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Von Blitzen, Menschen und Päpsten

Matthäus 24, 27: "„Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“"

Wenn ab heute die junge, frische Sonne im Wassermann wieder mundan im Dienst des Uranus steht, bekommen dessen Angelegenheiten Aufmerksamkeit - und astrologisch die Verhältnisse im Quadrat Uranus-Pluto Schlagseite. Das Plötzliche geht eine Weile ins Übergewicht und randaliert gegen Saturn/Pluto. Ob nun der Blitz, der vorm Wochenende in die Jesus-Statue in Rio einschlug und sie den rechten Daumen kostete, der Vorbote für die elektrischen Zeiten war, sei dahingestellt. 

Sicher ist, solche "Omen" erzeugen auch blitzartige, archetypische Bilder. Besonders, wenn sie mit vermeintlichen Botschaften des Himmels, auch einem Symbol für Uranus, zu tun haben. Das letzte Mal passierte es so plakativ 2013 - nur Stunden, nachdem Papst Benedikt plötzlich seinen Rücktritt angemeldet hatte. Später erzählte er, der Auftrag zur Kündigung hätte ihn direkt von Gott ereilt.

Als kurz danach ein Blitz mitten in den Petersdom einschlug, gab es im Radix schon den Hinweis auf den Nachfolger. Ein Jupiter-Uranus-Sextil, mit Schütze-Herrn in 10 und Quadrat zu einer auffälligen Fische-Formation mit Mond als Vorhut. Bergoglio, der Neue, den keiner kannte, ist Schütze mit Krebs-AC und Wassermann-Mond. Vielleicht spricht der Himmel ja doch.

Die nächsten vier Wochen jedenfalls ist es gar nicht dumm, sich eine Weile auf die Geschichten, die solche begegnenden Symbole manchmal erzählen, einzulassen. Uranisches Klima lebt ja von Überraschungen, die alte Zustände beenden und neue zünden. Hier finden Teilungen statt, Lösungen, Ur-Sprünge. Das Absurde ist immer nur so lange gaga, wie es von Mehrheiten noch ausgegrenzt wird. Wenn sie die wilden Ideen des Uranischen dann akzeptieren, kommt die Spiegelung von Wassermann nach Stier über Venus in die Welt. Der Himmel auf Erden ist aber manchmal bestürzend - nicht nur ein Paradies. Unter Sonne im 11. Prinzip deutet sich aber immer an, was jetzt bereit ist, ins Dasein zu fallen...

Zeichen, die Menschen bewegen, haben keine Religion, sind weder katholisch, noch muslimisch, noch buddhistisch - und jeder versteht sie doch, auf seine Weise. Die Prognose, dass die Kirche dieses Jahr vor weiteren Aufregungen steht, braucht keine Blitze (Radix des 2013er Einschlags in den Dom links), keine Horoskope. Die Veränderungen, die Franziskus anpeilt, wurden schnell auch ohne all das offensichtlich. Nun, bei Wassermann-Sonne, passieren die elektrischen Entwicklungen überhaupt öfter, überall. Darum gehen ihre Analogien alle an. Insofern nur noch kurz zum damaligen Papstblitz 2013 und denen, die weiter einschlagen. Was seinerzeit so hübsch astrologisch bebildert wurde, traf ein: Der neue Papst mutierte (Mutation ist ein uranisches Prinzip) zum prominentesten Kirchen-Kritiker, den Rom je hatte.

Auch eine Frucht der päpstlichen Wassermann- und Schütze-Anlage, die beide zum Saturn in den Fischen und seinem Sonne-Neptun-Quadrat hinführen. Im Schützen wohnen die Priester, in den Fischen die Heiligen (eine Zuordnung der Rhythmenlehre). Der päpstliche Fische-Saturn gibt dem Namenlosen aus Neptuns Zeichen praktische Struktur, findet da Bestimmung, wo bisher eher theoretisch von Mitgefühl und Gleichheit unter den Menschen geredet wurde. Das organisiert die alten religiösen Ideen neu, indem es ihre Umsetzung fordert. Nicht von menschen-gemachten Glaubens-Prinzipien einer Hallelujah-Bürokratie, nicht durch Ausweitung starker, unantastbarer Götter-Figuren (Schütze) als Stellvertreter des Herrn hier unten. Nein, es geht immer wieder um die kleinen, einfachen Regeln, die überkulturell gültig sind: Liebe deinen Nächsten, kümmere dich um die Kinder, bewerte dich nicht über dein Geld, stelle dich neben, nicht über die anderen. Das ist nicht katholisch, nicht christlich, sondern universell. 

Was davon durchsetzbar sein wird, auch in Zeiten von Sonne im Wassermann, wäre eine ganz andere Frage. Da geht es einem Papst ja nicht anders als uns anderen Mustermann-Nasen, die in festen Bezügen stecken. Der Widerstand einer gewachsenen Struktur (Steinbock) gegenüber dem Einbruch des Unerwartetem (Wassermann), das leicht zum Realität-Schock wird, ist eben immer groß. Nicht umsonst folgt Uranus' dem Saturn-Zeichen im Zodiak. Wenn jetzt erneut ein Blitz-Geschehen an einem Jesus der Welt (rechts das Mittags-Horoskop, da keine Zeit vorliegt) Bilder von der Verletzbarkeit aller goldener Kälber (nicht nur der wirtschaftlichen) implantiert, wird kurz nach Vollmond und vor dem Übergang der Sonne ins Plötzliche eine Atmosphäre der Brüche vorweggenommen.

