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Drama am Ontake-San

Die Herbst-Sonne in der Waage lässt den Himmel an manchen Tagen ganz besonders blau leuchten. So auch am Samstag in Japan. Mehrere hundert Wanderer und Bergsteiger nutzten das Wochenende für einen Ausflug auf den „verehrten Gipfel“. Ontake-San ist Japans zweitgrösster Vulkan nach dem Fuji und gilt einigen, religiösen Shugendo- und Shinto-Gruppen als heiliger Berg.

Aber als die Sonne fast genau am höchsten Punkt des Himmels stand, zeigte sich einmal mehr, wie schnell sich alles verändern kann. Kurz vor zwölf Uhr mittags brach der Ontake-San zum ersten Mal seit 1979 wieder aus. Eine gewaltige Aschewolke rollte fast zwei Kilometer den Hang hinunter, über mehr als 250 Wanderer hinweg. Einer von ihnen hat diesen Augenblick festgehalten, ein kurzes Video, dass aber eindrücklich aufzeigt, wie schnell aus einem wunderbarenTag eine Katastrophe werden kann (Link zu YouTube)

Mittlerweile muss man davon ausgehen, dass bei diesem Ausbruch über 30 Menschen ums Leben kamen und es zahlreiche Verletzte gibt, deren Zustand kritisch ist. Wieder einmal wird Japan von einer Naturkatastrophe heimgesucht und wieder einmal heißt es, dass dies nicht vorhersehbar war. Genau hier erwacht dann auch das professionelle Interesse für eine eingehende Untersuchung, nicht um die Katastrophe zu kommentieren, sondern um zumindest den Versuch zu starten, astro-logische Marker zu finden.

Einfach ist das nicht, gerade im Bereich von Vulkanismus und plötzlichen Ausbrüchen. Während sich bei Sonnen-Eruptionen und auch bei Erdbeben langsam und vereinzelt bestimmte kosmische Auslöser zeigen (wenn gleich auch noch weit entfernt von einer gesicherten Aussagekraft), sind Vulkanausbrüche weitaus schwieriger einzugrenzen. Denn die Ausbrüche selbst sind ja immer schon eine Folgewirkung anderer Ursachen, von tektonischen Plattenverschiebungen und Erdbeben, oft weit abseits der späteren Eruptionen. Hier muss man also umdenken, größere Zeiträume mit einbeziehen, um vor allem die ersten Anzeichen nicht zu übersehen.

Heute gibt es weltweit ca. 1500 aktive Vulkane auf der Erdoberfläche. Der größte von ihnen ist Mount Loa auf Hawai mit einer Fläche von ca. 5000 km2. Ein Zwerg im Vergleich zu manchen seiner Kollegen in den ozeanischen Tiefen. Erst im letzten Jahr entdeckten Forscher das Tamu-Massiv östlich von Japan, ein gigantischer submariner Vulkan mit einer Fläche von ca. 300 000 km2. Damit schließt er auf zum größten Schildvulkan in unserem Sonnensystem, dem Olympus Mons auf unserem Nachbarplaneten Mars.

Alleine dieses Zusammentreffen mag schon ein Hinweis darauf sein, dass die alten Zeichenzuordnungen immer noch Gültigkeit besitzen. Denn das Prinzip des Vulkanismus wird allgemein dem skorpionischen Abschnitt des Zodiaks zugeordnet, somit sind die beiden Herrscher-Prinzipien Pluto und Mars maßgeblich. Aber der Ausbruch selbst hat auch eine dominante Jupiter-Signatur, besonders dann wenn es sich um wirklich gigantische Eruptionen handelt. Saturn und Uranus sollten ebenfalls eine Rolle dabei spielen, denn nur dort wo es harte Begrenzungen gibt (Saturn) kann sich ein entsprechender Druck aufbauen, der sich schließlich in solchen Ausbrüchen entlädt (Jupiter-Uranus).

