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Me-Nep: Wenn die Drachen fliegen

0trumpsaudipress"Es ist wahr, ohne Lüge und wirklich. Was oben ist, ist wie das, was unten ist, fähig, die Wunder des Einen auszuführen." (Tabula Smaragdina).

Oder: Alles spiegelt sich in allem. Wirklichkeit, ohne Anspruch auf Wahrheiten. Merkurs Merkwürdigkeiten setzen ja ganz leicht gleich wieder Welten voller Geheimnisse in Gang, wenn sie dann erst eintreten. Zwei, drei neue Rätsel mindestens für jede bombensichere Entdeckung der Quanten- oder sonstiger Welten. Wissenwollen hört nie auf, dem Himmel sei Dank. Denn Merkur schafft in sich selbst schon Jupiter und/oder Neptun (die Brüder der Achse) und umgekehrt.

Besonders in dieser Zeit des verrückten Umdrehung allgemeiner Wahrnehmung durch Dominanz des beweglichen Kreuzes, wo ein geplagter Merkur-Neptun-Quadrat-Mensch nicht etwa zum komischen, künstlerischen Gag des Schicksals verkommt. Zu einem Dichter ohne Gedicht etwa, Erfinder ohne Erfindungen oder einem gepeinigtem Leser der Zukunft, der nicht an sein Gespür herankommt. Sondern er wird möglicherweise sogar irgendwann Präsident (links oben als illuminierter Orben-Beschwörer mit dem saudischen König, was so einiges über Mr. Trumps geheime Selbstsicht erzählt und über beider Merkur-Neptun).

Nun denn: Mit Merkur segeln wir immer hart an in Neptuns Dunkelzonen (und Jupiters Leuchtfeuern). Ich möchte hier auch ein wenig über die Tabula Smaragdina sprechen, den Beginn hermetischer Lehre, die mit Merkur-Neptun ja auch so stark verbunden ist. Sinn im Unsinn und umgekehrt, wie er ausnahmslos am anderen Ende der "vernünftigen", üblichen Wahrnehmung aufkommt. Wenn man nur den Blick darauf richtet, wird alles denkbar. Geheimnisse, die sich entweder neptunisch der Durchleuchtung entziehen oder ihr schützehaft göttlichen Sinn zuweisen. Oft aber leider irrtümlich.

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All das schwingt stark, wenn - wie heute - ein Neumond im Zwillinge-Prinzip leuchtet (rechts auf Greenwich berechnet), plaktisch im Quadrat zum Neptun und Trigon zum Jupiter. Dann geht es wieder um Erklärungen, mit all ihren Lügen und Wahrheiten, die uns bis Vollmond prägen. Diese Herrschaft des Beweglichen, des subjektiv Be-sonnenen, schenkt ja Sinn und zur Zeit gerade so viele absurde Be-Sinnungslosigkeiten. Die Vorboten sahen wir ja schon, unter anderem in diesem buchstäblich unsäglichen Bild, das einige wieder zu Verschwörungs-Theorien aufrief. Der König und der Präsident, wie sie die leuchtende Erdkugel streicheln, illuminiert von was auch immer. Nun, da ausgerechnet noch Merkur selbst, das Prinzip des Berührtseins und Wissens, zulaufend bald wieder im Neptun-Sextil steht. Da lässt sich gut orakeln. 

Diese Bilder sagen nämlich alles. Und leider auch nichts. Sind als Neptun-Merkur-Boten Zauber und Entzauberung. Sehnen und Suche. Oder: Sehn-Sucht, die in ihrer Suche nie erfolgreich sein darf, ohne die Magie zu entmachten. Bei Merkur-Neptun darf es alles sein, nur nicht erklärend, denn dann geht's schief. Das wird umso sichtbarer, seit Neptun ins eigene Zeichen ging. Was vieles veränderte in den Wahrnehmungen. Ja, es gibt Dinge, die nun mal größer sind und sein sollen als wir kleinen Erdenmenschen hier. Warum? Das lässt sich nur ahnen. Das soll man vermutlich auch gar nicht wissen. Ein bisschen fühlt sich jede neptunische-merkurische Verbindung aber dann aktuell wieder an wie die berühmte Pforte der Wahrnehmung des Unsagbaren, die kurz vor der Öffnung steht. Und dann doch geschlossen bleibt. Ein kosmischer Koitus interruptus. Den auch der wissbegierige Neumond neu beschreibt. Wir wissen, dass wir nichts wissen.

