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Posen + das Rad drehen

lioness108Wenn man sich jetzt umsieht in der großen und kleinen Welt (unserer privaten), findet man oft eine Menge Posing und ein wildes Sich-Drehen um ein Zentrum: Das hat auch zu tun mit der laufenden Venus, die ja immer den Inhalt der gerade wichtigen Werte prägt. Steht sie im Löwen, wie zur Zeit, geht es um den Schutz des Lebendigen an sich. Dessen, was einfach so (am besten glanzvoll und spielerisch) passiert und geschieht. Spontan, ohne Eingriffe durch irgendwelche festgeklopften Ideen. Löwe-Venus ist so gesehen Königin der Reflexe, die aber momentan angegriffen wird vom Wassermann-Mars gegenüber und wiederum ihn angreift. Denn sie handelt auch als Jägerin. Das macht die Angespanntheit gerade. In welches Haus des eigenen Horoskops die laufende Löwe-Venus und der Wassermann-Mars fallen (Opposition wird genau am Donnerstag, 21.6), zeigt, wo und wie wir mit unseren Konflikten um Vereinzelung und Ganzheit in die Spannung eingebunden sind.

Wir vollziehen sie sozusagen im Kleinen nach. Löwe-Venus fightet für das Besondere, man "frisst" die Umstände, bevor man sich von den Umständen fressen lässt. Kontrolle, wie man sie auch im Stier oder im Skorpion (zwei der drei restlichen Fix-Zeichen) findet, nur aus anderen Gründen. Wassermann-Mars, das 4. Fix-Zeichen, der immer sofort die Beengung daran bemerkt, öffnet überall die Grenzen, für die vielen Ichs, aus denen Gemeinschaft besteht.

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Wir alle spüren momentan solche Konflikte zwischen Persönlich und Überpersönlich leichter als sonst, bei denen man viel Kraft verlieren kann: Wo geht es um's Ganze? Sprich a) um mich, der ich mich für das Ganze halte.

Denn wenn ich die Augen zumache, verschwindet die Welt. Und b) um das andere, abstraktere, aber paradoxerweise massiv wirk-liche Ganze, sprich, dessen Bedrohung durch die "Unterschiede" vieler Personen, die das Uranische für alle ausbalancieren muss? Alle Menschen sind gleich. Komm damit nicht einer Löwe-Venus. Sie könnte dich missverstehen. Hast du gerade gesagt, dass ich nichts zu bieten habe? Na warte!

Es sind einfach zwei ganz unterschiedliche Ansatzpunkte. Ein sehr schöner (sprich, astrologisch anschaulicher) Löwe-Wassermann-Konflikt spielt sich zwischen Kanzlerin Merkel und ihrem Heimatminister Seehofer ab. Löwe-Betonte wie er sind ja immun gegen irgendwelche reinen Humanitäts-Ideale, wenn sie die nicht wirklich SPÜREN. Falls die jedoch auf einmal persönlich werden (man setze ihm einen Gestrandeten ins eigene Haus), hat man in einer solchen Besetzung wie seiner auf einmal den größten Kämpfer für ein Prinzip, das alle einbezieht. Aber nur dann. Dann bemerkt er plötzlich das Wesentliche, ihn Betreffende an der allgemeinen Sache. Hier leider nicht. Alles zu hoch (transpersonal) für ihn. Auch wenn es Löwe immer darum geht, dass das Lebensrad sich weiterdreht, tote (für ihn!) Theoreme des großen Ganzen töten seine Lebendigkeit (und Unterstützung) ab.

Er, mit Venus, AC und Pluto im Löwen, kämpft erst mal für das, was ihm an "Selbst-Werten" natürlich erscheint, in seinem Empfinden also: für das Wichtige. Was mir eingeht, nützt allen, das merke ich am Applaus. Das kann ein riesiger Irrtum sein. Darum nimmt er sich auch immer einzelne Unterstützer heraus und gibt ihnen einen Mittelpunkt als Satelliten. Zeichen unter dem Horizont haben ja im Stier gerade erst Selbst-Wert aus ihren Impulsen (Widder) schaffen gelernt, in den Zwillingen bedenkt man das und empfindet "sich" danach im Krebs. Löwe dann schreibt sich das, was geschieht, als Sein zu. Damit wertet auch ein Horst Lorenz Seehofer sich schlußendlich erst mal über sein Erleben des Daseins als Person auf (oder ab).

