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Der Regenbogen-Brückenbauer kommt...

Es war einmal – vor etwas über einem Jahr. Damals wanderte Jupiter, der Herrscher des Olymps, ins Zeichen der Jungfrau und läutete indirekt all das ein, was wir in den letzten 12 Monaten miterleben durften und mussten. Die sogenannte Flüchtlingskrise mit der anfänglichen Willkommenskultur (unter Jupiter Opposition Neptun) und der anschließenden Vergrenzung Europas (unter Neptun Quadrat Saturn), das Aufkommen der neuen und alten Rechten sowie ihrer Leitbilder und –figuren, den Brexit, die brutalen Terroranschläge weltweit und den üblichen Ruf nach noch mehr Sicherheit und Überwachung.

Aber all das sind nur die äußeren Anzeichen eines Spannungs-Aspektes gewesen, in den die drei wichtigen Archetypen Jupiter, Saturn und Neptun eingebunden waren und zum Teil auch noch sind. Und natürlich ging es dabei um etwas völlig anderes, gemeint waren nicht ganze Völker und Volksgruppen, sondern jeder Einzelne von uns. Denn wie bei allen Zeichenwechseln der großen Planeten bringt der damit verbundene, neue Zeitgeist auch neue Aufgaben und Herausforderungen mit sich. Die sich zum größten Teil auf all das beziehen, was auch schon in den Jahren und Zeichendurchläufen zuvor relevant war, und jetzt in neuer Form mit neuen Inhalten erweitert wird.

In welche Richtung ist völlig offen, es gibt zwar wenig bis keinen freien Willen, was die Zeitpunkte angeht, zu denen sich bestimmte Inhalte samt Erscheinungen manifestieren, aber wir alle sind absolut frei in unseren Entscheidungen, wie wir mit diesen Herausforderungen, Möglichkeiten und Chancen umgehen.

Genau genommen sind die sogenannten Tierkreiszeichen eigentlich spezifische Entwicklungsphasen, das eine bedingt das andere und da es sich um Kreisläufe handelt, wird im Endeffekt so auch alles zur Ursache für alles. Die Planeten symbolisieren dabei spezifische Eigenschaften, die sowohl universell wie auch individuell erfahrbar sind und die sich ebenfalls auf gute wie auf schlechte Weise zeigen können. Je nachdem, wessen Geistes Kind man eben ist.

Positiv wird mit der Jungfrau ja immer auch die Übernahme von Verantwortung in Zusammenhang gebracht. Jungfrau-betonte Menschen galten in der klassischen Astrologie als besonders ethisch und tugendhaft, vernünftig und sozial. Im buddhistischen Rad des Lebens trägt das 6. Nidana allerdings auch den Namen „Kontakt“, denn in dieser Phase findet über unsere Sinneswahrnehmungen tatsächlich zum ersten Mal ein Kontakt mit der fremden Welt statt, die wir nicht als zu uns zugehörig erfahren oder verstehen. Die damit verbundenen Eindrücke und Informationen sinnvoll auszuwerten, ist eine der Hauptaufgaben der 6. Phase.

Jupiter in diesem Zeichen überhöht naturgemäß alles was auch nur im entferntesten mit diesen Aufgaben und Eigenheiten zu tun hat. Allerdings – wer sich den damit verbundenen Herausforderungen nicht stellen möchte, sondern lieber weiter seinen Löwe-Archetyp in den Mittelpunkt des Seins stellt, wird dann oft zum Träger der anderen Seite der Jungfrau.

Der Drang, Unsicherheitskoeffizienten aus dem Leben zu beseitigen und Unberechenbares berechenbar zu machen, stärkt im Denken das Grüblerische bis hin zum Mystizismus. Und weil es immer wieder Unberechenbares gibt, das nicht auszumachen ist, kann es bisweilen zu einem Vertrauensschwund gegen das Schicksal und die Umwelt kommen.

