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Astro-Labor

Wein-achten statt Weihnachten?

xmaspeaceUnd Friede auf Erden? Leider nicht wirklich immer, bevor das Fest vorbei ist. Wieso kracht es eigentlich astrologisch vor, unter und um den Tannenbaum so oft? Was die Gestirns-Stände angeht, sind die heiligen Kriege, die zu Weihnachten unter liebenden Menschen ausbrechen, ja nun gar kein Wunder und dieses Jahr erst Recht nicht - da Saturn kardinal und zuhause steht und die Sonne ebenda beherrscht. Was erst mal ein kleiner Trost sein soll. Leute, es sind alle angespannt. Jetzt heißt es, bewusst das Licht anzuzünden im saturnischen und plutonischen Dunkel.

Achte das Weinen. Wein-Achten. Rührung, Wunsch, Wille, Fehlbarkeit, die in dieser Zeit stecken. Das bedeutet, die Botschaften des großen Meisters der Zeiten auch anzuwenden. Mäßigen wir uns. Aber übertünchen wir auf kleinen Fall, was ist. Schon grundsätzlich findet das Fest ja als Feier der Realitäten in Saturns Zeichen statt, das zu denen von Venus und Mars immer im Konflikt steht. So wie Steinbock- und Krebs-Betonte überhaupt im Leben ein erhöhtes Risko haben, in Streitigkeiten verwickelt zu werden (dort ist auch Mars' Erhöhung und Fall!), geht es mit den Ereignissen in diesen Zodiak-Phasen.

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Vieles hat sich über's Jahr angesammelt an Härten (Saturn). Dagegen kommt dann der wehmütige, kindliche Wunsch auf "Wir wollen es doch schön haben!" (Krebs). Was sich gemeinsam zu einem Gefühls-Hammer dogmatisch verdichtet:

Und bist du nicht willig, dann brauch ich eben Gewalt. Und schon ist der Konflikt in den Boden gemeißelt: Was ich dir immer schon mal sagen wollte (Saturn als "Rückseite" = Spiegel über 0° Widder von Merkur und er drückt zur wichtig-wichtig Rede - was andere ziemlich nervt). In seinen starken Mundan-Phasen bringt Saturn auch nich ein Vielfaches der üblichen Klarheit mit über all das, was gerade unter unseren Illusionen sehr wirklich ist: Ärger, Liebe, Uneinigkeit, Bedürfnisse. Großer Schmerz wird aber daraus nur, wenn man sich gegen diese Wirklichkeit wehrt und lieber Illusionen leben würde. Da Saturn ernst ist, zwingt einen zu Weihnachten auch wirklich keiner, heiter zu sein. Es reicht manchmal schon, nicht zu eskalieren um das Fest zu einer Feier der inneren Entwicklung zu machen. Und uns für jedes Licht am Baum eine weitere Sichtweise der Situation auszudenken. Verhärtung ist  ja Saturns großes Risiko, wo wir ihn verleugnen. Er schlägt dann umso mehr die Nägel seiner unabweisbaren Themen in die Zeit ein. Wenn wir uns auf Saturns Geschenk besinnen, die Selbstdisziplin, fühlt sich das zwar zuerst als Akt der Vernunft oft nicht schön und feierlich an. Aber wahr. Denn es IST ja einfach nicht nett, sich zusammenreißen zu müssen, um nicht das gelangweilte Gesicht des Pubertierenden beim falschen Geschenk von Ma und Pa zum 1000 Mal kommentarlos auszuhalten. Saturns macht, dass das Echte vorbricht, um das Echte abzuarbeiten. Wo wir es würdigen, würdigen wir auch uns und die anderen in unserer Fehlerhaftigkeit und neben dem Konflikt zieht eine andere, wirklichere Liebe ein. 

Wir sind nicht allein im Stress des Dogmas, das Friede will, mit unserer Frustration, Angst, Sehnsucht und Hoffnung. Wo wir all das mitsamt der Verletzlichkeit und dem Wunsch nach endgültig anderen Verhältnissen übertünchen, rächt sich das manchmal im neuen Jahr, denn Saturn vergisst nicht. Pluto und Neptun flankieren ihn als befreundete Phasen-Herrscher und Lösungs-Helfer positiv und negativ. Weil Steinbock zwischen Skorpion und Fische liegt. Sprich, deren Ausdruck geht am leichtesten los, wenn Saturn nicht ans Licht darf. Wo man aber die üblichen Härten an den Feiertagen als sinnvoll zulässt, stützen sie plötzlich anders und schaffen häufig danach echte Veröhnungen. Wer den Mut zur Konfrontation mit den Defiziten der wirklichen Welt mit den Kerzen anknipst, macht seiner Entwicklung ein großes Geschenk. Man darf sich auch gerade zu Saturns Zeiten immer gern zurückziehen. Daran gibt es kein Falsch.

