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Umarmen, was man fürchtet

000000chessEr zog einen Kreis, der mich ausschloss -

Ketzer, Rebell, ein Jemand, den man meidet.

Doch Liebe und ich kannten eine List,

ihn zu gewinnen:

Wir zogen einen Kreis, der ihn einschloss!

(Edwin Markham, Stier mit Ma-Pl).

Rund um die besetzende Mars-Pluto-Opposition heute (14.02 h) kann es schon mal etwas rabiater werden innerlich (denn sie spielt ja in Steinbock-Krebs). Da kommen unbewusst Themen von Insidern und Außenseitern auf. Von dem, was man liebt und haben will und dem, was man ablehnt und wegtritt aus den eigenen Kreisen.

Wir können gerade etwas schwerer loslassen von dem, was uns wieder mal besetzt. Aber weil ja Venus gleichzeitig dominant in den letzten Stiergraden und Mond und Jupiter in Waage stehen, spürt man sofort, was verbindender wäre. Auch wenn ein Impuls sagen mag: Ich will mich lieber aufregen als glücklich und friedvoll zu sein. Die jetzige Konstellation ist der Lern-Klassiker, mit dem man sich und der Sucht, schwarze oder weiße Kärtchen zu verteilen, auf die Schliche kommt. Eine gute Lösung liegt wie immer bei Mars-, Venus- oder Pluto-Themen, die "greifen", im Uranischen. Öffne die Hand, die klammert. Dann werden dich die Dinge nicht mehr festhalten können.

"Insider kontra Außenseiter ist die Erfindung eines primitiven Egos, das - metaphorisch gesprochen - noch inmitten einer Welt voller Gefahren Sicherheit sucht, indem es mit einer kleinen Bande an einem Lagerfeuer hockt." (David Richo)

Hier warten wir auch immer auf Feinde - das Setting einer verunsicherten Venus, die Mars im Rücken fast schon angreifend riechen kann. Das Stier-Spiel Mein Haus, mein Auto, meine Gruppe, mein Schutz ist deshalb auch ein Stammes-Ritual und grenzt letztlich noch mehr aus, wenn es sich nicht klar auch dem Außen zuwendet. Ein Versuch, den vorn im Tierkreis immer noch existenziellen Bedrohungen mit falschen Sicherheiten zu begegnen. Wenn dazu, wie heute, Mars-Pluto kommt (übrigens zur Zeit sehr passend, mit einem "minor" Sonnensturm), hält man schnell zu fest am Prinzip "Wer gehört dazu und was muss unbedingt weg?" Mars-Pluto fixiert aber nun genau das, was man loslassen müsste, um wieder freier zu sein. Nur fühlt es sich so "logisch" und richtig an, sich zu verbeißen. Wo es übrigens nicht um Leute geht, weil keine da sind auf unserer äußeren Bühne, hängen wir leicht an anderem Ungewollten im eigenen Leben fest. Gemeinsam ist den Themen jetzt ihr Biss, von dem wir "irgendwie fühlen", er muss sein. Was für ein Irrtum. Pluto drängt immer.

HoroskopDie große Chance der prominenteren venusischen Stellungen gerade "weiblicher" Planeten ist aber auch umgekehrt ein Ausgleich. Im Gift steckt Heilung, je nachdem, wie man es anwendet. Wir können unter Mond, Jupiter und Venus in den beiden sozialsten Zeichen genau jene ausschließenden Konzepte des Plutonischen, die uns dann agitieren (Mars) bewusst und mental knacken und so Luft hinein lassen in die festgefahrenen emotionalen Vorstellungen. Das Horoskop der Mars-Pluto-Opposition (rechts zunächst für Greenwich) zeigt, wie es gehen könnte.

Jupiter in 1 ist hier in Waage, wo auch Feindbilder verführerisch werden, zunächst die zusammenfügende Erweiterung durch strategisch bewusste, soziale Durchsetzung und vor allem: Austausch und konstruktive Resonanz. Venus als Herrscherin 8 in 8 hat eine immense Power, alles, was auch nur von Ferne an Ausgrenzung erinnert, wieder einzuschließen. Nur sie kann das. Erst danach, nach dem physischen Einlassen, findet echte Begegnung der gegenseitigen Geister, Bilder, Beziehungsideen in der Waage statt. Man muss es allerdings unbedingt und aus guten Gründen wollen (hier bietet sich immer eine stierisch korrekte Überprüfung der eigenen Werte und waagehafter Blick auf Leitbilder an).

Sonst holt einen die Angst doch nur wieder ein, von allem, was man spontan ablehnt, aufgefressen zu werden, wenn man es so sein lässt, wie es ist. Anders als wir, immer. In der Angst beginnt man wieder "gegen" zu schlagen. Mars-Pluto sitzt in diesen Breiten (z.B. Berlin) allerdings auch in 9/3 (hier ist zusätzlich wieder mal die Fremdheits-Frage eingelagert - viel be-fremdet uns buchstäblich) und Jupiter rutscht nach 12 ab. Was heißt: Es ist für uns hier sehr schwer, den ganzen Trouble der letzten Monate um Insider und Outsider in vielerlei Hinsicht abzuschütteln und uns einmal nicht zu fragen, wie und wo wir selbst sicher Unterschlupf finden. Oder: Die Wichtigsten in der Absicherung sind. Wir können nicht immer gleich spüren, dass es an uns ist, den Blick ein bisschen zu verschieben. Hin zur Nähe, aus der Ferne heraus.

Furchtsame Stier-Grenzen bleiben immer noch massiv. Die Chance wird also leicht vertan, wenn wir sie nicht persönlich nehmen. Eine Möglichkeit, die nicht nur in unserem Kosmos der Zwangs-Ängste, sondern danach auch viel genereller durch unser Beispiel in konzentrischen Kreisen aufräumt. Ja, wir haben Panik vor Feinden, Schädigern, vor politischen Gegnern oder Chemie, die vom Himmel fällt. Aber wir müssen sie doch nicht in Beton gießen. Es wäre Zeit, gerade jetzt kurz alles in unseren Kreis aufzunehmen, was uns besonders stört oder ärgert. Und sei es nur als Experiment. Alles, was ausschließt, stärkt die Angst. Alles, was einschließt, die Verbundenheit. Das kann man überprüfen. Es ist gut, an solchen Tagen zu üben, das zu umarmen, was man fürchtet. Manchmal lässt die Angst davor uns dann für mehr als nur ein paar Momente los. Es wäre ein toller Anfang.

Bild (bearbeitet): Pixabay - Zitate: "Herzensgüte" (David Richo, Windpferd)

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Montag, 25. Mai 2020

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