Diese kosmische Spur der Wahrheit

Wolfgang Döbereiner ist tot.

Wie bitter das ist, einen Nachruf über jemanden zu schreiben, dem man 100 Jahre mehr gewünscht hätte. Als ich ihn das erste und einzige Mal unter vier Augen traf, war das im Sommer 1999. München kochte fast vor Hitze. Darum kam es mir besonders merkwürdig vor, wie gerade, zackig und anders er mit seinen 70 Jahren ins Arbeitszimmer wehte. Ja, wehte. Da war sie also, diese frische, kosmische Spur, die Fische-Sonne manchmal trägt, in ihm immer, um ihn herum. Sonst sah er ehrfurchtgebietend aus. Als nicht mehr ganz junge, aber eifrige Astrologie-Schülerin wusste ich natürlich, dass manche ihn wie einen Gott verehrten. Das machte mich eher misstrauisch. Am liebsten hätte ich kurz danach dann jeden Satz mit "Ja, Sir!" quittiert. 

Alles andere schien unpassend. Nur muss der Ehrentitel noch erfunden werden, der diesem ungewöhnlichen Astrologen gerecht wird. "Herr von 1 in 12", sagt er einmal, "der ist unverstanden". Und das war Wolfgang Döbereiner mit seinem Mond, Herrn 1 in 12, wohl auch, zumindest von der Masse. Nicht, dass es ihn wirklich gestört hätte. Was ihn störte war, wenn jemand astrologische Dummheiten verbreitete. Nicht seinetwegen, sondern wegen der Fakten. Die Breite und Tiefe dessen, was er mitbrachte ins Leben und die Astrologie, ist schlecht zu erklären, wobei ihm Erklärungen sowieso nicht geheuer waren. Nun ist Wolfgang Döbereiner tot. Einer der letzten, großen, lebenden Astrologen, Krebs-Aszendent mit Pluto vorn. Was ihm von Gegnern manchmal den Vorwurf einbrachte, in genau dem plutonischen "Container" zu sitzen, den er als Begriff erfand. Stimmte das? Nein. Seine Analysen waren fair, kristallklar, unkokett, menschlich. Manchmal hart, auch sich selbst gegenüber. Für mich war er ein Genie.

Er starb am 5. April, wie erst jetzt bekannt wird, unterm zulaufenden Transit von Neptun auf Sonne und Pluto Opposition Pluto. Nicht lange nach seinem 86. Geburtstag. Es gibt nur wenige, die einen streitbaren oder umstrittenen Zugang zur Astrologie mit so viel klassischem Kampfgeist und so wenig Lust auf Opportunismus nicht etwa verteidigen, sondern schlicht, einfach und kompromisslos leben würden. Er tat genau das, mit bemerkenswerter Intelligenz.

Wenn Sie Ihre Erscheinung aus der Umwelt beziehen, sind Sie auf die Spiegelung angewiesen. Und solange Sie das machen, ist Ihr Selbstwert darauf angewiesen, ob Sie gut oder schlecht gespiegelt werden. Die Gesellschaft ist kein guter Spiegel. Zerrbilder kommen raus. Ich lass mich auch nicht mehr spiegeln." (Wolfgang Döbereiner, 1999)

Einmal, Jahre nach dieser ersten Beratung in München, auf die ich Jahre wartete, weil sie es wert war, wollte ich ihn zu einem Interview überreden. Ich rechnete nicht mit dem Eigensinn des Philosophen, mit dieser Fische-Sonne in 9. Einen langen Feuilleton-Artikel über die Münchner Rhythmenlehre und genau diese Brechungen hatte ich mir vorgestellt, in einem der wichtigen Magazine. Wie er das beantwortete, sagt viel über Wolfgang Döbereiner. Über zwei Stunden lang erklärte er mir mit Engelsgeduld am Telefon die Welt. Wieso er sich nicht mehr mit dem, was man so allgemein für Ruhm hält, gemein macht. Witzig, scharfsinnig, unvergleichlich. Man hätte es als Vortrag mit stenographieren können. "Das Empfangs-Komitee, oder das, was die Leute draußen mit dem machen, was man sagt, kann einem auch schnurz sein. In dem Moment, wo die Gestalt in der Welt ist, ist sie frei und die haben keine Chance mehr. Das können sie nicht mehr aufhalten, keine Chance. Erklärung ist immer Unterwerfung."

Astrologisch habe ich ihm - wie so viele andere - mehr als nur Wissen zu verdanken. Seinen Blick für das Wesentliche, unter dem man sich nie peinlich durchschaut, sondern leuchtend erweitert vorkam. Und den seltenen, wenig gesellschaftsfähigen Mut, diesen aufrechten Gang im Mentalen "against all odds" in die Welt zu bringen. Mars 0 Grad Wassermann in 7. Ein Rebell war er nämlich auch. Dahinter der Radar: Doppel-Wasser, dessen feines Gespür für Zusammenhänge manchem verborgen blieb, der sich gegen die kryptische, so eigene Sprache, mit der er die Sterne begriff, wehrte. 

Wegen diesem Hang zum Extremen in der Auffassung, der ihm eigenen, verklausulierten Logistik und der Klarheit (mancher sagt auch seiner Rigidität) hielten ihn einige für arrogant. Aber das war er nicht - zumindest ich habe ihn weder in den sparsamen Kontakten über die Jahre, noch in seinen Seminar-Abschriften, so erlebt. Ich glaube, dass da eher beim Publikum draußen eine Verwechslung mit dem eigenen, großen Loch in der Möglichkeit vorliegt. Einer doch oft eher beschränkten Fähigkeit genau das zu verstehen, was nicht windschnittig, aber mit großer Klugheit geschlagen ist. Die Erfassung des endlosen Raums kann auch ein Fluch sein, der bei ihm aber nie zu Verrücktheiten führte. Er war sehr belesen, gebildet, im alten Sinn,ein Aufdecker und Verrätsler. Und dann auch einer, der das Sammeln von Ideen, Zusammenhängen, in eine neue, viel größere Form stellte. Vielleicht lag das auch am Jupiter-Uranus in Döbereiners 10. Haus, vorn im Widder, dem, was so fremd und überdimensioniert und deutlich wirken konnte, als würde er in Zungen reden. Und zwar die absolute Wahrheit. Über dieses Phänomen habe ich mir lange Gedanken gemacht, aber es nie begriffen.

Döbereiner war Lehrer einiger heute bekannter Astrologen. Man liebte diesen Mann oder lehnte ihn ab, er war eben ein Polarisator. Das ging so weit, dass ihm in der "Szene" allerlei angedichtet wurde, bis hin zu Frauenfeindlichkeit. Falscher kann man, für meine Begriffe, nicht liegen. Das heißt, den plutonischen Bohrer als notwendiges Prinzip komplett missverstehen. Denn Wolfgang Döbereiner sprach simpel aus, was er für wahr hielt, weil es sich ihm, über welche Kanäle auch immer, eröffnete. Seine Intuition war sehr fein und sehr groß. Zum Beispiel für ein Schicksal, als Korrektiv. Deshalb verstand man seine Lehre auch nur, wie er sie lehrte und sie muss da versagen, wo man sich wie beim Kuchenbacken das eine oder andere an Schnörkeln dazustrickt. Er erkannte Muster. Und er blieb einfach in seinem Tanz mit den Grundlagen und konnte sich deshalb die ganz großen Ausflüge in die Weiten des Unsagbaren leisten, denen er nicht nur astrologisch Namen gab. Ein Balanceakt zwischen Bestimmung und ihrer Ausdehnung ins Konstruktive.

