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Die Stille vor dem Grossen Knall

Keine Angst. Das hier ist keine Prognose, die sich auf aktuelle, politische Ereignisse bezieht. Sondern der Hinweis auf einen Moment in Zeit und Raum, der eine besondere Bedeutung hat. Grundsätzlich für alle Lebewesen auf unserem schönen, blauen Planeten, aber speziell auch für „uns Astrologen“.

Denn die jährliche Zeitenwende steht kurz bevor, ein energetischer Klimawechsel, symbolisiert und ausgedrückt durch die Wanderung der Sonne über den absoluten Nullpunkt des Zodiaks. Dort, wo sich die Zeichengrenzen von Fische und Widder berühren, können wir wieder einmal „live“ erleben, dass sich das astrologische Modell keineswegs darin erschöpft, nur bildhafte Charakterdeutungen einzelner Menschen zu ermöglichen, sondern äußerst lebendig beschreibt, was gerade Hier und Jetzt in diesem Raum-Zeit-Kontinuum geschieht.

Und innerhalb dieser Beschreibung befinden wir uns quasi am Vorabend des Big Bangs, des Urknalls, des Beginn unseres modernen Schöpfungsmythos. Am Donnerstag, den 20. März um 17:57:05 h, wird die Sonne diesen magischen Punkt überqueren und aus dem absoluten Nichts (im Sinne von nicht definierbar) wird das gesamte Universum neu entstehen. Nicht nur eines, sondern all die unzählig verschiedenen Universen, in denen all die unzähligen Lebewesen auf unserer Erde gleichzeitig existieren. All das wird innerhalb einer Plank-Zeit Einheit passieren, im Bruchteil einer Atto-Sekunde also. Und genau deshalb wird es kaum jemand bemerken…

Klingt abenteuerlich, sehr weit hergeholt und nach esologischem Unsinn? Vorsicht, denn gerade eben feiert die Wissenschaft eine neue Entdeckung – Forscher des „Harvard-Smithsonian Center for Astrophysics“ wollen endlich die lang gesuchten Gravitationswellen gefunden haben, Signale aus der Entstehungszeit unseres Universums, die fast zeitgleich mit dem Big Bang entstanden sind (LINK). Oder wie es ein Wissenschaftler ausdrückte:“Wir können jetzt zurückblicken zum Beginn der Zeit“. Als Beweis dafür gilt ein buntes Diagramm (ähnlich dem Bild hier), das an die Frühzeit eines Andy-Warhol oder Keith Hearing erinnert. Und in dem die Abbildungen der Wellen vor dem kosmischen Hintergrundrauschen sichtbar gemacht wurden.

Damit ist im Prinzip unser moderner Schöpfungs-Mythos amtlich geworden. Für alle Astro-Nerds und Science-Muffel, die immer noch glauben, dass das Universum aus der Laune eines Schöpfer-Gottes entstanden ist, hier eine kurze Beschreibung:

Am Anfang war demnach im Prinzip eigentlich Nichts. Jedenfalls nichts, was man mit irgendwelchen Sinnen oder sinn-verlängernden Messinstrumenten wahrnehmen könnte. Weder gab es Raum, noch Zeit. Aber dann eben den Urknall, ein Etwas, in dem alle vier Naturkräfte noch in einer einzigen Urkraft vereint waren und der keineswegs mit einer Explosion gleichzusetzen ist. Der Schöpfer dieser Theorie, Georges Lemaitre hat es einmal mit einem kosmologischen Ei verglichen, aus dem heraus Raum, Materie und Zeit gleichzeitig entstanden. Dann geschah (in aller winzigsten Augenblicken) dieses und jenes (siehe Wikipedia-Link), und plötzlich (immer noch im Bruchteil einer Atto-Sekunde) war das ganze Universum da. Einfach so. Das klingt nach einem ziemlichen Kraftakt, der mit nichts zu vergleichen ist und erst danach (so ungefähr eine Sekunde später), begann sich die Schöpfung zu „normalisieren“. Es entstanden Strukturen innerhalb der Raum-Zeit, die dann in der Konsequenz zu uns Menschen führte - 13,8 Milliarden Jahre später.

