2014: Marmor, Stein und Eisen bricht…

Es geht doch nichts über einen griffigen Aufhänger, und dieser hier trifft ein Grundthema von 2014 als Symbolbild auch noch bestens. Man nehme Marmor als Sinnbild für Jupiter, Stein als Symbol für Pluto im Stein-Bock, Eisen steht wie immer für das Prinzip Mars und den Bruch verdanken wir Uranus. 2013 hatte als Leitbild das große Wassertrigon und siehe da – die Schleusen des Himmels öffneten sich, aber nicht nur die großen Flüsse schwollen an und traten ganz zeitgemäß über alle Ufer. Nein, auch der Geldfluss entwickelte eine neue Dimension, die Notenbanken dieser Welt machten einen Hype an der Börse möglich, mit immer neuen Höchstmarken, die nur noch von den Flutpegeln der Elbe übertroffen wurden.

2014 nun wird das Jahr des Großen Quadrats zwischen den oben genannten Archetypen. Wo also zuvor trigonale Wasserflüsse ins Leben strömten, kommt jetzt der Stau. Und wenn die inneren und äußeren Dämme dem Druck nicht stand halten können, dann werden sie brechen. Aber wie immer gibt es ein Aber – auch wenn Marmor, Stein und Eisen bricht, unsere Liebe wird das nicht. So jedenfalls die Prognose im Lieblingslied der Deutschen, wenn sie sich auf Bierfesten und Kirmes euphorischen Stammesgesängen hingeben.

Also keine Angst – die Welt wird auch 2014 nicht untergehen. Und man sollte „nicht weinen, wenn mal zwischendurch der Regen fällt“ (Tam-Tam…Tam-Tam), sondern sich entsprechend kleiden bzw. den Umständen anpassen. Und was das kosmische Klima angeht, ist es nicht ganz so wie beim Wetter. Auf letzteres haben wir wenig bis keinen Einfluss, das globale Zeitklima wird aber von jedem Einzelnen mitgestaltet. Dazu später mehr.

Wenn man sich auf eine Reise begibt, sollte am Anfang ja ein wenig Planung stehen. Und die Zeitreise durch die nächsten 12 Monate kennt ja auch einen Fahrplan, die mundanen Auslösungen. Um nicht den Überblick zu verlieren, sind nachfolgend nur die wichtigsten Etappen von Mars bis Pluto aufgelistet (Zeichenwechsel und Hauptaspekte):

 

Mundan-Auslösungen 2014 (Mars – Jupiter, Hauptaspekte)

Januar

(Wed)

08.01.2014

23:35

Mars (Lib)

Squ

[Can] Jupiter

(Fri)

31.01.2014

10:19

Jupiter [Can]

Opp

(Cap) Pluto

Februar

(Wed)

26.02.2014

08:35

Jupiter [Can]

Squ

(Ari) Uranus

April

(Sun)

20.04.2014

08:23

Jupiter (Can)

Squ

(Ari) Uranus

(Mon)

21.04.2014

00:25

Jupiter (Can)

Opp

[Cap] Pluto

(Mon)

21.04.2014

20:20

Uranus (Ari)

Squ

[Cap] Pluto

(Tue)

22.04.2014

20:28

Mars [Lib]

Squ

(Can) Jupiter

(Wed)

23.04.2014

08:11

Mars [Lib]

Opp

(Ari) Uranus

(Wed)

23.04.2014

14:42

Mars [Lib]

Squ

[Cap] Pluto

Mai

(Sat)

24.05.2014

18:46

Jupiter (Can)

Tri

[Sco] Saturn

Juni

(Sat)

14.06.2014

13:38

Mars (Lib)

Squ

[Cap] Pluto

(Wed)

25.06.2014

09:21

Mars (Lib)

Opp

(Ari) Uranus

Juli

(Wed)

16.07.2014

11:30

Jupiter (Can)

-->

Leo

(Sat)

26.07.2014

03:24

Mars (Lib)

-->

Scorpio

August

(Fri)

01.08.2014

23:46

Mars (Sco)

Squ

(Leo) Jupiter

(Thu)

07.08.2014

13:11

Mars (Sco)

Tri

[Pis] Neptune

(Fri)

15.08.2014

10:28

Mars (Sco)

Sex

[Cap] Pluto

(Mon)

25.08.2014

20:29

Mars (Sco)

Con

(Sco) Saturn

September

(Sat)

13.09.2014

22:56

Mars (Sco)

-->

Sagittarius

(Mon)

22.09.2014

04:38

Mars (Sag)

Squ

[Pis] Neptune

(Thu)

25.09.2014

19:19

Jupiter (Leo)

Tri

[Ari] Uranus

Oktober

(Sun)

05.10.2014

05:17

Mars (Sag)

Tri

[Ari] Uranus

(Wed)

08.10.2014

21:42

Mars (Sag)

Tri

(Leo) Jupiter

(Sun)

26.10.2014

11:42

Mars (Sag)