Auf der Suche nach Signifikatoren gibt es also ein relativ weites Spektrum. Aber schon beim aktuellen Ausbruch des Ontake-San zeigt sich, dass diese Zuordnungen nicht ganz verkehrt sind. Denn nur knapp 24 Stunden zuvor standen Jupiter und Uranus im exakten Trigon zueinander, ursächlich also eine Spannungslösung tief in der Erde, die sich dann erst einen Tag später entlädt. Allerdings ist das zwar ein Hinweis darauf, dass es zu solch einer Entladung kommen könnte, aber daraus alleine lässt sich nicht ableiten, wo das Ganze stattfinden könnte. Ähnlich wie bei anderen Ereignissen muss man dann nach zusätzlichen Bezugsmöglichkeiten suchen, die mundanen Stellungen geben ja immer nur bedingt Auskunft darüber, wo sich etwas manifestiert.

Leider gibt es im Falle von Vulkanen kaum die Möglichkeit ein „Geburtsdatum“ einzubeziehen, aber versuchsweise könnte man sich an vorherigen Ausbrüchen orientieren. Im ersten Schritt berechnet man ein Ereignis-Chart auf den exakten Moment des ursächlichen Aspekts (in diesem Fall das Trigon von Jupiter und Uranus), im zweiten Schritt vergleicht man das mit den Daten früherer Ausbrüche.

Ontake-San galt bis 1979 als inaktiver Vulkan. Bis zum 28. Oktober 1979, als plötzlich aus mehreren Kratern Asche und Dampf aufstieg. Hier also trat die Aktivität zum ersten Mal sichtbar in Erscheinung. Und gemessen daran, dass es sich um einen verhältnismäßig kleinen Ausbruch handelte, der kaum Schaden anrichtete, finden sich dann auch die entsprechenden Marker. Eine Uranus-Venus Konjunktion auf 20° Skorpion im Quadrat zu einem Löwe-Mars, der wiederum in fast exaktem Trigon zu Neptun steht. Das ist für sich betrachtet nicht sonderlich aufregend, aber es fehlt ja noch der Datenabgleich mit dem jetzigen Auslöser.

Und hier zeigt sich dann doch Verblüffendes. Der aktuelle Mond des Trigon-Charts steht exakt auf dem damaligen Pluto (19°32 bzw 19°43 Waage), Saturn befindet sich kurz vor der exakten Konjunktion mit Uranus und Venus (20°00 bzw. 20°15 Skorpion) und Neptun steht ebenfalls kurz vor einer exakten Opposition zum Jupiter des ersten Ausbruchs (5°28 rückläufig in den Fischen zu 5°07 in der Jungfrau). Drei Indikatoren also, die in ihrem gleichzeitigen Zusammentreffen durchaus eine gewisse Signifikanz aufzeigen. Wäre man also davon ausgegangen, dass das aktuelle Trigon von Jupiter und Uranus die Möglichkeit eines baldigen Ausbruchs beinhaltet, und hätte man diese astro-logischen Daten mit den früheren Ausbrüchen aller aktiven Vulkane abgeglichen, wäre der Ontake-San sicher ein möglicher Kandidat dafür gewesen.

Aber eine Ereignis-Schwalbe macht noch keinen Prognose-Sommer, in einem nächsten Schritt wäre dann die Untersuchung vergangener Ausbrüche nötig, um weitere Hinweise zu finden. Diese sollte dann natürlich umfassend und akribisch sein, was ich hier anbiete ist nur ein schneller Fingerzeig, fernab davon. Trotzdem beginnt man am besten mit den größten Ausbrüchen der Vergangenheit, soweit sie einigermaßen gesichert dokumentiert sind.

Die relativ kleine Vulkaninsel Krakatau befindet sich in der Meeresenge zwischen Sumatra und Java. Die Explosion des Vulkans am 27. August 1883 ist der zweitgrößte Ausbruch der Neuzeit. Das Geräusch de Explosion war noch im 3100 Kilometer entfernten Perth (Australien) zu hören und die folgende Flutwelle wurde noch im 17000 km entfernten Golf von Biskaya registriert.