Wäre man jetzt ein übellauniger Science-Skeptiker, würde man natürlich sofort die Frage nach den unwiderruflichen Beweisen für solch eine gewagte These stellen. Denn sieht man mal von all den hübschen Diagrammen und Formeln ab, ist wohl unstrittig, dass es sich hierbei um eine logische Ableitung handelt, die auf den Grundlagen menschlicher Erkenntnisfähigkeit beruht. Da wir Leben und Existenz als Ganzes nur innerhalb bestimmter Parameter und Voraussetzungen erfahren können, scheint es nur „logisch“, dass auch unser Verständnis von Welt nur innerhalb dieser Grenzen entstehen kann. Das Bild der Schöpfung im Jahre 2014 ist also ein durch und durch menschliches, von Menschen für Menschen erfunden, erdacht und, aus einer Fülle von Wahrnehmungen heraus, abgeleitet. Bevor man nun nach Fehlerquellen in diesem Modell sucht, die mit Staubablagerungen auf riesigen Teleskoplinsen zu erklären wären, wäre es doch naheliegend die beschränkte Wahrnehmungsfähigkeit des Menschen generell als Fehlerquelle mit einzubeziehen.

Dementsprechend darf man dann auch die Frage stellen, ob wohl andere Lebensformen in anderen Galaxien zu denselben Schlüssen kommen werden oder schon gekommen sind, wie wir Erdlinge auf diesem Seitenarm der Milchstraße? Denn wenn man schon vom Anfang des Raumes und der Zeit spricht, vom Universum als Ganzem, wäre es doch sehr kleinkariert, wenn man die menschlichen Einsichten und Errungenschaften als absolute Größe postulieren würde.

Aber – da hier ja Menschen für Menschen arbeiten und forschen, sind die bisherigen Schlußfolgerungen durchaus sinnvoll und legitim. Wir wollen ja schließlich verstehen, wie „die Dinge für uns sind“, also gelten auch unsere Erfahrungen und Ableitungen.

Was allerdings weniger sinnvoll erscheint, ist die permanente Ablehnung des astrologischen Modells von einigen Anhängern der Big Bang Theorie. Denn im Prinzip gilt das oben Gesagte auch für das astrologische Modell, zudem findet sich im Aufbau des Zodiaks vieles wieder, was die wagemutigen Thesen der „Kollegen“ unterstützen würde.

Der Nullpunkt des astrologischen Kreises lässt sich ja astronomisch ableiten (Link), ist also eine reale Größe innerhalb unseres menschlich-irdischen Universums. Und dieser Nullpunkt kann eins zu eins mit der hübschen Geschichte des Urknalls in Übereinstimmung gebracht werden. Dieser Anfang des Ganzen ist geprägt von einer unglaublichen Kraft, die zwar noch keinerlei form-, raum- oder zeit-bezogene Erscheinung hat, aber eine Richtung! Die Art und Weise dieser Ausrichtung entscheidet dann in der Folgezeit über die möglichen Formen und Strukturen. Das genau beinhaltet der Punkt und das Prinzip von „Null Grad Widder“.

Er ist so gesehen nichts anderes als das kosmische Ei des Herrn Lamaitre, nur mit einer wichtigen Abweichung. Gemäß des astrologischen Systems, wenn man es dynamisch versteht und begreift, geschah das eben nicht nur ein einziges Mal vor 13,8 Milliarden Jahren, sondern es geschieht immer und immer wieder. Astrologie folgt hier eher der „Loop Quantum Cosmology“ (ja, Nomen est Omen…), die das Universum als einen Zyklus von Werden und Vergehen begreift, und in der Begriffe wie „Big Bounce“ und „Big Crunch“ eine Rolle spielen.

Einfach ausgedrückt – das gesamte Universum wird „eines schönen Tages“ in einem gewaltigen Schwarzen Loch verschwinden, dieses wird in sich selbst kollabieren, um auf seiner „anderen Seite“  ein neues Universum auf der Grundlage des eben verloschenen zu erschaffen.

