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Wieso ist überall das Geld so knapp?

Kurze Frage, kurze (unastrologische) Antwort: Weil wir zum Jahreswechsel meist chronisch mehr ausgeben als sonst. Gerade in schlechten Zeiten. Trotz der Bankenkrise bescheinigte der Einzelhandel Deutschland sogar einen „goldenen Oktober“. Man rechnete schon vor Monaten mit ungewöhnlich laut klingelnden Kassen im Advent. Das nennt man übrigens „positive Konsumstimmung“. Wie kann das sein, wenn überall Geld an Wert verliert und Börsenmakler sich wegen stürzender Kurse die Haare raufen? Astrologisch hat die Paradoxie ihren guten Grund: Jupiter, der Planet des „Mehr-von-allem“ läuft seit Juni schon durch den Stier. Platt könnte man diese Konstellation auch nennen: Mehr Geld, mehr Stoff, mehr Werte, mehr (angebliche) Perspektive in allem Materiellen.

Wo Jupiter steht, schafft er ein ideelles Grundgefühl davon, dass eigentlich doch alles wieder mal optimal anläuft. Und sich nur verbessern kann. Im Zeichen des Geldes sorgt er damit auch für immens übertriebene Wünsche nach Eigenwert und Sicherheiten. Inzwischen befindet er sich wieder ganz am Anfang, rückläufig, auf 0 Grad. Alles auf Start, bedeutet das. Unter solchem Zeitklima will Mensch sich in Richtung Zukunft unbedingt angenehmste Umstände beschaffen.

Sprich: Alles soll mindestens sein, wie es mal war. Das nennt man übrigens Milchmädchenrechnung.

Ganz vorn in jedem Zeichen schiebt Jupiter dessen Eigenschaften grundsätzlich stark ins allgemeine Bewusstsein. Hier im Stier schafft er ein Klima von: Gib und nimm. Koste es, was es wolle. Der erste Tellerwäscher, der je zum Millionär wurde, wird vermutlich Jupiter-Venus-Aspekte gehabt haben. Oder übersetzt: Bezüge zwischen Schütze und Stier. Da der große Planet Jupiter aber nun mal dazu neigt, von allem sofort viel zu viel zu kreieren, bringt er nun auch trügerische Empfindungen von Absicherung hervor. Die besonders in Härtezeiten auf einen ausgetrockneten Boden fallen. Wer dann viel ausgibt, hat das Gefühl, dass er kompetent, wertvoll und sicher ist. Jupiter im Stier lautet auch: Je mehr Anschaffungen oder Eigentum, desto mehr Hoffnung. Oder: Ich horte, also bin ich. Eine gewisse Hamstermenatlität ist dem stofflichen der beiden Venuszeichen nämlich eigen. Auf dieses psychologische Muster baut auch das Folgezeichen von Stier, der Zwilling. Dem unter anderen der Handel untersteht. Hier zeigt sich wieder, wie fein und schlicht letztlich Astrologie die sich gegenseitig bedingenden Prinzipien des Lebens beschreibt.

Die aktuelle, mundane (also allgemeine) Konstellation am Himmel besagt: Es ist doch alles Gold, was glänzt. Und so gehen wir kaufen. Vor allem, seit eine schwierige Konstellation im ersten der drei astrologischen Kreuze einen Nährboden allgemeiner Angst erschaffen haben. Die sogenannte „kardinale Klimax“ von Saturn, Uranus und Pluto stellte dabei die Weichen. Als gleich drei Langsamläufer, die immer die überpersönliche Wetterlage prägen, 2009 in den Initiativzeichen Widder, Waage und Steinbock standen, begann ein neuer Zyklus. Gleich mehrfach fanden Einbrüche statt. Nicht nur die allgemeine Wirtschaftslage neigte zur Selbstentzündung, auch alle anderen Lebenszugänge wurden kräftig durchgerüttelt: In Bezug auf Neuanfänge (Widder), geistige Inhalte/Beziehungen (Waage) und Hierarchien und Management (Steinbock). Mit Jupiter im Stier (Stichwort Zweckoptimismus) bricht nun seit einer Weile eine Renaissance der Konsumideen aus. Angesichts der materiellen Fakten (wie Staatsverschuldung europaweit) eine doch eher eigenartige Form von Krisenbewältigung. Wenn wir schon nichts haben, sollten wir wenigstens viel materialisieren. Dieser Impuls steckt dahinter. Menschlich. Aber ineffektiv.

Die Rezeption von Venus und Saturn (beide standen im Advent im natürlichen Zeichen des anderen) gaukelte den Käufern außerdem vor, dass alles nur halb so wild ist. Mit Saturn in Waage wird Welt für Reklamen aller Art äußerst anfällig. Lebensmut! Da darf man doch die Geldbörse nicht verschlossen halten! So werden ganz langsam Ideen von Wohlstand bestimmender und bedeutsamer, als der Wohlstand selbst. Venus im Steinbock pinselt umgekehrt dem Prinzip von Disziplin als notwendiger, praktischer Lösung eine beschönigende Maske auf. Zugunsten hübscherer Bilder von dem, was Zurückhaltung doch eigentlich nicht sein düfte: Beschränkung. Genau das aber ist unglücklicherweise der Sinn jeder Selbststruktur. Deshalb folgt, im Rahmen natürlicher Verläufe, astrologisch auch auf Schütze (Darf’s nicht noch ein Scheibchen mehr sein?) der Steinbock (Nein, danke! Heute essen wir ausnahmsweise mal kein Charolais-Steak!). Wer sich darüber etwas vormacht, was er sich leisten kann, bekommt irgendwann leider immer die Rechnung.

Wenn Jupiter ab 2012 als visionäres Valium gegen Armutsgedanken aus dem Stier verschwindet, hält sich Pluto nämlich weiter im Steinbock auf. Dort, im letzten Erdzeichen, besteht er darauf, der Welt seine skorpionischen Vorstellungen von Macht, Ohnmacht und einer Art yogischer Beschränkung auf das Nötigste einzuprägen. Weniger persönlich als gesellschaftlich. Deshalb wird sich in den Jahren bis zu seinem Wechsel in den Wassermann auch zeigen, was passiert, wenn hochfliegende Schütze-Träume auf eine tiefgreifende, fassbare Wirklichkeit zurückgestutzt werden. Die lässt sich in den Erdzeichen immer auch an knallharten Zahlen ablesen. Insofern liegen diejenigen auch nicht ganz falsch, die sich schon zu Weihnachten erinnern, dass Mensch durchaus auch mal eine Weile von rostigen Nägeln leben kann. Oder sich wenigstens nicht Tag für Tag den Eigenwert mit Ausgaben bestätigen muss.

Bereits unterm Baum könnte die konsumfreudigere Hälfte der Welt sonst das typisch hohle Jupiter-Gefühl ereilen: Selbst wenn ich mit meinen 20 Geschenken das Stoffliche ehre, fühle ich mich nicht viel wertvoller als sonst. Falls ich dafür bei irgendwem in der Kreide stehe. Überhaupt folgen gelebte Konsequenzen spätestens zu Neujahr. Gern auch in Form eines Kontoauszugs, der über die saturnischen Prinzipien der Wirklichkeit Auskunft gibt.

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