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Oscars 2013: Pi mal Life hoch Neptun

Alle Jahre wieder feiert sich die Traumfabrik selbst. Die Verleihung der Oscars erfolgt fast immer dann, wenn Sonne durch Neptuns Reich der Fische wandert. Denn in Holy Wood werden Sehnsüchte bedient, wird das Unmögliche möglich geträumt und dem Zeitgeist ein Gesicht gegeben, mit dem er vieles zum Ausdruck bringen kann, was in der gelebten Wirklichkeit nur ansatzweise erscheint.

Und wie jedes Jahr spiegeln sich in den wichtigsten nominierten Filmen genau diese Archetypen wieder.

Diesmal natürlich auch Neptun in den Fischen, zum ersten Mal seit Bestehen der Academy Awards ist der Herr über alle Illusionen heimgekehrt und verlangt nun auch entsprechende Zuwendung.

Grandios hat dies vor allem ein Film erfüllt  – Life of Pi. Wer ihn für kitschig hält, kennt keine Sehnsucht mehr, wer sich durch seine Farbenpracht nicht berühren lässt und seine märchenhafte Bildersprache nur analytisch versteht, weiß nichts von neptunischer Bedeut- und Wirksamkeit in unserer Zeit. Es ist ein Film über die Gemeinsamkeit der Religionen (Neptun), den schmalen  Grat zwischen Wahrheit und Lüge (Neptun), über die Schönheit und Schrecklichkeit der Weltmeere, (Neptun), über die Macht des Mitgefühls (Neptun) und die Vergänglichkeit von allem was einstmals Bedeutung hatte (Neptun). Ähnlich und doch ganz anders zelebriert dies auch noch „Beast of the Southern Wild“, auch hier mischt sich Wirklichkeit mit inneren Visionen, näher aber an den sozialen Umbrüchen, die ein anderes Paar verlangt, Uranus und Pluto.

 

Sie sind das Thema der meisten anderen Filme, die für die "Best of" -  Kategorie nominiert sind. "Unchained Django" bietet dabei komische und uranisch-bizarre Westernthemen, die das grausame, plutonische Blutbad, das Quentin Tarantino so gerne anrichtet, ebenso unwirklich und bizarr erscheinen lassen. „Argo“ versucht es mit geschichtlicher Aufarbeitung, ebenso wie „Lincoln“, der ein paar Jahrhunderte früher angesiedelt ist. Dazu gesellt sich noch „Zero Dark Thirty“, die Geschichte der Jagd nach Bin Laden und „Les Miserables“, der Aufstand der Underdogs, hübsch verpackt in Klang und Kostüm.

Zwei Filme zeigen noch einen anderen Aspekt der großen Zeitgeistthemen, Vergänglichkeit („Amour“) und einen Aufruf zum inneren Ausbruch aus den Gefängnissen der Normalität („Silver  Linings“).

Wer von ihnen den Oscar als bester Film 2013 gewinnen wird, lässt sich schwer vorhersagen. Es fehlen die wichtigen Daten (Drehbeginn etc.), zu viele Menschen sind involviert (Produzenten, Casting-Agenturen usw.) um hier einen geeigneten astrologischen Maßstab ansetzen zu können. Nimmt man die anderen Nominierungen als Orientierung kann der Sieger aber im Prinzip nur Lincoln oder  Life of Pi heißen, geht man einmal davon aus, dass die politisch motivierten Querelen um Argo, der zumindest in Amerika als Favorit gehandelt wird, keine Rolle bei der Verleihung spielen.

Bester Hauptdarsteller – es kann (eigentlich) nur einen geben

Der heißt Daniel Day-Lewis und spielt Abraham Lincoln so famos, dass alles andere als ein Erfolg sehr wundersam wäre.

Day-Lewis ist ein vierfacher Stier, Sonne, Mond, Merkur und Venus im Erdzeichen weisen ihn als Schauspieler aus, der in seine Rollen hinein wächst, auch körperlich. Der vielleicht immer etwas Zeit dafür braucht und deshalb auch selten auf der Leinwand zu sehen ist, hat er aber erst mal den Geschmack des Menschen aufgenommen, den er darstellen soll, dann füllt er diesen auch vollständig aus. Sein Lincoln bleibt zwar immer auch eine Kunstfigur, akribisch in Szene gesetzt, aber nichts destotrotz glaubwürdig und auch sympathisch. Und nimmt man noch seine durchwegs günstigen Auslösungen am Abend der Verleihung, möchte man gar keinen Blick mehr auf die anderen Nominierten werfen.

Astrologisch gesehen kann diesen Eindruck auch nur einer trüben  – Joaquin Phoenix.

