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Merkur-Mars: Verloren im Burger-Krieg

Es waren einmal zwei wackere Fast-Food-Unternehmen, sozusagen die Urmütter aller zu Recht umstrittenen Hamburger-Brätereien. Beide mit fixen Sonnen und deshalb auch beide gleich standhaft und versessen auf die Substanz der Dinge (u.a. Essen) - echte Durchhalter von der Wiege an. Das eine, jüngere Unternehmen mit einem Löwe-Setting, weshalb es sich von Anfang an für einen König hielt und bescheiden Burger King nannte. Das andere, ältere, mit Zentralgestirn (und mehreren weiteren Faktoren) im stofflich so anspruchsvollen Stier. Unter dem Siegel McDonald's brachte es also noch mehr Sinn für Wertschöpfung und ein Herden-Label mit.

Weshalb es sich (vermutlich - Zeit unsicher!) auch mit einem nützlichen, pingeligen und knall-sauberen Jungfrau-Mond seit 1940 umsatz-technisch vor alle anderen Fast-Food-Ketten setzte. „Dick & Mac McDonald – McDonald's Bar-B-Q" hieß die Wurzel aller goldener Big Macs und anderer angebeteter Fettigkeiten damals. Während nun dieser Spitzenreiter McDonald's gerade als (unschuldiger) Schauplatz des Dramas um die ins Koma geprügelte Lehramtsstudentin Tugçe (Schützin mit Skorpion-Mars-Pluto) aus Offenbach Schlagzeilen machte, hat es den King deulich selbstverantwortlicher wirtschaftlich erwischt. Beim ewig der Konkurrenz hinterher laufenden König der Burger mit seinem flüchtigen und nicht so hygiene-begabten Fische-Mond wurden ja wegen unhaltbarer Zustände in vielerlei Hinsicht in Deutschland just 89 Filialen einer umtriebigen "Skandal-Holding"  namens Yi-Ko (Yellow Press) zugemacht und Geschäftsanteile der Franchise-Nehmer hin und hergeschoben. Entsprechend haben beide Erst-Horoskope als Firmen-Radix-Bilder auch schwierige Überläufe. Wobei der King auch so, Franchise-Nehmer hin oder her, zwiespältige Anlagen für sorgenfreies Braten pappiger Leckereien mitbringt.

Schon 1802 wurde ein gepökeltes "Hamburg Steak" übrigens in Lexika zuerst erwähnt. Vermutlich von norddeutschen Matrosen über den großen Teich gebracht, hat das, was dann später als Hamburger weltberühmt wurde, bei dem vermuteteten "Geburtsjahr" eine leuchtende große Konjunktion von Jupiter-Saturn in der Grund-Ausstattung. In Erde, wo McDonald's ein stabiles Stellium mitbringt und Burger King so gut wie gar nichts.

Schaut man sich zur Aufklärung der momentanen Ereignisse um die geschlossenen Stützpunkte das Natal des unglücklichen King-Pioniers an, sieht man schnell, wo es hakt im Getriebe. Selbst ohne Geburts-Uhrzeit fallen Anlagen auf, die generell problematisch für den Handel werden können: Der "Insta-Burger King", der 1953 dem Beispiel des bereits florierenden ersten McDonalds von 1940 in Florida nachzog, bringt nämlich einen doppelbödigen, rückläufigen Merkur mit (für Händler oft zu selbst bezogen), der auf der Grenze Krebs-Löwe mitten in einen schneidigen Mars hinein läuft. Für Werber kann so etwas ein guter Aspekt sein (vieles laut versprechen, wenig dahinter zur Verfügung haben), für Verkäufer aber, die stabile Produkte (aus dem Stier) auch real und korrekt loswerden müssen, ist diese Konjunktion nicht gerade ein brilliantes Omen.

