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Jogi Löw: Saturnale Schockstarre

Es hätte so ein schöner Abend werden können. Nach wochenlangen Querelen durften Jogis Jungs wieder einmal zeigen, was in ihnen steckt. Erst Irland im eigenen Stadion mit 6-1 nach Hause geschickt, drei Tage später zuhause in der Hauptstadt 60 Minuten lang weltmeisterlich aufgespielt. Doppelpässe, Hackentricks und vier Tore.

Und dann kommt Saturn.

Trainer hat nämlich seinen Radix-Mond auf 1°26´im Stier stehen. Und der laufende Saturn, gerade in den Skorpion gewechselt, stand gestern Abend nach Abpfiff auf 1°18´. In exakter Opposition also. Er spricht am Ende selbst von einer Schockstarre.

Aufmerksame astrologische Selbstbeobachter kennen das Phänomen. Im Vorfeld von saturnalen Auslösungen versteifen sich manche Haltungen ganz unlibidinös. Der smarte Jogi zB lässt es plötzlich in Pressekonferenzen krachen wie einstmals Rudi Völler, grenzt sich ab gegen Kritik, fühlt sich falsch behandelt. Zum großen Teil den Transiten von Uranus und Pluto auf sein Venus-Mars-Saturn Stellium Anfang Steinbock geschuldet. Das ja schon länger schwelt. Die 3-5 Niederlage gegen lustige Schweizer, das Halbfinal-Aus gegen clevere Italiener, all das war schon angemessener Ausdruck dieser Hintergrundschwingung. Und jedes Mal spielte Jogis Superkonstellation eine entscheidende Rolle. Aber eine weiterführende Erkenntnis bleibt aus.

 

So auch diesmal. Anfangs läuft der Ereignis-MC durch den Wassermann, Löws Sonne also obenauf. Alles scheint gut und perfekt, seine Jungs wirbeln den Gegner durcheinander, das Spiel ist eigentlich nach 60 Minuten zu Ende. Dann nähert sich die AC-DC Achse den berüchtigten Graden, Löws Stellium geht am Ereignis-DC quasi unter. Das erste Tor für die Schweden fällt um 22:07 h, der DC steht auf 13° Steinbock. Und auf 13° Steinbock steht auch Jogi Löws Saturn. Der Startschuss für die Saturn-Mond Opposition und  für alles was dann noch kommt. Sein Konzept löst sich auf, die Ordnung auf dem Spielfeld genauso. Angst essen Seele auf und Trainer steht mehr oder weniger regungslos am Spielfeldrand. Nein, nicht dieser Jogi Löw, der sonst schon bei einem Fehlpass durchs halbe Stadion brüllt oder auch mal gegen einen Pfosten tritt. Der andere, der plötzlich schicksalsgebeutelt zum Statisten verkommt, und anschließend selbst resümiert: „Das Spiel ist aus dem Ufer gelaufen und war nicht mehr zu korrigieren.“

Man könnte es auch anders sehen, saturnaler. Hochmut kommt vor den Fall, oder ein Spiel dauert neunzig Minuten. Wer heutzutage glaubt, dass ein Drei-Tore-Vorsprung zur Halbzeit schon die ganze Miete ist, hat die Rechnung ohne den Wirt gemacht. In dem Fall ohne Saturn. Mühe, Anstrengung, Disziplin, Ordnung. Alte deutsche Tugenden. Den Sack zu machen. Konsequent, keine Gnade. Warum sich mit vier Toren zufrieden geben, wenn man zehn schießen kann? Und wenn man schon keine Lust mehr hat, den einen Schritt mehr zu laufen, der immer nötig ist, um richtig gut zu spielen, dann sollte man wenigstens konsequent mauern. Ansonsten kommt nach Saturn eben Uranus (Chaos und Überraschung) und am Ende gibt’s ein Remis (Neptun).

Alles andere ist Schaulaufen und dem Gegner gegenüber respektlos. Wenn er schon verlieren muss, dann wenigstens gegen eine Mannschaft, die ihr absolut Bestes gegeben hat. Das ist man ihm zumindest schuldig. Wenn man’s nicht tut, rächt sich das meistens. Wie gestern.

Vor allem, wenn die uranisch-neptunischen Elemente noch von den eigenen Spielern eingebracht werden. Das kann man tatsächlich nicht korrigieren.
Manuel Neuer, ein Torwart-Gigant in jungen Jahren. Fast unfehlbar und mit übermenschlichen Reflexen ausgestattet. Eine Bank für sich. Nur gestern hat auch er wieder einen Transit. Der ihn schon länger verfolgt. Beim ersten Gegentreffer läuft der Spiel-MC genau über seinen Jupiter. Dem der aktuelle Mars gerade mit einem Quadrat zusetzt. Aber wichtiger noch, Neuer hat Sonne Anfang Widder im Quadrat zu Neptun Anfang Steinbock. Da hat man als Torwart feine Antennen für das Nichtgreifbare, hört quasi schon das Gras anders wachsen, bevor der gegnerische Stürmer darüber läuft. Vorahnungen, Vorauswissen, dem Fluss des Spiels folgen können, ohne Nachzudenken.

Wenn es gut läuft.

Kommt aber, wie gestern ein exaktes Quadrat von T-Uranus zu Neptun dazu, dann entsteht plötzlich eine Störfrequenz. Eine Art Tinnitus, der falsche Reflexe zur falschen Zeit auslöst. Plötzlich im Chaos. Und die Widder-Sonne kämpft übermotiviert gegen das Unheil an, ist aber in diesem Moment chancenlos. Nein, nicht nur die Gegentore, auch seine berühmten Abschläge, die oft schon Vorlagen für die eigenen Stürmer waren, landen zum Großteil beim Gegner. Weder weit noch präzise.
Und weit und breit auch keine Hilfe von den Vorderleuten. Die ja schon zuhause waren, geistig, und ihren Kantersieg feierten. Dann nochmal zurück laufen, den Torwart unterstützen, der offensichtlich einen wirklich schlechten Tag hat? Nööö…

Und so kommt eins zum anderen, und am Ende schütteln alle ratlos den Kopf. Historisch nennt man das dann. Aber in Wahrheit ist es nur ein Spiel, das erst nach 90 Minuten zu Ende ist. So einfach kann Fußball sein. „Wir können aus dem Spiel wahnsinnig viel lernen“, sagt Jogi Löw am Ende.
Dem kann man nur beipflichten. Astrologie und Fußball ist eine unschlagbare Kombination. Immer wieder neu…

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Titelbild: Новикова Юлия via Wikimedia Commons

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Dienstag, 16. Juli 2019

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