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Tuffi - der fliegende Elefant

Es war an einem heißen Sommertag im Juli 1950. Genau genommen heute vor 66 Jahren, als Neptun noch in der Waage und Pluto noch im Löwen stand. Damals, 1950, gab es bei uns hier in Deutschland nicht mal noch Fernsehen zur Unterhaltung. Lediglich Radiosendungen konnte man auch zuhause geniessen, für alles andere musste man sich noch „nach draussen“ begeben. Und hoffen, dass vielleicht ab und zu mal ein Zirkus in die Stadt kam, so wie der „Rennbahn-Zirkus“ von Franz Althoff. Althoff, eine Fische-Sonne auf Null Grad hatte schon immer eine Vorliebe für Tiere in der Manege, selbst ich kann mich noch an die farbenfrohen Kostüme von Pferden und Elefanten erinnern.

Aber wenn man als Fische-Sonne Neptun dann in Opposition zu Uranus stehen hat, dann sucht man halt immer auch das Außergewöhnliche und geht dabei auch recht ungewöhnliche Wege. Auch um die nötige Aufmerksamkeit zu bekommen für das eigene Unternehmen, denn wie gesagt, damals musste man noch werben ohne „Netz und doppelten Boden“ und alles worüber die Zeitungen freiwillig berichteten, war im wahrsten Sinne „Gold wert“.

Als Dompteur und Zirkusdirektor hat man es auch nicht besonders schwer geeignete Kandidaten zu finden, mit denen man dann durch die Lande fährt und ein wenig Farbe in den tristen Alltag bringt. Althoffs Lieblings-Elefanten-Dame hörte auf den Namen „Tuffi“, kam aus Indien und war damals, an jenem Sommertag 1950, gerade mal 4 Jahre alt. Sie hatte schon so einiges erlebt, war mit Althoff zusammen Straßenbahn in verschiedenen Städten gefahren, hatte den Weihwasserbrunnen in Altötting leer getrunken und in Duisburg eine Hafenrundfahrt mitgemacht. Tuffi war scheinbar völlig immun gegen Außenreize und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.

Und wie Menschen eben so sind, wenn alles gut läuft, dann ist man schnell versucht, noch einen Gang zu zulegen. Als Althoff mit seinem Zirkus wieder einmal im Ruhrgebiet gastierte, nahm er dann Tuffi einfach mal mit nach Wuppertal. Denn dort gab es die weltberühmte Schwebebahn, das sicherste Verkehrsmittel der Welt, dass aber trotzdem optisch spektakulär seine Kreise über der Stadt zog. Irgendwie muss sich Althoff dann gedacht haben, dass es für eine junge Elefantendame keinen großen Unterschied macht, ob sie nun in einer Strassenbahn mitfährt oder in einer Schwebebahn. Flugs wurden also alle behördlichen Hürden aus dem Weg geräumt, die Presse eingeladen und am Vormittag des 21. Juli 1950 war es dann so weit.

Nachdem man für sie vier Tickets zweiter Klasse gebucht hatte (immerhin wog Tuffi schon damals knapp 700 Kilo) und sie endlich im Waggon Platz gefunden hatte, setzten sich die Schwebebahn in Bewegung. Nur waren auch vielmehr Pressevertreter mitgekommen als ursprünglich geplant und es kam wie es kommen musste. Zumindest an diesem Tag und in diesem Moment.

Tuffi wurde immer unruhiger, suchte nach einem Ausgang, fand keinen, drückte deshalb die Seitenwand eines Waggons samt Fenster ein und stürzte dann knapp zehn Meter tief in die Wupper. Und wie durch ein Wunder landete sie dort unten in weichem Schlamm, holte sich nur ein paar Kratzer, aber kam ansonsten mit dem Schrecken davon (für alle Tierschützer und Elefantenversteher: Tuffi wurde 49 Jahre alt…). Jetzt sollte man denken, dass es davon dann auch aussergewöhnliche Fotos gab, aber die Herren und Damen der Presse hatten vor lauter Aufregung keine Bilder gemacht und so wurde flugs eines „gefaked“, dass einen Elefanten zeigt, der aus einer Schwebebahn fällt. Damals, 1950, als es noch nicht mal Fernsehen, geschweige denn Computer oder Photoshop gab.

Nimmt man das alles zusammen, dann muss man davon ausgehen, dass es in diesem Augenblick ganz besondere Konstellationen gab. Und natürlich, Mond und Neptun standen nur noch wenige Minuten von einer Konjunktion entfernt, in die auch noch Mars mit eingebunden war. Gleichzeitig aber stand Venus an der Himmelsmitte, während ein fast exaktes Trigon zwischen Jupiter und Uranus das kosmische Spektrum dominierte.

Insofern also einerseits kein Wunder, dass die Situation unkontrollierbar wurde, andererseits aber der Schaden relativ klein blieb. Und natürlich hatte auch Franz Althoff damals die üblichen Auslösungen, die mit solch einer Erfahrung verbunden sind.

Zum einen ein ganz exaktes Quadrat der aktuellen Sonne zu seinem Radix-Mars, während schon seit geraumer Zeit seine anfangs angesprochene Opposition zwischen Neptun und Uranus unter der Quadratspannung von Neptun stand in dieser Zeit. Und genau das wurde eben an jenem Tag durch den Mond nochmals verstärkt.

Vor genau 66 Jahren.

Vieles hat sich seitdem grundlegend geändert im Leben der Menschen, Transite und Auslösungen waren aber anscheinend schon damals genauso wirksam wie heute. 

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