In der Jungfrau zeigt der Tierkreis das eine Gesicht der Angst. Es ist die Angst, das Leben nicht zu bewältigen, vom Leben bedroht zu sein. Das Nicht-Durchdringbare, Nicht-Fassbare schwillt zur Dämonie an…

Wolfgang Döbereiner, „Der Wandel des Lebens im Tierkreis, S. 78 + 80, Verlag Döbereiner

Nimmt man nun noch die Methodik der Astro-Geografie zu Hilfe um heraus zu finden, wo sich diese Themen, hauptsächlich manifestiert haben, dann bleibt nur noch Staunen vor der Deutlichkeit der astro-logischen Symbolik. Denn als Jupiter am 11. August 2015 um 11:11 Uhr UT in die Jungfrau wechselte, stand ausgerechnet in Berlin die Löwe-Sonne exakt am MC.

Deutschland musste also ein Sinnbild werden, einerseits für das tugendhafte sich-kümmern-um-die-Welt, dass sich vor allem in der anfänglichen Willkommenskultur und dem nicht-nachlassenden Engagement der freiwilligen Helfer zeigte (und in Teilen auch in der Haltung der Bundeskanzlerin), andererseits im Aufkommen der rechten Populisten, die genau die von Döbereiner angesprochenen Ängste massiv ausnutzten, um für sich selbst Erfolg und Machtpositionen zu schaffen.

Noch einleuchtender wird all das, wenn man sieht, dass hier auch gerade eine Generation unmittelbar in der Verantwortung stand und steht, die sowohl Pluto wie auch Uranus im Zeichen Jungfrau als Anlage stehen hat. Und häufig auch noch in Konjunktion miteinander.

Aber nun dreht das Rad sich weiter…

Morgen, am Freitag, dem 9. September um 13:18 Uhr unserer Zeit wird Jupiter endgültig ins Zeichen der Venus wechseln. Und wer durch jahrelanges Beobachten seine inneren Antennen genügend sensibilisiert hat, wird das auch schon heute spüren können. Denn es gibt sie ja wirklich – diese Veränderungen im Raum-Zeit-Gefüge, die durch die astrologische Symbolik angezeigt wird. Aber diese Symbolik weist auf etwas Unmittelbares hin, etwas das erlebt und erfahren wird, ob nun bewusst oder unbewusst. Etwas, dass unser aller Leben in den nächsten zwölf Monaten prägen wird, genauso wie es in den letzten Monaten prägend war.

Und ja – diese genannten Zeiten des endgültigen Eintritts eines Planeten in eine neue Phase sind tatsächlich bedeutend, nicht nur eine symbolische Uhrzeit, die man nur aus formalen Gründen nennt. Denn genauso wie die Sonne zu einem bestimmten Zeitpunkt aufgeht und damit endgültig die Nacht zum Tage macht, genauso sind die Zeitpunkte eines Zeichenwechsels wirksam und bedeutend. Man mag sich über die entsprechenden Deutungen streiten und Skeptiker mögen diese auch anzweifeln, die Wirklichkeit solcher Augenblicke dagegen kann nur von denjenigen angezweifelt werden, die sich noch die Mühe gemacht haben, das zu beobachten und zu überprüfen.

Zweifel daran auszuräumen ist wichtig, denn in diesen Momenten liegt immer auch eine gewisse Strahlkraft, eine Portion Urknall-Energie wenn man so will. Zwar ist auch die Waage nur ein Teil des Ganzen und ohne das Ganze bedeutungslos, aber dieser Teil hat eben auch einen Anfang und ein Ende, so wie alles im Leben.

Deswegen mein Appell – nutzt diesen Moment. Schafft euch, wenn irgend möglich einen Freiraum um diesen Eintritt bewusst zu erleben. Meditation ist eine wunderbare Sache in solchen Augenblicken, aber auch die Ausrichtung guter Wünsche und positiver Vorstellungen ist äußerst hilfreich. Nur sind diese Momente eben tatsächlich auch sehr energiegeladen, was wiederum leicht dazu verführt, den inneren Druck abzulassen und sich womöglich zu ärgern und zu streiten. Besser wäre es aber, zumindest die Stunde zuvor und danach bewusst zu gestalten, oder einfach in die neue Zeitgeistströmung einzutauchen und sich den inneren Bildern und Empfindungen hinzugeben.

