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Dschungelcamp 2017: Hanka na Mutata

Hanka2aOkay, eigentlich sollte die Überschrift lauten „Das Dschungelcamp 2017 - Hakuna Matata“. Was so viel bedeutet wie „es gibt keinen Streit im Camp, alles in bester Ordnung“. Das aber war vor einigen Tagen, mittlerweile haben die kosmischen Winde sich gedreht und die Sonne wird heute Abend, pünktlich zur Live-Übertragung aus dem australischen Busch in den Wassermann wandern (22:23 Uhr unserer Zeit). Und als hätten wir uns das ausgedacht, werden die ersten Camper vom Publikum raus gewählt werden, sozusagen der Mainstream-Entertainment-Uranus-Überraschungs-Effekt.

Wirklich überrascht hat mich persönlich aber bisher nur eine Kandidatin, auch wenn sie (wie sollte es anders sein) stark polarisiert. Die einen halten sie für eine gewiefte Schauspielerin, die einfach nur ihre Rolle durchzieht (das hatte man bei Larissa Marolt auch gedacht…), andere sind nur noch genervt von ihren Nervenzusammenbrüchen und emotionalen Ausrastern. Und für wieder andere (wie zum Beispiel Drag Queen Olivia Jones) ist sie das absolute Highlight dieser Staffel.

Hanka Rackwitz, ihres Zeichens Widder-Sonne am Rande zum Stier in engster Konjunktion mit Saturn. Alleine das sollte die häufige gestellte Frage beantworten, ob sie ihre ganzen Ticks nur spielt. Sonne-Saturn darf man getrost auch unter der Überschrift „Angst essen Seele auf“ betrachten, wobei sich Angst auf das Saturn-Prinzip als negative Komponente bezieht. Ob man Sonne mit dem etwas unklaren Begriff Seele gleichsetzen sollte, ist eher fraglich, geistig-individualisiertes Sein wäre vielleicht näher dran. Auf jeden Fall umschreibt das Prinzip Sonne unsere zentralen Lebensthemen, oder besser ausgedrückt: die Art und Weise wie wir uns ganz natürlich und selbstverständlich auf entsprechende Themen fokussieren. Sonne steht aber nicht automatisch für ein klares Bewusstsein bezogen auf diese Themen, das muss oftmals erst hart erarbeitet werden und immer auch mit dem Wissen: „Wo viel Licht ist, kann auch viel Schatten sein“.

RackwitzRadixAnsonsten wird diese Bewusstheit meist durch unser ganz normales Alltags- oder Ich-Bewusstsein ersetzt, denn bis zu einer Erweiterung unserer Ein-Sichten durch positive Jupiter-Transformationen, steht im Mittelpunkt unserer gesamten Wahrnehmung eben nur eine Person: Ich, ich und nochmals ich. Anders ausgedrückt – etwas in uns identifiziert sich mit diesen Themen so stark und vollständig (anderswo nennt man das Karma), dass am Ende daraus die innere Vorstellung einer Ich-Persönlichkeit entsteht.

Für die meisten Menschen ist das völlig in Ordnung und sie kommen nicht auf die Idee, diese Ichbezogenheit als Problem zu sehen, ganz im Gegenteil gibt es immer wieder starke Bewegungen in Raum und Zeit, die diese dumpfe Idealisierung von etwas, dass es so gar nicht gibt, hochleben lassen. Wir leben gerade in solch einer Zeitphase, in der selbst die Bezeichnung Gutmensch (bezogen auf einen Menschen, der sich nicht nur um sich selbst, sondern im positiven Sinne auch um andere kümmert) ein Schimpfwort geworden ist.

Nur wenn dann ab und an einmal Saturn als Transit über den eigenen Sonnenstand wandert, stellt man meist angsterfüllt fest, dass so eine konzentrierte Fokussierung auf die eigenen Bedürfnisse und Wünsche auch äußerst unangenehme Nebeneffekte mit sich bringt. Dann nämlich, wenn man plötzlich leidet, Ängste hat oder Schmerzen empfindet. Und ist meist sehr erleichtert, wenn man diese Zeitphasen (passiert jedem von uns durchschnittlich 3mal im Leben, wenn man eventuelle Rückläufigkeiten außer Acht lässt) halbwegs unbeschadet überlebt hat.

Ein Glück, das Hanka Rackwitz so nie haben wird. Denn mit einer Sonne-Saturn Konjunktion als Anlage bleibt man zeitlebens mit diesen Nebeneffekten verbunden, solange nicht tatsächlich eine klare Erkenntnis dessen was wirklich ist, die alten Oberflächlichkeiten abgelöst hat. Saturn verstärkt ja nun bekanntermaßen jeden Fokus ins Unermessliche, solange und konzentriert, bis man nichts anderes mehr wahr nimmt als das, worauf der innere Fokus gerade ausgerichtet ist.

