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Black Friday im Kaufrausch

000fridayOrdentlich Geschäftssinn sollte als merkurisch-venusischer Touch einfach in so einem Handels-Event mit drinstecken: Und ja, wirklich, das einst erste (mit Datum benannte) Horoskop der neuesten Traditions-Übernahme aus Trump-Land zeigt natürlicherweise die beiden Händler-Planeten in Höchstform auf der Geldader: Der Black Friday hatte 1961 zu Mitternacht in Philadelphia tatsächlich Jungfrau AC und Herrn Merkur plus Venus als Herrscherin 2 im Bereicherungszeichen Skorpion in 3 - bei besten Funktions-Mechanismen.

So wurde aus dem Tag nach Thanksgiving jährlich eine einzige, riesige Kommerzparty der Handelsarroganzen und -mächte (Pluto am AC), mit Milliarden, die teilweise in Stunden über den Tresen gehen. Was sich jetzt auch hier plötzlich einbürgert. Ein Ereignis also, nur dazu gedacht, Menschen vor Weihnachten möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen, das sie meist gar nicht mehr haben (Neptun im Boot!). Passender kann ein Radix also gar nicht sein.

Wir schauen 1961 mitternachts dazu an, da einerseits das Jahr vielfach überzeugt genannt wird, wenn es heißt: Seit wann gibt's das denn? Obwohl der Kaufrausch vorm Fest schon seit den 50ern unter der Hand so hieß. Aber erst danach bekam der Wahnsinn Methode, als die Business-Manager überlegte, den Namen quasi offiziell in "Big Friday" zu ändern. Da sich "Schwarz" doch in Sachen Handel so negativ anhörte. Bloß setzte sich dieser Nick nicht durch - wie auch, wenn besagter Old Black Pluto am AC steht? Jener Freitag, über den sich nun auch der europäische Handel freuen soll, blieb also seither tiefschwarz wie die gesichtslose, schwarze Materie einfallender Shopper-Horden. Oder auch wie die Zahlen, die Geschäfte ab da plötzlich wieder schrieben. 

blackfridayphilWie man sieht (rechts Black Friday 1961), steht nicht nur, wie schon gesagt, höchst erfolgreich der gute, alte Pluto, Herr des Reichtums (8 = generell Geld der anderen!), am Handels-AC Jungfrau, vom Zwillinge-Mond am MC mit seinen vielen und immer sehr guten Geschäfts-Ideen flankiert. Wäre das ein Mensch, wäre er ein begnadeter Shopper. Als Ereignis sieht man dann sofort mit Venus als Herrin 2 in 3 (der Funktion), was alles an Optionen für das große Weihnachtsbusiness noch in der Idee steckte, ab dieser Phase quasi offiziell im Verkauf auf Merry Christmas hinzuarbeiten und alle Energien darauf umzuleiten. Vor alem die emotionalen Kräfte.

Am DC sitzen mit Fische die träumenden Kunden (denn Neptun steht mit den Händlern Venus und Merkur!) und stimmungsvoller könnte sich ein Radix für einen solchen strategisch gezielten (Waage in 2) Einkaufsschlager kaum gestalten. Lasset die Gelder fließen. Irgendwo ist nach dem familiensinnigen Thanksgiving mit seinen Streits immer jemand, der seine Dankbarkeit dann nicht anders als durch Konsum zeigen kann. Wie es überhaupt so modern geworden ist.

In USA sowieso, weshalb auch wir hier als Nachzügler des Business nun dran glauben müssen. (Sonne-)Mars in 4 und Mond-Mars Opposition belegen, dass einem hier die Emotionen regelrecht aus- und eingetrieben werden - sprich, wie aggressiv solche Verkaufs-Strategien dann ziehen.

Mit Wehmut um Weihnachten lässt sich doch immer am besten Geld machen, auch hoch-manipulativ (Mars und Pluto an den Achsen). Nicht zu kaufen ist da fast Gotteslästerung. Wer weiß, dass seit ein paar Jahren im schönen Amerika dann auch schon nachts die Geschäfte zu diesem Dollar-Ehrentag öffnen, erklärt sich Pluto kurz vorm Aufgang noch mal anders, buchstäblicher. Er unterstützt hier beinhart, zwanghaft und besessen das Funktions- und Durchsetzungs-Prinzop des Merkantilen. Wer sich davon fangen lässt, ist selbst schuld, als mündiger Kunde, der seine Droge braucht. Alles neu, neu, neu.

Kein Wunder, dass der Tag letztlich damit aber auch genau so heißt, wie der "dies ater" (Schwarzer Tag) in Rom, aus dem später mancherorts ein schwarzer Börsenfreitag wurde. Der Black Friday vorm Christfest soll als Gegenmodell vielleicht auch so etwas wie ein Bann-Omen darstellen. 😎

Bild (bearbeitet): Pixabay

  • Der "Black Friday" klingt ja fast wie ein weiteres Versprechen, ein Tabu unterlaufen zu helfen. "Verbotenes Kaufen" hat nach den Ankündigungen eines günstigen Konsumklimas vor allem im Netz so etwas wie einen okkulten Appeal. Die Belastung, sich für Essen im Überfluss auch noch bedanken zu müssen, schreit nahezu nach einer solchen Befreiung. Lilith in Verbindung mit Jupiter am letzten Freitag unterstreicht für mich dieses plumpe Anstacheln zum Aufbegehren gegen eine künstlich aufgebauschte Sorge, der verehrte 'Verbraucher' könnte im beleuchteten Bereich des Angebotsterrors hintergangen werden. Lilith steht ja auch im Geburtsradix nah bei Pluto, aber eben unter dem Horizont.

    Ich habe selten so eine schlüssige Interpretation für ein kollektives "goldene Gans" - Thema gelesen, in dem Pluto und Mars für das "Durchsetzungsprinzip des Merkantilen" in einer der Banalität des Ganzen gerecht werdenden Weise vorgestellt werden gegenüber der Eindimensionaltät des Brachialen, in der Mars/Pluto sonst i.d.R. übersetzt werden. Die Auswirkungen des "Marktes" sind freilich brachial, aber wir alle machen da mit und setzen damit unser Konzept von Reichtum gegen all jene durch, die sich dafür ausbeuten lassen müssen.
    Der Uranus/Chiron sieht mir nach einem Übersprungsreflex aus. Noch liegt der Turkey schwer im Magen, da bedankt sich Gott durch massenweise kleine Preise für das Opfer, dafür auf unsere Unsterblichkeit zu verzichten.

    28.11.2017, 2:26
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