Sie spricht ja einerseits klar für eine aggressive Geschäftspolitik (Merkur symbolisiert den Handel und die Verwertung = 3 und 6 gleichermaßen), die andererseits jedoch dann auch sehr leicht über kurz oder lang in Selbstverletzungen abkippen kann. Genau das ist offenbar seit Saturns Eintritt und Lauf in/durch den Skorpion passiert, wo der Meister der Ernte als langer Arm von Löwes Spiegel-Schatten dann alles festnageln kann und wird, was unethisch, zu unverbindlich oder ein bisschen wertlos daherkommt. Und so kam es leider bei den Kings auch. Dieser triggernde Steinbock-Herr steht ja außerdem mundan nach wie vor in der fordernden Rezeption zum Pluto. Wenn er nun aktuell beim gemächlichen Auslaufen aus dem plutonischen Hafen (da wird noch mal für die, die transitär etroffen waren, alles Gelernte im Zeichen überprüft) Skorpions kompromisslosen Herrscher im Burger King-Horoskop auch noch Quadrat antrifft, ist es Essig mit dem gedankenlosen Fortschritt.

Dabei fiel nämlich auch alles Unfertige, Löchrige, zu lang Durchgelassene, Defizitäre in den Filialen erst öffentlich auf (Fische-Mond steht vermutlich auch noch unter Neptuns Konkurrenzen, da taucht dann leicht versteckt Unliebsames hoch) und dann in sich zusammen. Dem Dinosaurier aller Aufdecker, Günter Wallraff, sei Dank, der auch hier mal wieder die Zu- und Umstände hinreichend beleuchtete. Wozu er sich in diesem Fall eindeutig anbot, mit einem Knaller auf Burger Kings Sonne. Welchem? Genau, seinem Pluto im Löwen in 8 (an sich schon ein unaufhörlicher Bohrer, siehe RADIX Astro-Databank). Es hätte sich kaum jemand anderer trefflicher dafür finden können, die "Fehler" (die Pluto immer so uglaublich gern ahndet) ins Licht zu holen. 

McDonald's andererseits, der ewige Erste, weil schlicht auch 13 Jahre Erfahrenere im Gladiatoren-Kampf um dicke Kinder und Erwachsene, die als Kunden große Betätigungs-Felder bieten, hat im Erst-Horoskop letztlich doch klar mehr essbare Substanz angelegt. Man beachte: Stier, Zwillinge und Jungfrau sind immer sichernde Voraussetzung bis Folge des Marketenders Merkur. Venus sichert und stellt zur Verfügung, Merkur verbreitet und verwertet. Zwar sehen wir auch hier ein Horoskop, das nicht frei ist von Spannungen ist (links das allererste Geschäft). Aber allein die Zeichen-Lage ist für die Food-Sparte mit Sonne und Mond ein dickes Pfund. Und im Stier mäßigt und stabilisiert der Saturn als ebenfalls Erd-Planet die Pfründe oft gleichermaßen positiv, statt sie, wie oben bei Kings, mit Neptun dem Verfall anheim zu geben.

Auch hier fehlen zwar wieder wie beim Burger King in Abwesenheit eines Zeitrasters (der Felder, die den Ausdruck der Anlage bestätigen) natürlich exaktere Aussagen über die Unternehmens-Existenz. Aber bei beiden Geburts-Bildern sieht trotzdem bereits grob, dass der Merkur für den Handel in dem Fall letztlich günstiger angelegt ist als bei dem Konkurrenten. In diesem stark gestrickten = besetzten Stier befindet sich das Talent und die Art der Ware, das Material an sich, der Stoff, aus dem später die Träume des Kommerz' in den Zwillingen erst noch gebrutzelt werden sollen. Eine Belegung beider Phasen hintereinander oder kreuzweise ist damit meist ganz famos für Geschäfts-Erfolge. Sitzt Merkur gar daselbst im Zeichen, arbeitet er eindeutig realitätsbezogen und stofflich talentierter als sein fludderiger Bruder bei King Burger zwischen Krebs und Löwe, der rückwärts tändelt und kardinal sogar heftig beschossen und gern ausgeknockt wird. McDonald's Uranus schiebt dieser totsicheren Verkaufsveranstaltung dann allerdings noch die entsprechend große Portion Risikogeist, Idee und Wagemut unter, ohne die das Unternehmen vermutlich ein klassischer Langeweiler geworden wäre.

Menschliche Tragödie

Mit Merkur-Uranus-Sonne aber, im fließenden Trigon zum Jungfrau-Neptun, ist bei "Mäcces" dazu sogar eine Funktion als "Mythos" für die Jugend gleich unterschwellig mit angelegt (zusätzlich Neptun plaktisch mit Mond). Was vielleicht dazu führt, dass der "Laden", wo auch immer, zum Setting für allerlei Zeitgeist-Ereignisse werden kann. Sowohl derer, die man trendgemäß als positiv wertet, als auch für die hoch problematischen.