Neulich saß ich mit zwei GZ-Sonnen bei einem Essen und tauchte ein in die dort typische Welt von 1000 und einerm Projekt, den ewigen Visionen, die auch nie zur Reife kommen können. Vision heißt: Man sieht es schon, was noch nicht ist. Noch vorm Saturnischen eingenordet, sind die Schützen ja Scheherazaden. Erzählen und erzählen, wobei das Leben auch eine Spur Irdisches zum Werden braucht. Der frustrierte Merkur, Mr. Neugier, tanzt und spukt häufig nach solchen Meetings doppelt aufgeregt. Auf allen Ebenen, während Neptun wieder nebelt, bis der schwarze Vorhang der Schöpfung erneut blickdicht wird. So ist das mit "der Wahrheit" oder dem "Richtigen", das ein 6. Prinzip daraus macht. Hinter den Geheimnissen, die aktuell auftauchen wie Spiegelungen und die auch Astrologie zu knacken sucht, arbeitet, webt und wirkt die geheime Geschichte der Smaragdtafel. Wissen, Ahnen und Glauben dieser alten Texte, wie es mit Kontakten zwischen Neptun und Merkur (und den drei beteiligten Zeichen) einhergeht.

Wo alle Geheimnisse der Welt in einem Stein der Weisen versteckt sind. Was wissen wir ohne das schon über die Welt, die wir da ständig versuchen, mit unseren Hirnen und Sinnen (Zwillinge und Jungfrau), Visionen (Schütze) und Illusionen (Neptun) zu begreifen, kolonialisieren und ahnen, bis sie erträglicher scheint? Scheinen ist ein Neptun-Wort. Es gehört zum Wissen, das am Ende vergeht, während alles andere sich in allem spiegelt. Ohne diesen Widerschein bleibt nur Technik. Oder, wie die Tabula Smaragdina sagt: 

"Und wie alle Dinge aus einem entstanden, als einzige Vorbereitung, kamen von diesem einen Ding alle geborenen Dinge, als Anpassung."

Verstanden? Ja, wenn man erleuchtet ist. Oder das glaubt. Nein, wenn man es spürt, aber nicht "richtig" sagen könnte. Alle anderen Wahrheiten, die aussprechbaren, kennen wir ja auch schon zu gut. Den Merkur mit seinen Baukastensystemen, den wir in der Schule lernen. Ideen. sprachliche Taufen (Zwillinge): Dein Name sei: X oder Y. Mit allen daraus entstehenden Nutzbarkeiten und Anpassungen an die Bedingungen, die Welt uns stellt (Jungfrau). Merkur ist der Optiker, der einem letztlich konstruierte Weltbilder verpasst. Ergebnisse demokratisch festgelegter und festlegenden Wahrnehmung und intellektueller Zuordnung von Sinn. Dieses durchsichtige Ding hat ein Loch? Man kann Flüssigkeit daraus gießen? Nennen wir es Flasche. Ist es eine Flasche? Nein. Es ist Glas und damit auch nur wieder Ergebnis von Miliarden Umwandlungsprozessen. Quarzsand, Soda, Pottasche. Merkur "weiß" das. Neptun sieht das andere. So fliegt der Drache der Schöpfung wild und unerschöpflich kreativ durch die Wahrhaftigkeit des Seins. Was ist darunter wirklich "wirklich"? Sehr oft, wenn ich als Kind im Dunkeln im Bett lag und meine Schwester mich anbettelte: "Komm, erzähl mir eine Geschichte!", kam es wie es kommen musste: Vor Neptun, der Bewusseinslosigkeit, paradierte Merkur hin und her. Wir grübeln. Danach erst tröstet uns der tiefe, sanfte Schlaf. 

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"Geht nicht", sagte ich. "Ich muss denken!". Womit ich dieses Feuerwerk der Phänomene meinte, die zwischen Wort und Gestalten hinter geschlossenen Lidern nachts durch ein Bewusstsein wandern. Aus Bildern werden Erinnerungen, werden Gedanken, wird eine Zukunft, werden wieder Bilder und Träume. Der übliche Schöpfungs-Zyklus des Merkur über Jupiter zum Neptun. Vom wachen Bewusstsein in den Schlaf. In meinem Fall Fluch und Freude eines Haus 12, das über Neptun direkt mit Haus 6, Merkur, verbunden ist, in einem Drachen. Im Halbdunkel fielm schwebte, schwamm ich immer ganz leicht in diesem Kanal der Unendlichkeit. Ich weiß nicht mehr genau, wann ich dann auf diese erleichternd kluge TABULA SMARAGDINA stieß, die mich so sehr und tief und ohne Grund an diesen uralten Kinderprozess erinnerte. Später muss das gewesen sein, als Neptun ins Quadrat zu meinem Merkur und Neptun ging, jener schon genannte nicht verhindernde Präsidentschafts-Aspekt des Mr. Trump, der dann neulich sogar für zutrauliches Streicheln von Glaskugeln mit saudischen Scheichs sorgte.

