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Fussball und die zufälligen Unfälle

Wenn sich Leistungssportler verletzen, könnte man das als eine Art Berufsrisiko abtun. Denn Mars bringt eben nicht nur „verbrauchte Energie rasch zurück“, sondern verbraucht oft genug auch zu viel Energie an der falschen Stelle. Was dann die betroffenen Systeme überfordert und in der Konsequenz zu allem möglichen Unbill führen kann.

Das erleben in diesen Tagen auch wieder einige Fußballspieler. Und eigentlich verspürt man als praktizierender und beratender Astrologe keine große Lust, schmerzhafte Ereignisse im Nachgang zu kommentieren, womöglich noch mit marktschreierischen Überschriften wie „Böser Saturn hat wieder zugeschlagen“ oder ähnlichem Unfug. Denn es geht zum Einen nicht darum, irgendjemand Angst vor irgendwelchen astrologischen Auslösungen zu machen. „Saturn“ ist im astrologischen Kontext ein Ausdruck für hochkomplexe Zusammenhänge im Raum-Zeit-Kontinuum, die nur schwer rational erfassbar sind. Was aber nicht bedeutet, dass es da kein Ursachen-Wirkungs-Ketten gäbe, die man nicht auch nachvollziehbar erklären könnte.

Nur eines ist sicher, Saturn schlägt niemals zu, genauso wenig wie Mars, Pluto und andere vermeintliche Übeltäter. Der dreht seit Millionen von Jahren stoisch seine Runden um die Sonne und das hat durchaus Auswirkungen auf das gesamte System und seine Bewohner. Aber man kann absolut sicher sein, dass sich hinter den bunten Ringen keine monströse, kosmische Macht verbirgt, die nichts Besseres zu tun hat, als an irgendwelchen Schicksalsfäden zu ziehen und empfindungsfähige Wesen zu quälen.

Andererseits kann man sich genauso sicher sein, dass alles in unserem Leben „seine Zeit“ hat und die Stellung der Planeten vor dem Hintergrund des astro-logischen Bilderkreises ziemlich exakt, fast im Sinne einer kosmischen Atomuhr, darüber Auskunft gibt, „in welcher Zeitepoche man gerade lebt“. Beispiele und Belege dafür liefern wir hier nun seit fast drei Jahren täglich, wer es immer noch nicht glaubt, dem ist wohl auch nicht mehr zu helfen.

Was aber gerade in Bezug auf Sportler wie Philipp Lahm und Marco Reus schade wäre, denn in der Konsequenz bedeutet das dann eben, dass man auch in Zukunft wenig Möglichkeiten haben wird, solchen Verletzungen vorzubeugen. Deswegen und nur deswegen, hier wieder einmal eine Nachbetrachtung um aufzuzeigen, wie genau sich solche Ereignisse am Vergleich zwischen aktuellen Auslösungen und den Radix-Daten der Betroffenen ablesen lassen.

Philipp Lahm traf es schon vor einer Woche. Der Kapitän des FC Bayern München knickte am letzten Dienstag während einer Trainingseinheit einfach um, ohne Fremdeinwirkung. Und brach sich dabei das rechte obere Sprunggelenk. Nun muss man dazu sagen, dass Lahm einer derjenigen Sportler ist, die bisher relativ glimpflich in Bezug auf Verletzungen davon gekommen sind, lediglich 2005 hat es ihn zweimal schwer erwischt.

Bei seinem Kreuzbandriss im Mai 2005 zeigen die Auslösungen an diesem Tag deutlich, wie komplex das astrologische System solche Ereignisse umschreibt. Das besondere an diesem 17. Mai 2005 war eine Mars-Uranus Konjunktion auf 10° bzw. 11° Fische. Wie wir hier schon in einigen anderen Artikel beschrieben haben, ist gerade diese Konstellation, ob nun direkt oder indirekt angezeigt, ein starker Indikator für Unfälle aller Art. Direkt bedeutet, dass beide Planeten in offensichtliche Aspekt - Zusammenhänge eingebunden sind, indirekt kann aber auch ein Uranus im Widder (dort steht er seit 2011) oder in Haus Eins, aber auch umgekehrt ein Mars im Wassermann oder in Haus Elf, solche Tendenzen andeuten.

