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Buntes

Adieu Silvester!

Herzlichen Glückwunsch! Heiligabend war ein steinalter Jubilar. Er feierte 2011 zum  430. Mal seinen Abschied als einst letzter Tag des Jahres. Bis dahin war der 24. Dezember in vielen Ländern eine Art Silvester.

Nur hieß er gar nicht so. Als Anno Domini 1582, am 24. Februar, der brandneue Gregorianische Kalender beschlossen wurde, wollte man eigentlich auch nur Ostern an den „richtigen“ Platz in der Zeit zurückversetzen.

Dann erfand man aber flott einen neuen Jahresanfang gleich mit. Auch der 31. Dezember kam unter dem Pseudonym eines heilkräftigen früheren Papstes zu neuen Ehren. Was Weihnachten nicht schadete, das kleine Statusverluste damals schon verkraftete. Der Tag des Dekrets zum Kalenderwechsel zeigt allerdings das Hickhack im Untergrund.

Mit Neptun im Mittagshoroskop auf dem Krebsazendenten, Widdermond im Quadrat und Sonne, Merkur und Saturn in den Fischen wollte man Schönes, Gutes und Neues. Moderne Methodik samt letzter „Wahrheit“ über die Zeit (Fische-Saturn). Aber erst mal entstand nur eine Menge Chaos.

Es begab sich zu der Zeit, als die guten Astronomen noch Astrologen und Mathematiker waren. Damals legte Papst Gregor mit der Bulle „Inter gravissimas curas“ (In schwerwiegendster Sorge“) fest, so in die Zeit einzugreifen, dass Unten wieder mit Oben übereinstimmte. Nikolaus Kopernikus (laut Martin Luther ein „astrologischer Emporkömmling“) sowie der „Magister der sieben Künste“  und Astrologe Erasmus Reinhold (mit einem sehr messfreudigen Jungfrau-Aszendenten) hatten inzwischen die astronomische Basis für die Kalenderreform geschaffen.

Das vorausberechnete Ostern war nämlich leider nicht mehr das „wirkliche“ gewesen (oder was man dafür hielt), weil die julianischen Rechnung Irrtümer über den Lauf der Gestirne und die Länge des astronomischen Jahres enthielt. Um also die Welt wieder zurechtzurücken, sollte die Frühlings-Tagundnachtgleiche nun immer am 21. März stattfinden. So wurden auch alle Vollmonde mit ihren neuen Prognosen deckungsgleich. Das neptunische Wirrwarr im Chart der Bulle zeigte sich nicht nur darin, dass man zur Einführung rasch 10 Tage aus der Zeit warf, um diese wieder in die Reihe zu bekommen.

Auch die nur zögernde Annahme des Gregorianischen Kalenders über Jahrhunderte belegt die „schleichende“ Wirkung des Fische-Herrschers. Als letztes Land stieg mit Mao erst 1949 China von „Mond-“ auf Sonnenzeit um. Ausgerechnet, als Neptun ins Quadrat zu seiner Radixstellung von Gregors Bulle lief.

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Dienstag, 23. Juli 2019

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