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Buntes

Drei Jungs für Venus und Jupiter

Sport ist manchmal ziemlich langweilig, und manchmal lässt er einen die Astrologie lieben: Sie wirken wie hübsche Drillinge, zwei von ihnen sogar im selben Jahr (1980) geboren, im Abstand von gerade mal ein paar Wochen, der dritte nur wenig älter: Die Cracks der Woche - Tommy Haas (Tennisspieler), Adam Scott (Golfer) und Bradley Wiggins (Radfahrer) haben gerade Gewinn, Sieg und Entzücken gepachtet. Alle drei sind sie Sportler, alle drei mit äußerst angenehmen Venus-Stellungen und initiativ, herausfordernden Mars-Positionen versehen. Außerdem hat das dreifache Lottchen sehr, sehr günstige Zwillinge-Faktoren im Gepäck. Das zahlt sich gerade aus. Wie alles unter Venus.

Wo Wiggins und Scott eine (im Geburtsjahr genau wie in diesem auch,  rückläufige) Venus haben, sitzt bei Haas der Jupiter. Alles feinstens bestrahlt vom akuten Schütze-Herr-Zulauf, der sich noch einige Zeit im Zeichen der zwei Köpfe abspielen wird. Und natürlich: Venus, die es momentan in sich hat. Für alle, die flexibel sind. Die seltene Passage der Sonne vor kurzem bringt auf Zack, wenn einer Venus oder Jupiter dort im Luft-Element stehen hat. Auch die sportlichen Drillinge bekommen dabei ihre dicke Portion Glück ab. Denn alle haben sie außerdem noch die Monde in Luft- oder Feuer-Element. Und zusätzlich während Mars langer Reise durch Jungfrau Kraft und energetische Initialzündungen gesammelt. Denn selbst der Kampf-Planet steht bei allen ziemlich günstig. Wie es sich für Sportler gehört.

Lauter Premieren: Tennis-Haas mit Krebs-Mars Quadrat Venus-Merkur schickt sich gerade an, den historischen Hamburger Heimsieg einzufahren. Radel-Wiggins scheint der erste Engländer zu werden, der mit Mars-Jupiter-Konjunktion von Löwe knapp nach Jungfrau vorn, Quadrat Neptun, die Tour de France gewinnt. Und Golf-Adams schließlich, waschechter Jungfrau-Mars Konjunktion Saturn, Quadrat Neptun, hat mit vier Schlägen Puffer die Schlussrunde der British Open erreicht. Eigentümliche Gemeinsamkeiten. Nette junge Männer mit netten Konstellationen. So viel Glück auf einmal macht sie nicht nachdenklich, sondern noch visionärer. Mehr davon. Kampf. Sieg.

Tommy Haas - ohne Geburtszeit - Tennis-Goodie, der schon mit vier Jahren zu spielen begann, war trotzdem häufiger mal ein Pechvogel. Er hat alles - außer dem ganz großen Sieg und der Routine beim Gewinnen.  Zum Beispiel den einen rückläufigen Merkur, der zum momentanen Retro-Mundan-Merkur passt. Was man nicht glauben mag - da fangen Menschen an, plötzlich abzudrehen, loszuziehen, einzufahren. Wo anderswo die Laptops streiken oder Elektrogeräte plötzlich über den Jordan gehen. Aber rückläufig passt zu rückläufig. Das holt das Letzte an denkerischer Reserve heraus. Und  den ganzen Pool des Zielbewussten in den Vordergrund.

Übrigens hat Wiggins wiederum auch seinen Merkur an fast derselben Stelle im Widder. Wenig grübeln, lieber reinhauen, kann das heissen. Aber auch: Es will. Und zwar im Kopf. Haas' Jupiter freut sich an der zulaufenden Venus und gibt der Ratio zusätzlich Stütze, die ansonsten strategisch vielleicht manchmal etwas löchrig wirkt. Sie sitzt bei dem Tennisspieler allerdings im Radix körperlich doppelt stabil, im eigenen Zeichen, und baut immerhin die sichernde, ausdauernde Physis immer wieder auf. Erholen kann man sich auch später. Bleibt zu hoffen, dass Mars auf Pluto Tommy Haas nicht doch wieder Anlaß zur Wut einimpft und Rot sehen lässt. Aus Ärger, weil im letzten Moment wieder etwas schiefgeht und langersehnte Meriten irgendwo im Orkus verschwinden. Mit dem Aspekt ist es aber auch drin, dass er all den Frust über die Blockade-Karriere eines Doch-Eigentlich-Goldjungen jetzt auch nutzt, um die Bälle härter übers (statt gegen) das Netz zu knallen. Dann Hamburg, freue dich. Dein Sohn ist ausnahmsweise mal auf etwas weniger talmihaftem Erfolgskurs. Wenn er sich mit Sonne-Opposition zu Pluto im Radix nicht in irgendwelche Vorstellungen verbohrt.

Bradley Wiggins, Stier-Sonne mit entsprechendem Waage-Mond-Pluto (Biss!), hat einerseits mit der Venus auf Kurs Richtung Geburts-Venus mehr Glück als Verstand. Aber andererseits eben doch auch mit Kräfte-Verschleiß zu kämpfen, wenn Merkur rückläufig seine Sonne quadriert. Schon sagt man: Der gewinnt. Das setzt aber den Körper unter Druck, der eigentlich nur "sein Ding" machen will. Eine stierische Angewohnheit. Wenn da Klischees aufspringen, die einen als britischen Helden in französischen Kurven bereits hochleben lassen, kann das auch des Zwangs zuviel werden. Andererseits ist Löwe-Mars (und erst recht mit Jupiter) eitel genug, dann alles aus den geschundenen Waden herauszuholen, was eventuell drinsteckt. Mit diesem Mond-Pluto im Venus-Zeichen scheint Wiggins für Bilder, die Welt ihm überstreift, relativ empfänglich zu sein. Der plutonische Kampf um Beliebtheit beim Volke ist seelisch zwar hart, aber letztlich nicht zu vermeiden. Er kann es packen. Wenn er den Größenwahn des Löwe-Mars im Koffer lässt. 

