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Ostern: 3 Kampf-Planeten + der Friede

Sonne und Venus Quadrat Pluto versprechen dieses Jahr eher leidenschaftliche Eier-Suche mit Kampf-Charakter. Das war ganz ähnlich, als damals, im Jahr 325 auf dem Konzil von Nicäa, endlich doch noch hoch offiziell die Datums-Frage für dieses Fest geklärt wurde. Kein Mensch wusste genau, wann Jesus gelebt hatte, gestorben und auferstanden war. Aber wer feiern will, muss wenigstens ahnen können, wann er den Messwein dafür kauft. Also nahm man einen fast schon astrologischen Bezugspunkt her: Den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling (das heißt, nachdem Sonne den Widder-Punkt überschritten hat). Insofern passte auch die Analogie der Astrologie prima zu Christus als Licht der Welt. Aber erst mal: Fröhliche Ostern für alle Loop! Leser! 

Alles begibt sich ja, 1700 Jahre danach, immer noch ganz schön und feierlich: Der neue Hoffnungs-Papst macht seiner Schütze-Sonne und seinem Krebs-AC alle Ehre. Er küsst mond-typisch viele Babies, mischt sich dauernd unters Volk, umarmt wildfremde Leute und wäscht als Demuts-Geste sogar Frauen die Füße (Frauen? Ein NoGo für die katholische Kirche). Ein Klassiker für den Krebs. Die politischen Botschaften bei der Oster-Messe dazu Beleg für AC-Herrn Mond im Wassermann in 7. Hoch soll es also leben, all das ungewohnte Gefühl beim Stellvertreter Gottes. Und damit könnten eigentlich auch die letzten Unkenrufe verstummen, ob er nicht doch vielleicht lieber einen Zwillinge-AC hat. Man freut sich als Mensch Mustermann widerwillig durchaus ein bisschen über das unformale Verhalten, auch wenn man gar kein Katholik ist.

Dann schaut man sich die astrologischen Konstellationen an, für das erste "ökumenische" Mega-Ereignis seinerzeit in Nicäa, wo die Grundsteine für eine geeinte christliche Kirche festgeklopft wurden. Und stellt fest - oh, auch damals standen ja Uranus und Pluto in Kampf-Position, nur im Wassermann. Sogar mit Neptun und dem Jupiter vergesellschaftet. Insofern kann ein Papst Franziskus, heute unter Uranus-Pluto gewählt, ja vielleicht wirklich kirchliche Veränderungen bezeichnen. Auch wenn sich die Brüder seinerzeit fast geprügelt hätten, um erst mal einen ominösen Gottes-Sohn namens "Logos" wegzudiskutieren, in dessen Profil Jesus passte. Der damit aber allein verehrbar, nicht mehr gott-gleich und als Erlöser im Namen Gottes völlig unbrauchbar gewesen wäre. Das sollte verhindert werden. Alles sehr merkwürdig - hier die Geschichte dazu.  

Zu 2000 Mann hoch sollen sie damals angerückt sein und das kleine Städtchen bei Konstantinopel fast gesprengt haben. Mehr als 300 Bischöfe, jeder mit fünf Hilfs-Geistlichen im Gepäck. Kaiser Konstantin, eine Fische-Sonne, hatte geladen und übernahm auch alle Spesen. Geschickt hatte er sich überlegt, dass man die Kirchenlehren vielleicht doch so gestalten könnte, dass sie auch ihm als Herrscher eines noch sehr wackligen römischen Reiches dienlich wären. Haupt-Thema des großen Ratschlags war die sogenannte "Trinität" oder Dreifaltigkeit, über die sich die unterschiedlichen Kirchen im Christentum noch nicht ganz einig waren. Passend zu Uranus-Pluto-Jupiter im Wassermann. Wie genau verhielt es sich denn nun "wirklich" mit Gottvater, Sohn und Heiligem Geist? Unter Jupiter Quadrat Neptun durfte zuvor noch frei visioniert werden, bevor die wahre "Wahrheit" gefunden werden musste. Wie schon oft angemerkt, findet sich ja in der zodiakalen Landschaft der Anspannung zwischen Schütze und Fische auch das Kirchen-Problem, den Glauben an Gott (Schütze), der ja ein Menschenbild aus Menschenhirnen spiegelt, an göttliche Wirklichkeit (Fische, wo diese Realität immer nur vermutet bleibt und vermutlich herzlich wenig mit solchen klerikalen Vorstellungen zu tun hat) anzupassen.    