-->

Capricorn

November

(Sun)

02.11.2014

00:42

Mars (Cap)

Sex

[Pis] Neptune

(Tue)

11.11.2014

00:06

Mars (Cap)

Con

(Cap) Pluto

(Thu)

13.11.2014

02:28

Mars (Cap)

Squ

[Ari] Uranus

Dezember

(Mon)

01.12.2014

19:59

Mars (Cap)

Sex

(Sco) Saturn

(Fri)

05.12.2014

00:56

Mars (Cap)

-->

Aquarius

(Mon)

15.12.2014

06:16

Uranus [Ari]

Squ

(Cap) Pluto

(Sun)

21.12.2014

04:47

Mars (Aqu)

Sex

<Ari> Uranus

(Tue)

23.12.2014

17:34

Saturn (Sco)

-->

Sagittarius


(Kürzel in Englisch - Wochentage: Mon=Montag, Tue=Dienstag,  Wed=Mittwoch, Thu=Donnerstag, Fri=Freitag,  Sat=Samstag;  Sun = Sonntag;  Zeichen:  Ari=Widder, Tau=Stier, Gem=Zwilling, Can=Krebs, Leo = Löwe, Vir = Jungfrau, Lib=Waage, Sco=Skorpion, Sag=Schütze, Cap=Steinbock, Aqu=Wassermann, Pis=Fische; Aspekte:  Squ=Quadrat)

Unschwer auch für Laien zu erkennen – von den 25 aufgelisteten Aspekten beziehen sich über die Hälfte auf die Spannungsbögen zwischen Mars, Jupiter, Uranus und Pluto. Und ebenso deutlich zeigt sich der April als der Monat, in dem diese Grundspannung besonders zum Tragen kommt. Vom 20.-23. April werden alle Beteiligten exakte Aspekte zueinander bilden, Quadrate und Oppositionen. In Die Quadratur des Augenblicks und 2014: Das Jahr mit dem Paukenschlag sind wir auf verschiedene Ausdrucksformen dieses Thema schon eingegangen, statt das hier nochmal zu wiederholen, also die Empfehlung es dort nachzulesen. Aber grundsätzlich mag dazu vielleicht noch folgende Überlegung hilfreich sein:

Dieses „Große Quadrat“ betrifft jede und jeden von uns. Manche mögen mehr, sprich direkter durch eigene Radixstellungen eingebunden sein (alle Stellungen von Planeten, Achsen und Häusern auf 13 -14°, vor allem in den Zeichen Widder, Krebs, Waage und Steinbock), andere sind nur indirekt involviert. Die Aufgabe bleibt aber gleich: alle zerstörerischen und destruktiven Anwandlungen, Emotionen und Absichten, die in diesen Phasen aufkommen, sollten als Aufforderung betrachtet werden, einen angemessenen und konstruktiven Umgang damit zu finden. Als eine Art Geschenk, um die „inneren Muskeln“ von Mitgefühl und Verständnis zu stärken.

Natürlich sollte das immer eine Maxime sein, aber besonders in diesem Jahr bekommt der Umgang damit eine besondere Bedeutung. Der Umgang mit den eigenen Feindbildern, der Abgrenzung zwischen „Ich und den Anderen“. Der Umgang mit kontroversen Weltbildern und ihren konkreten Ausdruckformen, seien diese religiös, politisch oder anderweitig geprägt.

Der Ausdruck dieser Spannung muss sich nicht in kleinen oder großen Katastrophen zeigen, nicht zu diesem Zeitpunkt. Aber mit Sicherheit werden Weichen gestellt und Samen gesät werden, deren Früchte sich in absehbarer Zeit zeigen.

Die Großen Quadrate kann man ja symbolisch mit dem „Großen Werk“ der Alchemisten gleichsetzen, der Umwandlung „unedler“ Metalle in Gold und Silber. Denn diese Quadrate verlangen die Einbindung aller vier Elemente (Erde, Wasser, Feuer und Luft), es ist ein Integrationsprozess, der scheinbar Gegensätzliches vereinen muss. Üblicherweise sucht man sich solche Phasen nicht freiwillig aus, meistens bedarf es eines gewissen Drucks durch Umstände und Zeitgeist, damit man sich dieser Aufgabe stellt. Denn es ist anstrengend, man muss neue Wege gehen, alte Konzepte hinter sich lassen. All die aufgekommenen Themen der letzten beiden Jahre, müssen also jetzt bearbeitet werden. Im Kleinen wie im Großen.

Im Prinzip ist also nichts anderes verlangt, als sich einmal in Ruhe klar zu machen, was man in letzter Zeit alles vor sich her geschoben hat, welche Veränderungen erforderlich sind und wie man diese angehen möchte. Dann kann man den „frischen Wind“ in den nächsten Monaten dafür nutzen, diese Vorhaben auch umzusetzen. Wartet man dagegen einfach ab, wird sich aller Voraussicht nach der Druck dann anders manifestieren.

