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Bahnstreik: Es fährt kein Zug nach Irgendwo

Wie man über Nacht zum unbeliebtesten Menschen in einem Land werden kann, das lebt uns gerade Klaus Weselsky vor. Der Wasser-Mann ist Quasi-Alleinherrscher der Gewerkschaft deutscher Lokomotivführer und hauptverantwortlich dafür, dass in den nächsten Tagen Millionen von Pendlern und Reisenden zu spät oder gar nicht dort ankommen werden, wo sie hin wollen oder müssen. Zumindest wenn sie Bahnreisende sind und sich am üblichen Fahrplan orientieren.

Aus kosmischer Sicht läuft allerdings alles bestens nach Plan. Das geht schon mit dem Gründungschart der Deutschen Bahn AG los. Laut Handelsregister-Eintrag wurde sie am 05. Januar 1994 gegründet und hat sich damit einen wirklich energetisch, inhaltsvollen Tag ausgesucht. Neben einer Sonne-Merkur Konjunktion findet sich auch eine Mars-Venus Konjunktion und eine Uranus-Neptun Konjunktion in Saturns Herrschaftsbereich, dem Steinbock wieder. Ein Traditions-Unternehmen also, geplant für die Ewigkeit, aber trotz Waage-Mond von der Grundanlage her etwas unflexibel. Dafür aber stabil.

Allerdings steht der Steinbock-Archetyp an und für sich im Moment ja eher unter Druck, einerseits das Quadrat von Uranus aus dem Widder, der immer wieder Erneuerung fordert, andererseits Pluto im Steinbock, der an den Grundfesten der alten Strukturen rüttelt. Und gerade jetzt stehen die beiden im engsten Quadrat (Uranus) und in innigster Konjunktion (Pluto), mit der Mars-Venus Verbindung der Deutschen Bahn AG. Da kommt Freude auf gerade in Beziehungsangelegenheiten.

Und natürlich finden sich dann immer auch die passenden Personen, die dem ganzen Ausdruck verleihen. Den Part von Uranus möchte gerne Herr Weselsky mit seiner Wassermann-Sonne übernehmen, die allerdings schon sehr mit den Fischen flirtet und von daher nicht so ganz die Inhalte verkörpert, die man sich darunter vorstellt. Auch hier hält sich die Bahn und ihre internen Konkurrenten ja schon seit Jahren an die vorgegebenen, archetypischen Drehbücher. Gewerkschaften gehören generell zum Bereich des Wassermanns, und nicht nur Weselsky ist als Vertreter der GDL ein solcher, sondern auch sein Vorgänger Manfred Schell hatte den selben Sonnenstand. Und Kontrahent der Gewerkschaft ist natürlich immer der Unternehmer als personifizierter Löwe-Archetyp, der nur an sich und seine Interessen denkt. Und so hatte man damals, zu Zeiten von Herrn Schell den umtriebigen Hartmut Mehdorn als Chef der Bahn, mit einer Sonne-Merkur-Pluto Konjunktion Anfang Löwe.

Jetzt heißt der oberste Bahnherr Rüdiger Grube, ebenfalls eine Löwe-Sonne mit einer weiten Pluto-Anbindung. Aber auch Claus Weselsky ist ein Plutoniker, allerdings stehen bei ihm Sonne und Pluto in Opposition zu einander. Während die Bahnchefs also das Thema Macht sonnenhaft integriert haben, hat er es ausgelagert, braucht ein übermächtiges Gegenüber, an dem er sich aufreiben kann. Und Weselsky ist eine Kämpfernatur, im wahrsten Sinne. Sonne und Merkur stehen nicht nur in Opposition zu Pluto, sondern auch noch im Quadrat zu Mars und Jupiter, die wiederum ebenfalls in Opposition zu einander stehen. Er ist also stolzer „Besitzer“ eines Großen Quadrats und das darf man sich in vielen Fällen tatsächlich wie ein energetisches Fass ohne Boden vorstellen. Egal wo man hier ansetzt, es kommen immer gleich alle vier Archetypen ins Schwingen. Nimmt also zum Beispiel eine kämpferische Haltung ein, opponiert innerlich gleich Jupiter und Sonne und Pluto behindern den marsischen Ausdruck. Dieses Prinzip ist austauschbar und im schlimmsten Fall führt das zu einer inneren Grundhaltung, die in Konfliktsituation eher in die Eskalation führt, als zu einer praktischen Lösung.

Genauso wie es Herr Weselsky jetzt eben vorlebt. Spielt keine Rolle, ob Millionen von Menschen in den nächsten Tagen größte Probleme bekommen, er ist schließlich seiner hehren Sache verpflichtet, für die auch Opfer gebracht werden müssen. Nicht von ihm, das versteht sich von selbst, sondern von allen anderen. Man möchte ja nicht wirklich über Menschen urteilen, die mit solch einer Anlage leben müssen, denn das ist für die Betroffenen meist schon schwer genug. Wenn sie allerdings nie gelernt haben, damit einen angemessenen Umgang zu finden, dann werden sie in entsprechenden Machtpostionen fast immer zu Problemverursachern. Denn sie brauchen Konflikte, die ihnen das widerspiegeln, was sie selbst laufend innerlich bewegt. So wird die Welt zum Schauplatz der inneren Spannungsbögen, die sie selbst zu meist verdrängen.

Eine Eskalation ist erwünscht, damit der innere Druck sich endlich entladen kann. Das hat Claus Weselsky ja nun geschafft, wobei ihm Bahnchef Gruber hilfreich zur Seite steht, denn der hat mit seinem löwehaften Selbstverständnis natürlich auch kein Interesse an Kooperation und Kompromissbereitschaft. Hier geht es schlicht und ergreifend um einen Machtkampf zwischen zwei "Herrschern" (Pluto-Thema), den Part der Ohnmacht (ebenfalls ein Pluto-Thema) dürfen alle anderen übernehmen, die ab heute verloren auf den Bahnhöfen auf Verbindungen hoffen. Da gleichzeitig auch der Güterverkehr bestreikt wird, werden die Auswirkungen noch gravierender als bei den bisherigen Arbeitsniederlegungen der Lokführer sein.

Herr Weselsky sollte dieses Gefühl der Allmacht (…wenn mein starker Arm es will, stehen alle Züge still…), dann auch wirklich genießen, solange es noch geht. Denn schon bald, in den nächsten Wochen, eilt Saturn heran und wechselt vom Skorpion in den Schützen. Und damit ins Quadrat zu seiner Sonne-Merkur Konjunktion und seinem Pluto, in die Konjunktion mit seinem Jupiter und in die Opposition zu seinem Mars. Wäre es nur die Konjunktion mit Jupiter, müsste man ihm sogar einen relativen Erfolg prognostizieren, zumindest was die Sache, das Ideal, angeht. Da aber gleichzeitig auch die Quadrate und Oppositionen seiner Anlagen mit ausgelöst werden, dürfte sein Streben nach noch mehr Einfluss zumindest für ihn als Person schon in Bälde herbe Dämpfer bekommen. Sollte er also darauf bestehen, dass nun die halbe Nation seinen inneren Problem-Bestand mit ausbaden muss, dann muss er sich auch nicht über das Feedback mitsamt aller Konsequenzen beschweren. Schlauer wäre es natürlich, das Ganze nicht auf die Spitze zu treiben, damit dann in ein paar Wochen die saturnalen Auswirkungen auf ihn selbst auch etwas abgemildert wären.

Titelbild: von bigbug21 (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], via Wikimedia Commons

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