Als die 22jährige Schütze-Sonne Tugçe A. (Radix ohne Zeit rechts - sie hat morgen 23. Geburtstag) am 15. Dezember in einem Mäcs-Fast-Food-Geschäft in Offenbach einen Streit zwischen anderen "Kids" schlichten will, zahlt sich ihre Courage erst aus, da nichts eskaliert. Dann aber, im Hinausgehen, bekommt sie von einem jungen Mann doch noch überraschend einen so heftigen Schlag ab, dass sie zu Boden geht und anschließend ins Koma fällt. Sie wird bis heute nicht mehr daraus erwachen. Die Studentin befindet sich ohnehin seit einiger Zeit unter erschöpfenden Transiten: Mars steht an diesem Tag ausgerechnet genau auf ihrem Neptun (Mit Uranus im Fokus des Uranus-Pluto-Quadrats), Pluto gerade genau auf ihrem Uranus und drei Planeten (Venus, Sonne und leider auch Saturn) dazu zwischen Mars und Pluto, die in dessen Heimat-Zeichen Tugces gefährliche Konjunktion ausmachen.

Dazu ist die Schütze-Sonne, mit der sicherlich auch der hier ausgeprägte Gerechtigkeits-Sinn zu tun hat, seit Längerem vernebelt von einem hin und her wandernden Neptun-Quadrat. Unter solchen gebündelten Auslösungen gehen die folgenden Risiken dann besonders gern hoch. Für dieses Mädchen bedeutet das nun die Nicht-Rückholbarkeit - den schlimmsten Fall also, den jetzt festgestellten Hirntod. Morgen, an ihrem Geburtstag wollen ihre Eltern entscheiden, ob die Maschinen abgestellt werden - nach Meinung der Ärzte in solchen Fällen das einzig Sinnvolle. Wenn man nicht an Wunder glaubt. Tugce kämpft also, in der Mitte des Transits von Saturn auf Mars-Pluto Skorpion, der manchmal unglaubliche Verwandlungen schaffen kann, wenn man ihn lässt, um ihr Leben. Den Ort, McDonald's, als Zufalls-Setting der Tragödie, spiegeln auch wieder astrologische Verbindungen:

In der Nacht zum Sonntag, als es passiert, läuft Mond hinten im Löwen in die vermutlich gerade überstandene Saturn-Transit-Opposition zur McDonald's-Sonne und in die Spannung zur Mittags-MC-IC-Achse des Erst-Radix (28 Stier-Skorpion auf Tugces Pluto-Mars) hinein. Akausal, aber ein Hinweis, dass eben auch dieser Platz entscheidend brisant für das Mädchen war. Die Synastrie zwischen den beiden Charts zeigt einige Spannungen, die man nicht überbewerten darf. Aber wenn jemand zur "richtigen" (sprich, falschen) Zeit am falschen Ort ist, der sich ins eigene Muster destruktiv einpasst, und beide auch noch Überläufe haben, kann eben auch Schlimmes passieren.

Mars-Merkurs Fluch und Segen

Astrologie zeigt ja die Vielschichtigkeit des Lebens und auch hier wieder spiegelt der Beginn des Ereignisses (das junge Mädchen wollte eine Debatte schlichten) gleichzeitig auch eine Grund-Anlage des Unternehmens, in einer ihrer vielen Ausformungen. Wenn dort Angriffe passieren, dann stammen sie tendenziell aus dem Verbal-Bereich, was dann ausufern kann. Zwillinge-Mars ist ein Maulheld. Sein eigentlich der Stier-Substanz positiv aufgesetzte Antrieb = ideenhafte, flexible Energie, viel aus dem Verbalen, wird einerseits im Business ansonsten mit seiner flexibel-aggressiven, aber eben eher geistig tät-lichen Geschäftspolitik effektiver wirken und sich auszahlen, als beim direkt vom Mars verwundenden Merkur des Mr. Burger King. Zwei Varianten eines Themas - die eine nur aussichtsreicher. Zwar hatte auch McDonald's vermutlich nicht gerade die erfreulichsten Bilanzen, als Saturn vor einiger Zeit anfing, durch den Skorpion zu gehen.

