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Unfall: Rätselhafter Tod eines Reporters

Schlagzeilen um Menschen, die Namen, Zahlen, Fakten nennen und sich mit "Geheimnisträgern" anlegen, betreffen so kurz vor dem aktuellen, großen Wassertrigon nicht nur Edward Snowden. Auch der Fall Michael Hastings dreht sich um einen jungen Mann, kaum drei Jahre älter und ebenfalls mit Neptun nah dem Galaktischen Zentrum, der es mit der Wahrheit genau nahm. Dieser New Yorker Reporter, ein Wassermann, starb jüngst bei einem rätselhaften Unfall, als er unter laufendem Saturn-Quadrat zur Sonne stand. Nun haben Leute leider Unfälle und viele verlieren dabei auch immer wieder das Leben. Soweit kein Grund für Verschwörungs-Ideen. Wenn aber ein Michael Hastings vorher FBI-Überwachung befürchtet, lohnt sich doch ein genauerer astrologischer Blick. Auch weil er, fast auf den Tag genau zwei Jahre zuvor, ein brüskierendes Portrait über den Sterne-General Stanley McChrystal, Kommandeur der Afghanistan-Truppen, veröffentlichte. Einen Vollmond-Löwen mit Mars am GZ, den der Neptun des jungen Reporters damals regelrecht "auflöste", worauf der General zurücktrat.

Hastings hatte bei der Publikation Jupiter auf Mars, er wurde bekannter, sein Initiativ-Rahmen stark erweitert, so dass er 2012 das Enthüllungs-Buch "The Operators" veröffentlichte, dem "große Konsequenz" bescheinigt wurde. Er hatte zuvor berichtet, wie Militär in Afghanistan über Präsidenten und Vize herzogen. Bevor er letzte Woche starb, saß er erneut an einer Geschichte, die nach seiner Befürchtung das FBI interessierte, hatte Kontakte zu WikiLeaks (Stunden vor dem Unfall) und warnte Freunde, dass sie verhört werden könnten. Kurz darauf raste er, eine Stunde vor Morgendämmerung, in Los Angeles mit Riesen-Tempo gegen eine Palme. Diesmal stand Mars kurz vorm Quadrat zum Geburts-Mars, der bei der Story seinerzeit eine so große Rolle spielte. Der Saturn-Transit über Sonne war im April schon einmal genau und lief nun zurück (rückläufige Transite holen auch Unerledigtes vor). Mond, Merkur und Venus bewegten sich in engen Aspekt zu Waage-Pluto. Wahrscheinlich fühlte der Journalist sich verfolgt. Ob es reine Pluto-Paranoia war, lässt sich ohne Geburtszeit kaum sagen. Mars-Mars ist allerdings eine Konstellation, die auch anzeigen kann, dass jemand tatsächlich gehetzt wird. Das FBI weist solche Vermutungen zurück.

Als Michael Mahon Hasting "The Operators" schrieb, hatte er Jupiter-Uranus-Opposition, den Aspekt höchster, manchmal sogar überzogener Rebellion, den auch Edward Snowden in Konjunktion hat, nur im Natal. Mehr als der Zwilling ist Hastings von der uranischen Anlage her (samt Merkur) schon ein Widerspruchsgeist, aber mit guter Erdung. Dank der Jungfrau-Planeten. Was er recherchierte, hatte Wurzeln und war bekannt für Genauigkeit. Wegen der tiefgreifenden Vorgänge der letzten Jahre, ist entweder ein Krebs-Mond anzunehmen, also eine Geburtszeit nach dem Wechsel, oder zumindest kardinale Achsen-Betonung. Zu viel änderte sich in seinem Leben, seit er die hohen Militärs aufs Korn nahm.

