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Astro-Labor

Mars + Pluto = die (Ver-)Bohrungen

drill1Wie ich mich dreimal verlas, und was das mit Plutos Konzepten zu tun hatte. Nur, um kurz wieder über etwas anderes als über Feiertage zu sprechen, ein persönliches Beispiel für plutonische Fixierungen. Die "Mundantransite" gehen ja weiter und da haben wir schon ein paar Druckpunkt-Trigger hinter und einige vor uns. Die Phase zwischen Mars im Quinkunx und der kommenden Opposition zum Pluto läuft gerade (5.5. bis 20.6.) und treibt bei mir inzwischen sonderbare Blüten. Hier direkt aus dem Leben, wie "es" = die Tiefen(-ver-)bohrung manchmal im Kleinen so wirkt.

Zumal Mars zwischendurch dann ja auch noch - Gelassenheit erschwerend - in den Krebs, in seinen Fall, abwandert und ab übermorgen (16.5.) von da aus als emotionaler Koch das zwangsweise gehaltene Friede-Freude-Eierkuchen-Rezept des Rationalen wieder etwas aufmischt. Wenn die Protagonisten einen als Zeitströmung in die Zange nehmen, schwemmt das immer bestimmte Inhalte hoch (welche, darüber unten mehr). Worauf man reagiert. Umso stärker, je mehr ähnliche Saiten man zum Schwingen in sich trägt. Aber es passiert eben nicht nur bei Anbindungen ans Radix. Wir bewegen uns alle im Setting, das die Konstellationen beschreiben, genau so, wie sie es akut beschreiben. Und alle durchlaufenden Planten aktivieren wieder bestimmte Häuser im individuellen Geburtsbild. Manchmal passiert einem dann ganz Merkwürdiges.

Das Beispiel: Ich habe den ebenso lästigen (für andere) wie willens-getriebenen (für mich) Skorpion-AC, der ja bekannt ist für seine emotionalen Konzepte (leider wahr, auch wenn man für diese Einsicht Mut braucht als Skorpion-AC). Man fixiert sich leicht auf etwas und setzt es bohrend durch. Häufig unter Schmerzen, weil wir ja als Du-Quadrant-AC durchaus wissen, was wir anderen mit dem Gebohre antun. Aber der Transformator in uns legt immer wieder mit scheinbar nötiger Durchsetzung los. Mars-Pluto, auch der neu zulaufende jetzt mundan, fixiert. Warum? Weil vor Schütze und Steinbock, die irgendwann zum Ergebnis führen, eine starke Konzentration auf einen Weg nötig ist.

Das macht kontrollbereit und angreifbar. Drum der Ruf des Skorpionischen. Wo und wie immer jedenfalls Mars und Pluto da oben zusammenkommen, dreht etwas in mir auf die gleiche Art hohl. Weil Skorpion-AC allein schon Mars-Pluto in sich trägt, denn dessen Zeichen befindet sich in 1, beherrscht also bei Leuten wie mir die marsische Durchsetzung. Neulich las ich mich also gerade quer durch das Buch "Just One Thing" des Neuropsychologen Rick Hanson. Es handelt vom Training neuronaler Plastizität und dann auch davon, wie sich das Gehirn, je nach Nutzung, verändert. Was du gebrauchst, wächst ordentlich, was du nicht trainierst, schrumpft vor sich hin. Wie bei Muskeln. Das ist offenbar selbst unter Wissenschaftlern bekannt. Folgende Sätze kickten mich als Plutonierin aber sofort noch viel mehr:

"Wenn du zeitweilig mit dem Kopf gegen die Wand läufst, solltest du damit aufhören, die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind - und dann weitergehen. Wie ich mir manchmal selbst sage: Versuche nicht, auf einem Parkplatz Rosen zu pflanzen."

