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Buntes

Entgrenzung: Ist der Ruf erst ruiniert...

„Ich wollte niemanden beleidigen – aber jeder geht mit so etwas anders um, und für mich gehören Humor und Trauer eben zusammen.“ (Niels Ruf via Focus).

Beim Transit von Neptun über einen angeschlagenen Fische-Mars verflüchtigen sich vielleicht schleichend neben dem Verständnis für das, was andere komisch finden, auch noch die letzten Grenzen eines Bewusstseins über das, was man tut. Aber wer mit Pöbeln sein Geld verdient, hat wohl nicht nur bei solchen auflösenden Überläufen ein rätselhaftes Problem. Niels Ruf ist astrologisch voller Auto-Aggression. Oder - mit Mars chronisch im Quadrat zum Zwillinge-Stellium inklusive vorgeschalteter Sonne - stets in Gefahr, selbstverletzend zu werden. Das kann einem leidtun. Denn dann hat einen keiner mehr lieb, wie es sich ein feinsinniger Fische-Mars eigentlich wünscht. Sondern es demütigt einen das RTL, das einen als Tänzer nicht in Shows nachrücken lässt, und das eigene Management trennt sich vielleicht sogar.

Dass der Ruf (vermutlich auch noch mit Pluto über Mond und sicher mit knirschender Uranus-Uranus-Opposition zur Zeit) sich selbst ruiniert, indem er sich aufmachte, für paar Likes mehr in sozialen Netzwerken den Tod von Roger Cicero per "lustigem" Tweet (siehe weiter unten) zu vermarkten, zeigt aber erst das ganze Ausmaß des Hasses auf alles. Die Welt, ihre angebliche "Humorlosigkeit" und den Rest. Sprich: Auf sich selbst vor allem. Da ist ein Mars in seiner Wut eher wahllos. Die ersten Relativierungen des Niels Ruf, die man versuchte, als Entschuldigungen zu lesen, hielten auch nicht lange. Schon beschimpfte er die sozialen Netzwerke, von denen er lebt, wieder als "Ihr dummen Sturmtruppen!" Ja, Neptun-Transite über Mars sind für Männer noch mal besonders schwierig, wenn sie nicht geben können. Da sie manchmal die Initiative verwirren bis schwächen und eine Weile ein Ego-Verbot aussprechen (das Fische-Mars ja sowieso hat). Was dann aber noch größere Probleme macht, wenn man sich einfach weiter darüber hinwegsetzt. Und fortan auf Ego-Cluster anderer Planeten ausweicht. Dann ist man plötzlich auf der Flucht vor allen die einen hetzen.

Und weiß neptunisch gar nicht recht, wieso. Da macht auch Niels Ruf keine Ausnahme, den man gar nicht mehr nur "Enfant Terrible" nennen mag, weil das zuviel seiner Losigkeiten als kleine Stil-Fehler beschönigt. Dabei geht es um einen satten Mangel an Selbst-Einschätzung. Nicht nur um schlechten Geschmack. Bei ihm tut es einem besonders leid, dass man seine hinlänglich bekannten Rituale der Gehässigkeit nicht im zeitlich eingenordeten Radix verfolgen kann - in ihrem ganzen Ausmaß über die Felder-Besetzung. Man könnte so viel daraus lernen, vor allem, wie andere es genau anders machen, die mit ähnlicher Verführbarkeit zum Auskeilen geschlagen sind. Aus Selbstschutz. Aber auch so ist ja schon einiges an den Anlagen des Mannes in Ruf sichtbar, der sich da irgendwie (ein Fische-Wort) als Gestalt des öffentlichen Lebens etabliert hat. Wenn man auch nicht wirklich weiß, wieso. Vorab: Fische-Mars ist sonst eine feine Stellung. Sensibel, durchlässig, oft sogar ängstlich. Er neigt nur dann zu Regel- und Zügellosigkeiten, falls ihm irgendwo unterwegs im Kosmos der Durchlässigkeit das Mitgefühl, das er eigentlich so grenzenlos hat (genau wie einen Hang zur Spiritualität), aus irgendwelchen Gründen verloren geht. Oder wenn Saturn gerade (oder immer im Chart) schwächelt.

Eine Ursache für Rufs Entgrenzungen spiegelt sich astrologisch durchaus auch in seiner Zwillinge-Ausstattung, die nicht nur vom Mars angegriffen wird, sondern auch umgekehrt den Mars attackiert. Venus nimmt hier Sonne-Merkur und Saturn in den Orbis mit. Zum schwiemelnden Neptun kommt dann also noch der Uranus in Opposition zu sich selbst gerade (und auf Chiron) und das sich trennende Uranus-Pluto-Quadrat in Bezug zum Mond, sowie Saturn: Immer alle Neune auf die Zwillinge. Muss man sich darum derart aufführen? Nein. Aber das sind schon einige Knaller und bei dem Horoskop dazu die Konflikte in sich. Viele Seelen, nicht nur zwei. Der dreiste Herr Ruf fühlt sich unter Umständen genau dann gerade sehr männlich, wenn er seine eigenen Gedankenwelten zerstört. Indem er andere noch kaputter macht, als er sich selbst manchmal fühlt. Unzureichend. Das passiert schon mal, wo ein Fische-Mars leer wird, ungefüttert, venus-los ist. Dann agiert er leicht hohl. Weil konfus und ungeliebt. Das ist eigentlich traurig, führt aber bei anderen zu Entwicklung. Und bei ihm? Man weiß es nicht. 