Das ganze Leben in der heutigen Zeit, das wird ja erstickt durch Moral. Dinge, die normalerweise unfähig sind, kommen heute hoch, nur weil sie moralisch sind. Sie sind wahr in Ihrem Dasein, wenn Sie das Richtige und das Falsche tun. Dann gehen Sie unverhindert durch die Erfahrung und die wird ab dann unnötig für Sie, hat sich verbraucht. Dann sind Sie frei. Aber vorher müssen Sie es erlebt haben." (Wolfgang Döbereiner)

Es war fast ein Mythos in seiner A'rt, weshalb manche wohl auch vor der beinah religiösen Inbrunst scheuten, mit der andere dann zu seinen Seminaren pilgerten. Die Kämpfe zwischen Anhängern und Kritikern sind Legende. Wenn die einen sich missverstanden und die anderen sich übergangen fühlten - in ihrer Sicht der Astrologie. Aber das ging nicht vom Döbereiner aus, der den Siebener-Rhythmus gesellschaftsfähig machte, die Rückseiten- oder Lückenlehre, den Weg der Aphrodite, und vieles mehr. Sondern von denen, die seine Rhythmenlehre zum einzig wahren Absolutum erklären wollten. Für ihn war sie ein Mittel zum Leben. Ich habe immer gefunden, dass er das System mit dieser hermetischen Sprache und Vorgehensweise vor Interpretationen schützte. Und damit davor, nicht mehr zu funktionieren. Er wusste vielleicht am besten, dass Fehler notwendig sind. Aber nicht zielführend, da man als Astrologe nicht Welt an seine Sicht anpasst, sondern Sicht an eine Welt, die wahres Sinn-Verständnis braucht. Darin war er brisant praktisch. Es ging ihm um das Wirkliche und Wahre, um seine Klienten und Schüler und die Anwendbarkeit der Astrologie.

Wenn man einem Hasen erzählt, du springst falsch, wird er - je nach Gemütsart - sagen: Na, wie soll ich denn sonst springen? Man sagt's ihm, dann springt er eventuell falsch. Sagt man aber, du bist falsch, du bist ein falscher Hase, wird er sagen: Wieso, ich hab Ohren, ich spring, ich bin ein Hase. Man kann nicht falsch sein. Das heißt, die Kategorie falsch oder richtig spielt für das Dasein dessen, was er ist, zunächst keine Rolle. Es spielt erst dann eine Rolle, wenn es darum geht, dass er so und soviel falsch machen muss, um dazu zu kommen, dass er wahr ist. Wenn Sie das Falsche dauerhaft verhindern wollen, verhindern Sie die Hälfte der Welt und Ihr eigenes Leben." (Wolfgang Döbereiner)

Es musste für ihn bestimmte Erfahrungen geben, damit man sein Dasein lebt. Auch das war ein Kern seiner Rede, damals, an diesem Sommertag in München, als Wolfgang Döbereiner buchstäblich mein Leben verändert hat. Das ist mehr, als ich von jedem anderen Astrologen sagen kann. Womit, das spielt keine Rolle, nur soviel: Er lag richtig, wie bei vielen unterschiedlichen Menschen vor und nach mir, die seine Klienten wurden. Danach fing ich an, seine Bücher, die vielen Seminarbände, die er selbst herausgab, wieder und wieder neu, doppelt und dreifach zu lesen. Mein allererstes war übrigens eins der kleinen Heyne-Bändchen, aus der Zeit von Flower und Power, als er noch auf anderem Boden, aber nicht eigentlich populär schrieb. Für jedes Tierkreiszeichen. Mit 17 Jahren begriff ich kein einziges Wort. Denn Wolfgang Döbereiner, Enkel des bayrischen Hof-Musikers Christian Döbereiner, war von Anfang an auch ein Musiker, Komponist der Astrologie, und seiner Zeit weit, weit voraus.

Oder anders - absolut und überzeitlich, wie es die Fische nun mal sind. Man musste ihn begreifen wollen, um zu begreifen, was er begriffen hatte. Man musste ackern, arbeiten, nicht sehr modern in diesen Zeiten, wo, wie er sagte "Astrologen auch keine Bildungs-Hochburgen sind." Und dann, im Zusammenfügen (als 9. Haus-Betonter war er ja von allen der größte Füger), musste man weit über das Gelernte hinausdenken, mitgehen, wenn es ihn mitnahm, und er in Welten unterwegs war, an Orten, an denen es aus ihm heraussprach. Wie ein Rausch von plötzlichem Erkennen und ein Rauschen von Wirklichkeit, das sich über einen ergoß.

Die Wasserleitung, nicht das Wasser

In gewisser Weise wurde Wolfgang Döbereiner astrologisch auch zum Rufer in der Wüste. Von ihm stammen die kleinen Bon Mots am Rande: Stiere tragen Hüte, Frauen mit 25° Krebs haben eine Neigung zu Zahnärzten, Sonne Haus 9 kümmert sich dauernd um Funktionen anderer Leute. Sätze wie diese: "Das Auto wächst nicht in der Garage, während es drinsteht. Die Form eines Vorgangs hat keine Bestimmung, hat keine Gegenwart." Oder: "Keiner ist mehr verhindert als der Begabte". Hinter all dem stand natürlich ein System, Konzept, ein Pluto als großer Fixierer am Aszendenten. Das Charisma, der alte Herr aus dem Wunderland, der wie ein Schwert Feuer in die Luft redet, mit Wasser die Erde fruchtbar macht, immer jung, mit einer Frische des unmittelbaren Erlebens, Unberechenbares formt und fügt und intensive, transformierende astrologische Schachzüge in eine Mechanik der Zeit bringt, die ihm hinterher hinkt. Weil sie Schubladen will, die leicht öffnen und schließen. Dem verschloss er sich, das war die Unnahbarkeit, die manche in seine Eigenheiten hinein dachten.

Pluto war wichtig. Die Konzentration des Einfließenden. Das einspitzige Auslassen anderer Wege. Wie sonst hätte er es so durchsetzen, so mitteilen können? Wie sonst wäre dieser Magnetismus entstanden? Und darüber und darunter ein Neptun-Merkur, in 3-9, der Merkur auf 0 Grad Fische. Das machte ihn jenseitig, frei und grenzenlos.

Er war die Wasserleitung und nie das Wasser. Deshalb schien es mir immer völlig überflüssig, Döbereiner auch nur einen Ansatz von Grandiositäts-Denken vorzuwerfen. Nichts lag ihm ferner als das. Es ging um das, was war.

Auch um den Schmerz, der oft mit den Ereignissen kommt und manchmal sein muss, wenn Leben, so wie er es astrologisch verstand, in seiner schwierigen Form abgetickt werden musste. "Das haben Sie im Horokop," sagte er dann vielleicht. "Sehen Sie es so: Ihre Vorvorderen haben Ihnen da einen Irrtum in die Wiege gelegt, irgendwann müssen Sie den erledigen, je schneller, desto besser. Haben Sie halt jetzt was geleistet. Danach können Sie anfangen zu leben." Mir war es schon seinerzeit schleierhaft, wer mir da eigentlich gegenüber saß. Der englische Offizierstyp, den manche in ihm sehen wollten? Ein Mann von Welt und ohne Fehl und Tadel, nach alten Begriffen? Ein Freak, Alien? In meine Beratung damals hätte eigentlich Tee und feiner Gurken-Toast gehört, ein Strohhut auf einem Tisch, Kandelaber. Es war kühl und dämmrig in seinem Haus. Da saß einer aus einer anderen Zeit, anderen Welt. Und doch so irdisch gerade, mit jeder Faser anwesend, der Stück für Stück den Menschen schilderte, den er in diesem Horoskop mit seinen Aspekten, Anlagen, Verwirklichungen nicht vermutete, sondern wusste. Eine sehr spezielle, verwegene, kühne Art, mit einem Radix umzugehen. So und so ist es. Auch das nicht sehr modern. Aber es stimmte. So war es. Völlig ohne Festlegung, das schien mir merkwürdig. Es hatte nach allen Seiten Spiel, machte völlig neue Räume auf, etwas anzuerkennen, zu würdigen, was ist, statt es ständig in einem süßlichen Herumgerede wegzuinterpretieren.