Aber immerhin traf der die 4 bis 5 Stier-Planeten oppositionär (Jupiter ist allerdings fast sicher im Widder und wirkt dort immens visionär). Ein Vorteil, denn: Bei der Oppostiion ist man meist noch in der Lage, den "Feind" (oder was man dafür hält = Projektions-Aspekt) zu sehen. Wobei der Widerstand, den Saturn symbolisiert, hier durch seine Stellung im Radix als Teil des Stelliums einer ist, den man sich schon irgendwie auch selbst zuordnet und darum auch besser begegnen oder "heilen" kann. Wohingegen bei Burger Kings zuhause durch die Quadraturen zu Mars-Merkur, Sonne, Pluto und Knoten ständig irgendwelche Angriffe blind von der Seite zu kommen schienen (eine Eigenheit des Transit-Quadrats, das man leider meist gar nicht sieht).

Insofern konnte sich McDonald's letztlich während der Saturn-Überläufe vorsichtig (spricht stark für den Jungfrau-Mond, der gerade im Business Gold wert ist!) absichern, während der König der Hamburger unrühmlich vor seine eigenen Blindheiten, Mauern und Fluchttendenzen knallte. Das Ergebnis ist bekannt und wurde mit Schließungen gekrönt, dem nun endlose Verschiebungen beim Skandal-Franchise-Nehmer Yi-Ko folgen. Der steht jetzt unter der Leitung eines russischen Oligarchen. Ein anderes Chart des Unternehmens bestätigt den Trouble: Im Mittags-Radix (links) der Neu-Eröffnung der Kette ohne Insta-Namens-Zusatz, in der heutigen Form also (geschah 1954, nach ersten finanziellen Turbulenzen) zeigt sich ebenfalls wieder ein Merkur-Mars. Eng, diesmal aber im noch schwierigeren Quadrat des Nebels von Schütze nach Fische.

Auch hier stehen wieder beschneidende, disziplinierende weite Saturn-Transite an. Unter anderem über diese starke Diffusitäts- und Flucht-Veranlagung mit Grandiositäts-Fantasien. Nicht wirklich tröstlich für die Mitarbeiter, die ihre Jobs verlieren. Was letztlich aber der allgemeinen Ernährungslage nützt, indem weniger Whopper, Burger oder Happy Meals auf den Markt geworfen werden. Wie auch immer: Die ausgelagerten, weil weggemobbten und neu zu strukturierenden Franchise-Filialen sollen irgendwie wieder aufgefangen werden. Ob und wie das beim erneut schwer verschandelten Ruf des Bräters jetzt gelingt, bleibt die Frage. Zumal, wenn man sich die erst noch kommenden Transite des kränkelnden Fast-Food-Kings ansieht. Gerade erst zog ja Uranus im Quadrat zu Chiron im Steinbock aufrüttelnd und weh die Konflikte an, bog aber noch mal rückwärts ab und ließ mit seinen Überraschungen die ewige Wunde des hierarchisch Nachgeordneten eine Weile aus der Zange.

Aber Burger King hat ja erst noch die richtig zehrende Transit-Reise (Uranus mit nachlaufendem Pluto) über die Chiron anhängende, illusionäre King-Konstellation von Uranus-Neptun mit angehängtem Saturn-Quadrat vor sich. Gerade der Herr der Zeitlosigkeit im Verein mit dem Kaiser aller Zeiten macht in Konjunktion einen feinen Konkurs-Aspekt. Den sollte man nicht immer wörtlich nehmen, aber schmerzhaft in Richtung Verluste bewegt sich eine Unternehmens-Geschichte damit bei Auslösungen doch. Oder dann, wenn man nicht ganz bewusst (bei Neptun schwierig) radikal ausräumt und erneuert, was in Kühlkammern, auf Gehaltskonten oder rund um die Management-Hierarchien an unbearbeiteten Problemen noch so vor sich hin schimmelt. Sprich, falls man nicht bereinigt. Es gibt also viel zu tun, wie diese Figur für den Burger King sagt. Ob er es anpackt? Sieht nicht so aus. Jupiter im Löwen macht Könige zur Zeit leider etwas großkotzig...  

Bilder (bearbeitet): Alpha [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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