Das ist natürlich eine Nachricht. Leider eine, die mich komplett verwirrte. Ich soll endlich aufhören, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie sind? Da raten aber die anderen Psychologen das Gegenteil. Das andere kann ich bereits, bin sogar als Plutonierin die beste Dinge-Nicht-Akzeptiererin der Welt. 100 Punkte. Der Mann hat Mut, das zu schreiben, muss auch einen plutonischen Touch haben. Dreimal habe ich nachgelesen, weil ich mein Glück nicht fassen konnte: Akzeptiere nichts, wie es ist. Toll. Mein Leben hat wieder Sinn. Wobei ich in meiner Fixierung völlig übersah, dass dreimal meine skorpionische Ader etwas dazugelesen hatte, was da gar nicht hingehörte. Das kleine Wörtchen ZU. In Wahrheit stand da nämlich:

 "Wenn du zeitweilig mit dem Kopf gegen die Wand läufst, solltest du damit aufhören, die Dinge so akzeptieren, wie sie sind - und dann weitergehen."

Das klingt natürlich ganz anders. Du solltest damit aufhören und die Dinge akzeptieren, wie sie einlaufen im Leben, wenn dir dein Glück lieber ist als dein Recht. Nicht: Aufhören, sie ZU akzeptieren wie sie kommen. Übrigens lese ich diesen Satz bis heute immer wieder falsch. Auch jetzt noch. So ist das mit internen plutonischen Konzepten (und bei Mars-Pluto-Phasen mundan häufiger auch bei externen). Sie erweisen sich als sehr, sehr hartnäckig, wenn man einen Mars-Pluto hat, der im Skorpion-AC steckt (wie auch bei Pluto am AC, Mars im Skorpion und so weiter...). Da gibt es ja viele Zugangs- und Eintritts-Weisen ins Horoskop. Jedenfalls: Läuft bei uns, wenn Mars und Pluto sich begegnen. Wir sind die Bohrer. Und hören sehr lange nicht auf, der Welt (und selbst einem Buch) unser Konzept aufzuzwingen. Es geschieht automatisch. Ich war trotzdem etwas geschockt, als mir auch noch mein Lebensgefährte kurz danach um die Ohren haute: "Skorpion eben!" . Nur weil ich eine kurze, scharfe Bemerkung zu irgendwas gemacht hatte. Wie ich fand, sehr treffend.

 maquinpluIch habe dann nachgesehen: Beides, der Verleser und meine spitze Zunge trugen sich zu, als Mars Quinkunx Pluto mundan stand (der sowieso gerade meine Sonne trigonal bestrahlt). So kann's gehen. Was hat das nun mit der Zeit zu tun, in der wir gerade leben? Seit einiger Zeit schon ist Mars ganz langsam in mehrere Ärger-Aspekte hineingewandert und wieder heraus. Unter anderem in dieses "reibende" Quinkunx zum Pluto, das jetzt wieder vorbei ist. Wobei die Konzeptlandschaft bis zum 5. Mai merklich überall etwas zwanghafter wurde. Vorher passierte er Saturn, eine Opposition zum Jupiter und dann, übermorgen, am 16.5. um 4.32 h, wechselt er endlich in seinen Fall, ins Empfindungszeichen Krebs.

Beim Ingress stehen Saturn/Pluto/Knoten, die ja immer noch die Konjunktion der Giganten vorhaben, aber zur Zeit rückläufig sind, am MC. Man ärgert sich ab da vermutlich wieder schneller, spontaner, vielleicht sogar viel. Während Saturn die Bremse über die Pluto-Agitatonen legt. Unter hohem Klirrfaktor, denn das spiegelt die Konstellation. Es knirscht im Gebälk, aber man bekommt es bei sich selbst oft gar nicht so mit, sondern spiegelt den eigenen Ärger wieder ab zu den anderen. Das ist häufig so, wenn einer der Herrscherplaneten aus dem Begegnungs-Quadranten des Zodiak beteiligt ist an der Prägung der Zeit vor einem wirklich großen Aspekt. Es sind nicht nur die Konjunktionen, sondern auch Oppositionen und Quadrate, bei denen man aber die vermeintlichen Angriffe deutlicher verorten kann - sie werden leicht abgespalten.