Hastings Mars-Jupiter (im Radix und Transit) spiegelte seinerzeit übrigens deutlich den dominanten Schütze-Mars des Sterne-Generals, dessen Karriere er durch die Veröffentlichungen merkurisch regelrecht zerlegte. Solche Verbindungen (der eine hat die Anlage, der andere eine gleichwertige Betonung per Aspekt - nur mit mehr Differenzierungs-Möglichkeiten) sieht man häufiger bei solchen Geschichten. Eins der Kennzeichen von Schütze-Mars, Mars-Jupiter oder Mars in 1: Man sagt, er fällt immer wieder auf die Füße. Das funktionierte bei Michael Hastings offenbar auch so lange, bis Neptun begann, eben diesen Jupiter in Spannung anzulaufen. Vielleicht hat er sich dabei überhoben und zu sehr auf sein Glück verlassen. Wenn man nicht mehr selbst die Verrätselungen des Fische-Herrn auf's Korn nimmt, sondern von ihm berührt wird, löst er gerade bei einer solchen Anlage von Zeit zu Zeit eben auch das auf, was vorher fördernd war, vor allem bei großen problematischen Aspekten.

Anders als Edward Snowden mit Sonne- und Mars-Dominanz des Neptunischen im Chart, war dieser junge Reporter (insoweit, als man die Häuser-Verwirklichung, sondern nur die Anlage heranziehen kann) jedenfalls weniger stark verwoben in das, was er berichtete. Das Quadrat von Neptun zu Mars ist zwar vorhanden, aber zu unscharf, um vordergründig zu wirken und ein unbewusstes, neptunisches Dasein auszuprägen. Die Mars-Saturn-Konjunktion, über die Neptun ins Persönliche eingebunden werden könnte (per Neptun-Saturn-Quadrat) zeigt sich ebenfalls schwach. Hastings war distanzierter als Snowden, konnte sich nicht direkt eingraben in die Vorgänge, sondern bohrte sie quasi immer wieder von außen an. Dabei half ihm seine praktische Betonung in Jungfrau, deren Verbindung zum Abstrakten (über Merkur) ja oft zu Unrecht vergessen wird. Nicht umsonst ist sie das mentalste der Erdzeichen und merkurischer als jedes Luftzeichen, außer den Zwillingen. Mit Fische-Venus in immensem Konflikt zu Mars hatte Hastings allerdings auch dieses stark intuitive Verständnis für heimliche, halbseidene Vorgänge, die sein Jungfrau-Cluster fast schon ritualisiert und hypergenau beschnitt.

Tragisch hier, dass es damals ebenfalls Mars war, der 2007 den Grundstein für Hastings inneren Fokus auf Regierungs- und Kriegs-Angelegenheiten legte. Als Uranus Mars-Venus berührte, starb seine Freundin in Bagdad bei einem Überfall auf ihren Konvoi. Sie hatte für ein US-Institut zur "Demokratie-Förderung" im Irak gearbeitet. Hastings war zutiefst aufgestört und schrieb darüber sein erstes Buch (Mars-Bezüge zum Jupiter-Prinzip kommen oft bei Schriftstellern vor). Seither ließen ihn die internationalen Verwicklungen nicht mehr los. Eins kam zum anderen und die Suche nach den Fehlern im System (Jungfrau und Zwillinge können das) fand vor einer Woche in Los Angeles ein tödliches Ende.

Man kann solche Ereignisse astrologisch im Nachhinein immer gut beschreiben, da in der Metagnose das Ende ja feststeht und sich an den abgelaufenen Transiten (und vorliegenden Chart-Anlagen) verankern lässt. Gerade in Hastings Fall fällt es aber besonders schwer, abgesehen davon, dass es den zwingend tödlichen Ausdruck in der Astrologie ohnehin nicht gibt. Was ist also passiert? Michael Hastings war mit Sonne-Jupiter im Quadrat zu seinem Saturn in den Tagen vor dem Unfall einerseits enthemmter als sonst, vielleicht im Elan eines "großen Glücksfalls", Sicherheiten wurden über Bord geworfen oder erledigten sich von selbst. Dass er andererseits gleichzeitig Angst hatte (Jungfrau-Dominanz neigt stets zu Furcht vor eigenen Fehlern), scheint auch durch den Druck des Saturn-Transits nachvollziehbar. Mars-Mars macht diese Gefühle leicht akut. Und ist das Symbol für Kämpfe.