Am 20. oder 25. Mai fing das Event an und dauerte, dem Rede-Bedarf entsprechend bis weit in den Juli hinein. Wir nehmen für das Radix das zweite Datum, das daher mit Vorsicht zu genießen ist - rechts - aber die Langsamläufer-Stände bleiben. Unter der Konjunktion von Uranus-Pluto steckt nicht weniger Druck als im heutigen Quadrat. Man kann sich also die Stimmung (von Jupiters Heiligkeit auf die eigene Bedeutung hin optimiert) ganz gut ausmalen.

Und hier kommt Bruder Logos ins Spiel. Gefährlich für die Kirchen-Einigkeit, mit der Reich gestützt werden sollte, seit das Christentum als Religion bevorzugt wurde, war der sogenannte "arianische Streit". Ein gewisser Arius, Presbyter aus Alexandria, hatte nämlich das inzwischen sehr moderne Gerücht in die Welt gesetzt, dass nicht etwa Gott die Welt direkt erschaffen hatte, sondern sein Sohn, der berüchtigte Logos (= das Wort. Der nun wieder selbst nur geschaffen wurde, um die Welt zu schaffen. Er war an sich ein geheimnisvolles Wesen, eigentlich ziemlich neptunisch, weil zeitfrei (vor der Zeit und nach der Zeit und trotzdem in der Zeit) und aus Nichts und Allem gemacht. Und vor allem, nicht etwa von Gottes Wesen, sondern auch nur eine "Kreatur", anders, gottähnlich, nicht gottgleich. Das warf nun ein problematisches Licht auf Jesus als Sohn, der mit dieser usrprünglichen Sohn-Figur Logos in einen Topf geworfen wurde. Konnte man zur Dreifaltigkeit beten, wenn der Logos völlig eigenständig und anders als sein Vater war? Um Himmels Willen, nein!

Wenn man genau hinhört, spiegelt sich in dieser Vorstellung des Logos aus dem Nichts perfekt die Jungfrau-Fische-Achse. Und wie es bei deren Angelegenheiten so ist, weben sich darum immer viele Illusionen und Ent-Täuschungen. Also fing die christliche Welt an, über Logos bis auf's Messer zu streiten. Arius, sein "Erfinder" (oder "Channel", wie man das esoterisch nennen würde, weil ihm diese Zusammenhänge nicht nur logisch erschlossen wurden, sondern er sie auch durch heilige Einflüsterungen erhielt), wurde später dann sogar gebannt, in die Wüste geschickt. Andere Kirchenfürsten nahmen ihn auf und bekräftigten seine Lehren. Der Streit um den Gottes-Sohn zog aber eben schon vor dem Konzil weite Kreise, selbst das Volk diskutierte dauernd mit, ob nun Jesus gottgleich (Wesensgleichheit) oder doch vielleicht völlig anders war. Denn dann hätte man mindestens zwei Götter anbeten müssen und er eventuell ja auch gar nicht die Macht gehabt, durch seinen Tod die Menschen von den Sünden zu erlösen. Bis der Kaiser, der schon das schöne römische Reich wieder zersplittert sah, ein Machtwort sprach, um die Sache gründlich zu klären und zum Meeting einlud. Die Frage war, wen genau betet man nun an? Einen, zwei, drei? Und wer ist wie, ganz wesentlich?

