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Menschen-Macher

Chaos im Medien-Zirkus

Die Öffentlichkeits-Cowboys sind los: An der Stoßrichtung der Schlagzeilen um Christian Wulff zeigt sich jetzt ein altbekanntes, auch astrologisch nachvollziehbares Muster. Medien machen Menschen - im Zweifelsfall eben auch mal kaputt.

Nun hat der (Noch)-Bundespräsident sich also doch noch mal so richtig ausgesprochen. Getreu seiner Transite (Sonne über DC Steinbock und Uranus Quadrat Saturn) versuchte Wulff dabei, einerseits wieder in der Rolle des Staatsmannes zu glänzen. Siehe Loop! zuvor.

Andererseits aber auch, getreu der Radix-Anlage als heimlicher Emotionsmensch (Merkur am Krebs-AC), eben intelligent zu menscheln. Und wieder ist es falsch. Die neuen Titel bersten vor Häme. Angeblich ist "das Volk" von Wulffs Nichtsnutzigkeit inzwischen nahezu überzeugt.

Da von Kampagnen-Journalismus zu sprechen, ist sicherlich verfrüht. Andererseits gibt es astrologisch Tendenzen, die in Richtung "Raus mit dem Lasso und ran an den Feind" gehen. Zumal nun angekündigt wird, dass "Bild" sogar nachlegen will. Mit einer Dokumentation des präsidialen Mailbox-Showdowns. 

Frisch eingefärbte Suchmasken

Was immer man nun politisch oder weltanschaulich von den (auswechselbaren) Kandidaten des enthemmten Medienzirkus des letzten Jahres halten mag: Guttenberg hat es auf seine Art erlebt. Jener unbekannte "Demonstrant", den "Time" jüngst zur Person des Jahres 2011 kürte, auf andere Weise und selbst Euro plus Griechenland mussten sich als Medienereignisse eine Menge Unsachlichkeit gefallen lassen.

Mit der Uranus-Saturn-Opposition ist ab 2008 aber schon weit vorher der Startschuß für eine ungewohnt dominante Art gefallen, öffentlich stark eingefärbte Suchmasken unters Volk zu bringen. Diese innere Ambivalenz als Zeittenor bringt meist hervor, dass man sich auf eine der Seiten schlägt. Mit der neuen "Objektivität" meinungsbildender Kampfansagen (Uranus im Widder) und Saturns Härte, der in Waage Öffentlichkeit auf bestimmte Standpunkte begrenzt, schaffte das danach ein eigenartig tendenziöses Klima.

Vieles ist plötzlich Medien erlaubt. Nur nicht umgekehrt deren "Objekten". Die werden immer häufiger zynisch hinuntergeschrieben. Vor allem, wenn sie den Fehler machen, sich als Opfer zu fühlen. Neptun in den letzten Zügen des Wassermann, durch Uranus nach Widder transportiert, lässt grüßen. Die Mundanbesetzung des kardinalen Kreuzes durch drei Langsamläufer klammert nur das Zeichen Krebs aus. Privates, Emotion, Persönlichkeitsgrenzen. Schlechte Karten für Gefühl. Eine tragende Rolle spielt auch Pluto-Uranus. Denkübergriffe.



Dämpfer. Setzen. Eins!

Das zeigt sich, wenn einer wie Wulff sich im Spannungsfeld des Quadrats (Bezug zu Radix-Saturn) befindet und sich nun unglückseligerweise ausdrücklich auf Privatheit und Gefühl beruft. Pech gehabt. Da schreien - ungewohnt einig - Print, Funk und Fernsehen hörbar auf. Ein Mensch? Um Himmels Willen! Was will der denn?

Insofern hätte man diesem Bundespräsidenten mit seiner 12. Haussonne einen guten Astrologen gewünscht. Gerade wegen der öffentlichen Vermutung, die neue Bugfigur aller Titelzeilen hätte schlicht und schlau versucht, nun bei seiner Rechtfertigung die Volkskarte der Identifikation über Gefühl auszuspielen.