Der Taucher durch die große Zeit

Später transkribierte ich jedes Wort und habe diese Seiten als einzige ihrer Art bis heute Jahr um Jahr mehrfach gelesen und jedes Jahr neu Neues darin entdeckt. Das muss man einem Wolfgang Döbereiner erst mal nachmachen. Ich ging, das weiß ich noch, wie betäubt von mir selbst, von dem, was ich über mich gehört hatte, in die Hitze hinaus, diese gleißende, anders fröhliche Münchner Sonne. Die Welt schien grell, nach diesem Fische-Kokon. Und sie glänzte. Nicht, weil es mir so überraschend war, was ich gehört hatte. Sondern, eben weil ich es vorher gewusst hatte und erst hier anders verstand. Wolfgang Döbereiner war ein Enträtseler, weil er den Rätseln so nah war, sie liebte, umkreiste und stehenlassen konnte, wenn die Zeit dafür kam. Ein Wanderer auf Straßen, die nicht viele gehen, ja, davon nicht mal wissen wollen. Der Taucher durch die große Zeit. 

Es gäbe so vieles zu berichten. Von der Homöopathie, den "Laufzetteln", den Roulette-, Wetter-, Fussball-Experimenten. Kleinen Zahlen-Laboren, dem Dreierschritt AC, Sonne und MC, absolutem Basic für jede gute Auslegung. Den zutreffenden Prognosen. Schulterzucken, Lachen, Scherzen, wenn sie es wieder mal nicht begreifen wollten. Provokationen, wegen der Sache. Sie war ein Blühen im Genuß dieses Daseins, das jeden Tag mit einem neuen Mysterium, neuen Fragen, daherkam. Mit vielen, vielen, kleinen menschlichen Geschichten, die man hörte, aus seinem Leben, die eine besondere Astrologie aufglühen, kochen, leben liess. Wie er sich alle und alles merkte. Aber all das trifft es letztlich auch nicht. Der Nimbus von Größe, den man ihm auch vorwarf, wenn's passte, musste er sich gar nicht stricken. Der war da. Auf seine Weise war Döbereiner eine perfekte Mischung, Fortsetzung von Weisen, deren Werke vielfach durchgearbeitet, eselsohrig, neben Betten liegen, nicht in Regale gehören. Zwischen Buddha, Vergil, Ptolemäus und Heidegger vielleicht, auf Stapeln. Und doch so eigentümlich weit von aller Suche nach Bewunderung oder Applaus entfernt. Stolz war er, clean im Denken, umfassend im Empfinden. Frei von Vorurteil, was seine Auslegungen anging, wenn der Motor richtig ansprang. Also immer.

Nach dieser ersten Begegnung, die mich schwer beeindruckt hat, im Wissen, Wahrheit und Spüren, habe ich über die Jahre immer mal wieder vereinzelt, wenn ich astrologisch gar nicht mehr weiterkam, mit einer Mail angeklopft. Döbereiner, der ständig an der Welt herumdachte, antwortete jedes Mal, selbst No-Names wie mir. Bei der letzten, vor einem halben Jahr, ging es um Bienen, über deren Sterben ich einen Artikel beabsichtigte. Aber ich war ohne jede Idee, was die Zuordnung anging. Also den Meister fragen, der bis weit über die 80 hinaus weiter arbeitete. Er antwortete, wie immer stilvoll und freundlich, das sei ein Thema auf seiner Agenda, das wäre noch dran, irgendwann. Da käme man ja beileibe nicht sofort auf Ideen. Als ich mich bedankte, mit dem Satz: "Tröstlich - wenn Sie nämlich noch nicht am Punkt sind, wie könnte ich es da sein?" schrieb er postwendend noch mal zurück: "Ja, das stimmt so. Herzliche Grüße." Wolfgang Döbereiner war eben einer, der Wahrheiten gelassen aussprach. Übrigens ohne jede Selbstüberhöhung, die hätte er sich vermutlich gar nicht verziehen. Nein, es stimmte so. Er war ein Ethiker.

Ein moralischer Mensch ist nicht ethisch, ein ethischer nicht moralisch. Ein moralischer Mensch unterscheidet zwischen richtig und falsch, ein ethischer zwischen wahr und unwahr." (Wolfgang Döbereiner)

Das hat er getan und das war gut so. Wolfgang Döbereiner war ein großartiger, großer Astrologe, ein guter Mensch und wunderbarer Lehrer. Er wird eine große Lücke hinterlassen, bei der Familie, denen, die ihn kannten und in der Astrologie. Aber auch Lücken sind ja wichtig und richtig. Das war es doch, was er immer sagte. Jeder hat sein Schicksal und das muss abgelebt werden, bevor man frei sein kann.

Wenn alles falsch ist, ist's richtig." (Wolfgang Döbereiner)

Dann ist es jetzt eben richtig. Und vor allem wahr. Vielen Dank für das Meer und das Mehr, Wolfgang Döbereiner. Alles, was klug, großzügig, anders, besonders und hilfreich war. Eine gute Reise! Zwischen Geflecht und Zeichen, über die verlorene Grenze hinaus, im Einbruch des Zeitlosen. Und wie wir alle wissen: Der König kehrt immer zurück.

Bild (bearbeitet): Astro-Wiki + YOUTUBE: Döbereiner erklärt Radix Tagesthemen + AMAZON

Webseite der Münchner Rhythmenlehre von Wolfgang Döbereiner mit einem NACHRUF seiner Frau Petra Döbereiner.

 

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Kommentare  

 
Mythopoet
# NEUER Döbereiner-Seminarba ndMythopoet 2014-09-23 11:49
*Das Urteil des Empfindens*

=> www.doebereiner.com/.../


Beste Grüße
Mythopoet
 
 
Mythopoet
# MRL-Gründungs-Radix auf Döbereiner-Silbermün zeMythopoet 2014-09-07 21:29
Seit heute im Internet:

MRL-Gründungs-Radix auf Silbermünze

=> juergen-skupsch.de/.../...


Beste Grüße
Mythopoet
 
 
Mythopoet
# Die gehobene Astrologie ist um einen ihrer Stammväter ärmer gewordenMythopoet 2014-08-29 23:03
Die gehobene Astrologie ist um einen ihrer Stammväter ärmer geworden

=> blog.christian-birkner.de/.../
 
 
sri
# RE: Die gehobene Astrologie ist um einen ihrer Stammväter ärmer gewordensri 2014-08-30 00:03
danke, mytho, dass du immer wieder solche links findest und einstellst! das ist ein sehr treffender, angemessener text. viele grüße, sri
 
 
Tun-Fisch
# Schicksal, als KorrektivTun-Fisch 2014-07-11 22:54
Hallo Suse,

sicher sieht das ein bißchen seltsam aus, nach so langer Zeit, nach Myriaden von Ideen und Durchführungen aus dem Spiralnebel Deines Schaffens hier noch mal auf eine Frage einzugehen zum Wirken Döbereiners auf Dich und das Verständnis der Astrologie allgemein. Kannst Du mir das noch mal anders umschreiben.

..."Seine Intuition war sehr fein und sehr groß. Zum Beispiel für ein Schicksal, als Korrektiv..."

