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Astro-Labor

Mitte der Welt: Das Galaktische Zentrum

Anfang der 30er Jahre baute ein junger Physiker namens Karl Jansky, das erste Radioteleskop. Er wollte damit die Quellen für bestimmte Störungen herausfinden, die den Funk- und Telefonverkehr zwischen Europa und Amerika beeinflussten. Eher zufällig bemerkte er dabei ein „stetiges Zischen“, wenn er das Teleskop nach Süden, zum Sternbild des Schützen richtete. Schon bald war klar, dass die Quelle dieses Zischens aus einem Teil unserer Milchstraße kam, in dem die Astronomen das Zentrum unserer Galaxie vermuteten.

Heute wissen wir, dass sich in diesem Zentrum ein „schwarzes Loch“ befindet. Der Begriff wurde erstmals 1967 von John Archibald Wheeler benutzt und hat sich bis heute gehalten. Ein „Black Hole“ entsteht dann, wenn eine massereiche Sonne ihren gesamten, nuklearen Brennstoff aufgebraucht hat. Sie stürzt in sich zusammen und wird so klein und dicht (bezogen auf ihre Masse), dass ihr Verhalten und die Wirkungen die von ihr ausgehen, nicht mehr durch die uns bekannten, physikalischen Gesetze erklärt werden kann.
Die Anziehungskraft eines solchen Massegiganten ist so groß, dass ihm nichts, nicht einmal das Licht mehr entkommen kann, wenn es den sogenannten Ereignishorizonts (die unmittelbare Einflußsphäre) überschritten hat.

Einfacher ausgedrückt bedeutet das nach heutigem Wissensstand, dass es innerhalb dieser Sphäre keinen Raum und keine Zeit, wie wir sie kennen und verstehen, mehr gibt.
Dieses Phänomen der Schwarzen Löcher ist nun kein einzelnes, unser Universum ist voll davon. Wissenschaftler gehen davon aus, dass in jedem Zentrum einer Galaxis auch ein Schwarzes Loch existiert. Zudem gibt auch außerhalb dieser Zentren, kleinere „Black Holes“, die dasselbe Prinzip verkörpern. Wenn man so will, sitzt also im Zentrum unserer Galaxie eine dieser „Schwarzen Sonnen“, die beständig alles um sich herum aufsaugt. Gleichzeitig entsteht bei diesem Vorgang auch eine enorme Strahlung, die abgegeben wird und im Gegensatz zu vielen anderen astro-physikalischen Prozessen, auch messbar ist.
Selbst hier bei uns auf der Erde.

Das GZ bietet uns die wunderbare Möglichkeit, astrologische Beobachtungen auf einer wissenschaftlichen Grundlage aufzubauen und somit eine alte Lücke zu schließen. Denn während die modernen Wissenschaften das Phänomen nur vermessen, können wir eventuelle Synchronizitäten im Verhalten von Menschen und Besonderheiten astrologischer Stellungen in Verbindung mit dem GZ erforschen. Am Anfang einer solchen Forschung steht natürlich die Frage nach den möglichen Bedeutungen. Und hier können wir schon den heutigen Wissenstand einbringen und anwenden.

Unsere Sonne bekommt ihre herausragende Bedeutung ja nicht nur durch den Umstand, dass sie uns permanent lebensspendende Energie liefert, die sich zB als Licht und Wärme zeigt. Sondern auch dadurch, dass sie das Zentrum des solaren Lebensraumes ist. Alles innerhalb ihrer, der Heliosphäre, bezieht sich auf sie. Sie ist das Zentrum, ohne das es keine Ordnung gäbe, keine zyklischen Abläufe, keine Orientierung und letztendlich auch kein Leben. Wir wissen heute auch, dass jedes Atom in diesem Sonnensystem ihren Ursprung in unserer  Sonne hat. Wir sind also tatsächlich aus Sternenstaub gemacht, jedes Molekül in unserem Körper ist „sonnengeboren“ und bis zum Ende aller Zeit auch mit ihr verbunden.