Also alle Achtung, plutonische Freunde! Schaut hin. Nicht bloß, wenn ihr plutonisch, skorpionisch und dazu auch noch marsisch seid (das ist natürlich unsere große Stunde!). Die innere Black & Decker geht bald überall wieder leichter los. Da Krebs-Mars ein sehr, sehr schwankendes und schnelles emotionales Empfinden mit aggressivem Touch abbildet, im Fall speziell sehr "negativ" marsisch arbeitet und zudem bis 20. Juni in die Opposition zum Pluto hineinläuft, ist das eine prima Gelegenheit, sich selbst zu beobachten. Wo knallt es immer wieder? Wieso? An wen delegiere ich das? Wem schreibe ich einen Ärger zu, den ich selbst vielleicht genauso empfinde?

mapluWenn's möglich ist, sollte man also ab der zweiten Wochenhälfte bis Mars die scharfe Opposition zu Pluto erreicht, immer wieder mal zwischendurch abschalten und bewusst etwas weicher handeln. Das kann Krebs-Mars ja auch, wenn man ihn gut nutzt, und durchaus auch mit marsischer Schnelligkeit. Auf inneren Widerstand mache man sich gefasst. Oder man könnte auch die "bewegende", motivierende Seite einer schwierigen Situation sehen, statt gleich in den geliebten Ärger umzuswitchen. Beides hilft wirklich ganz gut gegen agitierte Mars-Gefühle. Manchmal ist man da in Wahrheit selbst aggressiv, auch wenn man's erst am anderen deutlicher spürt, wie Aggression isoliert aussieht.

Zu einem Krieg aber gehören immer zwei, und man muss sich auch nicht jeden Gedanken über Verursacher glauben. Was wir Menschen unter Krebsmars (nach dem rationalisierbaren Antrieb in den Zwillingen) gern als wahr fühlen, das ist oft nur ein gut trainierter Empfindungsmuskel. Lieblingsgeschichten, die das Denken einflüstert, was dann immer gleiche Emotionen erzeugt. die heißen unter Krebs-Mars eben gern Ärger, Wut und Zorn (bis Hass, bei späterer Pluto-Beteiligung).

Es ist ganz hilfreich, sich in solchen Phasen gegen den inneren Widerstand zunächst mal lieber selbst zu bewerten, als die anderen. Zumal Mars, Venus und Pluto als "Betroffene" von Konstellationen bringen immer Urteile mitbringen, was man besser nicht als "objektiv richtig" einordnen sollte. Jedenfalls, wenn man mit sich irgendwie weiter kommen will und nicht nur im alten Kochwasser schmoren.

Oder man könnte auch die Ansprüche einfach etwas herunterschrauben, die bei der momentan dauerlaufenden Saturn-Pluto-Konjunktion natürlich besonders hoch sind und im Rücklauf jetzt arbeitsbereit zur Verfügung stehen. Weil aber Entwicklung sich immer an der Mutation misst (der Fähigkeit, uranisch alte Systemme soweit kurz aufzubrechen, dass sie eine Tür in ein größeres, neues System öffnen), ist es jetzt, bei Uranus im Stier mit greifbaren Folgen klug, für Experimente offen zu bleiben. Und wie sagt noch der Neuropsychologe Rick Hanson so schön? Geh es langsam an - mit etwas mehr Sinn für die vernetzten Realitäten und wende dich am besten dabei immer an die richtige Adresse. 

"Versuche nicht, auf einem Parkplatz Rosen zu pflanzen."

Guter Rat. Wir würden ja auch nicht zum Bäcker gehen und darauf bestehen, dass er uns ein Wasserbett verkauft. Wozu dann andere auch noch für den Eigenanteil an Diskussionen haftbar machen (haftbar - auch so ein plutonisches Wort)? Wobei - wenn wir Skorpion-Aspekte haben, kleben wir eben selbst immer wieder gern an unseren Geschichten. Weil sie sich so wahr anfühlen, auch wenn sie es gar nicht sind. Das lohnt es sich im Hinterkopf zu behalten in der nächsten Zeit. Und wenn Mars-Pluto im Juni dann genau wird, steht Mond gerade auf 0° Wassermann - prima für einschneidende Veränderungen, die der Aspekt durch die Tiefenbohrungen vorbereitet. PS: Ich lese bei dem Satz oben übrigens immer noch: ...solltest du damit aufhören, die Dinge ZU akzeptieren wie sie sind. Gerade ausprobiert. Ich sehe es einfach nicht, wie es ist. Danke, Pluto, immerhin machst du starke Überzeugungen!

Bild (bearbeitet): Image by Michael Schwarzenberger from Pixabay

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