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Die Linken: Keine Macht für Niemand

Es ist zur Zeit nicht einfach, in Deutschland Politik zu machen. Inhalte und Themen sind kaum noch gefragt, es sei denn sie wären kontrovers und utopisch (siehe Sarrazin-Artikel). Umso mehr stürzt sich das öffentliche Interesse auf Personen und ihr Scheitern.

Gestern noch Norbert Röttgen, heute ist es Oskar Lafontaine. Als Doppel-Jungfrau (Sonne und AS) geboren, aber mit kräftigen Mars und Widder-Anteilen ausgestattet, hat Lafontaine in den letzten Jahren immer wieder für Aufregung und Kopfschütteln gesorgt. Unvergessen sein Abgang als Bundesfinanzminister unter T-Pluto Opposition Mars-Uranus, T-Uranus Opposition Jupiter und T-Jupiter Opposition Merkur.

Nun, nur eine Woche nachdem er seine Kandidatur für den Parteivorsitz der LINKEN bekannt gegeben hatte, ist er wieder raus. Selbstgewählt und mit dem gewissen Pathos, das ein Jupiter im Löwen eben braucht. Diesmal waren die astrologischen Entscheidungsträger etwas dünner gesät, nichts destotrotz kann man Lafontaine aber dazu beglückwünschen.

Denn unter T-Uranus Opposition Merkur wäre seine Wahl am 2. Juni wohl eher fraglich gewesen und auch in den Folgemonaten wäre kaum Ruhe an der Linksfront aufgekommen. Aber allen Unkenrufen zum Trotz – das war sicher noch nicht das Ende der politischen Auftritte von Oskar Lafontaine. Jupiter wechselt demnächst in die Zwillinge und spätestens Ende Juli darf man gespannt sein, wie Lafontaine dessen Übergang über seine Mars-Uranus Konjunktion gestalten wird. Vielleicht ein neues Buch im Stile Thilo Sarrazins? Also keine überflüssige Trauer, der Mann bleibt uns erhalten.

Was aber aus den Linken werden soll, ist nicht ganz so klar. Oskars Gegenspieler, dessen sture Beharrlichkeit auf die eigene Kandidatur letztendlich den Ausschlag gegeben hat, heißt Dietmar Bartsch. Seines Zeichens ein Widder mit Löwe-Mond und mit T-Uranus auf Zulauf über die Radix-Sonne. Der Mann müsste jetzt jubeln, der scheinbar ernsthafteste Konkurrent ist vom Feld geschlagen, da kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Wenn da nicht gleichzeitig das Quadrat von T-Pluto zu seiner Widder-Sonne wäre. Bartsch ist also auch eingebunden in das mundane Uranus-Pluto Thema und man kann ihm jetzt schon prophezeien, dass es langfristig nicht so einfach werden wird mit den großen Ambitionen.

 

Vor allem nicht mit der Befriedung der eigenen Partei. Die Linken zeigen schon in ihrem Gründungshoroskop vom Juni 2007, dass interne Querelen ein Teil ihrer Kultur sind und auch bleiben werden. Sonne Opposition Pluto beinhaltet die Tendenz, zentrale Themen oder Personen immer wieder selbst auseinander zu nehmen. Und sollte das nicht reichen, kommt der Druck von außen.

Mit Saturn Opposition Neptun wird der ewige Konflikt zwischen den Visionären und den Realos auch nach Lafontaines Weggang nicht aufhören. Aber es gäbe auch genug Erfolgs- und Befriedungsaspekte, wenn man denn nur endlich verstehen würde, dass man mit genau diesen Gegensätzen leben muss. Denn nimmt man eine Seite vorübergehend aus dem machtpolitischen Spiel, werden kurz danach neue Protagonisten die Bühne betreten und alles geht von vorne los.

Insofern könnte schon der nächste Parteitag für eine Überraschung sorgen.

Denn kaum hat Lafontaine die Bühne verlassen, formieren sich schon neue Kandidaten. Unter anderem eine weibliche Doppelspitze mit Katja Kipping, die beste Chancen hat, als lachende Dritte aus diesem Männer-Schaukampf hervorzugehen. Die Sterne zwingen nun ja nicht, wie es immer so schön heißt, aber mit dem aktuellen Jupiter-Trigon zu  Kippings Sonne-Venus Konjunktion im Steinbock, ausgelöst exakt zum Wahltermin, sollte es schon mit dem Teufel zugehen, wenn sie nicht das Rennen macht.

Zwar hatte auch sie mit Merkur auf 5° Steinbock in der Vergangenheit unter der mundanen Pluto-Uranus-Schere zu leiden, aber zumindest die plutonische Seite wird jetzt nicht mehr drastisch hochgespült werden. Zudem steht ihr Radix-Jupiter auf der Zwillings-Sonne des Parteigründungscharts, sie wäre also auch unabhängig davon eine gute Wahl, um den LINKEN wieder Hoffnung und Auftrieb zu geben.

Zum Vergleich – die beiden Streithähne Bartsch und Lafontaine hatten jeweils ihren Saturn in Konjunktion (Lafontaine) bzw. Opposition (Bartsch) mit der Partei-Sonne stehen. Kein Wunder, dass da wenig Freude aufkam. Würde man also eine Empfehlung geben müssen, wäre diese sehr eindeutig. Eine weibliche Doppelspitze mit Katja Kipping würde nicht nur in den nächsten Monaten zu einer positiveren, öffentlichen Wahrnehmung der Partei führen, auch für die nächsten Bundestagswahlen hätte das durchaus richtungsweisenden Charakter.

Denn dann steht Jupiter im Krebs (Angela Merkel wird’s freuen) und so oder so werden mondige PolitikerInnen in dieser Zeit die besten Karten haben.Zumindest was die allgemeine Stimmung angeht. Bleibt zu hoffen, dass es dann auch, nach dem Wechsel Saturns in den Skorpion, wieder mehr um Themen und Inhalte geht, statt um allseits bekannte menschliche Schwächen und Konflikte, die auf öffentlichen Bühnen ausgetragen werden.

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Samstag, 11. Juli 2020

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