Loop!

Buntes

Wenn es regnet, spann den Schirm auf

000venus"Nach und nach wird uns klar, dass wir in jeder gegebenen Situation drei Möglichkeiten haben: Genießen, Verändern oder Akzeptieren. Du bemerkst sicher, dass "Ertragen" nicht dazu gehört."

("Wir" - Anderson/Nadel).

Zwillinge Venus ist klug. Sie geht den Weg der Lösungen. Sie ist sogar so klug, dass sie die kleinen Bauklötzchen, aus denen Merkur unsere Weltbilder immer zusammensetzt, so sehr lieben kann, dass sich daraus ein großes Ganzes rückbildet. Bis die sonst leicht bröckelnden Details aus Ideen, die er dann auch gern wieder auseinandernimmt, fast so heil aussehen wie im Schützen gegenüber. Als ich mir letzte Woche überlegte, was mir zur Venus in den Zwillingen einfällt (außer dem luftigen Geräusch, wenn sie vorüberweht, in all ihrer Schnelligkeit - wuuusch!), dachte ich sofort an das Buch: "Wir - ein Manifest für Frauen, die mehr vom Leben wollen." 

Allerdings hörte sich das im ersten Moment schon so an wie eins dieser esologischen "Du reichst nicht wie du bist"-Werke ('...aber wir werden dir jetzt beibiegen, wie du dich zwangsverbesserst!'). Dann war ich aber auf "Agent Scully" als Mitautorin gestoßen, die Schauspielerin Gillian Anderson, eine Löwe-Frau, die ich mit praktischem Lebenscoaching nie in Verbindung gebracht hätte.

Beim Blättern begegnete mir in ihrem Buch Venus, Venus, Venus und zwar in ihrer geistig hoch produktiven Form so überraschend einnehmend, dass ich zuende las. Ungewöhnlich bei etwas aus diesem Optimierungs-Kontext. "Wir" erschien, das überraschte mich dann schon gar nicht mehr, natürlich 2017 auch noch an einem Fische-Tag, als Venus und Merkur sich in Widder-Fische aufeinander spiegelten. Wie stets projiziert hier das astrologische Signum des Publishings Inhalt und Autor in ihrem Ansatz. Auch Gillian Anderson hat eine klar merkurische Venus-Anlage: Bei ihr steht sie in Jungfrau in 1 und beherrscht Merkurs Haus 3 des Selbstausdrucks mit Waage angeschnitten. Alles wie es sein soll, eine andere Variante der Zwillinge-Venus. Sie ist neben aller Freude an der Schönheit geistiger Lösungen ja auch sehr pragmatisch.

"Mach jetzt einen Anfang, indem du das empfindest, was empfunden werden muss, dich nicht in Dinge hineinsteigerst und dich dann zur Verfügung stellst, um eine andere Frau, der es genauso geht wie dir, auf ihrem Weg zu begleiten." ("Wir" - Anderson/Nadel)

Genau das haben  die beiden Freundinnen miteinander getan, wie sie in ihrem Manifest schreiben. Von Jennifer Nadel gibt es keine Geburtsdaten, aber dass sie auch eine Venus hat, darf man annehmen ?. Lang waren beide selbst verwirrt, wie viele von uns. Im Gefühl unzureichend zu sein in dieser immer komplizierteren und unüberschaubaren Welt. "Wir" ist ein wirkliches Übungsbuch mit vielen Hinweisen darauf, dass es einfacher geht. Nicht nur für die fleißige Luft-Venus - in diesen fantastischen Zeiten, die konfuser sind als vieles zuvor, weil man zwischen Wunsch und Wirklichkeit, Begrenzung und Möglichkeit, Saturn und Neptun, oft nicht mehr unterscheiden kann. Wo uns vorgegaukelt wird, dass alles erreichbar ist, wenn wir es nur wollen und als zu erfüllende Aufgabe "in den Himmel schicken". Was allerdings Uranus dort dann oft mit diesen vielen fliegenden Früchten der allgemein aufgeblasenen Ego-Wunschnatur macht, ist manchmal so überraschend wie sein Wesen: Er kann so störrisch sein und gegen halten, dass wir uns besser von unseren Wunschvorstellungen trennen, bevor wir uns noch frustriert und unerleuchtet erschöpft beten. Zu viel zu wollen, ist genauso verantwortungslos, wie sich zu wenig zu gestatten.

venusgemini

Ja, man kann natürlich vieles selbst verändern, durch die berüchtigten, geistigen Positions-Schwenks, den anderen Blick - das sagen auch die Wert-Maßstäbe von Zwillinge-Venus. Aber nur, so lange es prioritär das Innenleben angeht und keiner von uns verlangt, etwa ein brennendes Haus allein zu löschen. Wobei genau diese gern konsumierte "Wunschring" Politik aus spirituellen Verkäufer-Settings dem aufgeblähten Selbst unendliche Verantwortung anlastet. Wenn du krank wirst, zum Beispiel, hast du aus dieser Sicht offenbar deine Lektion nicht gut genug gelernt oder nicht richtig gewünscht oder dich falsch geöffnet. Da wird es für mich happig und menschenverachtend. Umso dankbarer war ich, dass die Autorinnen von "Wir" tatsächlich Venus in den Zwillingen verkörpern, aus dem eigenen Leben berichten und raten, immer nah am Wirklichen zu üben, Welt anders zu sehen und zu leben.