Hier sind wir also dann am Ende des Zodiaks, auf 29°59´59.9“ Fische (The Big Crunch). Dann folgt für eine Plankzeit- Einheit (oder auch kürzer) ein unmöglich zu definierender Zustand (The Big Vacuum?), und kurz danach, auf 0°00´00.1 Widder entsteht ein neues Universum in einem neuen „Big Bang“.

Wenn man jetzt einmal für einen Moment den Begriff des Universums loslöst von seinen Erscheinungsformen und das Werden und Vergehen des Ganzen nur auf die Zeit selbst bezieht, dann kann man sich vielleicht sogar vorstellen, dass dieser Prozess immer und immer wieder geschieht. Zeit also neu entsteht, sich zu einer erfahrbaren Größe ausdehnt, dann wieder schrumpft, um schließlich komplett in einem schwarzen „Zeitloch“ zu verschwinden. Das Beste daran wäre aber – wir würden und könnten davon nichts bemerken, denn wenn es Zeit nicht mehr gibt (und somit auch keinen Raum), gäbe es für diese Art der Erfahrung keinerlei Anhaltspunkt. Ein bißchen so, als würde man alle Atto-Sekunden lang in eine Art kosmischer Ohnmacht fallen, dann wieder daraus erwachen, aber sich nicht mehr an die Ohnmacht selbst erinnern. Nur an das „davor“ ...

Ähnliches gibt es übrigens in vielen alten Kulturen und Religionen, der tibetische Buddhismus spricht in diesem Zusammenhang zum Beispiel von Bardos (Zwischenzuständen bzw. „Lücken“), die sich nicht nur nach unserem Tod zeigen, sondern auch schon während unserer Lebensspanne.

Zurück zur astrologischen Version des Urknalls. Eine zeitbezogene Variante davon erleben wir also in den nächsten Tagen wieder und daraus ergeben sich Chancen und Möglichkeiten. Wie nun jeder Einzelne diesen ganz besonderen Moment gestaltet, bleibt auch jedem Einzelnen überlassen. Selbst wenn man sich um 17:57 h gerade in einer überfüllten U-Bahn befindet, kann einen doch niemand davon abhalten, in genau dieser Minute hilfreiche und positive Vorstellungen zu entwickeln.  Also etwas zu denken, zu empfinden oder gar zu tun, das man selbst für angemessen und konstruktiv hält. Wer Zeit und Raum hat, könnte diesen Augenblick auf jede erdenkliche Weise feiern und zelebrieren, je nach eigener Anlage und Möglichkeit.

Allerdings ist das nicht immer ganz so einfach wie es klingt. Denn dieser Moment hat eben auch eine ungeheure Kraft. Und er kommt nicht wirklich aus dem Nichts, sondern bezieht sich auf all die Strukturen und Eigenheiten, die vor dem „Big Crunch“ in uns lebendig waren. Wer sich also in den Stunden vorher fröhlich seinem Ärger, seinem Neid oder seiner Gier hingegeben hat, wird in diesem Moment wohl nichts anderes feiern können als die Entstehung eines Universums, in dem diese Geisteshaltungen noch ausgeprägter sind. Das macht, global gesehen und bezogen auf aktuelle Ereignisse wenig Hoffnung auf Besserung, nichtsdestotrotz sind wir ja alle Teil dieser Welt mit ihren Entwicklungen. Und dadurch vielleicht nicht ganz so machtlos, wie wir glauben.

Aber um auch den eigenen Fallstricken zu entgehen, bedarf es einer gewissen Übung. Vor allem – einer Entschleunigung. Denn Mars-Widder steht ja auch für eine ungeheure Dynamisierung, Geschwindigkeit entsteht also von ganz alleine, wenn der Nullpunkt einmal symbolisch von der Sonne überschritten wird. Eine wunderbare Anleitung, wie man einem Speed-Crash entgehen und stattdessen in die Langsamkeit des Seins eintauchen kann, bietet ein Film, der gestern Abend bei ARTE lief (und dort noch eine Woche in der Mediathek zu sehen ist, siehe Link unten). Darin durchschreitet ein rotgewandeter, buddhistischer Mönch die lauten und bewegten Straßen von Marseille im Schnecken- oder Plankzeit-Tempo, je nachdem, aus welcher Perspektive man das betrachtet. Es sind Bilder von einer seltsamen Schönheit, einerseits beruhigend und meditativ, andererseits auch ziemlich verstörend.