Dabei sahen sie ja beide wirklich aus wie Illuminaten aus einem Spielberg-Film. Schwärme von Denkern mit großer Fantasie stürzen sich dann wieder auf dieses Bild und basteln daraus Thesen. Dabei ist es nur: Ein gutes Symbol für diese Zeit. Der eine der beiden Dargestellten hat ja Quadrat Neptun-Merkur, der andere das Trigon. Etwas Rätsel muss bei beiden bleiben. In verwirrten Phasen, wie man heute weiß, kann man aber darüber mit Merkur-Neptun viel Paranoia kanalisieren und neu herauskristallisieren. Wo der US-Präsident den Neptun doch dazu gerade durch 7 wandern hat, das öffentliche Feld, für das sich auch die anderen Rattenfänger gern mit Zauberflöten aus- und aufrüsten. Auch bei mir durchwanderte der Neptun damals, als ich die Smaragdtafel für mich fand, ein geistiges Feld. Das macht einem klar, dass es gutgehen kann, wenn man Merkur und Neptun zusammenbringt, aber auch, alles unangenehm verworren verwandeln, was ist.

Es war bei mir Haus 3, wo noch größere Irrtümer und Missverständnisse sich neptunisch breit machen können als bei Trump in 7, da er der Öffentlichkeit den Auftrag gibt, ihn als Mythos zu sehen. Bitte sehr. Aber dalli. Nur dass ich seinerzeit das Glück hatte, nicht ein Wort, von dem, was ich in der Tabula las, bereits zu verstehen. Das schützt manchmal vor Beurteilung, die einen von der Wirklichkeit trennt. Sobald man sie mit zu vielen Etiketten versieht. 

Alles, was man nicht auf merkurische Weise verstehen kann, davon bin ich heute überzeugt, rettet einem Menschen seine Wahrhaftigkeit. Um die Merkur-Neptun-Quadrate wie Trump manchmal ringen müssen, jahrzehntelang, ohne ihre Warheit wirklich zu fühlen. Was man dann auch an ihnen spürt. Oben ist es hell und drumherum unendlich düster. Wie bezeichnend für solche Findungen, Zu-Fälle, Einblicke dabei Merkur-Neptun werden kann, wenn er sich nicht mehr selbst belügt über "Wahrheit, die man wissen kann" (oder über Twitter feststellen und betonieren), habe ich erst viel, viel später auch nur ansatzweise verstanden. Aber ich war ja sowieso nur eine noch ganz junge Frau und hatte mit den üblichen, alltäglichen Wahrnehmungsverschiebungen von Neptun-Merkur, agitiert durch zusätzliches Quadrat, auch ohne eine ganze Nation im Nacken genug zu tun. Smaragd-Tafel, allein das Wort leuchtete allerdings sofort. Da war sie also, in  rund 12 Sätzen, die man, wenn man wollte, auch astrologisch zuordnen könnte, ein Basic für die hermetischen Geheimlehren, die später zum Pop-Fragment einer boomenden, inflationären Esoterik verkamen. Sei's drum. Auch das hat einen Sinn. Wo zuviel Aufklärungssuche, gerade im spirituellen Bereich, da erfolgt eben wieder Chaos, das gerade die Esologen veranstalten, in ihrer sich selbst verpassten, erleuchteten Qualität.

Der Verfasser der Smaragdtafel soll gewesen sein: ein gewisser HERMES TRISMEGISTOS. Eine mysteriöse Figur, aus vielen gestrickt, beseelt von anderen Mystikern, die Denken und Fühlen unglaublich einfühlend verband. Die Bereiche des Merkur-Tricksters und des mondnahen, ibisköpfigen Thot. Alle Sphären des Unsagbaren entdeckt man hier schon, auf der Tafel. Mit dem Wort an sich gegenseitig verbunden und auf einander rückwirkend bezogen. Die Tabula Smaragdina trägt die Botschaft des fallenden Kreuzes in der Astrologie, mit Merkur als Götterboten, der Schütze und Fische als Geburtshelfer auf die Erde bringt. Dieser flinke, wortgewandte Hüter, in dessen tiefsten Tiefen natürlich seine Fernziele Jupiter und Neptun wohnen. Die Vision des Glaubens an die Ganzheit. In den Himmeln wie auf Erden, oben wie unten, mit dem unaussprechlichen Inhalt der "Wahrheit". 