Vielleicht redet und schreibt sich Ruf (Mittags-Radix rechts) einerseits um Kopf und Kragen, weil den Luft-Teams unter uns Normalsterblichen mit ihrem Gedanken-Stolz nun mal das Web in der letzten Jahren so sehr entgegen gekommen ist und eine gewisse Selbstherrlichkeit des Denkens beförderte. Mitsamt der Bugfiguren, die eigentlich nichts konnten, aber mitten ins Leben stampften, indem sie schrieben - an viele. Darunter Kluge und Dumme. Was ein Vorteil und Nachteil war. Hauptsache Ausdruck. Hauptsache Leser. Zuhörer. Die Grenzen verschwammen, die früher durch kleinere Streu-Breiten gesetzt waren. Da kommt der Neptun in den Fischen nun so stark ja gerade recht, um all die Auswüchse des Beliebigen in der ihm eigenen chaotischen Art auszugleichen.

Er beregnet alles einfach mit Unsinn, was vorher unter Sinn-Verdacht stand (schlicht, weil es veröffentlicht war), und alles ist wieder in seiner (Un)-Ordnung. Insofern ist Herr Ruf mit seinen Tritten auch nur ein Kind der Zeit, die sich selbst wie ein Exempel statutiert. Keine Tabus mehr. Keine Regeln. Keine Grenzen. Und schon bin ich besonders. Eine Weile funktionierte fast die gesamte Medienwelt so - nur nicht so ausgeprägt. Das, was an Infotainment und seinen Moden nicht bewusst ist (und in der Gefahr steht das veränderliche Kreuz ja immer), wird aber nun so inflationär, dass der Saturn als "Rückseite" des Merkur seinen Dienst tun muss und wird. Die ersten Rufer in der Wüste fordern Struktur der Inhalte. Tabus. Back to the roots. Aber geht das? Nun, irgendwann wird es vielleicht also auch wieder Güte-Kriterien des Veröffentlichten geben, wie sie bislang fast verschwunden sind. Aber nicht so bald.

Mars auch auf 8-10 Fische und damit gerade unter Neptun: 

Paris Hilton, Pete Doherty, Daniel Cohn-Bendit, Niki Lauda

Bis dahin reden und schreiben sie, die Rufs, mit ihren merkurischen, uranischen, neptunischen Konstellationen in Mustern, wie Wellen und Windstöße. Auch eine Seite der Freiheit. Er, der Niels, speziell Zeug, das dazu angetan ist, Löcher zu stopfen, in sich. Wo andere zum Therapeuten gehen.

Seine weite, aber zweifellos noch vorhandene Venus-Saturn Konjunktion mit ihren großen Ängsten vor Ablehnung will überlagert sein. Sonst tut es zu sehr weh, bei einem sensiblen Fische-Mars, der schwächelt. Sonst hat man ständig selbst das Gefühl, dass einem in die Knie geschossen wird. Dagegen redet dann auch Venus-Saturn gern an. Zunehmend vernagelt. Wenn sie nicht stark werden will und erwachsen. Angegriffen von besagtem Fische-Mars im Quadrat, hat am Ende dann keiner mehr Spaß. Vor allem ein Niels Ruf selbst nicht und pöbelt noch schwerer weiter.

Einer, der es anders macht und am selben Tag im selben Jahr geboren ist wie Ruf, heisst übrigens Noel Fielding. Ein britischer Komiker, der jetzt, statt lebendige und tote Leute anzugreifen, bizarre Rollen spielt, statt bizarre Rollen zu sein. Und gerade lieber eine Amerika-Tour angefangen hat und da seine Kreativität des Fische-Mars unter Neptun auslebt, statt sich mit ihr im Orkus der Geschmacklosigkeiten zu verewigen. Niels Ruf dagegen nennt sich nun auf Twitter "Je suis Niels" (analog zu Je suis Charlie). Denn siehe, er hört nicht auf mit dem Herumreiten auf seiner Grandiosität und der Kleinheit anderer. Nur wird das diesmal nicht ohne Konsequenzen sein, denn "Je suis Niels" hat ja nicht nur Neptun-Mars (und damit Neptun-Venus-Saturn - was leicht zu Konkursen führen kann). Sondern auch noch Saturn Opposition Venus-Saturn. Das Leben ist dann manchmal besonders schwer, selbst für den mehr oder weniger eleganten Schwätzer. Den ewigen Knaben als Archetyp der Zwillinge, der mit den Fischen im Gepäck entweder mit der Zeit andere Götter findet als sich selbst oder bloß noch mehr Schwachsinn macht. Womit er vom Applaus der Antwortenden abhängig bleibt, lebenslang. Was für eine Verschwendung.

Bilder (bearbeitet): Morientes1 (Own work) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons + Twitter

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