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Merkel, mit dem Wassermann-Mond in 2, schützt dagegen spontan ihre Ideen des Kollektiven, hinter denen Gefühl steckt (was im Wassermann aber clean, kühl, sprunghaft wirken kann). Ihr Mond wertet das Ganze mehr als seine Teilchen. Daran ist zunächst mal gar nichts wundervoll Ethisches, sie sind eben beide so gestrickt. Löwe als Zeichen bildet ein Zentrum und muss das Leben leben, das ihn lebt. Wassermann als Zeichen öffnet immer solche Festlegungen. Er hebt so Gegensätze der Indiviualitäten wieder auf, damit es ein Wir wirklich frei geben kann. Dem dann Ideale nützen. Aber als Voraussetzung muss Individualität, aus dem Löwen, ja erst mal existieren. So ziehen sie beide hin und her - und aktuell ziehen wir da mit, jeder auf seine Weise, im eigenen Leben, mit anderen Themen, aber ähnlichen Mustern.

Mars zeigt die kämpferische Abstrahierung, die für alle nötig ist, Venus den individuellen Schaffensprozess, um den man kreist und den man be-wertet. Es kann ganz hiflreich sein, die eigenen Prozesse mal von dieser Warte aus anzusehen. Wo erleben wir gerade Venus-Mars in der 5./11. Phase, das leidenschaftliche Pokern um Selbst gegen die Gemeinschaft? Schau deine Häuser an! Das Eigene trumpft im Löwen jedenfalls immer auf gegen das Kollektive und mit der Venus erwartet man dafür eben auch Wert-Schätzung. Das schafft Revolutionäre gegen so viel "Egozentrik", die eigentlich aber nur das Dasein, die persönliche Kraft ausleben muss. So, wie es sich entfaltet. Und die Revolutionen wieder, das unbedingte Verändern-wollen, erzeugen erneut Kreisen um das Rad des Selbst als Empfindungs-Fokus.

Posing bedeutet: Mich gibt's noch. Hier. Nicht mehr und nicht weniger. Löwe-Venus neigt darum dazu, sich zu zeigen. Sie sitzt mitten auf dem Präsentierteller. Bleibt Wertschätzung aus, kann man zur Zeit enttäuscht sein wie ein Kind, weil Löwe ja im seelischen Quadranten des Tierkreises liegt. Als natürliche Systemfeindin ist die astrologische 5. Phase dafür gemacht, erst mal alles, was sich ent-wickelt aus Impulsen heraus, zu feiern. Darum sind Löwe-Menschen auch so gute Spieler und die Löwe-Venus (in 1 wie bei Seehofer besonders) kann bei Widerständen zu einer seidenweichen Raubkatze werden, die auf Gewinn spekuliert. Daran ist für sich nichts Schlechtes, denn es geht in jeder Phase um eine individuell "richtige" Art, Dinge für sich innerhalb der Gesamtheit auszudrücken. Dem Ganzen aber nützt es erst mal nicht.

ven5Übrigens ist es so, dass Menschen mit Löwe-Anteilen unglaublich großzügig und freigiebig sein können. Aber sie geben und schenken dann, wenn es IHNEN im Gefühl richtig erscheint. Sie müssen persönlich angebunden sein. Nicht aus irgendwelchen Thesen heraus zum Handeln gezwungen werden. Ihre Systeme wählen sie immer noch selbst und am besten sind die ganzheitlich kreativ im Sinne der eigenen Berührung. Das ist natürlich politisch angreifbar, wenn die Berührung ausbleibt. Und menschlich auch. Aber so ist es nun mal.

So könnte es sogar sein, dass ein Minister Seehofer persönlich völlig unfähig wäre, ein kleines Flüchtlings-Kind, das mit ihm Augenkontakt aufnimmt, vor Ort auch nur in der Nähe eines Busses heim in ein Krisengebiet, einsam stehen zu lassen. Oder gar noch hineinzuverfrachten. Kommt Löwe-Betonung, kommt normalerweise auch eine Art intensiver Ausstrahlung von persönlichem Schutz auf. Der Reflex: Ich bin doch da. Keine Sorge. Denn dem Herrscher obliegt aus eigener Sicht ja auch die Verantwortung für die Schwachen. Drum ist es gut, er sieht sie erst gar nicht, wenn er sie nicht haben will. Aber Politik wird sowieso eher im Saturnischen (und Uranischen) gemacht (was Wassermann nach der alten Herrscher-Methodik einschließt). Da ist dann auf einmal alles doppelt zu virtuell für so einen 5. Phasler und Löwe fühlt seine Generosität, sein Talent zu herrschen und zu teilen, überhaupt nicht angesprochen. Da bewegt sich schlicht in ihm nichts. Drum pfeffert man der gesichtslosen Masse als Vorstellung eben seinen privaten Umgang damit entgegen.