Zu seiner Anlage jedenfalls passt emotionale Herangehensweise auch ohne Kalkül. Aber mit Steinbock-DC lebt Wulff eben entweder ganz oben, in den einsamen Bergen eines unangreifbaren Staatsamtes. Oder, wenn er in den Krebs geht, kommt ihm eben Saturn von den anderen entgegen. 

Dazu gesellt sich die Mundanlage. Wo Saturn in Waage als Hüter des Austauschs und der Strategien Empfinden auch nur wittert (Quadrat zu Krebs), kann's eben Dämpfer geben. Ist erfolgt. Setzen, eins!

Von Meinung, Hetze bis Propaganda 

Prozesse, die öffentliche Meinung prägen, haben in Deutschland ihre auch astrologisch gut greifbare Geschichte. Massenmedien sind immer ansatzweise politisch manipulierbar. Aber das gilt eben auch umgekehrt. Sie können Politik machen und für sie genutzt werden. Medienmanipulation bedeutet eben: Eingriffe in und von Medien.

Bestenfalls kann die Erreichbarkeit des Einzelnen (seit Pluto im Schützen) zu einer Breitenwirkung von Trends und positivem "Flow" führen. Schlechtestenfalls zu Hetzkampagnen oder sogar Propaganda. Wie sie lange vor dieser Ära rasender Informationsflüsse bereits schwerwiegend in Weltgeschehen eingriff.

Multiplikatoren wie Medien oder das Internet haben nun mal auch die wichtige Aufgabe, Staat auf Einhaltung von Rechtsstruktur zu kontrollieren. Waage Quadrat Steinbock. Das setzt aber Ethik voraus. Diese Spannung bricht jetzt kurzfristig auf, bevor Saturn in den Skorpion läuft. Die Rambo-Methoden, waagehafte Beliebigkeit mit geistigen Feldzügen zu vernetzen sprechen für Uranus' Einstiegsgewohnheiten im Widder. 

Heute sind wir hierzulande nun zwar noch weit entfernt von wirklicher Meinungs-Unkultur. Aber angesichts der neuen Medien-Einigkeit (Motto "Haltet den Dieb!") lohnt ein astrologischer Blick auf Zeiten, wo bestimmte Konstellationen geschichtlich einmal schwerste Manipulation bewirkt haben.  

Schlimme Auswüchse

An ihren Trägern kann man die eingebundenen, astrologischen Themen meist gut erkennen. Der deutsche Ober-Propagandist von Staatsseite beispielsweise, Joseph Goebbels, hatte eine deutliche Waage- und Skorpionbetonung. Waage lieferte ihm das Strategische. Sie ist - laut Döbereiner - als Prinzip amoralisch, weil noch frei von plutonischem Konzept oder Ethik. Hier schwirren Ideen ungehindert und - wenn überhaupt - geistig aggressiv (Polarität zu Widder) durch die Räume der Begegnung. Also auch der Öffentlichkeit.

Das Systemhafte, das Konzept, bringt aber erst Pluto oder der folgende Skorpion ein. Wenn alles gut geht, sogar im Sinne einer Ethik des Menschlichen. Läuft es umgekehrt, und Skorpion ist wie bei Goebbels durch persönliche Planeten wie Mars dominiert, während Langsamläufer Zerrissenheit beitragen und Neptun unter Druck des Pluto steht, wird's im Extremfall existenziell propagandistisch.

Goebbels Chart wies nicht nur besagten Pluto in 11 (sekundär Denkübergriff) auf, sondern auch eine satte Uranus/Saturn-Konjunktion. "Priesterlichen Formalismus der gemachten Festlichkeit", nennt die Rhythmenlehre das unter anderem. Sehr frei übersetzt: Formal feiern und fantasieren. Rund um die eigene Bedeutsamkeit. Die berüchtigte "Sportpalastrede" hatte ebenfalls Uranus/Saturn. In den Zwillingen diesmal (Neptun in Waage, Sextil Pluto). Zur Einrichtung des Propagandaministerium 1933 standen zuvor bereits Pluto (Krebs) und Uranus (Widder) kardinal im Quadrat, wie heute. Saturn/Uranus kam durch den Steinbockherrn im Wassermann dazu. In Luft verregelt der häufig das allgemeine Denken.

