Loop!

Buntes

Und jetzt zu etwas völlig anderem...

Als am 5. Oktober 1969 die erste Folge von Monty Pythons Flying Circus über die englischen Bildschirme flimmerte, standen Sonne und Jupiter in Konjunktion, ebenso Merkur und Uranus. Das allein ist schon ein astrologischer Insider-Witz, aber was daraus entstand, war wirklich brüllend komisch. Britischer Humor vom feinsten, jenseits von gutem Geschmack und „political correctness“.

Aus Sketchen wurden Kinofilme und manche Szenen daraus haben sich tief ins kollektive Bewusstsein eingegraben. Zum Beispiel, wenn im „Leben des Brian“ die Gekreuzigten gemeinsam ein Loblied auf positive Sichtweisen anstimmten. „Always look at the bright side of life“ ist auch heute noch ein Therapiemittel gegen schlechte Laune, sinkendes Realeinkommen oder hartnäckige Saturn-Transite.

Aber seit einigen Jahren ist es ruhig um die muntere Truppe geworden. Umso erfreulicher, dass sie am Donnerstag eine Art „Reunion“ bekannt geben wollen.

Angefangen hat das alles im Frühling 1969. Drei Studenten aus Cambridge, John Cleese, Eric Idle und Michael Chapman, taten sich mit Michael Palin und Terry Jones von der Oxford University zusammen, um komische Sketche für die BBC zu schreiben. Zu dieser „Oxford-Cambridge-Divide“ stieß schließlich auch noch Terry Gilliam vom Occidental College in Los Angeles - und fertig war „A horse, a spoon and a basin“. Einer der ursprünglichen Namen, den sich die Gruppe geben wollte, bevor erst kurz vor Sendebeginn das spätere Markenzeichen aufkam.

Auf der astrologischen Suche nach Humor mag man ja in erster Linie sofort an Jupiter denken. Lachen ist nicht nur gesund, sondern auch lebensverlängernd. Trotzdem bezieht sich das eher auf das Resultat eines guten Witzes. Wie im richtigen Leben auch, ist es nie sonderlich hilfreich, wenn derjenige, der den Witz erzählt, dabei selbst von Jupiters Wogen hinweggefegt wird. So entwickelt sich die Pointe zum Rohrkrepierer. Eine gewisse Distanz ist nötig. Bestenfalls also Saturn oder noch besser: eine gehörige Portion Uranus. Dadurch wird jeder Sketch „ent-persönlicht“, gleichzeitig bringt Uranus auch den Überraschungseffekt, den eine gute Pointe braucht.

Im Idealfall kommt noch Neptun hinzu und verleiht dem Ganzen einen Hauch von „jenseitiger Subtilität“, eine Prise verschmitzter und universeller Lebensweisheit. Und natürlich darf auch Merkur nicht fehlen, der Inhalt soll transportiert werden und das möglichst flott und schnell.


Eines der ersten und besten Beispiele dafür, dass Monty Python all diese Voraussetzungen erfüllt, ist der berühmte „Dead Parrot“ Sketch (oben die Originalversion mit deutschen Untertiteln). Ein Mann kommt in eine Tierhandlung, um sich darüber zu beschweren, dass der Papagei, den er vor einer halben Stunde gekauft hat, bereits tot ist. Der Verkäufer bestreitet diese höchst offensichtliche Tatsache, es entspinnt sich ein absurdes Streitgespräch, bis der Händler schließlich einwilligt, den Papagei umzutauschen. Allerdings nur gegen eine nicht sprechende Weinbergschnecke, andere Tiere hätte er gerade nicht vorrätig. Das ist, einfach so dahin erzählt, weder lustig noch unterhaltsam. Darum MUSS man den Sketch selbst sehen.

Spätestens jetzt sollte klar sein, wie sich Uranus, Neptun, Saturn und Merkur gegenseitig die Bälle zuspielen. Nicht nur im übertragenen Sinn, sondern durchaus, was die einzelnen Mitglieder von Monty Python angeht, ganz persönlich.

John Cleese, der Käufer im Sketch, hat eine Skorpion-Sonne mit Saturn Opposition und Pluto-Quadrat mit Merkur-Uranus Opposition. Michael Palin, der Verkäufer, Stier-Sonne und Merkur-Uranus Konjunktion. Terry Jones, der Bahnhofsvorsteher, ist stolzer Besitzer eines Wassermann-Sonne bei Merkur im Quadrat zur Uranus-Saturn Konjunktion. Graham Chapman, der Polizist am Ende des Sketchs, hatte Steinbock-Sonne und -Merkur im Trigon zu Saturn-Uranus. Alle sechs Gründungsmitglieder haben oder hatten ein Neptun-Uranus Trigon, die meisten von ihnen auch prägnante Pluto-Verbindungen.

Auch das Gruppen-Combin weist ähnliche Inhalte auf. Sonne steht in Konjunktion mit Neptun am Supergalaktischen Zentrum (Anfang Waage), Saturn in Konjunktion mit Uranus, vermutlich in Opposition zu einem Schütze-Mond gegenüber. Merkur im Trigon zu Jupiter bringt dann noch die Ideen-Vielfalt, die sich auch in den späteren Kinofilmen zeigt. Nichts war ihnen heilig, die tapferen Tafelritter von König Artur wurden zu „Rittern der Kokosnuss“, und das christliche Kreuzigungsdrama zum „Leben des Brian“.

Nun also soll ein neues gemeinsames Projekt kommen und wer bis dahin nicht warten will, kann sich im Internet die alten Folgen vom „Sinn des Lebens“ oder der „Wunderbaren Welt der Schwerkraft“ anschauen. Das hilft im Zweifelsfall auch gegen dunkle Novemberabende und vorwinterliche Depressionen. Für alle, die das gerade brauchen, hier noch mal die musikalische Aufforderung, immer schön positiv zu bleiben. Auch wenn's manchmal schwerfällt…

 

Bilder: Cleese - Paul Boxley (Originally posted to Flickr as John Cleese) CC-BY-SA-2.0; Idle - VTscapes - Tom E. Canavan CC-BY-SA-2.0;  Palin- Chipps -CC-BY-SA-2.0; Jones - Lesley from Bletchley (Terry Jones) CC-BY-SA-2.0 - alle via Wikimedia Commons

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