Einen lieben Gruß von C.
 
 
sri
# RE: Schicksal, als Korrektivsri 2014-07-13 13:48
Lieber Christoph,

ich weiß nicht, ob es das trifft, wie ich es ausgedrückt habe, mit dem "Schicksal als Korrektiv". Was ich weiß:

Dass Wolfgang Döbereiner den Tierkreis selbst als in sich regulierend beschrieben hat, wie eine Treppe, wo jedem "Ende" ein neuer Anfang innewohnt und eine Chance zur Korrektur dessen bietet, was nicht hilfreich ist für die Entwicklung. Wie er das meinte, beschreibt er wunderbar in den "Erfahrungsbildern", Seite 35, selbst - wo die "Regulative" behandelt werden:

"Der geschlossene Organismus eines Zeitkreises entwickelt sich in der Zeit. Er bildet eine Entwicklungsreihe, in der sich die Erfahrungen der Evolution aufwerfen, jede Phase als Regulativ der vorhergehenden, um die Vollständigkeit der Entwicklung zu garantieren."

In jedem Horoskop findest du so analog fast immer einen "Ausgleich" bestimmter Stärken. Oder eine Schwächung, wo zuviel Stärke anderswo vorliegt. So kann es sein, dass ein 3. Quadrant extrem besetzt ist (man treibt sich zuviel in den Angelegenheiten der anderen herum) und dafür im 1. ein anderer Knaller sitzt (man muss in die Selbst-Durchsetzung oder die Betonung des Eigenen zurück).

Das Radix in sich ist ja ausgeglichen. Wir leben es nur mit bestimmten Vorlieben im Reflex und werden dann sozusagen korrigiert von unseren eigenen Anlagen, die zuweilen, wenn wir zu weit vom Kurs abgewichen sind, einen unbewussten "Ereigniswunsch" auslösen, worauf das Ereignis den Weg korrigiert.

Wenn etwas Wichtiges also abgewiesen wird aus dem eigenen "Schicksal", konstelliert es sich zur Not auch draußen, um uns "passiv" einzuholen. Falls wir es nicht selbst aktiv und bewusst lebten. Das ist ja immer das Schwerste.

So kann ich mich zB. fragen - um mal ein ganz einfaches Beispiel zu konstruieren - wenn ich mich zuviel der Herde unterwerfe, während sie mich immer wieder ausbeutet oder abweist, ob ich denn - Stier-Betonung oder nicht - vielleicht etwas in meiner speziellen Konstellation habe, über das ich aus dem Stier heraus soll. Meist ist das so. Dann ist das Rausgetreten-Werden mein Schicksal, das meine ständigen Versuche (Ich will rein!) korrigiert.

Ich werde also notfalls auch gelebt, bis ich meine Bestimmung ergreife und sie aktiv umsetze. Wolfgang Döbereiner erinnert vielleicht darum auch in den "Erfahrungsbildern" an Steiner, der sagte, dass jede Ordnung "ihre Lösung in sich hat und deshalb empfindlich gegen fremde Eingriffe ist".

Zum Beispiel schreibt Döbereiner auch, dass zwei dominante, aber gegenläufige Veranlagungen, die sich gegenseitig behindern, ja sinnvoll sind, weil sie ausnahmslos "Schutz gewähren" sollen. Hebt man eine davon auf, indem man beispielsweise ihre Gegen-Blockade medikamentös bearbeitet, dreht die andere u.U. durch und wird massiv. So wie es gar nicht gedacht ist. Dann ist kein natürliches Anlage-Regulativ mehr da und wir kommen aus dem Ruder und es muss etwas passieren, was uns wieder fließen lässt.

Döbereiner spricht ja zB von dem "angelegten Wirklichen". Das will und soll in die Welt - und wenn es unpassend kompensiert wird, weil wir wie im Hamsterrad laufen, kann das bis zur "Selbstvernichtung" führen. Dann drängt nämlich das Angelegte, falls es zeitlich angetickt ist, anders nach oben und sprengt ebenfalls schlimmstenfalls den gesamten Rahmen einer Anpassung an Normalität, die uns nicht zuträglich und auch nicht für uns "bestimmt" war.

Sprich: Begreift man nicht, was da passiert und setzt weiter auf das, was Döbereiner "die bewusste Verhaltenslinie" nennt, also alte Anpassungs- oder eben Nicht-Anpassungs-Tec hniken, weil es bequemer ist, konstellieren sich die Ereignisse im Außen, die einen aus der Fehl-Anpassung zwingen und zurück ins eigene Wirkliche werfen, in die Bestimmung.

So verstehe ich die Korrektive des Schicksals.

Es gibt da eine ganz interessante Aussage, über die ich seit Jahren nachdenke. Mit jeder Erfahrung mehr scheint es mir, dass man richtiger gar nicht liegen könnte: Döbereiner sagt ja, dass wenn die mundanen Planeten des 4. Quadranten (also Saturn, Uranus oder Neptun) zB im 1. Quadranten eine Aufhebung des Ego oder im 2. eine Aufhebung des Subjektiven symbolisieren, ist das nötig. Das gilt auch für die entsprechenden Planeten-Verbindunge n.

Wenn wir nun aber etwa glauben, dass wir ausgerechnet diese "Schwäche" überwinden müssten, die uns seiner Ansicht nach doch erst kreativ macht, dem Himmel seinen Platz auf der Erde zu schaffen, genau so, wie wir es sollen, wie es für uns vorgesehen ist, dann werden wir eben immer weiter die Erfahrung des Wirklichen suchen, jedoch nicht finden (meine freie Übersetzung). Denn die dazu nötige "Schwäche" haben wir ausgehebelt.

Nimm mal den Neptun. Da beschreibt Döbereiner sehr detailliert und eindeutig, wie es läuft.

- im 1. Quadranten (oder bei Neptun-Mars, -Venus oder Merkur) ist die "notwendige Schwäche" grob eine "Realitätsschwäche" = man muss und wird vermutlich nicht "üblich" auf Reales reagieren. Das zeigt sich real bei Neptun in 1 gern chronisch durch geschwächte Durchsetzung oder in 2 durch geschwächtet Substanz (ua Geld!) oder in 3 durch geschwächten, unklaren Selbst-Ausdruck.

Neptun ist nun aber, trotzdem laut Döbereiner überall als Hilfe gedacht, um an genau dem Ort, wo er steht, aus der Zwang zur Anpassung herauszukommen, der dort destruktiv für einen wäre. Indem er die Seele für die jeweilige Anforderung doft, wo er steht, narkotisiert (ich seh es so, da ist der Mensch schlicht sehr konfus und verwirrt). Damit wir da kongruenter werden, statt uns anzupassen.

Neptun im 1. Quadranten wäre daher optional dazu gedacht, durch Ego-Schwächung ganz offen zu sein für den Empfindungs-Quadrant en und ohne Widerstand erleben zu können, wie sich der transpersonale Quadrant (4), der Himmel also im eigenen Empfinden zeigt und auf einen zukommt. Kompensiert man das nun, indem man seine Reaktions-"Schwäche" ausmerzt, führt das u.a. zur "Heiligung des Ego" = Kompensation des an sich nützlichen Schutzes gerade davor. Ist jedoch Neptun angetickt, kann die Kompensation sich steigern und dann unerträglich werden und zusammenbrechen. Dann ist man wieder da, wo man eh war und sein soll:

Im nötigen Defizit, das genau damit eine dicke Bank hat und hier den Himmel auf die Erde holen kann.