Noch steckt hier der Uranus in 12, befindet sich - aufgegangen - damit schon (unsichtbar) in der Welt, und wartet darauf, in 10, am MC, einige Stunden darauf auch irdisch zu erscheinen. 

Über starke Symbole wie einen Einschlag, der nun ausgerechnet Christus' Hand behindert, passiert ja letztlich auch eine akausale Vernetzung von bislang Unbewusstem, das unvermittelt zur Idee wird. Von Ängsten, aber auch Hoffnungen, die den Menschen in den Knochen sitzen. Wen straft der Himmel? Wem gibt er ein Zeichen zur Veränderung? Bei folgender Wassermann-Sonne können sich solche blitzartigen Verknüpfungen dann regelrecht einfressen. Nicht umsonst wurden allerdings in der alten Mythologie Blitze auch dem Zeus (das ist Jupiter) zugeschrieben. Die Etrusker dagegen lasen aus den Zeichen der funkelnden Himmel und aus dem Vogelflug (beides Uranus) das Schicksal. Diese "Fulgural-Disziplin" kannte elf verschiedene Blitz-Sorten von neun Göttern, und wenn man herausgefunden hatte, was sie von einem wollten, hieß es: Reinigung, Läuterung, Abbitte. Dem Uranus folgt eben im Kreis der Neptun, der sich wie der Lotos im Schmutz ernährt, den er dann von ganz weit oben wieder ausschwemmt. Ein Prozess der Purifizierung, bevor der Tierkreis sich schließt.

"Cristo Redentor" (der Erlöser) von Rio hat vor dem neusten Blitz in seinem 82jährigen Dasein schon eine Menge Schläge verpacken müssen, ohne dass die Welt unterging oder sich Entsetzliches in und um die Kirche herum zutrug. Immerhin gehen weltweit pro Sekunde über 100 Blitze nieder. Nicht jeder aber schlägt ein und vor allen Dingen nicht in religiöse Symbole. Wenn man bedenkt, dass erst neulich im Ruhrgebiet ein Kirchturm per Einschlag um 5 Meter kürzer gemacht wurde, kann man schon ein bisschen ins Nachdenken kommen. Der 30 Meter hohe Gigant in Rio jedenfalls (Einweihung 12. Oktober 1931, Mittags-Radix links) hat - passender könnte es nicht sein - eine enge Sonne-Uranus-Opposition und zieht Blitze möglicherweise regelrecht an. Nicht nur wegen seiner Mars-Jupiter-Anlage in die Breite und Höhe. 

Was bedeutet das nun für die Welt? Möglicherweise gar nichts. Aber vielleicht auch, dass wir Zeichen und Wunder des Wassermann-Prinzips eine Weile etwas achtsamer würdigen könnten, speziell, wenn Sonne nun im Zeichen des Himmels steht. Wassermann empfängt seine Inhalte ja (rückwärts im Kreis) aus der kosmischen Strahlung der Fische und transportiert deren Bilder herunter zu uns kleinen Erden-Wesen. Was sogar der physikalischen Entstehung der Blitze entspricht. Wenn Sonne mundan uranische Flügel bekommt, entwickeln sich immer wieder plötzliche Entladungen, vor allem geistig. Sie treibt einerseits das Uranus-Pluto-Quadrat in seinem Konflikt weiter, an dessen Ende eine Entwicklung zu etwas Neuem stehen muss. Und stützt andererseits das Wissen, dass Veränderung das einzig Sichere im Leben auf dem blauen Planeten ist. Auch auf das Erleben des Einzelnen wirkt sich dies andere Klima aus: Wir könnten uns ausnahmsweise weniger päpstlich als der Papst geben (das schafft er schließlich auch), und etwas närrischer als die vielen anderen, genormten Narren sein.

Weniger Facebook oder andere sterile Netzwerke, mehr atmende Welt. Denn Virtualität, die längst nicht mehr neu und anders ist, nimmt dem echten Leben die Unmittelbarkeit. Wassermann-Sonne empfiehlt auch, Ausflüge ins Ungenormte, sich von Überholtem endlich zu trennen, ursprünglicher zu sein. Uranus wird so zum Meilenstein für Neptuns Sehnsucht nach dem Heiligen, das mit der Kirche meist kaum etwas zu tun hat. Er spricht vom Traum, einer überraschend anderen, frischen, jungen Welt, in der das Unmögliche wieder möglich wird, im Einbruch des Unbekannten. Von mehr als einem reinen Abklatsch, in Internet-Welten. Erneuernd, jung, das geht vielleicht auch anders, als es die Vorstellung einer Moderne vorgibt, die zum Klischee geworden ist. Hier blitzt Uranus' Versprechen im Widder auf, wo Mensch sich dem Plötzlichen öffnet, indem er seine Angst davor überwindet. Jeden Tag eine kleine Sache anders machen als üblich. Auch nur ein Trick, um näher an und geborgener in den Himmeln zu sein, die in jedem wohnen - aber doch sehr hilfreich.

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