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Zu Saturn, der nun Ordnungen und überarbeitete Regeln installieren will und Wirklichkeit ausgräbt, kommt dieses Jahr auch noch Mars-Jupiter im Skorpion. Viel Stoff für tiefgehende, wunderschöne Erfahrungen der Gemeinsamkeit und Versöhnung. Aber genauso für dramatischen Streit. Um Weihnachten fühlt sich mit der Achse Steinbock-Krebs erleuchtet jedes zerschnittene Band, jedes falsche Wort, jede ungetane Versöhnung schrecklich an. In der Suche nach Klarheit lehrt einen dann Saturn, sich besser nicht zur Lüge erziehen. Kinder, denen man Weihnachtsfrieden nur vorspielt, können, wie Wolfgang Döbereiner an anderer Stelle über falsche Neptun-Vorspiegelungen sagte, dann irgendwann im Dunkeln die Gestalten aus der Wand kommen sehen und sich fürchten.

Gut gemeint, aber kontraproduktiv. Diese Gespenster sind nichts als die Lügen und das Verschwiegene der Eltern, die ihre eigene Sehnsucht nach Ganzheit gerade zu Weihnachten oft auf die Kids projizieren. Obwohl die eigentlich noch viel saturnisch duldsamer sind, als man denkt und unter dem Glitter jede schmerzliche Realität spüren. Dieses Jahr liegen mit Mars-Jupiter im Skorpion auch Wunden offen, mit konflikthaften Sollbruchstellen, die gesehen und nicht ohne Luft verpflastert werden sollten. Dann können sie nämlich nicht heilen. Gerade in dem Aspekt besteht aber auch große Hoffnung (Jupiter): Der Abstieg ins Trauma (Skorpion-Mars) bringt Änderung, Bewegung und Erleichterung. Ganz nah unter der Oberfläche des Starrsinns, der uns saturnisch zu Weihnachten aus hochschwappender Enttäuschung des Jahres überkommt, liegt ja immer auch die endlose Bereitschaft zu lieben und sich innigst krebsig mit den anderen zu verbinden. Dazu gehört Verzeihen (Fische) und die Macht der Selbst-Transformation (Skorpion). 2017 liefert auch noch Uranus im Widder dazu, der nächstes Jahr schon im Stier stehen wird. Er bringt die ganze Zeit schon seine heiße, schnelle Energie in alle Konflikte ein, die unter den Teppich gekehrt wurden. Mit Mond-Neptun hat darüber Heiligabend das Sehnen eine immense Stärke, mit der wir endlich Friede auf Erden und vor allem im Umfeld der Seelen wünschen, mit denen wir uns auf der Ebene jenseits von Saturn, Uranus oder Pluto sehr fein und unbeschreibbar zeitlos verbunden fühlen.

Die Liebe bleibt 

Ob wir mit ihnen im Streit liegen oder nicht - die Liebe bleibt. Auch das eine Wahrheit. Jedenfalls zwischen denen, die jetzt miteinander bei Saturns Macht Konflikte haben, geht es um Dauer. Sie wollen sich ja nicht trennen. Dafür will Saturn den Boden schaffen, die garantien. Wo es dann ausgerechnet mit denen kracht (Merkur-Quadrat, er ist ja wieder vorläufig, weshalb er umso mehr die alten Themen zünden will) ist die Not groß. Mars-Jupiter im Quadrat zur Knoten-Achse scheucht deren Sonne-Uranus-Themen der Befreiung auf. Viele versuchen dann, einfach rundherum Ruhe zu Weihnachten zu verordnen und zu befehlen (auch ein fehlgeleiteter Saturn trägt dazu bei). Was aber nur da funktioniert, wo die Beteiligten keine kardinalen Stände vorn haben damit und selbst diese harte Wirklichkeit brauchen, die sie durch unsere Streits bekommen. Da, wo man sich doppelt übergangen, klein gemacht, wie Kinder behandelt und bestraft fühlt. Der kosmische Witz daran: Jeder sieht zur Zeit im anderen leicht Saturn und besetzt seelisch lieber die unschuldige die Kindchen-Rolle. Um sofort selbst zum strafenden Saturn zu mutieren, wenn es zuviel wird. Das sieht man jetzt besonders gut bei Beziehungs-Synastrien, die Kontaktpunkte im Bereich der Anfangsgrade kardinal haben. Trommelwirbel: Es brennen die Kerzen und schon liegt extrem laut das Schweigen der Lämmer (die Feuerpause im heiligen krieg) zwischen den Geschenken auf dem Tisch. Was also tun?