Es wäre fast schon eine kleine Sensation, niemand hat den seltsamen Skorpion mit einem weiten Stellium von Sonne, Venus, Mars, Merkur und Uranus auf der Rechnung. Wäre da nicht das aktuelle Quadrat von Jupiter zu seinem Jupiter, dann könnte man auf ihn getrost eine Wette abschließen. Aber selbst solche Quadrate bringen manchmal das gewisse Etwas ins Spiel, dass es braucht um solche Momente möglich zu machen.

Phoenix spielt nun alles andere als einen Publikumsliebling. Sein Part in „The Master“ ist unangenehm, gemein, aggressiv, bisweilen dumm und stupide. Es gibt kaum Momente der Identifikation, ein menschliches Wrack auf der Suche nach Linderung zwar, aber nicht nach wirklicher Veränderung. So fehlen dann die großen Momente in dem Film, der einem als Zuschauer die Möglichkeit gibt, sich mit der Figur des Freddie Quell einverstanden zu erklären.
Aber mit der Zerrissenheit von Phoenix als nicht nur geschauspielerte Leistung allemal. Er spiegelt die Anlagen seines Charts in negativster Weise fast perfekt in die Rolle hinein, auch wenn das Thema schwierig ist und er in Phillip Seymour Hoffmann einen Gegenspieler hat, der ihm die Hauptrolle oftmals streitig macht.

Was übrig bleibt ist aber trotzdem eine der intensivsten und besten Schauspielleistungen der letzten Jahre, ausgerechnet in Szene gesetzt von dem Mann, der Day-Lewis mit einem anderen Film zu dessen letzten Oscar verholfen hat ("There will be blood"). Auch der musste damals ein Scheusal spielen, einen Machtmenschen, dem man nichts Gutes abgewinnen konnte.
Und vielleicht wiederholt sich die Geschichte jetzt auf eine andere Art, der glatte heroische Lincoln muss dem eckigen Verlierer Freddie den Vortritt lassen. Denn auch Phoenix Transit-Auslösungen sind an diesem Abend bestens geeignet, um ihn wieder ganz nach vorne ins Rampenlicht zu bringen.

Aber bei all den Konstellationen sollte man auch nicht naiverweise übersehen, dass gerade die ausgemachten Favoriten im Vorfeld eine Werbeschlacht führen (lassen), der sich viele Stimmberechtigte kaum entziehen können. Wenn also wie hier zwei Kandidaten astro-energetisch fast gleich gut gestellt sind, gewinnt in der Regel meistens der Favorit

Als Dritter soll auch Denzel Washington nicht unerwähnt bleiben. Er hat sich unter dem Transit von Uranus im Quadrat zu seiner Radix-Sonne (und Pluto-Überlauf) grandios in die Rolle eines koksenden und alkoholabhängigen Flugzeugkapitäns eingefühlt, der zwar genialisch viele Menschenleben rettet, aber trotzdem die eigene Schuld und Verantwortungslosigkeit nicht los wird. Sehenswert auf jeden Fall, auch als weitere Studie darüber, wie gute Schauspieler ihre eigenen Transite in eine entsprechende Rolle übertragen können.

Trotz allem – das Rennen wird entschieden zwischen Daniel Day-Lewis (Favorit) und Joaquin Phoenix (Außenseiter).

Weibliche Hauptdarstellerin – ausgeflippte Zicke gegen Grand Dame

Jennifer Lawrence spielt in "Silver Linings" die durchgeknallte Partnerin von Bradley Cooper. Mit so viel Facetten und Gesichtern, dass man sich manchmal wundert, was denn mit ihrer Löwe-Sonne passiert ist.

Umgewandelt in ein energetisches Standing, dass sich quer durch die Rolle zieht, mitsamt dem Ausdruck den es braucht, um überhaupt für einen Oscar nominiert zu werden. Aber diesmal könnte es mehr als nur das werden.

Wäre da nicht nicht Emmanuel Riva, die große alte Dame des französischen Films.

Mit 85 Jahren ist sie die älteste, jemals nominierte Schauspielerin in dieser Kategorie, und hat in ihre Rolle alles eingegeben, was sie sich im Laufe eines langen Lebens erarbeitet hat. Mit Sonne-Jupiter Konjunktion in den Fischen verkörpert sie das neptunische Thema dieser Zeit auch hervorragend.
Für Lawrence spricht dagegen, dass der Mond an diesem Abend ihre Sonne überläuft, sie also tatsächlich auch zum weiblichen Ausdruck der Verleihung werden könnte als Löwin, die sie nun mal ist.  Und zudem sonst wenig hinderliche Aspekte hat.

Schwer zu sagen, wer von beiden am Ende die Dankesrede halten wird, nur wird es ziemlich sicher eine von diesen beiden sein, rein astrologisch könnte hier Riva die Nase vorn haben.