Nur fürs Protokoll, hier auch noch die anderen Neptunstellungen:

- Im 2. Quadranten (entspricht auch Neptun-Mond, Neptun-Sonne und Neptun-Merkur) schwächt Neptun notwendig das subjektive Gefühls-Empfinden und schafft dadurch eine immense Stärke darin, "außersubjektive Wahrheit" zu erfahren. Wehrt man sich dagegen, kann es zur kompensierenden "Heiligung des eigenen Lebens" im Sinne der Manie kommen.
- im 3. Quadranten (entspricht auch Neptun-Venus, Neptun-Pluto und Neptun-Jupiter) schwächt Neptun das Prinzip der Vorstellung, Idee, Beziehung oder Bindung und Verbindlichkeit und befreit so das eigene Empfinden (2. Quadrant) dominant, wie auch die Offenheit für das Wirkliche aus dem 4. Quadranten. In der fehlverstandenen Kompensation kommt es dagegen zur Heiligung der eigenen Vorstellung.
- im 4. Quadranten (entspricht auch Neptun-Saturn und -Uranus) dient Neptun stärkstens dem "Blick in eine andere Welt", also einem sehr feinen und wahren, direkten Erleben des Wirklichen (dem Wirken des Himmels). Der Zugang dazu ist hier so stark, dass dadurch die "subjektive Ausschließlichkeit" des 2. Quadranten geschwächt daherkommt. Eine generelle Kompensation findet sich hier - besonders in Haus 12 - nicht, da Neptun im 4. Quadranten ja zuhause ist und eh im Wahren schwimmt.

Döbereiner schreibt über den Versuch, die vermeintliche Schwäche zu kompensieren oder zu überwinden, die zu den drei Letzt-Quadrantlern zb in den ersten beiden Quadranten gehört: "Diese nicht akzeptierte Unvollständigkeit schließt den Himmel aus, führt, ohne Wirklichkeit, ohne Gestalt und Schatten - zur Krankheit im Sinne der Schicksalserkrankung . Die gleichen Konstellationen, die die Schwäche vermitteln, setzen die Selbstvernichtungsme chanismen in Gang."

Das empfinde ich als sehr, sehr wichtig. dies nur als kleiner Diskurs zum Thema, alles in meinem Verständnis, nicht etwa mit dem Anspruch, Wolfgang Döbereiner erklärt zu haben. Er war zu groß, das kann man nicht und mein Verständnis ist anfällig für Irrtümer.

Herzlich, Suse
 
 
ECW
# RE: Schicksal, als KorrektivECW 2014-07-13 17:29
Danke für diesen genialen Text. Er hat mir einmal mehr mein absolutes Alptraumthema transparent gemacht. Es ist so schwer für mich, es "richtig" umzusetzen und nicht immer sichern zu wollen und letztlich ja auch zu müssen
 
 
Tun-Fisch
# RE: Schicksal, als KorrektivTun-Fisch 2014-07-13 21:06
Der 'kleine Diskurs' war wieder mal mehr, als ich wachen Verstandes verarbeiten kann. Es tut soooooo gut, gerade deshalb. Zum Glück entspricht das in etwa dem, was Du im Ursprungstext bereits angedeutet hattest. Dem Geist, dem Du hier bescheiden Weg bereitest, ist es egal, durch wen und Kraft welchen Anspruchs er Bewußtsein erwirkt.
Deine Gedanken gehen mir durch Mark und Bein. Besser ein 1:7 gegen die 'angelegte Wirklichkeit' als Weltmeister im Kompensieren. Sagt sich so einfach - danach.
 
 
Mythopoet
# Offener Brief an Deutschen Astrologen Verband wegen Nachruf auf Wolfgang DöbereinerMythopoet 2014-06-06 21:50
Offener Brief an Deutschen Astrologen Verband wegen Nachruf auf Wolfgang Döbereiner

=> 155438.homepagemodules.de/.../
 
 
Mythopoet
# ex nihilo: Nachruf auf Wolfgang DöbereinerMythopoet 2014-06-02 13:00
Zeitschrift der Münchner Rhythmenlehre von Wolfgang Döbereiner:

*Nachruf auf Wolfgang Döbereiner*

=> www.ex-nihilo.de/.../
 
 
Mythopoet
# Petra DöbereinerMythopoet 2014-05-19 10:25
*Gespiegeltes*

von PETRA DÖBEREINER:

=> www.doebereiner.com/.../

~

Beste Grüße
Mythopoet
 
 
m.s. h.
# Der Bien*m.s. h. 2014-04-27 21:16
*
Das mit den Bienen hat mich sehr beschäftigt - arglos ging ich der Frage nach & ich fand Berichte - die mich zutiefst schockieren - was da einmal mehr zum Ausdruck kommt - von Machbarkeit & Unverstand.

Dabei kam mir schlagartig in den Sinn, was ich von Döbereiner über die Gestalt - die Erscheinung & die inneren Bilder gelesen & gehört habe... Das was mit den Bienen passiert, zeigt es nicht den Eingriff in die Erscheinung & die Blindheit für die Gestalt ??? In diesem Zusammenhang meine ich, etwas davon zu begreifen - wovon Döbereiner immer noch in meiner Erinnrung spricht & ich zu verstehen *suche*.

Der Bericht, den ich hier anhänge - ist von einem Imker aus anthroposophischem Hintergrund - doch er führt - finde ich - genau in die Betrachtungsweisen der MRL...*
Ich wage es hier zu zeigen - weil es direkt den Mythos anspricht, den ich in Döbereiner's Zeilen finde & mir was davon ganz nahe bringt...*

Ich bin überzeugt - daß es in seinen Arbeiten dafür Antworten & Hinweise gibt. Der Umgang mit den Bienen zeugt genau davon - gibt ein Bild dessen - wie der Logos den Mythos zerstört. Mir ist - beschäftigt euch mit den Bienen & ihr berührt etwas ganz tief, wovon Döbereiner nicht müde wurde zu sprechen...

www.culturechange.de/.../

Danke für diesen Hinweis & - mit der schock der schmerz - den ich darin über Döbereiner nur weiter suchen & erahnen kann*
*
 
 
klanggestalt
# RE: Der Bien*klanggestalt 2014-04-27 21:55
Ja da gibt es ein paar erste und einfache, selbstverständliche Dinge, die man in der Bienenhaltung tun kann, die die Gestalt der Biene respektieren. Aber wie ja W. Döbereiner sinngemäß sagte: man kann die Gestalt des Baumes nicht zersägen - man kann nur die Gestalt in der Welt verhindern.
Herzliche Grüße klanggestalt
 
 
m.s. h.
# *NUR...m.s. h. 2014-04-28 13:39
*
Klanggestalt
: nur...
nur ???? - ein bitteres wort vor verhindern!

- & doch - ja, das ist ES -
was den Genius der Dinge ans Kreuz schlägt...die Verhinderung zeigt sich in der Erscheinung sozusagen - als Amfortas-wunde. Das schwerste was mir Döbereiner* tatsächlich auf den Weg gibt ... ist ... die Liebe zu erfassen - in den quälendsten Erscheinungen ihre Gestalt nicht zu verlieren.

*lieber wolfgang döbereiner* - danke, für diesen auftrag - es gelingt ja nicht wirklich - fürchte ich - bis zuletzt - da erfährt man vielleicht diesen Moment - der *alles umfassenden Gestalt...* bis dahin ist es zu ertragen - zu sehen, was da mit sich ringt...

wer widerstrebt dem wird nicht welt.
und wer zuviel begreift,
dem geht das ewige vorbei.

*r.m.rilke nächtlicher gesang*
 
 
klanggestalt
# RE: *NUR...klanggestalt 2014-04-28 15:17
zitiere irrlicht*:
*
Klanggestalt
: nur...
nur ???? - ein bitteres wort vor verhindern!

- & doch - ja, das ist ES -
was den Genius der Dinge ans Kreuz schlägt...die Verhinderung zeigt sich in der Erscheinung sozusagen - als Amfortas-wunde. Das schwerste was mir Döbereiner* tatsächlich auf den Weg gibt ... ist ... die Liebe zu erfassen - in den quälendsten Erscheinungen ihre Gestalt nicht zu verlieren.