Die Smaragd-Anlagen im Radix

Natürlich könnten wir sie ohne diesen Merkur gar nicht lesen. Er ist ja zu allem Unsagbarn der bodennahe Schlüssel. Wie ein kleinerer, praktischerer (aber leider auch oberflächlicherer) Neptun mit zwei Flügelchen. Ein doppeltes Tor zum fallenden Kreuz, wo Worte (Zwillinge) und Taten (Jungfrau) uns eigentlich zur Anpassung des Numinosen an die traurigen Realitäten dienen sollen. Zu deren Erkenntnis als zu bescheidenem Ort, um dauerhaft Neptuns Spielwiese zu sein - jedenfalls des "schönen", bedichteten, besingbaren, lyrischen Träumer-Neptuns. Der jedoch leider so oft durch den leeren, unendlich windig weiten Verweher von allem ersetzt wird, wenn wir zu sehr an seinen "guten" Anlagen festhalten. Die uns glücklich machen sollen. Das Verprechen des Paradies'. Geht nicht. Gibts nicht? Doch. So oft das Nadelöhr des Geistes das Geglaubte und Unausprechbare durch das kleine Hirn zersiebt auf den Boden des Planeten entlässt, ist nicht mehr Neptun. Ist nicht mehr Verschmelzung. Merkur handelt auch davon, wie wir das, was wir denken, gerade zum Zwillinge-Neumond häufig, oft zu Unrecht als Wirklichkeit be-sprechen, bannen, festlegen. Obwohl es doch weiter durchdrungen ist von substanzlosen Mysterien einer feinen Welt jenseits von Beweisbarkeit. Das führt zu zahllosen Ideen über Wirklichkeiten und es wäre wichtig, sie sein lassen zu können, wie sie sind, urteilslos. Ohne - sobald die Vielschichtigkeit der Fantasie neben dem Wissen aufkommt - auch eine Notwendigkeit entstünde, gleich die nächste Verschwörungstheorie darum zu stricken. Auch das nur ein merkurischer Bewältigungsakt von etwas, was sich nicht erklären lässt. Neptun. Und der spiegelt einfach, wie der Mond, der als Abbild im Wasser erscheint, aber nicht im Wasser ist.

Das, was unten ist, ist gleich dem, was oben ist, und das, was oben ist, gleich dem, was unten ist, um hervorzubringen die Wunder aus einem einzigen Ding.

Wäre Neptun von dieser Welt, brauchte es ja keinen Merkur, der versucht, ihn in Sprache auszudrücken und dabei Reibungsverluste erzeugt. Wie beim Eintritt eines Raumschiffs in die Erdatmosphäre. Aber ja, falls sich nun jemand fragt, es gibt sie meiner Meinung nach tatsächlich auch, diese "Smaragd-Anlagen" im Chart. Mit denen man besser zwischen diesen Ober- und Unterwelten wandelt und dennoch in die Mitte zurückfindet. Menschen haben sie, die starke Bezüge über die drei beteiligten Wissens- und Glaubens-Planeten mitbringen. Jupiter, der Mythos, kommt ja über Zwillinge-Logos in die Welt, der Neptun dagegen über die Kräfte des Jungfrau-Merkur.

Somit sind es eigentlich vier, die durch die bewussten und unbewussten Daseins-Ebenen fliegen. Der doppelgesichtige Götterbote unseres Denkens und die beiden anderen im Verein der cadenten Zeichen und Häuser (cadere = sinken, stürzen, sterben, opfern) belegen tatsächlich die größte Fallhöhe im Horoskop. Was ist, wenn sich aller Sinn als leer herausstellt? Was halten wir für Wahrheit, wenn wir es erst taufen (Zwillinge) und dann im Dienst des Gedanken (Jungfrau) in die Tat umsetzen? Spiegelt sich darin unser Glaube (Schütze) oder die höchste Wahrheit (Fische)? Die Beschäftigung mit dem merkurischen Prinzip im Geburtsbild wird wie ein roter Faden die großen Brüder Jupiter und Neptun nach sich ziehen. Das fallende Kreuz ist das gestreckte Viereck, ein Drachen der Einsicht und Aussicht, aus dem Unausgesprochenen, Geträumten, Geglaubten und Erkannten. Wenn wir Glück haben, sirrt darin dieser kleine, lose Funke schnellen, vergänglichen Glücks, bei dem sich Mitspieler plötzlich verbinden. Wo wir irgendwann Augenblicke "wissen", dass was wir "glauben" wahr ist und sagen: "Mein Drache fliegt!" Auch wenn kein Wind war. Auch wenn die Schnur reißt. Auch wenn wir gar keinen Drachen hatten. Im Neptun sind Wunder möglich.