HankaSoSaNehmen wir als Beispiel Hankas „Berührungsängste“. Da geht es ja nicht darum, andere wegen ihrer Eigenheit auszugrenzen, sondern um die Angst, durch andere bei einer Umarmung mit Kleinstlebewesen „infiziert“ zu werden, die den eigenen Organismus schädigen können. Und Saturns traurige Wahrheit ist – genau das kann passieren, diese Sichtweise ist völlig richtig. Normalerweise gibt es jetzt zwei Möglichkeiten mit dieser Erkenntnis umzugehen.

Entweder verdrängt man das automatisch (diesen Weg dürften ca. 99,9% aller Menschen gehen), oder man erkennt genau dadurch, dass alles mit allem verbunden und die Trennung zwischen Ich und Du eine reine Illusion ist. Das nennt man dann den Erleuchtungsweg und Menschen die ihn bis zum Ende gehen, sind laut Überlieferung aller Religionen äußerst selten (im Schnitt findet sich einer unter vielen Milliarden von Menschen im Laufe von einigen tausend Jahren).

Oder aber man bleibt irgendwie mittendrin stecken, erkennt zwar diese Wahrheit, aber versucht sie mit den Mitteln des Egos „in den Griff zu kriegen“. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das dann auch Kontrollsucht und in Hanka´s Fallbeispiel besteht eben eine Strategie des Selbstschutzes darin, andere nicht mehr zu berühren und sich auch nicht mehr berühren zu lassen. Was natürlich die eigene Ichbezogenheit zwangsweise verstärkt und in immer größere Isolation führt.

Ein Teufelskreis…

Genau das lebt Hanka der halben Fernsehnation gerade live im Dschungel vor. Denn was immer sie vorher getan und gemacht haben mag - ihre Entscheidung 14 Tage unter ziemlich harten Bedingungen mit 12 überlebensgroßen Bakterien, die sich als Menschen verkleidet haben zusammen zu leben, ist ein wirklich mutiger Akt. Und was sie da jeden Tag an inneren Erkenntnissen von sich gibt, zeigt auf, dass gerade solch eine Herausforderung für Menschen wie Hanka auch ein riesiger Schritt in ein neues Leben sein kann. Sonne-Saturn ist dabei ja nicht alles, was ihr so hin und wieder Probleme bereitet. Denn da gibt es ja noch eine Mond – Neptun Opposition und eine Jupiter-Uranus-Pluto Konjunktion. Beide Konstellationen sind bestens dazu geeignet, sich in dem zu verfangen, was Psychologen magisches Denken nennen.

Da wird dann jeder Stein zu einer Bedrohung, sofern man nicht das richtige Ritual kennt, um aus ihm einen Freund zu machen. Andererseits hat man mit all dem schon ziemlich nah an einer Wahrheit gebaut, die weit über unser übliches Verständnis von Wirklichkeit und Realität hinaus geht. Denn die Überzeugung, dass unser Denken, ja selbst unsere Wahrnehmung die „Dinge um uns herum“ beeinflussen kann, wird ja mittlerweile nicht mehr nur von den großen spirituellen Traditionen unterstützt, sondern auch von der Heisenberg´schen Unschärferelation.

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So gesehen sollten sich die anderen Campbewohner mehr an Hanka´s Sichtweisen orientieren, als umgekehrt. Aber auch da ist Saturn wieder vor, denn es gibt da einen seltsamen Nebeneffekt. Einerseits wird durch ihn genau das hervorgerufen, was die gesamte Sonnenpersönlichkeit in Frage stellt. Ängste und Zweifel, verbunden mit der Erfahrung, dass man eben nicht wirklich alles kontrollieren kann. Gleichzeitig wirken Menschen mit Sonne-Saturn Verbindungen aber auch sehr gefestigt in ihren Ansichten und Ausdrucksweisen, weil sie ja zwangsweise alles kontrollieren wollen. Da gibt es also all die Instabilität, auch initiiert durch Mond-Neptun und Jupiter-Uranus, und trotzdem wirkt sie auf andere bisweilen wie ein Fels in der Brandung. Ergo – irgendwas stimmt nicht mit dieser Frau und da kann sie noch so viele Bücher schreiben mit dem Titel „Ich tick nicht richtig“, man glaubt ihr genau das nicht so, wie es für sie ist.

Denn ihre sehr selbst-bewusste Art und Weise, sich mit ihren Ticks und Ängsten auseinander zu setzen, passt so gar nicht in das Bild einer „normal psychisch Kranken“, die doch gefälligst den ganzen Tag nur vor sich hin wimmern und froh sein sollte, wenn sich überhaupt jemand mit ihr abgibt. Da kann man dann nur hoffen, dass sich möglichst viele Betroffene, die ähnliche Probleme im Leben haben, Hanka jetzt als Vorbild nehmen und sich auch im Alltag nicht mehr an den Rand unserer ach so offenen Gesellschaft drängen lassen. Denn auch für sie könnte ja gelten, was Olivia Jones für Hanka Rackwitz erkannt hat: "Ihr ist es ja bewusst, dass sie psychisch krank ist, den Anderen nicht. Und genau deswegen ist sie ihnen sehr weit  voraus…"

Fotos: © RTL / Stefan Menne - Alle Infos zu 'Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!' im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/ich-bin-ein-star.html 

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