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Der Kohl, die Welt & die Fehlmeldung

"Oh wie so trügerisch..!" (Verdi, Rigoletto)

In der Nacht zum Freitag um 0.34 h ist Doppel-Widder Dr. Helmut Kohl, Kanzler der Einheit, plötzlich 102 Sekunden lang tot. Aber nur für's Web. Diese Falsch-Meldung passiert unter langem Transit-Quadrat von Saturn zu seinem Neptun und vielen anderen Belastungen. Und zwar, weil ein zweiter Widder, die Zeitung "Welt", bei zulaufendem Merkur-Quadrat zum Radix-Neptun zu schnell war.

Und die Muster im Netz unterschätzte. Jemand drückt den falschen Knopf - und schon verbreitet sich ein  wartender Nachruf (übliche Medien-Praxis bei Prominenten). Der dann im Schneeball-System über soziale Netzwerke weiter- und weitergegeben wird, auch wenn man nach kaum zwei Minuten der Fehler bereits entdeckt und ausradiert. Aber das Netz vergisst ja nicht (es hat Steinbock Spitze 2 und schafft eigene Wirklichkeiten, wenn man die Freischaltung für die Öffentlichkeit zugrunde legt). Wobei natürlich auch Medien-"Täter" und "Opfer" Kohl und dieses Radix des öffentlichen Web von 1993 mit dem Zeit-Klima sehr schön vernetzt sind.

"Im Englischen ist fake erst seit 1775 belegt, aber es gibt viele Theorien, die über Verwandtschaft mit altenglisch fācn "Betrug" oder altnordisch fjuka (verblassen, verschwinden) oder feikn (komisch, unnatürlich) spekulieren. Möglicherweise besteht auch eine etymologische Verbindung zum deutschen fegen. Manche führen es auch auf lateinische facere (tun, machen, handeln) zurück. Ein Fake wäre dann etwas Gemachtes." (DIE WELT)

Die Fallstricke des Internet, das ja als astrologische Unterlage deutliche Merkur-Neptun-Bezüge hat, bieten eben nicht nur den berüchtigten Trollen, Illusionen und Fakes, sondern auch solchen und anderen, schwer korrigierbaren Fehlern und Annahmen eine geduldige Heimat. Alles sehr unglücklich, vor allem auch weil Kohl sich seit 10 Wochen im Krankenhaus befindet und nun offenbar wieder auf der Intensivstation - wegen Herzproblemen (und schweren Planeten-Übergängen).

Was die Zeitung jetzt in einer Erklärung selbstbewusst "Fehl-" und nicht mal Falsch-Meldung nennt, zeigt eine enge Vernetzung der drei Horoskope der "Welt", von Kohl und der journalistischen Ente. Publikation und Kanzler als Marsianer (Widder-Sonnen), geboren in nur einem Tag (aber 16 Jahren) Abstand, verbindet eine grad-genaue Konjunktion der Venus im Widder. Und beide stehen sie auch gerade unter schwierigen Transiten. 

Damals, als die neue Technologie von CERN - später als "Geburt des Web" gefeiert - popularisiert wurde (rechts, Mitternacht), stand mit Zwillinge am DC und Jupiter im Waage-Zeichen der Multiplikatoren schon dieser enorme Vervielfältigungs-Aspekt mit dem Risiko von Irrtümern so in den Sternen. Das Quadrat von Uranus-Neptun zum Merkur in seiner Flexibilität, Schnelllebigkeit und möglichen Fehlern ist unübersehbar. Der Mars auf 0° Löwe im weiten Quadrat zur Stier-Sonne beschreibt auch die Konflikte durch Selbst-Bespiegelung und Impulsivität der Mechanismen gar nicht schlecht. Widder-Venus in Opposition zu Waage-Jupiter sagt: Schnellere, mehr, bedeutsamere Informationen! Heute wundert es einen insofern auch nicht, wenn das System Web solche peinliche Geschichten wie die von Kohls Nachruf hervorbringt.

Kohl hatte Mars just grad-genau auf Krebs-IC, als man ihn totsagt, sowie Mars ebenso exakt im Quadrat zum Merkur. Astrologisch betrachtet, ist so eine Ente da als Ausdruck des 8. Prinzips für den Betroffenen natürlich doch eher von Vorteil als das tatsächliche Geschehen. Vor allem wenn man bedenkt, wie gebeutelt der Altkanzler in der letzten Zeit bereits durch eine schwierige Darm-OP und die akuten Folgen war. Und dass im Juni schon über seinen brisanten Zustand geschrieben wurde. Die Welt dagegen hat Sonne auf dem Krebs-Saturn in 8 des Mitternachts-Horoskops ihres Andruck-Tags damals, als sie die Meldung verbreitet, und Mars fast bogenminuten-genau auf der 0-Uhr-Spitze 8. Wenn das kein Omen ist für eigene Probleme und möglicherweise tiefliegende Konflikte, weiß man es auch nicht. So verschiebt sich das Szenario auch bei Publikationen leicht mal nach draußen und es werden unbewusst Stellvertreter für die eigenen Transite gefunden. In dem Fall ein Dr. Kohl.