Das ist das Kreuz zwischen denen, die abstrakter begreifen (Döbereiner meinte mal in etwa, der immer von zu viel Festlegung befreiende Wassermann sei "vom Leben umstellt" = all dem Löwigen) und denen, in deren Selbst-Empfindung sich das Leben erst ausdrückt. Ich bin, also gibt es die Welt. Löwe. Folgt man so einem Empfinden konsequent, muss ja das Leben etwas verlieren, wenn man sich selbst neutralisiert, wie es Wassermann zum Wohl der Vogelperspektive tut. Damit er seinen so überaus wichtigen Job gut macht, abseits vom Gefühl das zu erledigen, was allen etwas mehr Luft gibt zum atmen. Hier hat man einen umfassenderen Ansatz. Im Löwen das Spezielle.

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Eine knifflige Aufgabe, das zu balancieren. Aber es gibt Möglichkeiten. Wenn wir in ähnliche Konflikte geraten, können wir die 4 "Komfortzonen" der Achse Wassermann-Löwe für uns ausloten. Das sind die Sextil- und Trigonalstellungen dazu. Waage (man tritt in Kontakt und führt Gespräche), Schütze (man entwickelt eine gemeinsame Vision), Widder (man sucht sich ein Ziel, in dem für jeden etwas steckt, worauf man Energie ausrichten könnte) und Zwillinge (man analysiert genau und sachbezogen, was nun wie dran ist und wie man das, was auseinander fällt, wieder in Funktion bringt).

Überhaupt steht der Blick auf den eigenen Impuls dessen, was einem persönlich wertvoll vorkommt, gerade unter Strom. Aber eben die Oppositionen bringen auch viel ganz konstruktiv in Bewegung, wenn man nicht den Fehler macht, die "andere Seite" zu abgetrennt zu sehen und nur als feindlich und fremd zu verstehen. Es kann sogar bereichernd sein, immer in dem, was man spontan im Gegenüber als bedrohlich sieht, einen eigenen verdeckten Anteil zu finden. Bei Merkel und Seehofer ist das schwierig, denn hier geht es ja gerade darum, dass ihre Unterschiedlichkeit sie vom anderen auch politisch abhebt. Also identifizierbar macht und wählbar - oder nicht.

Seehofer wird aber keine Freude an solchen Quests haben, selbst wenn er als Person doch noch "gewinnen" sollte. In solchen Schubladen des Erfolgs, die aber auch zu Schutthalden werden können, erleben es ja Feuerzeichen ab und zu. Er hat Chiron in 5 - den großen Schmerz, eben nicht seine Kraft im vollen Glanz ausleben zu können. Denn mit 11. Haus Merkur und Mars muss er sich irgendwann immer dem Kollektiv unterordnen, um noch wirksam zu sein. Ihn bekäme man über den Zwilling, den Faktencheck, dem man dann ein dickes Lob für seine persönliche Kreativität nachschiebt. Aber die Kanzlerin, mit Steinbock-Chiron im Übergang 1/2, hat anderes zu tun. Sie ist eben gerade da am meisten verwundbar, wo sie nicht "per Gesetz oder Struktur" sauber absichern kann, was ihr Mond in 2 an Gleichberechtigung fordert, und was von Uranus nach 7, in die Abstimmbarkeit getragen wird. Man kann das alles natürlich ethisch sehen, wenn man will. Das große Ganze hat mindestens dieselbe Freiheit verdient wie das Private. Da wäre Merkel näher dran. Seehofer argumentiert mit einem Schutz des Ganzen, der auf Individual-Ängsten fußt. Andererseits ist politisch das große Ganze eben immer eine demokratische Frage. Und Menschlichkeit ist nicht demokratisch zu verordnen. Bitter alles. Insofern haben wir es, wo immer bei uns die Opposition von Venus-Mars auch gerade sitzt, am Ende des Tages einfacher. Auch wenn Schmerz keine Hierarchie kennt und gleich wehtut - bei großen gesellschaftlichen und kleinen persönlichen Problemen. 

Bild (bearbeitet): Helen of Troy - Anthony Frederick Augustus Sandys + Pixabay

Mehr Venus bei Loop!: Das Lexikon: Wie Miss Venus tickt (Venus in den ersten 6 Zeichen)

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