In dieser Situation rast Hastings gegen eine Palme. Dass eine Wassermann-Sonne, die sich ungern im Gesamt-Setting blockieren lässt, in voller Fahrt gegen saturnische Mauern knallt, wenn es die Transite hergeben, ist gut möglich. Weniger aber, dass man das etwa aus sich heraus tut (in einem Moment des geistigen Kontrollverlusts). Dafür war zu wenig aktueller Neptun-Bezug zu seinem Chart vorhanden, dafür aber in der Mundan-Konstellation umso mehr, wobei Jupiter auf fremde Einflüsse hinweist. Auch dass Hastings die meist sehr physischen Mauern (bei seinem Transit-Quadrat) etwa selbst angesteuert hätte, ist unwahrscheinlich. Man erlebt die Verregelung oder Behinderung durch Saturn in solchen Phasen generell leichter als Außen-Konstrukt. Der Herr der drei Zeiten symbolisiert bei solchen Überläufen auch Blockaden durch Recht, Gesetz oder Behörden. Wenn, wie im Unfall-Radix, nun aber noch Neptun als Dachfirst in 10 über dem Horoskop steht, die AC-DC-Achse schneidet und dazu ein enges Trigon zu Saturn macht, dem Herrn 8 in 6, ist rein astrologisch nicht wirklich ausschließbar, dass hier Täuschungen bestimmend und bedeutsam wurden. Verdecktes wird ausschlaggebend. Dazu muss man wissen: Die Astrologie verdächtigt ja nicht, sie übersetzt lediglich gelebte Möglichkeiten beim Blick auf die angestoßenen Konstellationen.

Sucht man im reinen Unfall-Bild so die Ursachen, stößt man auf eine Sonne als IC-Herrin kurz vor der Spitze 2, in Kontakt zu Jupiter als Herr 7 (des Begegnenden oder des Öffentlichen). Hier passiert etwas, was eine Absicherung, eine Begrenzung sein soll. Auf dem Boden des AC-Zwillinge mit Merkur in 3. Etwas will sich ausdrücken, gesagt werden, in die Funktion kommen. Auf einer anderen Ebene spiegelt das aber auch die kurze Autofahrt. Sonne-Jupiter gibt Maßlosigkeit dazu. Die Konjunktion kommt aus dem Zeichen vor Merkur, seinem 12. "Haus" - das besagt, es gibt etwas, was er nicht weiß. Die Bremse fehlt bei diesem versteckten Sonne Jupiter (aus Merkur-Sicht) völlig. Wieso? Man frage wiederum das 4. Zeichen VOR der Konstellation - hier Fische - das den Grund beschreibt. Die maskierten Dinge als Unterlage. Deutlich ist, dass bei diesen Herrscher-Verhältnissen eher ein Gegenüber die Lage entgrenzt, nicht man selbst. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Im Quadrat zu Michael Hastings Geburts-Saturn (und Neptun-Saturn mundan in Bezug zu 6) kann sich all das übrigens auch auf ein reales, physisches Versagen von Bremsen beziehen. Oder wenigstens auf extrem blockierte, gewohnte Abläufe. Auch Uranus im Quadrat zu Pluto in 8 legt zusätzlich ein "technisches" (oder technisch konstruiertes) Versagen als realistische Option nah. Was oder wer auch immer nun das "wahre" Hindernis ausmachte, mag jeder astrologisch selbst rückschließen. Neptun sitzt jedenfalls über dem Unfall-Moment wie ein Mantel des Verdeckten. Wobei die Irrtümer, Lügen und irrealen Annahmen, die er beschreibt, sich (wenn auch selten) natürlich auch auf überzogene Verschwörungs-Theorien beziehen könnten.  

      

Bild: John Santore, Chicago, USA, via Wikimedia Commons

 

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