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Buntes

Clooney: Die Blumen der Bösen

Das letzte Rätsel der Menschheit

Manchmal kann man sich nur wundern: Solange anzunehmen ist, die Welt interessiert, ob sie sich nun rechts- oder linksherum dreht, ist sie wahrscheinlich auch noch ganz in Ordnung. Aber falls sich immer absurdere philosophische Fragen durchsetzen, sollte man langsam anfangen, an der cerebralen Entwicklung der angeblich kultiviertesten Spezies dieser Erde zu zweifeln. Zum Beispiel diese: Ist George Clooney nun schwul oder nicht? Das letzte große Rätsel der Menschheit. 

Während anderswo Euros fallen, Menschen umgebracht werden und sich eventuell am Rande noch der Hype um eine kleine, goldene Statue mit dem albernen Namen Oscar begreifen lässt, poppen überall wieder solche Grotesken auf. George Clooney, seines Zeichens der Ralf Bauer Hollywoods (also selbst Beinah-Politiker und Philosoph) sowie Stier Aszendent Fische, hat aber nun hochpersönlich etwas zum Unnennbaren gesagt, das ihm mit Sonne Opposition Neptun vermutlich schon lang auf der Seele liegt. Nein, er werde nichts zu seiner sexuellen Orientierung sagen. Und zwar aus politischen Gründen. Ein rascher Blick auf sein Chart offenbart, wo hier der Hammer hängt:

Pluto nähert sich aus 10 dem Quadrat zur Venus, Herrscherin 3 (Selbstausdruck) und 8 (Verbindlichkeit und Passion). Er will nun doch irgendwie (Neptun) auch mal mitbestimmen, was mit seinen sexuellen Vorlieben so ist. Oder eben nicht. Heraus kommt die typisch diffuse Hängepartie jenes obigen, verhinderten Königs-Aspekts. Aber es sieht souverän aus: Mond-Saturn-Konjunktion im Steinbock. Der Herr der taffen Gefühlsblockaden. Nun, was geht's uns überhaupt an, da selbst Metrosexualität nie in den Sternen steht? Wir mögen ihn und wir lieben es zu lästern...


Um mal ehrlich zu sein: Dass George, der spröde Kühle (siehe Mond-Problematiken und Sonne Stier in Haus 2) nun tatsächlich mal eigenhändig das Wort in der Sache ergreift, hat schon etwas für sich. Denn erstmal ist er mit dem Sonne-Neptun hinter Fische-Ac für das Leben sonst als Projektionsfläche gedacht. Und als solche schweigt man besser, damit man der Welt ihre netten Bilder nicht immer wieder kaputt schlägt.

Aber da wäre ja auch noch Sonne-Merkur-Uranus-Quadrat. Genug ist genug. Denn wenn man sich mit so viel Erde ab und an selbst etwas langweilig vorkommt (und es zweifelsohne auch ist), tut es ganz gut, auch ab und an den Rebellen auf den Tisch zu packen, der man zweifelsohne in der Freizeit sein kann. Siehe auch Mond und Anhängsel in 11.

Uns, als Astrologen, ist klar, dass dieser Mann auch mit einer anständigen Ranch in Texas ganz zufrieden wäre (den einen oder anderen Picasso und ein paar Lippizaner inklusive, wegen der Wertigkeit des Stierbetonten). Aber müssen es nun auch noch Brokeback-Mountain-Cowboys im Liebeswahn dazu sein?

George sagt jein. Weil er seinen schwulen Bekannten politisch (Mond in 11) nicht zumuten kann, richtig nein zu sagen. Aber es (Sonne-Uranus) auch andererseits gar nicht einsieht, zu bejahen. Denn cui bono? Wo er doch so gern ein Conter-Revolutionär wäre, den er auch noch in sich spürt. Und weltanschaulich bald sogar in einem Film mitspielt, der sich mit schwulen Ehen und so weiter beschäftigt. Der Schelm! Fazit: George sagt viel, ohne etwas zu sagen, was bei Merkur als Herrn 7 (der Öffentlichkeit, die eh alles besser weiß) auch das Beste ist. Da blühen sie wieder, die Blumen der Bösen...