Männlicher Darsteller in einer Nebenrolle

Hier gibt es ein Giganten-Treffen.

Mit Robert de Niro, Christopher Waltz, Tommy Lee Jones, Alan Arkin und Phillip Seymour-Hoffmann stehen gleich fünf Schauspieler zur Wahl, die allesamt einen Oscar verdient hätten. Zwei Löwe-Sonnen, einmal Widder, Jungfrau und Waage stehen zur Auswahl.

Aber am Ende wird es wohl auch hier auf einen Zweikampf zwischen zwei Urgesteinen hinaus laufen.

Robert de Niro für seine Vaterrolle in "Silver Linings" und Tommy Lee Jones als Thaddeus Stevens in Lincoln.

Schauspielerisch sind beide Rollen großartig angelegt, wobei de Niro weitaus mehr Spielraum hatte, um zu zeigen, wie verrückt der scheinbar Normale in der heutigen Zeit sein kann. Aber vielleicht ist es gerade dieses sparsame Auftritt von Jones, der seine Figur fast genau so nachhaltig in Erinnerung bleiben lässt, wie die Rolle des großen Lincoln selbst.

Der überbordende Löwe-Vater also gegen einen prinzipientreuen Jungfrau-Strategen, und am Ende könnte  Jones hier für eine Überraschung sorgen. Jupiter-Transit im Trigon zu Radix-Neptun und gleichzeitig Venus im Trigon zu Jupiter an diesem Abend, sind zwei Aspekte, denen seine Mitstreiter wenig bis nichts entgegen zu setzen haben. Auch wenn er sich standhaft geweigert hat, für sich eine Werbepromotiontour zu starten, was ihn zwar sympathisch macht, aber in Hollywood als No-Go empfunden wird.

Weibliche Darsteller in einer Nebenrolle

Hier ist die Auswahl wieder größer als man sie gerne für eine klare Prognose hätte.

Mit Amy Adams steht die zweite Löwin, mit fast ähnlichem Sonnenstand wie Lawrence auf der Nominierungsliste. Ihr Part in „The Master“ ist aber undankbar, denn Seymour-Hoffmann und Phoenix dominieren diesen Film, so sehr, dass alle anderen nur als Statisten wahrgenommen werden.

Jackie Weaver, die seltsame Mutter in „Silver  Linings“, wäre als Siegerin eine große Überraschung. Aber wäre da nicht das T-Neptun Quadrat zu ihrer Sonne, könnte sie T-Jupiter im Trigon zu Neptun weit nach vorne bringen.

So aber bleibt als Favoritin nur noch Anne Hathaway übrig. Wieder jemand mit einer Skorpion-Sonne und einer gleichzeitigen Konjunktion von drei Planeten (wie Day-Lewis und Phoenix). Jupiter, Venus und Merkur wirken hier gleichzeitig mit ihrer Sonne, die allgemeinen Transit-Auslösungen sind generell positiver zu bewerten als bei den Konkurrentinnen und so könnte sie für ihre Rolle in „Les Miserables“ einen Oscar entgegen nehmen.

Regisseure – die Magier der Zunft

Auch hier bleiben als ernsthafte Kandidaten nur zwei übrig.

Ang Lee, für seine grandiose Arbeit in „Life of Pi“ und Steven Spielberg für seine historische Aufarbeitung des amerikanischen Bürgerkriegstraumas in „Lincoln“.

Und da die Wahl nach wie vor in Amerika stattfindet, wird wohl Lincoln das Rennen machen bzw. Spielberg ausgezeichnet werden. Es wäre sein dritter Regie-Oscar, und betrachtet man sein gesamtes Schaffen in den letzten 40 Jahren, dann wäre das nur verdient.

 

Spielberg hat auch nur wenige Auslösungen die gegen einen neuen Oscar sprechen, während sich bei Ang Lee zumindest ein paar Spannungsaspekte zeigen, die sich auch hinderlich auswirken könnten.

Allerdings wird er heute zum Träger des Zeitgeist-Signums als Person werden. Denn die aktuelle Sonne-Neptun Konjunktion (4° Grad Abstand) entspricht genau seiner eigenen Konjunktion zwischen den beiden (ebenfalls 4° Grad Abstand). Vielleicht aber auch nur ein Hinweis darauf, dass sein Film am Ende des Abends als Gesamtsieger mit den meisten Auszeichnungen geehrt wurde.

Was zumindest aus meiner Sicht eine äußerst angemessene Würdigung wäre.

Titelbild: By Antoine Taveneaux (Own work) via Wikimedia Commons

Trailer zu Life of Pi:

Trailer zu "Lincoln"


Trailer zu "The Master"


Trailer zu "Silver Linings"


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