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Wer erfindet eigentlich einen Vatertag?

Zu den größten und letzten Rätseln der Welt-Geschichte gehört wohl der Vatertag (105 Jahre alt), eine Feierei der männlichen Seite des Daseins und mit einem 0° Löwe-Mars ausgestattet. Wer ihn braucht, das ist natürlich eine schwere Frage - aber mit unkomplizierter Antwort: Die Sonne, der Mars und alle benachteiligten Männer werden durch ihn geehrt. Denn es war ja schon immer so: In einer Welt, die den Herrn der Schöpfung massiv unterjocht, darf es aus Gründen kosmischer Gleichstellung besser keinen isolierten Muttertag geben.

Zuviel Ehre für den Mond, der sich doch bescheiden und sittsam zurückhalten sollte. Fand damals, 1909, eine (natürlich!) rebellische Frau namens Sonora Louise Smart Dodd (Sonne-Venus genau auf der Grenze Wassermann-Fische). Da bricht man auch mal mit Traditionen. Oder vernebelt sie. Unter einem heftigen Transit von Pluto-Sonne erkannte sie jedenfalls nach dem Tod der Mutter, dass ihr allein erziehender Papa nicht genug gewürdigt wurde. Und dass überhaupt Muttertage völlig überbewertet sind (Sonora hatte auch einen Mond-Uranus, der sich vom Weiblichen im Affekt doch mal flugs abwendet).

Als Umsetzerin mit 5 Stier-Faktoren missionierte sie im kleinen Städtchen Spokane nah Washington sodann verbissen, bis man rund um den Geburtstag ihres Dads jeweils am dritten Juni-Sonntag einen Ehrentag für örtliche Erzeuger einrichtete, den ersten schon 1910. Die präsidentische Steinbock-Sonne von Richard Nixon fand das viel später dann gar nicht so falsch (auch er fühlte sich immer schnell übersehen - mit Mars-Merkur-Jupiter-Konjunktion, schwer angeschlagen von seinem fiesen Pluto gegenüber). Also wurde der schöne neue Brauch offiziell verordnet. In den meisten europäischen Ländern feiern die Väter auch im Juni, Anfang bis Mitte, in Deutschland verlegte man den Spaß jedoch auf Himmelfahrt (oder schweizerisch, auf "Auffahrt" = Sohn geht zum Vater). So oder so sind die Konstellationen des allerersten Vatertags (den man auch Herren- oder Männertag nennt, vor allem im Osten) famos passend, weil geradezu zwingend nachvollziehbar.

Die beiden Männer-Planeten laufen im Radix dieses ersten Vatertags nämlich voll auf Selbst-Bewusstseins- und Selbst-Erfahrungs-Kurs (was dann später mit Bier gekoppelt wird): Sonne und Pluto treffen sich damals fixiert auf die eigene Rolle und schaffen Selbst-Konzepte. In den Zwillingen wird wie üblich auch schnell breit streubar, was da in Spokane erstmals passierte. Und Mars steht außerdem begeistert und hyper-enthusiastisch über sich selbst und seine Männer-Freunde auf 0° Löwe (rechts das Mittags-Radix des ersten Vatertags). Neben der plutonischen Knaller- Konjunktion, die sich damit insgesamt schön durchsetzt. Da will also noch wer raus in die Welt und sein Ego, Ich und Selbst leuchten und sich amüsieren lassen.

Das Glänzen des eigenen Seins ist vielfach Feuer! Auch Jupiter, der in männlichen Angelegenheiten meist ein bescheidenes Wörtchen mitzureden hat, steht drum günstig, da Mars sich bereits in den Orbis des Sextils begibt. Hier wird Raum energetisch ausgeweitet. Und sogar der etwas wetterwendische Merkur beteiligt sich als Überträger alle Botschaften in schönster Einigkeit trigonal an dem neuen Erfolgs-Modell Vatertag. Wann auch immer wer nun wo wie feiert, gern genommen wird dabei die Ausflugs-Form in Gesellschaft anderer Väter und geistiger Getränke sowie des Vergessens dessen, was zuhause an Fron wartet. Wenn man in solchen krämerischen Kategorien denkt. In Deutschland immer schon beliebt, ganz in der Tradition der "Herrenpartien", die sich schon vor dem Vatertag im 19. Jahrhundert in der Berliner Gegend als Basis der modernen Männer-Gruppen entwickelte.

Vielleicht hat die Alkoholisierung bei all dem ja auch mit der zwar sehr weiten, aber doch erkennbaren Konjunktion von Mars und Neptun beim ersten Vatertag zu tun. Je weiter die großen Konstellationen im Orbis sind, umso später (zeitlich) zeigen sie sich richtig deutlich (sprich, sie schleichen sich meist ein - das gilt auch für's Geburts-Horoskop). Der Mars-Neptun ist nun auch immer ein Vertriebenen- und Wanderer-Aspekt, was stark dafür spricht, dass er hier seine Wirkung entfaltet und vorm kontrollierenden Skorpion-Mond (dem Klischee der Frau mit dem Nudelholz) die kleinen, neptunischen Fluchten antritt. Jedenfalls findet sich der Neptun im Horoskop genau zwischen Sonne-Pluto und dem 0°Löwe-Mars, dem agitierten Mann, der auch wieder was zu sagen haben will. Herzlichen Glückwunsch, so oder so schon mal, liebe Väter. An diesem Tag oder anderen - wir lieben euch besonders auch nüchtern!

Bilder (bearbeitet): Pixabay

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Sonntag, 19. Mai 2019

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