Das GZ stellt dasselbe Prinzip in einer größeren Dimension dar. Es gibt zahlreiche Vermutungen, dass „schwarze Löcher“ mit „weißen Löchern“ gekoppelt sind. Und die Energie die von einem schwarzen Loch „aufgesaugt“ wird, von dem gegenpoligen Prinzip eines weißen Lochs wieder abgegeben wird. Es könnte sich also in nicht allzu ferner Zukunft durchaus zeigen, dass es hier einen ähnlichen Zyklus im Großen gibt, wie wir ihn im Kleinen in unserem Sonnensystem finden. Unabhängig davon kann man schon heute sagen, dass dieses Zentrum unserer Galaxie eine herausragende und übergeordnete Bedeutung für uns hat.

Das naheliegendste Prinzip einer astrologischen Übertragung wäre demnach, das Prinzip der großen Zeitalter neu zu überdenken. Und nach Verbindungen mit der Wanderung des GZ durch unseren Zodiak zu suchen. Wenn man den Lauf des GZ nun durch den Zodiak verfolgt, fällt natürlich die extrem lange Zeitspanne auf. Der Durchlauf durch ein Zeichen dauert zwischen 2000 und 2200 Jahren. Da diese Berechnungen aber rein theoretisch sind, kann es hier also in den einzelnen Phasen auch durchaus Abweichungen gegeben haben. Insgesamt pendelt sich ein kompletter Zyklus aber bei ca. 24 000 Jahren ein, was in vielem auch überlieferten mythologischen Benennungen von Zeitaltern entspricht.

Wenn das GZ nun eine Art großer Uhrzeiger sein sollte, dann müssten sich Ausdrucksformen davon zumindest in der uns bekannten Geschichte wieder finden lassen. Dazu ein paar Zahlen:

GZ- in der Jungfrau (ca. 6526 v.Chr. – 4306 v. Chr.):

- die Jungfrau-Phase war geprägt von der weltweiten Entdeckung des Ackerbaus als beständige Nahrungsquelle, die Vorbereitung auf die Entwicklung von sozialen, dauerhaften Siedlungs-Zentren

6000 v. Chor Domestizierte Rinder
6000 v. Chr in China Ackerbau und Viehzucht
6000 v. Chr in Korea Erste Keramik
5400 v. Chr Mitteleuropa Erste Bauern wandern ein
5000 v. Chr in Indien Beginn des Reisanbaus
5500 v. Chr in Mesopotamien entsteht weltweit das erste Bewässerungssystem
4500 v. Chr Mesopotamien Frühester Gebrauch des Pfluges

GZ in der Waage (ca. 4306 v.Chr.-2106 v.Chr.):

- in dieser Phase entwickelten sich die ersten wirklichen Hochkulturen Mesopotamien und Ägypten, die Grundlagen der Zivilisation entstehen.

3800 v. Chr Westeuropa Erste befestigte Siedlungen
3500 v. Chr Mesopotamien Erste städtische Zivilisation der westlichen Welt in Sumer
3400 v. Chr Ägypten Ummauerte Siedlungen und Bildung der unter- und oberägyptischen Reiche
3250 v. Chr In Uruk entsteht die älteste Schrift der Welt
3100 v. Chr Entstehung der Keilschrift
3000 v. Chr Indien Indus-Kultur entsteht (Pakistan und Punjab)
2600 v. Chr Ägypten Pyramide von Saqqara erster Monumentalbau der Geschichte
2570 v. Chr Bau der ersten "klassischen" Pyramide
2500 v. Chr Kreta Sagenhafter König Minos herrscht
2490 v. Chr Cheops- und Chephren-Pyramiden entstehen (mit Sphinx)
2330 v. Chr Mesopotamien Akkader bilden erstes Großreich der Weltgeschichte

GZ im Skorpion: ca 2106 v.Chr. – 070 n. Chr.

Diese Phase war geprägt von Kriegen und der ständigen Zerstörung und dem anschließenden Wiederaufbaus verschiedener Reiche, Aufkommen und Untergang Israels , Entstehung und Untergang des Hellenismus, die großen Völkerwanderungen setzen ein, Aufstieg und Fall Babylons, Entstehung des Buddhismus. Aufstieg Roms.

