Ich-Zentrum zu vermuten, dann entsteht auch das Bild einer Welt, in der die Suche nach Glück kein Kampf mehr ist. Dort wo alles wieder zusammenkommt, was zusammengehört, gibt es keine Notwendigkeit mehr für diese Jagd mitsamt all ihren Nebenwirkungen.

Diese Sphäre der Nicht-Dualität ist nur ein Spiegelbild unserer eigentlichen Natur. Ein Bild der Ursprünglichkeit, die wir auch als Kinder noch erlebt haben.
Es ist auch ein Bild unserer ursprünglicheren Libido, der reinen Kraft der Freude, die nicht mehr durch Begrenzungen eingeschränkt ist. Die keine Erfüllung mehr sucht und auch nicht braucht.

Die Stellung des GZ in unserem relativen Ordnungssystem des Zodiaks zeigt nun eine bestimmte Phase in der Entwicklung aller Wesen in dieser Zeit auf. Etwas was wir gemeinsam haben, unabhängig von Zeitpunkt, zu dem wir geboren wurden. Die Art und Weise, wie wir versuchen, mit dieser ursprünglichen Lebensfreude wieder in Verbindung zu treten. Im Moment geschieht dies über das Schütze-Prinzip. Die Stoßrichtung geht also nicht nach innen, sondern nach außen. Erweiterung der Möglichkeiten bedeutet Erweiterung der Bedürfnisbefriedigung. Heute, fast am Ende dieser Phase angelangt, benötigen wir immer mehr von allem, in immer mehr Ausformungen und Variationen. Damit entsteht gleichzeitig auch ein immer größerer Hunger, der immer weniger gestillt werden kann. Glück und Freude scheint überall dort zu sein, wo wir nicht sind. Außen, bei den anderen, immer in der Zeit einen kleinen Schritt vor uns.
Selbst in der Religion hat sich dieses Bild in den letzten zwei Jahrtausenden gefestigt. Das göttliche Paradies ist hinter den Himmeln, jenseitig, nicht dort wo wir jetzt sind.
Und im Alltag findet sich die neurotischste Form dieser Ausrichtung, wir sind zu Konsumenten von Dingen geworden, und werden laufend mit neuen Informationen gefüttert, die uns erklären, warum wir glücklich sein werden, wenn wir uns diese Dinge einverleibt haben. Als Nahrung, als Wohnorte, Einrichtungen, Geräte, Erkenntnisse, Wissen usw. usw.

Auch die Fähigkeit sich innerhalb des Raumes auszubreiten, immer schneller die körperlichen Grenzen der Fortbewegung zu überwinden, ist ein jupiterhaftes Bedürfnis unserer Zeit.

Aber selbst wenn wir es eines Tages schaffen werden, uns mit Lichtgeschwindigkeit durchs Universum zu bewegen, werden wir doch an eine Grenze kommen. Und die damit verbundene Einsicht wird sich zeigen, wenn das GZ in den Steinbock eintritt. Dann wird die Endlichkeit des Seins uns einen neuen und anderen Zugang zeigen. Und auch der wird allen Wesen, die in dieser Zeit leben werden, gemeinsam sein. 

Fazit

Das GZ steht für eine Erfahrung, in der es keine Aufspaltung in Subjekt oder Objekt gibt. In diesem Zustand der Widerspruchslosigkeit ist es möglich, scheinbar kontroverse Inhalte und Erscheinungen miteinander zu verbinden und ein neues, gemeinsames Bild davon zu erschaffen. Dies ist ein archetypischer Bewusstseinsmoment, den wir alle auch als Kinder erfahren haben und immer noch in uns tragen.

Zum anderen zeigt es über Aspektverbindungen und Häuserstellung auf, wie und auf welche Weise wir unsere Suche nach diesem ursprünglichen Zustand, und im weitesten Sinne nach Glück und Freude erfüllen und gestalten. Dieser Prozess wird auf der alltäglichen Ebene immer zuerst auch der Versuch sein, sich die Welt zu Eigen zu machen. Erst im Laufe der Entwicklung findet auch die Umkehrung statt, ein tatsächlicher Austausch, das Nehmen wird durch das gleichzeitige Geben ergänzt.
Beide Phänomene entziehen sich anfangs immer einer bewussten Steuerung. Es sind primär, unbewusste Vorgänge auf die wir keinen Zugriff haben. Erst im Laufe unserer Entwicklung kann ein solches Bewusstsein entstehen, bei dominanten Verbindungen auch mehr oder weniger zwingend.

Natürlich - all das sind nur Thesen und Versuche einer Annäherung. Auch wenn sie zu einem Zeitpunkt entstanden sind, in denen unsere lichte Schöpfersonne am selben Ort des Zodiaks stand, wie ihre dunkle Ergänzung in Herzen unserer Galaxis. Vielleicht findet sich darin aber zumindest ein Geschmack, ein leiser Ton, ein flüchtiger Duft, der eine Annäherung an das Prinzip der Dunklen Sonnen leichter macht.

Mehr zum Thema Galaktisches Zentrum: GZ IM RADIX - WAS FLIESST HAT RECHT

Mitte der Welt: Das Galaktische ZentrumDie Mitte der Welt - jenseits von Neptun;

 

Bilder: Milky Way: von ESO/S. Brunier via Wikimedia Commons; Heart of Milky Way: By ESO/VISTA. Acknowledgment: Cambridge Astronomical Survey Unit via Wikimedia Commons; By ESO/J. Girard (http://www.eso.org/public/images/potw1207avia Wikimedia Commons; Arch: By Bruno Gilli/ESO via Wikimedia Commons; Milky Way: By Steve Jurvetson (Flickr) via Wikimedia Commons; Solar EclipseI, Luc Viatour [GFDL via Wikimedia Commons

 

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Dienstag, 6. Dezember 2016

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