Wer sie aber zum Dogma macht und die Welt als alleinigen Ort von Verstrickung feiert, geht Merkur genauso auf den Leim wie die, die ihn als Zement für ein reines Dasein der Aufklärung missbraucht haben. Am Anfang ist natürlich immer das Wort (wenn man Bewusstsein mit der Welt gleichsetzt). Merkur, als Beteiligter am Numinosen, wird ja schnell mal alltäglich genutzt, wie er als Faktor und Schlüssel zum Geheimnis übersehen werden kann. Astrologisch nimmt er die Masken von Zeichen, Haus und berührenden Planeten an, eine Blaupause dessen, worin er sich befindet und nur darum manchmal ähnlich ungreifbar wie Neptun.

Er ist das getarnte Mittel zum Zweck, dem wir Input und Output verdanken, all unsere Gedanken-Tools und Networking. Wahrnehmungen, rationale Winkelzüge. Im Radix wird er Messlatte (ihm gehören ja auch Masseinheiten, Buchstaben und Zahlen) für Sprache, Verstehen, Begreifen, Rede, aber auch Lernen, Mysteriensuche und jener Handel, der Angebot (3) und Nachfrage als Grundlage für Austausch (7) darstellt. Deshalb reden wir auch darüber, dass gerade diese Zeit jetzt mit Informationen schachert. Ein Auswuchs dieser merkurischen Art und Anwendbarkeit der cerebralen Dinge. Namen, die wir materiell erfahrbarem Sein geben (Zwillinge kommt ja nach Stier, der Substanz). Erst wenn wir wissen, wie man etwas nennt, entsteht ein bewusstes Gefühl (Gedanke) für das aufscheinende Gefühl (Krebs nach Zwillinge). Merkurs Häuser 3 und 6 symbolisieren praktische Durchführung des Gedachten, Wahrgenommen. Seine Worte (Zwillinge) und Taten (Jungfrau) dienen der Realität oder: unserer Anpassung an das, was wir als Wirklichkeit wahrnehmen. 

Intelligenz, die er auch mit in seinem Gepäck hat, was immer man an Unterschiedlichem damit meinen mag, ist im Radix ja schwer ersichtlich, weil sie aus vielen Komponenten besteht und oft auch "Moden unterworfen ist. Das reine logische Denken dagegen (Merkur-Saturn oder Merkur-Pluto) lässt sich aber ähnlich gut ausmachen wie merkurische Sonderbegabungen (in den Häusern 3, 6 und 9). Bei Künstlern oder sogar denen, die man Genie nennt, wie EINSTEIN, DA VINCI, GOETHE, KEPLER, LEIPNIZ, NEWTON oder MOZART findet sich dann eine besondere Kreativität tatsächlich oft auch in den üblichen IQ-Skalen wieder. Zu Intelligenz gehört dabei nicht nur Denken-Können, sondern immer auch Anwendbarkeit. Viele dieser Menschen haben ein solches, für Merkur, Jupiter und Neptun durchlässiges "Smaragd-Signum" im Radix.

Dann holen sie das Oben in genialer Art nach unten, weisen "Muster" des Großen im Kleinen und umgekehrt auf und bringen damit eine Form von "Wahrheit" in die Welt, die sonst - im jeweiligen Bereich - unausgesprochen oder versteckt bliebe. Die fallenden Zeichen, Häuser oder Planeten, die das "Wie oben, so unten" des Hermes Trismegistos so wunderbar bebildern, sind in ihren Geburts-Bildern häufig auch speziell betont und dazu in Ketten vernetzt. Ein kleiner Überblick:  