Wer die Radix-Bilder der Beteiligten mit der Falsch-Meldung vergleicht (rechts, innen Kohl, Quelle Astro-Databank, Rodden Rating AA), sieht sofort, dass hier eine bemerkenswerte, chronische Ähnlichkeit zwischen Zeitung und Alt-Kanzler sich Bahn bricht, die diesmal nur einen weit unglücklicheren Kontakt hervorbringt als über viele Jahre zuvor (DWDL zur chronischen Nähe Kohls und der "Welt"). Ganz abgesehen von der besagten grad-genauen Venus-Konjunktion, die Blatt und Politiker eint. So dass man sich als Kohl seinerzeit im Rahmen des aktiven Bundestags-Alltags stets auf verständnisvolles Chronistentum verlassen konnte. Dass das nun anders wurde, war keine böse Absicht, sondern wurde dann vom stellvertretenden Chefredakteur erklärt.

Durch Menschlichkeit. Und Menschen machen nun mal Fehler, wenn sie "Gewohnheitstiere" sind und ein altes Redaktions-System erneuert wurde und man irgendwie einfach dahin klickt, wo früher nichts Schlimmes passierte (so jedenfalls die Erklärung). Woraufhin Domino-Day anbricht. Helmut Kohl jedenfalls hat fast zeitgleich auch etwas gewonnen. Nämlich vorm Bundesgerichtshof alle Tonbänder, besprochen mit den Lebens-Erinnerungen, gegen seinen Ghostwriter, der sie haben wollte. Inzwischen ist auch Mars wieder aus der Opposition zu Kohls Steinbock-Saturn in 10 heraus und die Blockaden, die das isoliert triggert, lösen sich - aber nur sehr langsam. Zumal genug andere planetare Konflikte ihn betreffen. Noch eine Parallele der Protagonisten, bezüglich betroffener Faktoren: Mit einem Transit von Uranus über ihren Radix-Mars-Saturn (auf Kohls Pluto = hoffentlich gut versichert) hat die "Welt" dagegen durchaus noch etwas zu gewärtigen die nächsten Monate, bevor der nachlaufende Pluto den Druck auf die Zeitung noch erhöht und noch später dann die für alle Multiplikatoren so wichtige Venus aus den Schuhen wirft.

Die überreife Zeit der Print-Medien

Vermutlich wird das dann sein, wenn sich keins der nun manchmal sowieso so kopflos agierenden Print-Medien mehr darüber hinweg täuschen kann, dass das Netz ihr Dasein hat überreif werden lassen. Weshalb es in Zukunft andere Gewinn-Optionen braucht, als den Versuch, weiter einfach nach Herzenslust zu drucken, was die "Gewohnheitstiere" unter den Journalisten sich da so alles einfallen lassen in Sachen Aktualität und Konkurrenz zum schnelleren Netz. Das für Print-Produkte "lebensgefährlich" wurde. Während die leider die lässigen Angewohnheiten des WWW übernehmen, und ihr altes Alleinstellungs-Merkmal der etwas stabileren Dauer selbst kippen. Oder schlicht auch zunehmend ungefiltert allerlei Zeug in die Luft pusten, um im Spiel zu bleiben. 

Wie auch immer: Der Einheits-Kanzler lebt, obwohl er es astrologisch zur Zeit beileibe auch nicht leicht hat. Und die "Welt" beruft sich, statt einfach den Fehler zuzugeben, auch noch etwas ehrlos darauf, dass es anderswo sogar zu schwersten royalen Nachlässigkeiten kommt. Nämlich bei den großen Brüder und Schwestern von der BBC. Da hat eine Journalistin letzten Monat - auch sehr peinlich - per Twitter die Queen sterben lassen (SPIEGEL). Bevor die dann quicklebendig (und im Radix mit ähnlich extrem gewichtigen Saturn am MC wie Kohl) nach Deutschland reiste. Die britische Anstalt setzt übrigens der taffen Regentin auch Mars ganz genau auf den Steinbock-AC, recht aussagekräftig. Und beide haben sie aktuell drum Uranus im Quadrat zu dem Kontakt.

Als am 3. Juni die royale Ente in die Welt hinaus gezwitschert wurde, fand sich auch Neptun grad-genau auf dem BBC-Uranus in den Fischen ein. So verknoten sich Autor, Stoff und Moment eben immer wieder mal, falsch oder nicht. Informiert wird auf Teufel komm raus und immer stärker und häufiger auch unter dem Verlust der Maßstäbe. Die Internet-Horoskope (es gibt mehrere, je nachdem, wo man zeitlich und hierarchisch ansetzt) sind auf solche Auswüchse ja vielfach untersuchbar.

Was immer wer nun auch im Nachklapp meinte, was denn am Ende doch irgendwie dran gewesen sei, am sehr schlechten Zustand und eventuell diesbezüglichen Insider-Infos der "Welt": Möge Helmut Kohl (gerade wegen der anhaltend auch astrologisch gar nicht so leichten jetzigen Phase seines Lebensabends mit heftigen Pluto und Uranus-Berührungen der Kardinal-Faktoren) besser noch ein langes, angenehmes Dasein beschieden sein. Immerhin heißt es ja: Totgesagte leben länger.   

Die Entschuldigung für den Faux Pas in der "Welt": Eine bedauerliche Fehlmeldung für 102 Sekunden

Und noch ein bisschen Sprachforschung: Was Jazz und Orgasmus mit Fake zu tun haben

Bilder (bearbeitet): Pixabay und Screenshot Welt online.

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