Ihm kann's mit dem Fanatismus für die eigene Persona nur recht sein. Sicher ist die Unsicherheit: Hier zeigt sich wieder mal die typische, neptunisch-uranische Gemengelage, die einiges hermacht, ohne genug auszudrücken. Denn klar ist ihm selbst nicht, was eigentlich Sache ist. Oder sein könnte. Oder sein wird. Anzunehmen wäre bei Clooneys Konstellationen, um mal aus dem Nähkästchen zu plaudern: Er liebt jeden, der ihn liebt. Und ihm den Mythos spiegelt. Frauen erlebt er primär als bestimmend (Steinbock-Mond-Saturn und Widder Venus in 1), also hatte die Mama auch den Hut auf. Und ansonsten nimmt eben ein doch eher selbst-verliebter Löwe-Mars in 5 in leidenschaftlichen Stunden das Heft in die Hand. Männlich.  Auf der oder der anderen Seite.

Spieglein, Spieglein...

Dazu passt ein Vergrößerungs-Spiegel über dem Bett (Narziß lässt grüßen!), aber auch das Wegrennen, wenn eine der Damen, die er werbewirksam immer um sich hat, eventuell Kinder von ihm verlangt oder andere, befestigende Eindeutigkeiten. Mit denen hat es der gute George gar nicht so. Neptun in 8 lässt in punkto Verbindlichkeit alles offen. Und das ist gut so - denn so ist ein Clooney nun mal angelegt. Vorwiegend schön. Man könnte sich einige Fesselspielchen bei dieser Stellung durchaus vorstellen (aber bloß nicht zu fest und vor allem ohne kosmetische Folgen!) und einen minimalen Zug zum Blaubartsyndrom: Jupiter in 12 drückt nach Uranus in 6, wo auch Pluto sitzt, und damit die Allergie gegen Anpassung in jeglicher Form.

So sind auch seine klaren Statements zu verstehen: Haltet mich für einen, der besser weiß, wie wenig er weiß. Aber zählt mich, der ich euch so brauche (Stiersonne in 2) bitte, bitte nicht zu den euren. Ich muss hier raus. Andernfalls. Eitelkeit spielt bei Mars in Löwe in 5 eine der Hauptrollen des Hauptrollen-Maniacs Clooney. Als Lederfetischist ist er zwar astrologisch denkbar, aber irgendwie sonst nur mit viel Mühe. Also einigen wir uns auf die Tatsache: Er hat es schwer, weil der Papa ihm eine Konkurrenzsituation (den Sonne-Neptun) mitgeliefert hat, die er vermutlich durch all die schönen Männerfreundschaften, die er so pflegt, in den Griff bekommt.

Dahinter steckt ja auch etwas ganz Sensibles, das Clooney in Filmen auslebt, während er im Leben und vor Kameras ganz gern mal ziemlich mürrisch wirkt. Auch eine Sache des Mars, der immer knallhart gegen die Frauen und eigenen Gefühle (Mond gegenüber) powert und durch Saturn aus dem gesellschaftlichen Hierarchieempfinden ziemlich hart kontrolliert wird. Er darf nicht, wie er will. Aber er tut's. Und gern. Zu dieser Behauptung kann man sich durchaus aufschwingen. Mit wem? Wo? Wieso eigentlich?

Sonne-Neptun und Fische-Ac beantworten das. Sie sind am allerliebsten weiter Mythen. Höchstens ließe sich hier noch etwas Mitgefühl äußern, für die Ladys, die phasenweise Clooneys schönes Selbst-Szenario ausschmücken. Wobei das Drehbuch eigentlich immer feststeht. Dieser Mann braucht eine, die er in die Rolle von Margaret Thatcher drängen kann. Damit sein Mond-Saturn-Steinbock eine Fußangel hat. Um sie mit dem Mars wieder auszuhebeln, wenn sie dabei ist, sich in seinem Emotionshaushalt festzusetzen.

Ist er also? Oder ist er nicht? Völlig egal. Das geht auch nur ihn etwas an. Der Star, c'est moi. DAS ist George Clooneys sexuelle Orientierung. Mars Löwe in 5, abgesichert durch Stier-Sonne in 2. Nein, nein, nur nicht mehr diese Recherchen!  Die großen Fragen der Menschheit sind eben, wie die großen Fragen der Menschheit sind: unbeantwortbar.

(sri - 1.3.2012 - 19.39 h)  

 

 

 

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