*lieber wolfgang döbereiner* - danke, für diesen auftrag - es gelingt ja nicht wirklich - fürchte ich - bis zuletzt - da erfährt man vielleicht diesen Moment - der *alles umfassenden Gestalt...* bis dahin ist es zu ertragen - zu sehen, was da mit sich ringt...

wer widerstrebt dem wird nicht welt.
und wer zuviel begreift,
dem geht das ewige vorbei.

*r.m.rilke nächtlicher gesang*

Ja nur - denn die Gestalt ist ja himmlisch und bleibt erhalten - es betrifft eben "nur" das Leben.
 
 
Angela Nowicki
# Diese kosmische Spur der WahrheitAngela Nowicki 2014-04-21 23:28
Es war tatsächlich der 5. April, an dem ich mich aus mir nicht ganz verständlichen Gründen plötzlich wieder mit Vergangenem, Abgeschlossenem zu beschäftigen begann: der Astrologie. Nicht irgendeiner Astrologie, sondern der Münchner Rhythmenlehre. Wie aus dem Nichts tauchte die Erinnerung auf, dass der Aszendent doch das ist, "was raus will", was sich in der Zeit manifestieren will, und ich wollte "mal nachsehen", ob das auch mit dem Human Design funktioniert (es funktioniert). Bloß dass ich nach ein paar Tagen wieder bei Döbereiners Homöopathie-Buch landete...

Die MRL ist die einzige astrologische Richtung von all den vielen, die sich bei mir durchgesetzt hat, die geblieben ist. Obwohl ich nie ein Seminar besucht habe. Und Wolfgang Döbereiners Bücher und Seminarhefte sind die einzigen astrologischen Schriften, die meiner radikalen Bücherausmistung entgangen sind. Wie einen kostbaren Schatz habe ich sie aufgehoben, obwohl Astrologie und HDS und all die "Kopfsachen", wie gesagt, für mich inzwischen Vergangenheit sind.

Ich habe mich auch oft gefragt, wie Wolfgang Döbereiner all diese Weisheiten und glasklaren Einsichten gekommen ist. Ich kann es mir nicht mal vorstellen, und mittlerweile versuche ich es gar nicht mehr. Er war eine Wasserleitung, ja, und ich bin halt ein Eimer.
Er hat mal gesagt: "Genie ist ja eine bürgerliche Erfindung, um den Betreffenden, der das Notwendige tut, auf so ein Extragleis zu stellen, dass sie selber nicht betroffen sind im Vergleich."
In diesem Sinne war Wolfgang Döbereiner vielleicht kein Genie, aber eines war er ganz sicher: ein Wahr-Sager. Er sagte das Wahre. Weil er das "Unbereinigte nicht aushielt".

Ich hatte auch gehofft, dieser eine Mann möge ewig leben. Oder wenigstens noch viel länger. Ich hätte ihn gern einmal live erlebt.

Wolfgang Döbereiners Aszendent fällt übrigens auf die 2. Linie des 53. Hexagramms im I Ging ("Die Entwicklung, allmählicher Fortschritt"), und dort heißt es:
"Die Wildgänse versammeln sich zur Rast auf einem Felsen, wo sie zufrieden Gemeinschaft und Festmahl genießen.
Es ist ein freudiger Anlass."
Die wörtliche Übersetzung des chinesischen Textes lautet: "Wenn du Speise und Vorräte findest, sind sie nicht nur für dich." Diese Linie stellt jemanden dar, der viel besitzt. Wie eine Wildgans, die ihr Glück teilt, zieht auch ein Mensch seinen Nutzen aus dem Teilen.

Danke, Herr Döbereiner, fürs bedingungslose Teilen!
Danke, Suse, für diesen wunderbaren Nachruf!

Angela
 
 
klanggestalt
# I-gingklanggestalt 2014-04-21 23:43
Guten Abend Frau Nowicki. Sehr interessant dieser Bezug zun I Ging wo findet man den Schlüssel? Herzliche Grüße klanggestalt
 
 
sri
# gradesri 2014-04-22 12:41
hallo klanggestalt,
kurz zur frage: die grade in der von angela verwendeten zuordnung findet man im human design system. ich habe diese systematik vor jahren kennengelernt, war extrem skeptisch, weil das ganze mir zu trendy und technisch erschien, habe aber nach langer beschäftigung gefunden, dass hier die grad-zuordnungen eine aussage bringen, die immer wieder als bereicherung der astrologie verwendbar ist. viele grüße, sri
 
 
klanggestalt
# human design systemklanggestalt 2014-04-22 13:59
Hallo sri - herzlichen Dank - die Bezeichnung läßt schon zögern....aber die Zuordnung finde ich überraschend treffend!
Herzliche Grüße Katharina "klanggestalt"
 
 
Angela Nowicki
# RE: human design systemAngela Nowicki 2014-04-22 21:53
Hallo Katharina,
die Bezeichnung lässt zum Teil deshalb zögern, weil der Begriff "Design" im Englischen eine wesentlich weitere Bedeutung hat als im Deutschen. Keine Angst, da soll kein Mensch "designt" werden :-) - es bedeutet vielmehr so etwas wie "Veranlagung des Menschen", so wie er halt "gebaut" oder eben angelegt ist.
Das HDS ist in der Tat durchweg überraschend treffend, auch als eigenständiges Deutungssystem. Der I-Ging-Text, den ich benutzt habe, stammt aus dem Buch "I Ching" von Hua-Ching Ni. Das HDS hat seine eigenen Deutungstexte. Ich habe in meinem Blog die Grundlagen des HDS, wie ich glaube, recht verständlich und ausführlich beschrieben, möchte aber hier keinen Link reinsetzen und vor allem nicht weiter vom eigentlichen Thema ablenken.
Hab mir übrigens gestern nach langer Zeit wieder mal die Lehr- und Übungsbücher von Wolfgang Döbereiner vorgenommen - und auf einmal meine Anlage, Durchführung und Bedeutung wirklich kapiert!
Liebe Grüße, Angela
 
 
emb
# RE: Diese kosmische Spur der Wahrheitemb 2014-04-15 23:05
Liebe Suse,

herzlichen Dank für den gelungenen Nachruf auf einen begnadeten Astrologen, Homöopathen, Musiker, Kunstkritiker, Autor und liebenswerten Menschen.

Viele Grüße
Ernst
 
 
netpillo
# Re: Diese kosmische Spur der Wahrheitnetpillo 2014-04-15 19:10
Vielen Dank sri, ein würdiger Nachruf auf diesen großen Menschen! Die Seminarbände und Lehrbücher sind allesamt philosophische Meisterwerke - durchaus auch für Nicht-Astrologen lesenswert. Auch gibt es (für die Lesemuffel) eine DVD mit einem kompletten Kurs von Wolfgang Döbereiner aus den 1980-er Jahren: eine Zeitreise! Ich hoffe sehr, daß seine Frau Petra die Münchner Rhythmenlehre weiterführen wird, denn ich halte sie bei ihr in guten Händen.

Viele Grüße.
 
 
Hannes
# Diese kosmische Spur...Hannes 2014-04-14 23:30
"Jeder hat sein Schicksal und das muss abgelebt werden, bevor man frei sein kann."

Dann muss man also, bevor man frei sein kann, tot sein?
 
 
sri
# RE: Diese kosmische Spur...sri 2014-04-14 23:46
hannes, tod als natürliches ende des lebens ist für mich nicht das, was ich unter "schicksal" verstehe, wenn er nicht außergewöhnlich früh kommt. er geschieht ja uns allen. für die, die bleiben, kann er wieder zur erfahrung von persönlichem schicksal werden, falls er nicht akzeptiert wird.
 