  • Da Vinci: Mond-Jupiter in 3 Fische, Sextil Sonne Herrin 9 Quadrat Pluto Herr 12, Quadrat Venus Herrin 6 in 6 mit Trigon Neptun am Jungfrau-MC und Sextil Uranus Herr 3. Merkur Tri Pluto Herr 12, Opposition Neptun MC.
  • Goethe: Fische-Jungfrau-Vollmond Herr 9 (IC-MC) Trigon Saturn in 12, Neptun Spitze 9 Trigon Jupiter in den Fischen und Sextil Herrin 12 Venus in Jungfrau Opposition Jupiter in den Fischen, Merkur in 9 Opposition Uranus Herr 3 in 3.
  • Einstein: Fische-Sonne als Herrin 3 Konjunktion Merkur Herr 12, Quadrat Mond im Schützen in 6, Jupiter Herr 6 in 9, Opposition Uranus Herr 9 in Jungfrau.
  • Mozart: Sonne Herrin 12 Konjunktion Merkur Opposition Neptun, Herr 6 Uranus in den Fischen Quadrat Mond Schütze Konjunktion Herr 3 Sextil Jupiter, Venus Herrin 9 in 6. 
  • Kepler: Sonne Herrin 3 Konjunktion Herr 9 Uranus Konjunktion Venus Herrin 12 Konjunktion Merkur, Sextil Herr 6 Pluto Konjunktion Jupiter, Quadrat Neptun in den Zwillingen in 12 dicht am AC.
  • Leibniz: Pluto Zwillinge in 6 Opposition Neptun (Herr 3) in 12, weite Konjunktion Merkur Zwillinge (Herr 9), Herr 1 Jupiter Konjunktion Sonne.
  • Newton: Sonne in 3 Sextil Jupiter in den Fischen (wiederum Quadrat zu Merkur im Schützen), Neptun im Schützen Quadrat Herrin 12 Venus. 

Wie gesagt - 3-6-9-12. Immer wieder. Eigentlich ist das fallende Kreuz der Zeichen oder Häuser und ihrer Planeten ohne ihr ganzes Netz, das Gewebe, aber nie zu deuten. Gerade auch im einfach Radix des einfachen Lebewesens. Wir, die wir oft ja gar keine genialen Qualitäten haben, sondern bestenfalls einen feinen Sinn für das Wahre und Große, das sich im Alltag verbirgt. Die Welt ist dennoch auch für uns ein Spiegel. Das weiß letztlich jedes wissenschaftliche oder unwissenschaftliche System, das mit Anlaogien-Bildung arbeitet.

Am besten vielleicht die Astrologie, die sehr früh Einsicht und Erkenntnis aus den Buchstaben des sich tatsächlich Ereigneten ableitete. Der Zodiak kam in den Symbolen der Rosenkreuzer ebenso vork, wie auf alchemistischen Siegeln und den Berechnungen von Mathematiker, die nicht nur Astrologen, sondern auch Astronomen waren. Merkur, Mercurius, ist dabei aber zweischneidig und hatte später auch viel mit der Trennung der "wahren" von den Talmi-Weisheiten zu tun, wie sie dann kulturell festgenagelt wurden. Denn Merkur ist durch seine Nähe zum Neptun und das Verlorene, was der symbolisiert, gern auch Dieb und Lügner, wenn er nicht freiwillig seine Opfer bringt.

Seit die esoterischen Lehren nicht mehr tief innerlich gehandelt wurden, sondern als blanke "Tools" von Jedermann-Meistern veräußerlicht, sind sie nicht nur verhandelbar, sondern auch Gegenstand eines unsäglich flachen Handels mit "Wissen über wahre Zusammenhänge" geworden. Meist in jener freiwilligen Selbst-Erleuchtungs-Szene, die sich gegenseitig immer wieder zur Darstellung eines "wirklichen Neptun" ermächtigt. Ob sie wissen, was sie damit tun an kleinen, täglichen Entheiligungen?

Wie auch immer, natürlich darf das sein. So lange es so ein großes Publikum für jede Form der Lehre, selbst des schmalbrüstigsten Schwachsinns gibt. Ethik ist eben nicht wirklich Merkurs Sache. Denn oft sind es gerade stark Jungfrau-Betonte, die sich für neptunisch halten und  von sich ahnen, im Besitz der umfassenden Wahrheit zu sein. Was sein kann oder auch nicht. Wer will das beurteilen? Sicher ist, dass diese Erkenntnisse dann häufig apodiktisch, rigide und sehr penibel ins Leben gedrückt werden und keinen Widerspruch zulassen. Oder Argumente gegen den nächsten Erleuchtungs-Trick mit Sprechblasen gekontert werden wie: "Du delegierst deinen Widerstand an mich!" Was ebenfalls sein kann oder nicht. Aber letztlich merkurisch schlau jede Debatte beendet.