Die zweifellos schlimmsten Auswüchse von Hetze und Manipulation weltweit (wie die Judenverfolgung) waren nie Einbahnstraßen der Politik. Eher Regierungsereignisse unter Ko-Produktion von Medien, die menschliche Empfindungen triggerten und zu Kriegen führten. Beispiele wie die Springer-Kampagne gegen Günter Walraff oder die "Rote Angst" in den USA, die auch medial freiwillig und autonom geschürt wurden, machen klar, dass Meinungsbildung meist auf Gegenseitigkeit beruht.

Diesmal hoffentlich anders

Von solchen Auswüchsen kann bisher keine Rede sein. Aber es finden Erstarrungen statt in öffentlichen Bildern. Zur Zeit spielt Waage als Impulsgeberin mit Saturn (dem Anzeiger für Bestimmendes) eine große Rolle beim Verhärten von Ideen zu Klischees in den Köpfen. Entweder bestimmt der Steinbockplanet die öffentliche Geistes-Haltung oder wird von ihr bestimmt. Da Pluto dessen Zeichen durchläuft, steht er dazu unter Saturns Siegel. Und ist ebenfalls an öffentlichen Verhandlungen, die man dann Informationstransport nennt, beteiligt. Hier gerät "der Staat" aber gern selbst als Konzept in den Fokus. Samt seiner Staatstragenden.

Die Zeit, in der Pluto seine transformierenden Qualitäten von Ethik knallhart in Staatliches einbringen kann, kommt erst noch. Dann, wenn Saturn in Rezeption im Skorpion die bisherige Beliebigkeit bestimmender Ideen beendet. Die Langsamläufer im Kardinalkreuz schaffen jedenfalls weltweit Kreidekreissituationen.

Platt gesagt, geht es um Gesetz, Öffentlichkeit/Ideenbildung und Krieg. Krebs (oder das "Volksempfinden") muss da "leer" mit. Es ist generell Haus 10 ab Waage und wird für Austausch/Multiplikatoren stets bestimmend. Umgekehrt stellt Waage (Öffentlichkeit begegnender Ideen) Haus 4 ab Krebs dar. Saturn kann dort in der Erhöhung starke, rückwirkende Impulse mit Breitenwirkung setzen und populäre Empfindungen festklopfen. Solange kein Langsamläufer Krebs stärker färbt.

Hurra, die Projektion!

Und was lehrt uns das nun? Vor allem über die Medien?

Unter anderem, dass demokratische Mehrheits-Meinung mit ethischen Konzepten erst mal grundsätzlich wenig bis nichts zu tun hat. Dass kardinale Initiativen der Multiplikatoren momentan eher der übliche, erste Zerrspiegel anderer, möglicher Ausdrucksformen der Langsamläufer sind. Dass auch Uranus' Gut-Böse-Suchmannschaften, die im Widder "objektiv" Fahndung betreiben, heisser kochen, als gegessen werden kann. Irgendwann spuckt die Welt einseitige Erscheinungen der Langsamläufer üblicherweise auch einfach wieder aus.

Ein noch unglücklicherer Ausdruck von Saturn in Waage, Uranus in Widder und Pluto im Steinbock wäre ohnehin, wenn Staat plötzlich freie Meinungsbildung wieder verregeln würde. Schon tröstlich, dass Uranus selbst auch in der Lage ist, später in einem Zeichen anders zu wirken. Und notwendige gesellschaftliche Änderungen in die Startblöcke zu bringen. Bis hin dazu, die ihm unterstehenden, widderhaften Hilfssheriffs-Aktionen wieder abzustellen. Meist auf dem Boden starker gesellschaftlicher Kritik daran.

Bis dahin heisst auch Saturn in Waage noch eine kurze Weile: Projektion ist Gesetz. Gern mal ohne Widerrede.

Insofern hatte Christian Wulff, Strategie hin oder her, gar nicht mal so unrecht mit seinen kleinen, persönlichen Sprüchen im Interview: "Vorsicht - wenn du mit einem Finger auf andere zeigst, zeigen andere auf dich selbst." 12. Haussonne eben. Immer mit einem Ohr an der Zeitqualität. Auch ohne astrologische Vorkenntnis.    

  

    

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