 
Tun-Fisch
# Trigon Saturn/Neptun?Tun-Fisch 2014-04-16 20:55
Sorry Suse. Ich weiß nicht wo ich das sonst unterbringen soll. Auf der Suche nach Hinweisen für den "Lehrkörper" Döbereiner mit seiner Klarheit und Urteilssicherheit kam ich natürlich zu Saturn und mir fiel das Trigon auf von Neptun zu Saturn. Das sind aber nur 111°. Nur so am Rande von einer Jungfrau, was sonst.
 
 
sri
# RE: Trigon Saturn/Neptun?sri 2014-04-16 18:31
lieber christoph, das wäre mir zu weit.

aber: fische am mc = saturn-neptun, wenn du den suchst. aber das würde ich weniger mit dem lehren in zusammenhang bringen. die lehrer häufen sich für mich zweimal im tierkreis. im 9. prinzip haben sie den verstand und die notwendige einsicht in die art, wie das außen funktioniert und können das auch vermitteln. 9. haus betonte sind oft nah an der lehre oder am lernen, aber weniger nicht konzepthaft. und im 10. werden sie dann maßstäblich.
das sind die großen lehrer.

wolfgang döbereiner hatte gleich mehrfach über felder-herrschaft die königs-konstellation ju-sat, für mich kann man mehr kaum mitbringen, was diesen schmalen grad zwischen begegnendem und transpersonalem verbindet:

- herrn 9 (uranus) in 10 - da ist die verwirklichung davon, ganz pur und man mutiert aus dem üblichen heraus
- jupiter in 10 dazu in konjunktion mit herrn 9 - nochmal im groben dasselbe
- saturn im schützen, als anlage, wird von jupiter nach 10 getragen
- genau diesen schütze-planeten wieder im quadrat mc - kann dann auch eine art von verhinderung durch formales sein, aber das ist zu vernachlässigen, denke ich. es wurde ja ein maßstab, eine bedeutung.

dann natürlich noch mal die sonne in 9, beherrscht vom neptun in 3, das ist der ausdruck, der neptunisch wahr die menschen mit ihrer eigenen "funktion" konfrontiert. neptun wiederum beherrscht von sonne in 9. rezeption. das merkurische immer irgendwo mit dabei, als langer weltlicher arm dieses jupiterhaften saturns.

nur meine sicht. es ist ja selten ein einzelaspekt, immer ein klima, wie ein bestimmter klang, der sich durchzieht. mit isolierten aspekten kommt man dem selten auf die spur, sie bestätigen etwas, was sonst noch mal anders da und prominent ist. fantastisch hier alles in dieser verwebung. und das system hält für mich der pluto zusammen.

danke übrigens für die septile. vielleicht schreibst du mal einen text darüber, wenn du genug ansatzpunkte gesammelt hast? ich fände es interessant. viele grüße, suse
 
 
Tun-Fisch
# RE: Trigon Saturn/Neptun?Tun-Fisch 2014-04-17 07:54
Danke, Elisabeth und Suse

Ich gebe einen Ring ohne Stein zurück und bekomme ein Diadem. Döbereiners "Schule" könnte lebendiger kaum repräsentiert sein. Wahre Autorität kommt wie Licht von innen als Signum einer geklärten IC/DC-Achse und wird Orientierung anbieten. Mehr will und darf sie nicht. Das macht das, was sie authentisch veräußern kann, zu einer Quelle hermetischer Dichte. Die Schule wird Wohnung.

Wie ich Döbereiner von weitem einschätzen kann, dürfte er damit gerungen haben, Zeugnisse seiner Sessions zu vervielfältigen. Ich kann froh sein, seinen Geist in euren Händen zu sehen.
Im Weben oder Verbunddeuten, verehrte Elisabeth und Suse, steckt der Fleiß von Jahren Arbeit mit dutzenden Komponenten der Sicht. Das kann frustrieren. Aber wozu hat es Maßstäbe?

Danke für den Wink mit den 7 Pfählen. Aber einer muß noch raus, bevor die Kommentarfunktion zumacht. Fand ich übrigens sehr schön, daß 2 Tage hinter dem Nachruf kein weiterer Artikel hereingestellt wurde.

Pluto, Saturn und Uranus sind durch eine geschlossene Pyramide aus Bi- und Triseptilen verbunden. Ein Tempel
der Einweihung?
 
 
# RE: Trigon Saturn/Neptun?Guest 2014-04-17 08:58
Kommentar wurde vom Administrator gelöscht
 
 
# RE: Trigon Saturn/Neptun?Guest 2014-04-17 09:17
Kommentar wurde vom Administrator gelöscht
 
 
Tun-Fisch
# 111°Tun-Fisch 2014-04-17 23:17
Ich verstehe so konfus wie ich derzeit schreibe :oops: . Die 111° sind in obigem Chart von W. Döbereiner. Damit soll's nun aber gut sein.
 
 
federkiel
# Deutung nach Verbundfederkiel 2014-04-16 23:49
zitiere Tun-Fisch:
Sorry Suse. Ich weiß nicht wo ich das sonst unterbringen soll. Auf der Suche nach Hinweisen für den "Lehrkörper" Döbereiner mit seiner Klarheit und Urteilssicherheit kam ich natürlich zu Saturn und mir fiel das Trigon auf von Neptun zu Saturn. Das sind aber nur 111°. Nur so am Rande von einer Jungfrau, was sonst.

Ich bin zwar nicht Suse, dennoch:

Nach der Verbunddeutung, und die wäre ja bei Döbereiner naheliegend, so beginnt das mit Fische (weil dort die Sonne steht)-Wassermann-Steinbock.
Neptun in drei, darstellend, Neptun-Merkur, mache das Prinzip kenntlich, Mars dazu im Spiegel, mit scharfer Zunge. Weiter geht es mit Uranus/Jupiter in 10, was ja bestimmend ist, - der Bildersturm - enden tut es mit Saturn in 6, das ganze wird maßstäblich, Opposition Mond in 12, aus dem geschöpft wird. Steinbock DC-für das öffentliche Bewußtsein.
Kurz gefaßt. Zudem ist es in der Rhythmenlehre so, daß, wenn es eine Dominanz im dritten Quadranten gibt, so jemand Orientierer ist.
 
 
federkiel
# RE: Diese kosmische Spur...federkiel 2014-04-15 13:30
zitiere Hannes:
"Jeder hat sein Schicksal und das muss abgelebt werden, bevor man frei sein kann."

Dann muss man also, bevor man frei sein kann, tot sein?

Nein, Hannes, sondern es geht darum, das Angelegte zu erleben oder manchmal auch zu erleiden, es nicht zu verneinen, um es zu begreifen. Dann ist man dem nicht mehr ausgeliefert und ist deshalb frei.
 
 
klanggestalt
# RE: Diese kosmische Spur...klanggestalt 2014-04-15 14:36
zitiere Hannes:
"Jeder hat sein Schicksal und das muss abgelebt werden, bevor man frei sein kann."

Dann muss man also, bevor man frei sein kann, tot sein?

Nein,man muß nicht tot sein - aber es kann passieren, daß man stirbt, bevor und wenn man nicht begreift. Döbereiner meinte denke ich, daß das eigentliche der wahren Bestimmung entsprechende Leben erst möglich wird, wenn alles "Schicksal" erledigt ist. MfG klanggestalt
 
 
Murmeltier
# Ein klasse Nachruf!Murmeltier 2014-04-14 17:42
Liebe Susanne!

Dieser Nachruf ist wirklich grandios!
Da gerät man ohne Umschweife in das Gefühl, unbedingt alle seine Bücher lesen zu müssen!