Betrachtet man jetzt das Ereignischart für die letzte Explosion um 10:02 (UT), dann findet sich auch auf den zweiten und dritten Blick außer einer exakten Mond-Mars Konjunktion nichts wirklich Aussagekräftiges, dass man astro-logisch mit solch einem Ereignis in Verbindung bringen würde. Auch nicht, wenn man die unmittelbar vorhergehenden Ausbrüche seit dem 22. August mit einbezieht.

Die Enttäuschung darüber legt sich aber schnell, wenn man den eingangs erwähnten Umstand berücksichtigt, daß vor solch einer Eruption ja immer ein komplexer Prozess liegt, verschiedene Ursachen erst zusammen kommen müssen, damit eine Entladung stattfindet. Recherchiert man also weiter, taucht ein anderes Datum auf – der 10. Mai 1883. Knapp 3 Monate vor der wirklichen Katastrophe bemerkt ein Leuchturmwärter kurz nach Mitternacht starke Vibrationen, die mehr von der Luft als vom Boden auszugehen scheinen. Das Meer färbt sich plötzlich weiß und wird seltsam glatt. Am Himmel finden sich in diesem Moment die Konjunktionen von Sonne und Neptun, Venus und Mars, sowie Saturn und Pluto, die zudem auch noch am IC des Ereignisses stehen.

In den folgenden Tagen wiederholt sich das Phänomen, aber bis bleibt weitestgehend ruhig. Bis zum 20. Mai. Am frühen Morgen beobachtet der Kapitän des deutschen Kriegsschiff Elizabeth einen gewaltigen Ausbruch mit einer 11-km hohen Aschewolke. Jetzt steht die Konjunktion von Saturn und Pluto nur noch 48h vor ihrer Exaktheit auf 29°48 Stier, gleichzeitig ist jetzt auch die Sonne eingebunden und alle drei befinden sich am Ereignis-AC. Aber das ist noch nicht alles. Normalerweise liegen zwischen solch „Großen Konjunktionen“ von Langsamläufern aus geo- und heliozentrischer Sicht große Zeiträume, sie finden selten bis nie gleichzeitig statt. Diesmal aber schon, zwischen der geo- und der heliozentrischen Konjunktion liegen nur wenige Stunden. Einé kosmische Übereinstimmung, die ähnlich selten ist, wie der Ausbruch des Krakatau.

Aber es gibt auch Übereinstimmungen, die weniger hintergründig sind und die anfangs erwähnten Archetypen wie Mars und Jupiter sehr anschaulich einbinden.

Einer der aktivsten Vulkane unserer Zeit ist der indonesische Gunung Awu auf der Insel Sangihe Besar. Seine Ausbrüche in den Jahren 1711, 1812, 1856, 1892 und 1966 forderten mehr als 8000 Todesopfer. Bei dem ersten, am 10. Dezember 1711 stehen Mars und Jupiter in Konjunktion, und ebenso beim letzten großen Ausbruch am 12. August 1966 (21°31 und 21°39 im Krebs). Hinzu kommt noch eine fast exakte Konjunktion von Uranus und Pluto.

Als am 18. Mai 1980 der Mount St. Helens explodiert stehen Mars und Jupiter wieder eng zusammen, und bei dem katastrophalen Ausbruch des Pinatubo am 15. Juni 1991 um 13:42 Ortszeit steht Mars auf 11°39 und Jupiter auf 11° 24 im Löwen.

Natürlich, all das könnten immer noch Zufälle sein, wenn gleich diese Häufungen schon bemerkenswert sind. Aber vielleicht würde ja eine vertiefende Untersuchung diese kosmischen Marker auch bestätigen und damit den Vulkanologen neue Anhaltspunkte liefern, wenn es um die Vorhersagen zukünftiger Ausbrüche geht. Damit sich das, was am Wochenende in Japan geschehen ist, vielleicht verhindern lässt durch rechtzeitige Warnungen.

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