Dies gilt natürlich auch für globale Themen, besonders auch hier für die Verantwortungsträger, deren Radixstellungen von dieser Grundspannung direkt betroffen sind. Angela Merkel ist ein Beispiel (siehe auch Merkel 3.0: Zurück in die Zukunft...), Wladimir Putin ebenso (Chodorkowski: Einmal Hölle und zurück), aber auch Nordkoreas junger Machthaber (Kim Korea: Das war's, lieber Onkel!). Und auch hier gilt – ob sie nun zu Hoffnungsträgern notwendiger Veränderungen werden, oder zur Projektionsfläche für kollektive Feindbilder, hängt nicht nur von ihnen ab. Auch von uns und unserer Neigung, in Krisenzeiten schnell und gerne Schuldige auszumachen, mit deren Beseitigung man gerne auch das dahinter legende Problem aus der Welt schaffen möchte. Nehmen wir die Banken. Spekulanten und Risiko-Investoren bieten sich als Feindbild und Verursacher einer möglichen, nächsten Wirtschaftskrise an, aber der eigentliche Feind ist eine Haltung und Anlage, die wir alle kennen.

Gier und Egoismus

Wer davon frei ist, werfe den ersten Stein. Natürlich, wenn Einzelne durch unverantwortliches Handeln das Wohl vieler bedrohen, dann ist es notwendig, sie in ihren Aktivitäten einzugrenzen. Wenn die Einsicht fehlt. Aber ebenso sinnvoll ist es, die Wurzel dieser Entwicklung dort anzugehen, wo man alle Möglichkeiten hat, sie auszumerzen. Bei sich selbst. Gier ist ein kollektiver Dämon, genauso wie Hass und Stolz. Sie begegnen uns jeden Tag, mit vielen Gesichtern. Aber im Grunde sind sie nur eine abgespaltene Eigendynamik von Empfindungen, Wünschen und Bedürfnissen, die nicht ins Selbstbild integriert wurden. Nichts Fremdes also, vor dem man sich groß fürchten müsste.

Und überall dort, wo der Einzelne seinen Anteil daran entschärft, wird die kollektive Last leichter. Man tut also nicht nur Gutes für sich selbst, sondern automatisch auch für alle anderen.

Zumindest wäre das ein guter Anfang und eine hilfreiche Perspektive für das kommende Jahr. Keine Macht den abgespaltenen Feindbildern, ob sie nun von Aussen an einen heran getragen werden, oder selbst erschaffen sind. Marmor, Stein und Eisen bricht, aber meine Liebe nicht.. tam-tam…, tam-tam…

Das Leben steckt voller Wunder und Geheimnisse, selbst in einem Gassenhauer verbergen sich manchmal seltsame Botschaften. Denn TAM ist die Keimsilbe von Tara, einem buddhistischen Weisheits- und Meditationsaspekt. Der innere, essentielle Klang einer Kraft in uns, die alle Ängste überwindet. Augenblicklich und sofort. Seitdem ich das weiß, betrachte ich das laute Singen dieser Hymne aller Volksfeste eher als ein magisches Ritual zur Heilung alter Ängste. Alles eine Frage der Perspektive.

Und genau das wird das andere Credo dieses Aspekts werden. Neue Perspektiven aufzubauen und umzusetzen. Den Mut zu haben, sich aus der gemütlichen Umarmung alter Sicherheiten zu lösen und neue Horizonte anzusteuern. Den Tanz auf dem Vulkan zu wagen, bevor das Feuer erlischt. Das Große Werk nicht mehr anderen zu überlassen, sondern selbst damit zu beginnen, dem eigenen Leben Bedeutung zu geben.

Wenn 2013 das Jahr des Aufbruchs war, in dem die kommenden Themen und ihre notwendigen Lösungen ins breite Bewusstsein drangen, dann wird 2014 das Jahr der Umsetzungen werden. Manche werden gelingen, andere (noch) nicht. Aber statt dem angestaubten Brutto-Sozial-Produkt, kommt dann vielleicht das Brutto-Sozial-Glück. Weltweit als Maßstab und nicht nur in Bhutan.

In diesem Sinne fröhliches Wirken und Schaffen…

Titelbild (Loop!-Collage bearbeitet): Mahakala designed by Andre Bell - By Lizardi Saucedo (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; Bhutan (8026021371).jpg - By *christopher* from San Francisco, USA (Bhutan  Uploaded by russavia) [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons; Tara-Statue - By Wonderlane [CC-BY-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons;

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Kommentare  

 
# Danke!Guest 2014-01-03 03:09
"Und überall dort, wo der Einzelne seinen Anteil daran entschärft, wird die kollektive Last leichter. ... Keine Macht den abgespaltenen Feindbildern."

Danke! Jetzt habe ich in griffigen Worten ein Mantra für dieses Jahr und dazu dessen hoffnungsfrohe Begründung.

Alles Gute
Ulrike
 

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Sonntag, 21. Dezember 2014

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