Danke dafür und v.a. auch für die tiefen Weisheiten, die sich auch hier wieder mal in all Deinen Facetten Bahn brechen, weil sie ja gar nicht anders können!

Beste Grüße vom Murmeltier! :-)

P.S.: Achso, im Sommer 1999 trafst Du ihn in München?
Sag, vor oder nach der SoFi am 11.8.'99?
 
 
m.s. h.
# *un-begreiflich - wahr...*m.s. h. 2014-04-14 15:05
*
Susa...* - mit dem wunderbaren U & dem großen A
danke - wieder einmal mehr - erdend -
was den Geist aus Himmeln des nachlässigen Schlafes...
- im Galopp der Rückbesinnung ins Jetzt ruft !!!

"Die Form eines Vorgangs hat keine Bestimmung, hat keine Gegenwart."

...darüber komme ich garnicht ! hinweg !
&
das weiß ich schon...
- vergesse ich nicht & wird mir bestimmt
im lesen seiner Schriften *be-gegnen* ...
- dieses zu-seiner-zeit* - bekam durch ihn
einen starken Sinn...

- ES lebt weiter*

*Susanne*
-auch ich danke Dir von ganzem Herzen*
* besonders für Deine unvergleichliche Art
_Deiner Treue zur Wahrheit_*

irrlicht*12
 
 
Suhsan
# RE: Diese kosmische Spur der Wahrheit Suhsan 2014-04-14 14:40
You made my day!

Erklärung ist immer Unterwerfung


So einfach ist das. Immer und immer wieder staune ich über die kurzen Wahrsätze vom Döbereiner.
Welche Erleichterung! Ich konnte es fühlen, war nicht in Lage, dies so präzise zu artikulieren.

Und ja, auch ich fände es wunderbar, in diesen Essenzen blättern zu können, mir diese geistigen Türöffner in konzenztrierter Form vor Augen führen zu dürfen - sie nähren auch die Seele.


Danke dir - Susanne Riedel - für diesen wunderbaren Nachruf.

Ich kannte ihn auch von diversen Seminaren in Herrsching - durfte anhand seinen postwendenden Klartexten ab-und-an mal einen neuen Blickwinkel auf Geschehnisse und Ereignisse in meinem teils komprimierten Leben einnehmen - mehr als oft eine grandiose Erleichterung.

Zu wissen, ja ok, ich muss jetzt da durch einen steil ansteigenden, dabei gesässkalten, tiefschwarzen, eiswassertropfenden Tunnel, der Boden mit kantigem Geröll bedeckt - nicht gerade erbauliche Aussichten - - - aber, Vorteil: ich weiss, wie lange ich da durchgehen muss UND ich kann mich einigermassen entsprechend vorbereiten.
DAS fand ich gut. :-)

So werde ich dieser Tage wieder in meinen ebenfalls schon mächtig zerlesenen Bücher blättern...immer wieder noch finde ich Neues in den alten Zeilen, was manchmal diverse Synapsen zu spontanen Versammlungen und plötzlichen Neuverknüpfung veranlasst :-)
*und es ward licht*
Dafür Danke.


Der König ist.
König in seinem eigenen Reich.

Suhsan
 
 
federkiel
# RE: Diese kosmische Spur der Wahrheitfederkiel 2014-04-14 11:32
..."Wenn Sie Erscheinung einer Schuld sind, dann nehmen Sie diese Schuld hin. Sie haben Sie vollzogen, und sagen: -Ich habe dies Schuld vollzogen, ich fühle mich kläglich, ich bin untröstlich über die Zerissenheit meines Lebens. Ich habe den Schmerz über die Erfahrung der Unvollständigkeit meines Lebens.-
Danach könne sie von vorn anfangen. Sie haben die Schuld erfüllt, die in Sie gesetzt ist."...

Pichlmayrgut 2003

Danke Suse für diesen wirklich würdigen Nachruf!

Elisabeth
 
 
Tun-Fisch
# RE: Diese kosmische Spur der WahrheitTun-Fisch 2014-04-14 12:35
Es wird eine Menge biblische Zitate und Tiefschürfendes geben zur b-Deutung der Passion Christi in den nächsten Tagen. Was Döbereiner da über den Menschen ausgießt, ist für mich die A-Version. Ich staune.
 
 
ECW
# RE: Diese kosmische Spur der Wahrheit ECW 2014-04-14 10:42
Wie schön, dass Du diesen Nachruf / Artikel geschrieben hast. Das ist wahre Würdigung.
 
 
annabee
# dankeannabee 2014-04-14 10:29
Danke für den super super superguten Artikel!
 
 
Tun-Fisch
# RE: Die kosmische Spur der Wahrheit Tun-Fisch 2014-04-14 10:29
Da bleibt mir glatt die Ehrfurcht weg bei diesem Einblick in ein solch vielschichtiges Geisteswerk. Kann man einem nachrufen, der hinter einem steht? Mit einem Mantel aus Purpur, aus Weisheit und Autorität.

Wie beim Colcteau'schen Orphee kann er gleichzeitig vor und hinter dem Spiegel wandeln. Die Mehrdeutigkeit von Erscheinungen tritt durch seine "kryptische" Sprache Eins zu Eins hervor. Gleichnisse auf mehreren Ebenen wie vor einem Puppenhaus, vom Keller bis unters Dach. Analoge Gedankenführung. Da braucht es Plastizität in Verstand, Gefühl und im Vertrauen, sich der Führung hinzugeben. Wer könnte das besser als Du, Suse...

Danke
 
 
Silvia Benz
# Kosmische Spur der WahrheitSilvia Benz 2014-04-14 11:02
Liebe Suse, danke, danke, danke.
Ich wünsche mir noch viel mehr Zitate von Wolfgang Döbereiner. Falls Du schon eine Sammlung hast: Mach ein Büchlein daraus!

Herzliche Grüsse
Silvia
 
 
ECW
# RE: Kosmische Spur der WahrheitECW 2014-04-14 11:04
Ja, das wäre toll!
 
 
federkiel
# RE: Kosmische Spur der Wahrheitfederkiel 2014-04-14 13:11
zitiere Silvia Benz:

Ich wünsche mir noch viel mehr Zitate von Wolfgang Döbereiner. Falls Du schon eine Sammlung hast: Mach ein Büchlein daraus!


Steht alles in seinen Büchern, die man, wie Suse schreibt, durchackern muß!
 
 
Theresa
# ZitateTheresa 2014-04-14 16:21
zitiere Silvia Benz:

Ich wünsche mir noch viel mehr Zitate von Wolfgang Döbereiner. Falls Du schon eine Sammlung hast: Mach ein Büchlein daraus!
Silvia



Es sollte nicht vergessen werden, daß dazu nur seine Frau befugt wäre.

Gruß
 
 
sri
# RE: Zitatesri 2014-04-14 16:45
zitiere Theresa:
Es sollte nicht vergessen werden, daß dazu nur seine Frau befugt wäre.


Das ist völlig richtig und wichtig. Sie allein wird Wolfgang Döbereiners Publikationen als Vermächtnis fortführen, wenn sie es für angemessen hält, in der Form, die ihm angemessen ist. Es gibt darüber hinaus zahllose Schätze in seinen vielen Büchern, wie Elisabeth schon anführte. Eine Menge Wissen zu entdecken und zu erarbeiten und diese Literatur ist als einzige absolut empfehlenswert, wenn man sich mit seinen Arbeiten, seinem Denken und Haltungen auseinandersetzen möchte, da dort direkt nachzulesen. Ein Nachruf ist immer nur persönlich, dieser von meiner Sicht geprägt - nicht Döbereiner, wie er war, sondern wie ich ihn erlebt habe.

Viele Grüße, sri
 

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Montag, 30. Mai 2016

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