Wobei solche spirituellen Fantasien von außer Rand und Band geratenen Merkuren meist auch noch bestens bezahlt sein müssen. Die Szene ist seither jedenfalls so unendlich groß wie das Erstaunen darüber, was sie alles lehrt an Weltwissen und aus welchen Quellen, von der Akasha-Chronik bis zum Poltergeist, den inzwischen beinah jedes Kind channeln könnte. Kein Wunder, dass sich andererseits dagegen viel Misstrauen entwickelt. Aber Merkur ist eben, wie er ist. Wenn man ihn läst und den "Verstand", der ja in unendlichen Variationen von sehr klein bis sehr groß vorkommt, ad absolutum setzt und ihm alles glaubt, kann man tatsächlich eine Zeitlang ein glücklicher Mensch sein. Bis Neptun mit seinen Unwägbarkeiten Schluss macht mit dem Voraussehen des Möglichen. Auch dann bereitet Merkur Lösungssuppe zu. Indem er Leben in begreifbaren Häppchen serviert, in Zeichen und Häusern gelagert auf der "verstehbaren", weltlichen Seite des Tierkreises. Aus den Mysterien des Nicht-Menschlichen werden so schlechtestenfalls wissenschaftliche und fröhlichenfalls spirituell denkwürdige Meilensteine kleiner Weisheit. Die mit der vermuteten "Wahrheit" des "Göttlichen" nichts mehr zu tun haben. Ein altes Problem von Mythos versus Logos.

Leider kann man aber Jupiter nie aus Jupiter-Sicht und Neptun nie vom Neptun aus anschauen. Was sie beschreiben, sehen wir nur aus den Wortmaschinen des Merkurischen heraus. Merkurs Brille hat, so gesehen, immer Verkleinerungs-Charakter. Denn sie schneidet Ganzheit in Stücke. Weshalb auch Denken, Verstehen, Verstand und Vernunft genauso trügerisch sind wie Neptun. Um das "Alles" zu ahnen, was auch nur ein "Nichts" ist, braucht es andere Tools. Gerade in wortreichen Mond-Zeiten wie dieser jetzt könnte es guttun, das Lunare mehr zum Einsatz zu bringen.

Sein Vater ist die Sonne, seine Mutter der Mond, der Wind hat es im Bauch getragen und die Erde es genährt.  Dies ist der Ursprung der Vollkommenheit der ganzen Welt. Seine Kraft wird unversehrt sein, wenn es umgekehrt gewesen sein wird in der Erde.

In den Horoskopen der obigen "Wahrheits-Sucher" ist der Merkur ganz unterschiedlich stark oder schwach, in Erde oder Luft gelegen. Aber er hat eine Schlüsselrolle als Übermittler eines gewissen Drucks, den er bei den Trägern erlebt und erzeugt. Einige haben einen Merkur-Neptun, mehrere Merkur-Saturn, sehr viele die dazu so gut passenden Verwirklichungs-Häuser 6, 9 oder 12 mit Merkur-Bezüglichkeit. Wo immer der Bite mit großen, klassisch schwierigen Aspekten an andere Faktoren angebunden ist, entwickelt Mensch einen Trieb, über das Gewusste hinaus zu verstehen. Kommt dazu eine starke Anbindung über Häuser des fallenden Kreuzes und ihre Herrscher, entstehen manchmal Kanäle, die "das eine Ding" des Hermes Trismegistos erst in der Wahrnehmung anderer sichtbar machen und dort so lange halten, bis die Welt ein bisschen weiter (Jupiter) oder wahrer (Neptun) geworden ist.

Wie Merkur und die bezüglichen Häuser im Radix gedeutet werden könnten, zeigt die Kurz-Zusammenfassung rechts (größer klicken). Der schlechte Ruf der fallenden Zeichen und Häuser in der klassischen Astrologie jedenfall mag daher gestammt haben, dass in einer vorwiegend physischen Welt, in der "das Schicksal" erst als Zwang betrachtet, und später ganz negiert wurde (zur Zeit von Merkurs Blüte, der Aufklärung) vielleicht die scheinbar so wirkliche Barriere zwischen Oben und Unten Furcht vor einer Durchlässigkeit ohne Kontrolle und Zugriff hervorrief.