2134 v. Chr Ägypten Zerfall der Reichseinheit
2040 v. Chr Ägypten Erneuerung der Reichseinheit durch Mentuhotep I. (Mittleres Reich)
2000 v. Chr Indogermanische Wanderung setzt ein, Beginn der Bronzezeitphase
964 v. Chr Israel Größte Ausdehnung unter König Salomo
926 v. Chr Israel Zerfall des Einheitsstaates durch Abfall Judas
626 v. Chr Babylonien Aufstieg des Neubabylonischen Reiches
614-612 v. Chr Assyrien Vernichtung duch Babylonier und aufstrebende Meder
Juli 578 v. Chr Juda Babylonische Gefangenschaft beginnt
490 v. Chr Griechenland/Persien 1. Perserkrieg
480 v. Chr China „Zeit der kämpfenden Reiche”
479 v. Chr Griechenland/Persien 2. Perserkrieg
457 v. Chr Griechenland 1. Peloponnesischer Krieg
359 v. Chr Makedonien Aufstieg zur Großmacht
333 v. Chr Makedonien/Persien Alexander siegt bei Issos
264 v. Chr Mittelmeer 1. Punischer Krieg (bis 241 v. Chr.)
168 v. Chr Makedonien/Rom Untergang des Makedonischen Reiches
146 v. Chr Karthago/Rom Ende des Karthager-Reiches

GZ im Schützen (Mai 69 – Mai 2225):

Momentan befindet sich das GZ auf 27°06 im Schützen. Wenn man die Entwicklung seit dem ungefähren Übergang betrachtet, muss man feststellen, dass es noch nie vorher in der bekannten Geschichte einen so kurzen Zeitraum gab, in dem sich die gesamte Welt so dramatisch verändert hat.

Das Thema Expansion (=Jupiter) in allen Lebensbereichen steht eindeutig an erster Stelle und hat sich immer noch nicht erschöpft. Am Beginn des Schütze-Zeitalters war die Erde noch eine Scheibe, von der die eine Hälfte nicht wusste, dass es die andere gibt, heute suchen wir nach außerirdischen Lebensformen.

Auch das Aufkommen bzw. die Durchsetzung monotheistischer Religionen mit einem obersten, einzigen Schöpferprinzip als Ausdruck des Guten im Gegensatz zu den skorpionischen Götterwelten und Naturreligionen, die allesamt vertrieben und ausgerottet wurden, fällt in diesen Zeitrahmen und entspricht dem Prinzip Jupiter.

Ebenso die immer stärkere politische Zentralisierung - von Stadtstaaten über Nationen zu Kontinentgemeinschaften (EU) bis hin zum Prinzip der Globalisierung. An deren Ende, vermutlich zum Übergang des GZ in den Steinbock eine globale Weltregierung stehen wird.

Auch dürfte jetzt schon klar sein, dass die Menschheit in den nächsten 200 Jahren den Weltraum in einer Form bereisen wird, die wir uns heute noch nicht einmal vorstellen können.
Das Prinzip der umfassenden Expansion zeigt sich in fast allen Lebensbereichen, im Guten wie im Schlechten.
Die Wanderung des GZ mag hierfür vielleicht nicht der einzige Anzeiger sein, folgt man dem Prinzip der galaktischen Komponenten bieten sich auch noch andere, ergänzende Prinzipien an.

Aber schon dieser erste schnelle Blick auf das Galaktische Zentrum sollte zumindest Fragen aufwerfen und Neugier wecken. Natürlich muss man in einer weiteren Bedeutungszuweisung immer beachten, dass wir es hier mit einem Phänomen zu tun haben, das nicht vergleichbar mit Planeten und anderen Himmelskörpern ist. Das macht es nicht unbedingt leichter, aber umso interessanter.

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Bilder: Black Hole Outflow - by ESO/WFI (Optical); MPIfR/ESO/APEX/A.Weiss et al. (Submillimetre); NASA/CXC/CfA/R.Kraft et al. (X-ray) Grading and crop: Julian Herzog via Wikimedia Commons
Light Bulb - by ESO via Wikimedia Commons

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