Denn eines ist sicher – wer es schafft, zumindest etwas bewusster mit diesen kostbaren Momenten umzugehen, hat beste Voraussetzungen geschaffen, um auch in den nächsten Wochen und Monaten glücklicher und erfolgreicher durchs Leben zu gehen.

Besonders zu empfehlen ist dabei auch eine kurze Reflektion über den zurück liegenden Zeitraum von Jupiter-Jungfrau. Was war wichtig, wie bin ich mit diesen Themen umgegangen, bin ich mit meiner Umsetzung zufrieden? Was würde ich anders machen, was finde ich auch im Rückblick richtig und gut gelungen? Selbst wenn vieles schief gegangen ist, alleine dieses In-sich-gehen wird so manche Jungfrau-Talente wieder hervorbringen, die sonst auf der weiteren Reise eher im Verborgenen bleiben würden, um es mal vorsichtig freundlich auszudrücken.

An diesem Punkt tritt das nächste Nidana auf: Vedana, Gefühl, welches symbolisch von einem Pfeil dargestellt wird, der das Auge durchbohrt. Ein fremder Einfluß bringt sich selbst mit hinein, doch der wißbegierige Geist gibt vor, sich dies als freudige Überraschung, ja sogar als Annehmlichkeit gefallen zu lassen, denn es bleibt ihm keine andere Wahl. Das Gefühl ist heftig und spannungsgeladen, doch besteht keine Möglichkeit, nachsichtig gegenüber einer plötzlichen und unerwarteten Einladung zu sein. Du hast den fremden Diplomaten (den Pfeil) bereits magnetisch angezogen und gleichzeitig dein Königreich damit bestätigt. Dies entspricht der erstmaligen wirklichen Wahrnehmung von „diesem“ und „jenem“, das heisst: der Außenwelt.

 Chögyam Trungpa, „Spiel der Illusionen“, S. 23, Irisiana Verlag

Um das nochmals deutlich zu machen – in der Jungfrau hat man sich hauptsächlich mit den eigenen Sinneseindrücken auseinandergesetzt, nun aber wird man in der Waage mit dem tatsächlichen Einfluss konfrontiert, der durch eine abgespaltene Außenwelt entstanden ist. Man ist jetzt also nicht mehr nur in Kontakt, sondern steckt mitten drin im Leben. Umgeben von all den anderen Ichs und ihren Universen, unmittelbar und direkt. Hier ist auch keine rationale Kontrolle mehr möglich, allenfalls kann man sich in eigene Gedankenwelten flüchten und genau das wird Jupiter in der Waage ermöglichen – neue Welten, erst mal nur auf dem Reissbrett der inneren Vorstellung, aber immerhin mit einer neuen Perspektive.

So langsam wird sich die Einsicht breit machen, dass bestimmte Entwicklungen nicht mehr umkehrbar sind und es deshalb (endlich) um wirkliche Integration gehen muss. Eine Integration der Extreme, damit in der Mitte der Gesellschaft und somit auch in der Mitte des eigenen Erlebens wieder ein Ausgleich entsteht. Die Sorgen und Ängste vor dem Fremden, vor anderen Kulturen und Ansichten, könnten sich wieder langsam verflüchtigen, da ja der ganz große Sturm ausgeblieben ist, der von den Proll-Propheten vorhergesagt wurde.

An den Rändern der Gesellschaft könnten sich dagegen die Extreme steigern, quasi als Ausgleich zur generellen Tendenz, wieder mehr nach einem harmonischen Miteinander zu suchen. Die Kunst und die Kultur des Orients, die weitestgehend von den Religionen unabhängig ist, könnte zum Beispiel Brücken bauen und neue Sichtweisen fördern, um die Gräben zwischen den Parteien zu überwinden. Und um Mißverständisse auszuschließen: Alles und alle müssen integriert werden. Diejenigen, die aus anderen Ländern und Kulturen kommen und hier eine Weile Schutz suchen, genauso wie diejenigen, die sich abgehängt fühlen in einer Gesellschaft, die mehr und mehr ihre inneren Werte verliert zugunsten des äußeren, schnellen Erfolgs und der dauernden Ablenkung.