Das Ganze ist aber nicht nur eine nette Idee, sondern beruht tatsächlich auf einer buddhistischen Übung, die auch in anderen Philosophien und Bewegungen ihren Ausdruck gefunden hat. Dieses Prinzip der Entschleunigung (im Gegensatz zur Inflation des Big Bangs) kann man sich vielleicht in den Stunden vor Frühlingsbeginn zu Nutze machen, um den eigenen Mustern und Gewohnheiten etwas von ihrer Dynamik zu nehmen. Allein das mag schon mehr Raum für eine bewusstere Wahrnehmung und einen bewussteren Umgang mit diesem Moment innerhalb der Zeit schaffen. Und damit auch für eine hilfreiche, positive und gesunde Ausgangslage für das kommende Sonnenjahr.

Das alles ist keinesfalls als Scherz, sondern durchaus ernst gemeint. Will heißen – es funktioniert. Es ist ein bisschen wie bei einer langen Fahrt in den Urlaub. Sind wir erst mal auf der richtigen Autobahn, verläuft die Reise meistens ziemlich eintönig. Die Spuren sind vorgegeben, es gibt Geschwindigkeits-Beschränkungen und ab und zu kommt ein Stau. Daran lässt sich wenig ändern. Aber es gibt eben diese Momente, in denen erhöhte Wachsam- und Selbstwirksamkeit gefordert ist. Dann, wenn wir abbiegen müssen, wenn wir uns unserem Zielort nähern. Aber genauso am Anfang der ganzen Reise, denn wenn wir uns erst mal auf der falschen Autobahn befinden, verlieren wir nur Zeit und Energie.

So ähnlich verhält es sich mit bestimmten Augenblicken in der Raum-Zeit aus astrologischer Sicht. Wer es hier schafft, ein wenig Bewusstsein, Willenskraft und Disziplin aufzubringen, der kann zumindest einiges dafür tun, dass die Richtung der kommenden Reise stimmt, das richtige Ziel anvisiert ist. Verglichen mit dem Aufwand, der betrieben werden muss, wenn das schief läuft, sind diese wenigen Minuten der inneren Ausrichtung wirklich nicht der Rede wert.

Wem nun partout nichts Eigenes dazu einfällt, den laden wir herzlich zu einem gemeinsamen Setting ein. Denn man kann sich ja am Donnerstag in der Zeit zwischen 17:45 h und 18:00 h einfach mal ein paar Minuten nehmen und an all die verwirrten Menschen denken, von denen wir tagtäglich in der Zeitung lesen. An Herrn Putin, Frau Merkel und Herrn Obama zum Beispiel. Und die Kraft dieses Momentes nutzen, um ihnen ganz viel Einsicht, Weisheit und Verständnis zu wünschen. Nicht nur für sich selbst, sondern gerade auch für den „vermeintlichen“ Gegner und alle „Andersdenkenden“. Das kann man dann natürlich unbeschränkt ausdehnen, auf was oder wen auch immer man möchte.

Eine kleine Meditation, praktische und gelebte Astrologie, die nicht nur versucht, anderen die Welt zu erklären, sondern sich selbst dort einbringt, wo am meisten bewirkt werden kann. Innerhalb der Zeitfenster, die von alters her eine besondere Bedeutung haben.

Schaden kann es ganz bestimmt nichts, egal ob man an eine „Wirkung“ glauben mag oder nicht. Aber das wäre doch zumindest eine Möglichkeit, das kommende Jahr, ganz im Sinne des „Widder Big Bangs“ mal neu und anders zu beginnen…

Bilder: Grafik-By Hmn-league at en.wikipedia [CC-BY-SA-2.5 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], from Wikimedia Commons

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