Seinen Saturn-Transit über Merkur (Opposition) hat er vermutlich (keine Geburtszeit) hinter sich. Das bedeutet, der geistige Einpeitscher (Widder) funktioniert wieder, selbst wenn die Sonne sich in Richtung auf ein Quadrat zu sich selbst im Radix orientiert. Das dauert noch. Aber es lässt sich daran immerhin messen, dass irgendetwas nicht ganz richtig läuft im Staate Wiggins. Möglicherweise hat er sich überfordert. Aber als Kapitän (Löwe-Mars) des Teams Sky hat er als einziger ein Einzelzimmer abgestaubt, damit die stierische Regenerations-Option auch richtig ausgeschöpft werden kann. Anschließend (...ist: nach dem Sieg) sollen alle übrigens per Privatjet nach Hause geflogen werden. Das gefällt Venus als Sonnenherscherin. Es sei denn, all dem Triumph käme doch noch etwas in den Weg. Verletzung nicht ausgeschlossen. Also, vorsichtig fahren!

Adam Scott, einst jüngster Top-Ten-Spieler, ist heute, neben all seinem Golf, auch "Mercedes-Botschafter". Und daneben eine Art Bug-Figur für den "modernen" Elite-Sport. Er ist hübsch, er ist lustig, hat eine australische Top-Over-Down-Under-Attitüde, außerdem eine Menge Talent und alle setzen auf ihn. Mit 20 war er schon Profi. Und an den jungen Jungs wie ihm liegt es auch, dass Golf mit den Jahren aus dem Klischee des Sports für verrentete Industrie-Kapitäne herauskam. 

Nicht zuletzt, als Jupiter mundan durch Widder und Stier kreuzte, wurden die Rasen-Pilgereien mit Caddy, Schläger und kleinen Bällen auch generell populärer. Aber man muss sie sich doch leisten können (Stier). Youngsters wie Adam Scott haben damit kein Problem. Seine Stier-Venus bezahlt nicht für den Sport, sie macht lieber Geld daraus. Mond steht im Löwen demonstrativ genug, dass er den Applaus braucht, die Huldigungen für sein Sonnenschein-Wesen (Sonne-Venus), das immer da einsetzt, wo flexibles Umgehen mit den akuten Ideen der Welt gefordert ist. Seine Zwiillinge-Betonung springt genau da an. Aber so, dass er mit Mars-Saturn in der Jungfrau den Boden unter den Füßen nicht verliert. So perlend grün der Rasen dann auch sein mag.

Wie die anderen zwei aus dem sportlichen Triumvirat auf der Erfolgsstraße, hat Scott genug Neptun mitbekommen, um letztlich den berüchtigten "Flow" zu genießen. Der immer dann aufkommt, wenn Sport zum Erlebnis, zur Magie, zum Strömen des Verbindenden wird, wo sich Schlag mit Schläger und Ball mit Loch doch glücklicher als geplant verbindet.


Adam Scotts Sonne-Venus-Konjunktion hat allerdings einen fanatischen Pluto aus der Waage als Motor, der ihn auch über die Kurzfristigkeit seiner Anlagen hinaustreibt. Die Opposition des Neptun macht ihn dazu das kleine Bisschen weniger strategisch, als es seiner Popularität gut tun würde. Trotzdem ist er mit den Jungfrau-Gaben auch ein Detailist, ein Genauigkeits-Fan, ein Rechner letztlich. Was sich - gerade beim Golf - oft als großes Plus herausstellt.  

Über sein Privatleben ist wenig bekannt. Vielleicht hat er keins. Nicht ungewöhnlich, wenn auch Saturn in Spannung zu Sonne und Venus steht und all das Sanguinische, das einer wie Adam Scott zweifellos mitgebracht hat auf diesen Planeten, sich dauerhaft der Disziplin beugen muss. Kleine, weiße Bälle in kleine, dunkle Löcher schlagen. Das muss man erst mal richtig wollen. Es ist eine andere, vielleicht weniger quälende Ausdrucksform von Saturn. Angenehmer, als ständig über andere Hürden zu springen, die Steinbock-Herr sonst im Alltag so vor einem aufrichtet.

Anzunehmen, dass einer mit so viel Neptun auf der anderen Seite Träume hat. Von goldenen Golfschlägern. Zur Zeit. Später, wenn Saturn im Alter umfassender wird, möglicherweise aber auch davon, dass die Einsamkeit einer solchen, fokussierten Existenz sich wie von selbst, geheimnisvoll-neptunisch auflöst. Sei's drum. Es hat noch Zeit bis dahin. Viele Bälle werden über Netze oder in Löcher geschlagen. Viele Kurven umrundet und gelbe Trikots gewechselt. Abwarten, radeln, aufschlagen und einlochen. Mögen die Besten des Glücks-Kleeblatts gewinnen.


Bilder (bearbeitet): ZBOBZ (Roland Garros 2009), Petit Brun (Bradley Wiggins), TheAgency (CJStumpf) via Wikimedia Commons

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