christmasX- Nun, erst mal akzeptieren, was ist. Saturns Wege sind sehr eindeutig, direkt und machbar. Es geht um Taten. Darum, sich nicht noch selbst zu beschuldigen für die Unfähigkeit, "es fridlich hinzukriegen", oder die ewige Empfindlichkeit (die ruft ein starker Saturn stets mit auf mundan, da Steinbock nie ohne Krebs auftaucht). Dinge benennen, die falsch sind, um Änderung bitten und dann die Hand reichen zur Versöhnung. Saturn muss nicht böse sein.

- Es gilt unbedingt, die eigenen 50 % an Konflikten jetzt auch zu verantworten. Sein Teil zu ändern oder zu verregeln, bevor man andere verreglt.

- Hilfreich ist, im Wissen, dass Fehler der Königsweg zum Erfolg sind, stoisch den Weg eigener Werte weiterzugehen. Sich nicht fallenzulassen in das endlos schwarze Loch der bitteren Zukunftsaussichten, wo der erste Krach das Weihnachten zu Weinachten macht und alles einem entweiht scheint. Es ist nicht so. Die Weihe ist der nächste, gute Schritt - aber nicht nur um des lieben Friedens willen, sondern um Wissen um die manchmal bitteren Realitäten.

- So tun als ob man die Selbstdisziplin hätte, all das Chaos freundlich durchzustehen, auch wenn man sie gar nicht hat, ist keine schlechte Übung. Als Training, nicht als Vorspiegelung. Wo man so Saturn selbst stützt, zieht manchmal das Gegenüber als freundlicher Mond nach. Klar sagen, wo die Grenze des Erträglichen ist, ohne große Folter für den anderen, kann auch sinnvoll sein. Ebenso klar wäre, bei allem, was sich unter dem Feierlichen noch abspielt einen geraden Rücken zu bewahren. Das bewahrt einen manchmal dann selbst vor unangenehmen Folgen in den nächsten Monaten. Wenn alle aus der Weihnachtsseligkeit wieder in die Realität gefallen sind.

Oft ist es so, dass genau da, wo man wagt, Saturn und Saturnisches (also die ewigen Neins, Härten, Mühen, Arbeiten) endlich als vorhanden anzuerkennen und nicht zu bekämpfen, das Licht wirklich angezündet wird. Von irgendwoher. Weshalb man auch häufig erst danach wieder die Liebe und tiefe Rührung der wirklichen Gefühle empfindet, die man für die anderen hat. Und die immer da sicher verlorengehen, wo man das Negative aus seinem Leben treten will. Damit alles besser passt. Aber unangenehme Emotion lässt sich nicht gezielt aus einer Seele amputieren. Dann wandern die schönen Gefühle gleich mit.

Saturns große Chance jedes Weihnachten (da er die Sonne beherrscht), ist die Stille, die Kürze, die Klarheit, das Warten, die Geduld, das Verantworten, die Nachhaltigkeit dessen, was man an Impulsen für die Zukunft setzt. Soll heißen: Auch das Sehen der Substanz dessen, was er nun, in seiner Phase, für sehr lange in unseren Leben betoniert, wenn wir es ihm selbst als Inhalt für seine Verregelungen eingeben. Ist das Zorn, bleibt es oft Zorn. Ist es Liebe, wird es leichter, aber erst mit der Zeit. Denn Saturnisches braucht Zeit am meisten. Seine Anstrengungen, also auch die der Selbst-Disziplin, bringen die bedeutsamsten Ergebnisse, aber benötigen dafür manchmal über Jahre immer den gleichen Input. Das Ergebnis steht dafür dann auch felsenfest. Genau in diesem Sinne wünschen wir die Sicherheit, dass alles richtig ist, wie es ist. Frohes Mitgehen mit Saturn dieses Jahr, dem starken Helfer in allen Lebenslagen. Er soll Aufrichtigkeit, Wahrheit. Ausdauer, Freundlichkeit, Ernst und viel Segen unter den Weihnachtsbaum und ins Leben bringen! Ein wirklich friedliches Fest insofern auch, als ihr in Friede mit euch selbst sein mögt. Das heißt nicht, ohne Ärger zu sein. Es heißt, den Ärger und andere "negative" Emotionen, die der Schlüssel zu unserer Selle sind, akzeptieren wie sich selbst. Das erst ist das Ticket zum Frieden mit den anderen. Alles Liebe an alle, die guten Willens sind!

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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Donnerstag, 19. April 2018

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