Dabei muss es (Jupiter-Uranus-Pluto) heftig abgegangen sein: Erstmal verbrannte Konstantin sämtliche Eingaben, die ihm zu privat vorkamen. Dann debattierte man wochenlang, wer oder was Jesus nun war oder nicht. Kurz, es ging um Definitionen. Schließlich wurden die arianischen Vorschläge zerrissen. Man einigte sich mit Ach und Krach darauf, dass Jesus wie der Heilige Geist  wesens-gleich und nicht nur wesens-ähnlich mit Gott wäre, und damit nicht etwa erschaffen, sondern ein Teil Gottes und auch nicht gesondert angebetet werden musste. Lauter Haarspaltereien, wie das unter Jungfrau-Mars, der damals herrschte, so üblich ist. Logos eben, wie er leibt und lebt. Still dümpelte währenddessen Neptun, die wahre Wahrheit, versteckt im existenziellen Skorpion. An sie kam vermutlich keiner heran. Weil Neptun namenlos bleibt, wo immer er auch ist. So wurde letztlich, sag es astrologisch, im schönen, kleinen Nicäa, Merkur-Neptun aus dem Kirchen-Dogma gestrichen. Übrig blieb die Ratio-Glaubens-Achse von Schütze-Zwillinge mit Merkur-Jupiter.

Und die weitere Moral vom Ereignis Nicäa, also diesem ersten, so wichtigen Konzil, das Kirchen-Geschichte schrieb? Ganz nebenbei wurde auch verboten, dass Kirchenleute mit Frauen zusammen lebten (außer denen, die jenseits von Verdächten waren, wie Müttern oder Schwestern), befehligt, dass man sonntags und zu Pfingsten im Stehen beten muss und dass Wucherzinsen zu nehmen eine Sünde ist. Ach ja, und das Osterdatum! Ganz im Sinne des Frieden des Herrn wurde das am Pessachfest orientiert. Der Bischof von Alexandria, der aus Tradition gut in mathematisch-astronomischen Zusammenhängen bewandert war, sollte es zukünftig berechnen, direkt an den Papst vermelden, der es dann - Urbi et Orbi - in die Welt verteilte.

Am Ende war in Nicäa aber trotzdem keiner wirklich zufrieden. Arius wurde weiter umkämpft mit seiner Lehre vom Logos. Die Bekenntnisse weiter geeint und zerstritten. Nur Ostern endlich so gefeiert, dass alle wußten, wann es war. Logos gegen Mythos eben, astrologisch das fallende Kreuz in seiner ganzen Schönheit (siehe auch Artikel TABULA SMARAGDINA), wo Merkurs Erdachtes die Wahrheit auf die Erde holen soll. Für Jupiter, die Mission des Glaubens, ist tiefere Realität eben nie so greifbar wie für Merkur, der durch seine Wahrnehmung und Benennung Weisheit auch nur dingfest macht, also konstruiert, auch wenn er den Anschein erweckt, dass er sie be-weist. Unterm Strich bleibt bei allem immer Neptun, Wahrheit des letzten Zeichens im Zodiak, die vor der Zeit und nach der Zeit und über und unter ihr namenlos ist. Gar nicht so unnütz, sich daran ab und zu erinnern, bei allen Festlegungen auf das, was man so glaubt, vom Dasein zu wissen. Und wofür oder wogegen man in Zeiten von Pest und Cholera (oder Uranus-Pluto) alles verbissen kämpft.

Die reine Glaubenslehre, in ihrer Formalkraft (Steinbock spiegelt über Frühlingspunkt auf Zwillinge), das zeigt die Geschichte vom streitbaren Konzil, ist und bleibt ein Problem des Logos, des Merkurischen. So heilig sie auch daherkommen mag. In diesem Sinne zum Zweiten: Frohe Ostern!

 

Bilder (bearbeitet): Lotus Head from Johannesburg, Gauteng, South Africa [GFDL CC-BY-SA-3.0 or CC-BY-SA-2.5-2.0-1.0] + Kenny Louie from Vancouver, Canada (Easter  Uploaded by russavia) via Wikimedia Commons

 

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