Waage-Integration bzw – ausgleich bezieht sich immer auf alles und jeden, überall dort wo ein Ungleichgewicht entstanden ist, muss zumindest ein gedachter Neuanfang entstehen.

Dann werden sich auch die neptunischen Schleier, unter denen die meisten Wahrheiten in den letzten Monaten verborgen blieben, wieder mehr und mehr zeigen. Denn Venus-Aphrodite ist ja die Tochter von  Neptun-Poseidon. Und Beziehungen pflegt sie sowohl zum Herrn des Himmels wie auch zum Herrn der Unterwelt.

Was nun aber nicht heißen soll, alles wird automatisch gut. Denn wer sich nicht auf wirkliche Begegnung einlassen möchte, der wird eben zum kühlen Strategen werden und seine Pläne nur geschickter tarnen als vorher. Die Wölfe werden Kreide fressen und plötzlich vorgeben, auch nur Schafe zu sein. Sie werden alle Angebote dankend annehmen und einfach etwas warten. Es kann also durchaus sein, dass ein Zwilling mit Jupiter in der Waage Präsident der USA wird.

Aber selbst dafür würde Jupiter in der Waage einen Plan B entwerfen, mittels dessen wieder ein Ausgleich dazu geschaffen werden kann. Und all das betrifft natürlich auch jeden Einzelnen von uns. Eine wunderbare Zeit um neue Pläne zu schmieden und neue Perspektiven zu entwickeln. Die Grau- und Brauntöne der letzten Monate werden einer flippigen Buntheit weichen, die zwar ebenso nervig sein kann, aber wenigstens keine Depressionen auslöst. Vielleicht gibt es wieder mal eine Hippie-Renaissance mit Love & Peace, statt Krieg und Zerstörung.

Es könnte sein, dass sich in Syrien tatsächlich langsam alles etwas beruhigt, es bleibt aber unruhig in der Türkei und vor allem in Lybien. Hier könnten die neuen Schauplätze entstehen, auf die sich die Weltöffentlichkeit konzentriert. Und Deutschland bleibt maßstäblich, als Vorbild und in gewisser Weise auch als Zentrum der Orientierung. Dass ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Chance um der Welt vorzuleben, wie man es anders und besser machen kann.

Das erfordert von uns allen weiterhin aber auch ein entschiedenes Engagement für all das was Leben lebenswert macht. Jupiter in der Waage rät uns, unsere Energien nicht damit zu vergeuden, indem wir gegen Mauern der Ignoranz rennen und uns ausschließlich gegen das wenden, was wir ablehnen. Genau das tun diejenigen nämlich auch, die sich jedem Fortschritt und jeder Entwicklung verweigern.

Nein, ab morgen werden die Karten neu gemischt und es lohnt sich wieder hoffnungsvoll in eine farbenfrohe Zukunft zu blicken. Und sollte sie noch nicht gleich wirklich manifest werden, dann sind wir alle aufgefordert, sie uns solange bildhaft vorzustellen, bis ihr geistiges Strahlen auch von denen wahrgenommen wird, die sich jetzt noch vor ihr fürchten.

Also lasst uns die Einhörner satteln und die Regenbogenbrücken ausfahren - um Jupiter im Reich der Venus willkommen zu heißen. Lasst uns die Aussicht feiern, dass graue Herren und braune Flecken keine Chance mehr haben werden, uns ihr karges Weltbild einzutrichtern.

Denn das Leben ist bunt, herrlich, groß und wundervoll. Genau wie wir und alle anderen…

Bilder:  Titelbild - Must cite: [CC BY-SA 2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons: Wasserfall - Michael Rogers [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], via Wikimedia Commons;

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