Wenn Uranus in den Hudson fällt...

Wieder mal war die Erdanziehung groß, wie damals, beim "Wunder vom Hudson" 2009 mit einem notgewasserten Airbus (Bild links) und einer weiteren Kollision im selben Jahr. Diesmal plumpste, bei Zwillinge-Mars fast auf demselben Grad wie beim zweiten Unfall, ein Helikopter in den Hudson River, mitten in New York. Der Fluß, "der in zwei Richtungen fließt", so der alte Indianer-Name, scheint eine große Faszination auf uranische Stahlvögel auszuüben, vielleicht noch mehr, seit Pluto als Wasser-Planet in Erde steht. Alle vier Insassen überlebten, zwei Erwachsene und zwei Kinder, schwedische Touristen, die sich den Big Apple von oben ansehen wollten und stattdessen nass wurden und mit dem Schrecken davon kamen.

Ausgelöst wurde diesmal (die Zeit ist angegeben mit "just before noon", also kurz vor Mittag) vom überlaufenden MC eben dieser Zwillinge-Mars, der Uranus beherrscht, sein enger Spiegelpunkt zur Sonne, die wiederum im Quadrat zum selben Störer Uranus stand und damit den Schadens-Aspekt komplett machte.

Außerdem aber auch der rückläufige Merkur übers Achsenkreuz, der oft für technische Schwierigkeiten zuständig ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass überall da, wo dieselben Achsen herrschten, auch dasselbe passieren wird. Spannend ist vielmehr eine andere Vernetzung der letzten drei Radix-Bilder von Hudson-Stürzen miteinander.

 


Uranus symbolisiert den Vogel (besonders gern den technischen), der frei ist (Wassermann) und sich zwischen Erde (Steinbock) und Himmel (Fische) bewegt. Seit Pluto im Steinbock bekommt sein "natürlicher" Quadrat-Gegenspieler (Wassermann versus Skorpion) mehr Bodenhaftung und Schwere - auch ohne dass das Mundan-Quadrat genau sein muss. Dreimal fielen Flugkörper seither spektakulär in denselben Fluss, dreimal befanden sich AC-Herr oder AC selbst im Krebs (kardinales Wasser), dreimal wichtige Punkte zwischen 9 und 10 Grad desselben Zeichens in Rückbezüglichkeit, dreimal gab es im zeitlichen Umfeld Sonne-Jupiter-Aspekte (die Überhebung, die einer Korrektur bedarf). Rechts der Vergleich des Airbus, der 2009 so dramatisch notlandete (innen), mit dem tiefen Fall des Touristen-Helikopters (Mitte) und außen einem weiteren Luft-Unfall 2009, bei dem eine kleine Verkehrsmaschine mit einem Hubschrauber kollidierte und ebenfalls in die Fluten fiel. Nur dass diesmal neun Menschen sterben mussten.

Gut sichtbar wird, dass sich - stärker als die Analogien bei den einzelnen Ereignissen - die Crashs direkt aufeinander beziehen. Unfall 1, der Airbus, hat 10 Grad Krebs-AC, auf dem Venus von Unfall 2 und Sonne von Unfall 3 stehen. Genau am 1er-DC steht Pluto von Unfall 3 am Wochenende, der wiederum Mars (wie auch Unfall 2) direkt ins Quadrat zum vom MC ausgelösten Uranus von Unfall 1 setzt. Und genau das ist der Punkt, an dem klar wird, wieso Prognose so schwierig ist. Im Nachhinein fällt einem quasi wie Schuppen von den Augen, dass es mit den 9 bis 10 Grad Steinbock-Krebs eine besondere Bewandtnis haben muss. 9 und 10 Grad auf dieser Achse sind tatsächlich Pluto-Uranus- und Mond-Uranus-Punkte nach WOLFGANG DÖBEREINER, deren Überlauf wiederum mundane Konstellationen auslösen können. Der Vogel im Käfig und der Vogel im Wasser, mal frei übersetzt. Sieht man dann noch, dass bei allen drei Unfällen ein direkter oder indirekter Sonne-Uranus mit seinen Schock-Erlebnissen, Mars-Saturn (die Bewegungs-Hemmung) und Mond-Saturn (Gefühls-Starre) vorliegt, fragt man sich, wieso viele immer noch annehmen, dass es in der Astrologie doch Einzel-Aspekte geben muss, die wie die Schrift an der Wand vorab mit einem Blick aufzeigen, was morgen am Hudson River und im Luftraum darüber passiert.

So ist es nicht. Auch wenn es ausgerechnet Vögel waren (Uranus), die dem Airbus damals als spektakulärstem Fall von 2009 vor die Nase gerieten: Astrologie muss wie die Mathematik die schwierigere Rechnung vor die Lösung stellen. Würde man von Astrologie tatsächlich verlangen, im hochkomplizierten Netz von Ursache und Wirkung immer nur Eins und Eins zusammenzuzählen, dürfte es bei Adam Rieses auch keine Algebra oder Trigonometrie geben. So schlicht ist das Leben nämlich leider nicht. Selbst nicht unter diesen weisen, großen Sternen und ihren wunderbaren Möglichkeiten, das Dasein rückwärts zu erklären und vorwärts manchmal recht anständig vorauszusagen.

 

Bild: User Multichill via Wikimedia Commons + Flickr

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Dienstag, 21. Oktober 2014

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