Im heutigen Weltbild steht immer noch das vermeintlich Rationale (Merkur) gegen den buchstäblichen Ein-Fluß von Kräften, die gespenstisch nur deshalb sind, weil man ihren Namen nicht kennt und nicht einordnen kann in ein Schema von Steuerbarkeit, das menschliche Gehirne doch so sehr lieben. Wenn die Kugel immer die Schräge herunterrollt, ist das Merkur im Erkennen von Vorgängen und Regelhaftigkeiten. Wenn aber Teilchen einmal die eine, ein anderes Mal eine andere Form annehmen, je nachdem, ob jemand sie dabei beobachtet, bleibt es immer noch, was es immer war: Jupiter und Neptun, Schütze und Fische, das Astrolabium Gottes in seiner Schönheit, die allein dann ihre Größe entfaltet, wenn sie jenseits von Merkur namenlos, irrational, vergeblich und opferbereit ist. Ohne das Denken, ohne Merkur, dennoch nicht wahrnehmbar. Ohne Funktion der Analogien-Bildung sinnfrei. Ohne Sprache wortlos und NICHTS. Ohne Aufnahmefähigkeiten des Schützen, wenn er denn mal nicht spricht, absolut ohne jede Funktion.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will ich zu essen geben vom Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist. (Offenbarung 2:7)

Über alle Kulturen hinweg ist die Verbindung von Merkur-Jupiter-Neptun in ihrer Fülle ähnlich missverstehbar. Denn Wahrheit hat keine Kultur, sondern nur Namen und Ahnungen - wenn es merkurische Wahrheit und nicht neptunische Wahrhaftigkeit ist. Kein klebriges Versprechen, in das sich die große Hoffnung der aufrechten Esoteriker, das Neptunische, durch zu viele merkurisch vekleinernde, komplizierte Urteile hartnäckig immer wieder verwandelt. Generationen von Astrologen haben festgestellt, wie leer, hohl und furchtbar klein sich Neptun-Transite anfühlen können, jenseits der erwarteten, riesigen Erleuchtungs-Erfahrung, die man sich gegenseitig gern verspricht und dann so schmerzlich vermisst, dass man süchtig nach Einsichten wird. Jupiters Wesen bringt tatsächlich die Fülle (im Guten und Bösen), aus der wir in Saturns Forderung nach Machbarkeit aufknallen, wenn wir nicht vorsichtig sind (was wir nie sind, bei unseren Jupiter-Parties). Neptuns Kennzeichen kann ausgleichend die Leere sein - von allem, vor allem, ein riesiges farbloses Loch, das sich durch Bruder Merkurs großartige, sinnhungrige Arbeit des Benennens wunderbar mit Legenden füllen lässt.

Die Wahrheit dahinter? Ein jeder nach seinem Merkur-Stand und Merkur-Konstellationen. Wasser-Merkuriern werden Empfindungen samt Neptuns Täuschungen begegnen, Luft-Merkuren ihre intellektuelle Spitzfindigkeit mit Gott Jupiter aus der Glaubens-Maschine gegenüber, Erd-Merkur tanzt um ein goldenes Kalb und hebt Plutos Traumata aus den Tiefen, um in seelischen Reichtum zu kommen, Feuer-Merkurier entflammen immer neu die Vision dessen, an was sie als Idee in sich am meisten glauben. Dahinter ruht die Wahrheit still. Leer. Neptun. Gerade heute, bei Neumond. Ohne Anspruch auf Aufdeckung, ohne Eintrittskarten, ohne Berechtigung. Dem Himmel sei Dank. Und für die Unermüdlichen: Nein, es hat wirklich nichts zu bedeuten, dass Trump sich mit einem saudischen König zum Leuchtkugel-Kuscheln trifft, der zufällig am gleichen 31. Dezember Geburtstag hat wie der Attentäter von Manchester. Zufall ist ja nicht immer eine Wahrheit. Sondern oft bloß ein kleiner, faszinierender, systemisch vielschichtiger Link des magischen Merkur-Neptun. Der Mond, der sich im Wasser spiegelt, aber nie das Wasser selbst. Eine Idee, dass das alles mit allem zusammenhängt und damit auch Menschen in ein und derselben Zeit-Qualität auf und untertauchen, die ähnliche Planetenstände haben. Nie ein unumstößlicher Beweis für Fakten, die ja nicht umsonst Merkur gehören und von Neptun nur färbbar sind, spannend, als Leuchtspuren. Ich muss meine Gedanken nicht alles glauben. Wenn ich es doch tue, terrorisieren sie mich nur. 

Dies ist die Stärke aller stärksten Stärke, die alle feinen Dinge überwindet und alle festen durchdringen wird. So ist die Welt erschaffen. 

Bilder (bearbeitet): Saudi Press, BeeSee (Own work) , Andreas Praefcke Sculpture: Ludwig Hofer (1801-1887) (Own work (own photograph)), Wolfgang Sauber (Own work), Lexicon (Own work), Fuzzypeg (Created by Fuzzypeg using Inkscape), MaEr, all via Wikimedia Commons

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Dienstag, 26. Mai 2020

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