Den allgemeinen Drang der explodierenden Licht & Liebe Szene, sich dabei als omnipotent zu erleben, gehen sie venusisch-merkurisch viel praktischer an. Das erinnerte mich an das bedeutsame Prinzip der Zwillinge Venus, die den Geist liebt, aber nicht feiert. Sie sucht ja nicht illusorisch gleich Erlösungen wie ein ausgespactes Fische-Prinzip auf Abwegen. Sondern erstmal gute, lebbare Lösungen, die den Vielen nützen. Und hier, weil es um Venus geht, besonders Frauen. Venus in den Zwillingen unterscheidet vom Merkur, dass sie gebärend bleiben kann im mentalen Prozess. Nicht alles in winzige, faktische Einzelteile zerhackt, was dann mühsam wieder aufgebaut werden muss, um ein rundes Gesamtbild zu ergeben.

Venus in den Zwillingen sieht, was die Aufgabe ist, um Alltag zu er-leben, nicht durchzustehen. und dann geht man es an. Anderson und Nadel sehen sich und uns alle als "Aktivistinnen" des Daseins, mit dem Job, das Maß vermeidbaren Leids in der Welt zu reduzieren und Akzeptanz zu praktizieren.

"Sobald du aufhörst, den Regen aufhalten zu wollen, kannst du deinen Schirm aufspannen und dich unterstellen, bis der Schauer vorbei ist. Oder besser, einen Weg finden, das Wasser zu sammeln und sinnvoll einzusetzen."

Das hat mir, ganz passend zur gerade überlaufenden Venus, als ich das Buch las, so gut gefallen. Ein mental sehr reger, gleichzeitig pragmatischer, aber von der Liebenswürdigkeit der Zwillinge, der praxisnähe der Jungfrau, der Großzügigkeit des Schützen und von Träumen und Mitgefühl der Fische getragener Ansatz, wie man ein gutes Leben aus viel gegenwärtigem Chaos destillieren kann. Nicht nur als Frauen. Aber auch.  

abstractJa, man kann ganz klar vieles selbst tun, durch Positions-Veränderungen und den anderen Blick - das sagen auch die Wert-Maßstäbe der Zwillinge-Venus. Aber nur, so lange es wirklich prioritär das Innenleben angeht und keiner von uns verlangt, etwa ein brennendes Haus allein zu löschen. Wobei andererseits diese "Wunschring" Politik jedem aufgeblähten Selbst auch unendliche Verantwortung anlastest. Wenn du krank wirst, zum Beispiel, hast du offenbar deine Lektion nicht gut genug gelernt. Da wird es für mich happig. Umso dankbarer war ich, dass die Autorinnen den allgemeinen Drang der explodierenden Licht & Liebe Szene, sich als omnipotent zu erleben, venusisch-merkurisch praktischer angehen.

Auch Zwillinge Venus sucht ja nicht illusorische Erlösungen wie etwas ein verirrtes Fische-Prinzip (das sonst die wundersamst fließenden Erkenntnisse haben kann), sondern gute und machbare Lösungen, die möglichst den Vielen nützen. Darum ist es ja diesmal Venus, die gerade Zwillinge besetzt, nicht Merkur. Zwillinge-Venus ist der Beginn einer fraktalen Weltsicht in den fallenden Zeichen und Häusern, wo man mit der Sympathie für die geschmeidige Erkenntnis durch Wissen beginnt und beim Ahnen des größeren Namenlosen endet, um neu mit wissenden Einsichten zu beginnen. Sie erzählt daher vom Großen, was im Kleinen steckt. Sie kann denken und lieben gleichzeitig, was ein unschlagbarer Vorteil gegenüber allem ist, was merkurisch nur unter-teilen möchte und kann. Wissen schafft Tun schafft Weisheit schafft Mitgefühl - für andere. Der Kreislauf der veränderlichen Zeichen.

Damit bringt Zwillinge-Venus auch eine spezielle Würde in alles Aufklärerische zurück, wie sie uns, allein im Reißwolf zwischen all den Fakten bis zum Kosmos von so viel geheimnisvoll bis unheimlich Faktenfremdem, manchmal verlorengeht. Und Frauen wie Anderson und Nadel (Journalistin, u.a. für BBC), aus so unterschiedlichen Ecken, aber voller Liebe füreinander und andere (die man spürt), tun das auch. Mit Büchern wie ihrem Lebens-Manifest. Wo wir so schöne Sätze finden - auch zufällig von Menschen mit Zwillinge-Venus, wie der Kolumnistin Ann Landers (*3.7.1918 - auch bekannt als "Eppie Lederer"):

"Sich an seinem Groll festzuhalten heißt, jemanden, den man nicht ausstehen kann, mietfrei in seinem Kopf wohnen zu lassen!"

Bilder (bearbeitet): Pixabay - Textauszüge: "Wir" (Anderson/Nadel, Integral 2017

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