Dieser Tag an und für sich bot also schon einmal ideale Voraussetzungen für ein solches Erlebnis. Allerdings stellt sich die berechtigte Frage, warum nicht alle Wesen auf diesem Planeten dann Unfälle und Verletzungen erleben? Weil nicht alle die nötigen, energetischen Voraussetzungen haben, um in dieser Zeitepoche auf solch eine spezifische Art und Weise angesprochen zu werden. Und auch hier gilt beides, direkte oder indirekte Auslösungen.

Direkt ist durchaus gegeben im Falle von Lahm und seinem damaligen Kreuzbandriss. Mars und Uranus stehen beide im Quadrat zu seiner Jupiter-Uranus Verbindung im Schützen, allerdings in einem weiteren Orbis von ca. 2-3°. Es fehlt also die Plötzlichkeit, das uranische Element, der Auslösung, zumindest direkt. Indirekt ist es aber vorhanden, denn der Vorfall ereignete sich wiederum während einer Trainingseinheit gegen Mittag. Und da stand der aktuelle Mond exakt im Quadrat zu Lahms Uranus, die grundlegende Zeitqualität ist also gegeben, genauso wie die individuelle und sehr exakte „Betroffenheit“. Hinter all dem versteckt sich aber noch ein anderer, damals aktueller Transit: Neptun stand im Quadrat zu Lahms Sonne. Hier könnte man dann generell ansetzen auf der Suche nach dem Hintergrund des Unfalls. Denn Neptun – Sonne Verbindungen als Transit sind fast immer ein Hinweis darauf, dass die innere Mitte und somit die gesamte Ausrichtung einer Person „aufgeweicht“ wird. Mittel- und langfristig wird dadurch eine Neuorientierung erreicht, ein Zuwachs an Erfahrung entsteht. Solange dieser Transit aber akut ist, braucht die betroffene Person meist längere Erholungsphasen, es muss die Möglichkeit vorhanden sein, sich immer wieder komplett zurück zu ziehen und alle Wahrnehmungsreize auf ein Minimum zu reduzieren.

Andernfalls schlägt nicht Saturn oder das Schicksal zu, sondern der eigene Weisheitsgeist kreiert Situationen, die zwar vorübergehend schmerzhaft sein mögen, aber eben langfristig dem eigentlichen Sinn und Zweck dieser Zeitepoche dienlich sind. Im Falle von Lahm gab es da schon am 05. Januar 2005 die ersten Anzeichen und Vorwarnungen, da nämlich zog er sich schon einen sogenannten „Ermüdungsbruch“ zu, der ihn für drei Monate zur Ruhe zwang.

Auch dieser Unfall hatte wiederum das typische Mars-Uranus Signum, nur war es diesmal der aktuelle Mars des 5. Januars in Konjunktion mit dem Radix-Uranus von Lahm, der das Ereignis ankündigte.

Am 17.Mai also waren alle Voraussetzungen erfüllt, um eine weitere Ruhephase „zu erzwingen“. Neptun wird über die Mars-Uranus Konjunktion in den Fischen im Ereignis-Haus 11 aktiv, gleichzeitig löst Mond den Radix-Uranus aus, die Sonne steht am AC von Lahm, Merkur in exakter Opposition zu Saturn.

Letzteres dreht sich dann in dieser Woche um. Als Lahm „umknickt“, steht diesmal Saturn in genauer Konjunktion zu seinem Merkur, zusammen mit der Sonne am Deszendent. Die Achsenbezüglichkeit durch die Sonne ist also wiederum, genauso wie bei seinem Kreuzbandriss 2005 gegeben, nur stehen diesmal die Zeichen auf dem Kopf, aus Sonne-AC wird Sonne-DC, aus Merkur-Saturn wird Saturn-Merkur.

Was diesmal der Hintergrund war? Womöglich genau das, was Lahm in einem Interview mit der Zeit im Juli genannt hat. Dort begründete Lahm seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft damit, daß er sein Leben wieder selbst in die Hand nehmen wolle, um Entscheidungen zu treffen, bevor sie einen einholen.

Wir Sportler befinden uns in einer ständigen Abhängigkeit von Zufällen, von Dingen, die wir nicht beeinflussen können – manches ist einfach auch Glück.

Phillip Lahm, Zeit-Online

Denn während der WM hatte Lahm ja die gesamte Zeit über Saturn auf seiner Sonne stehen. Und wurde trotzdem oder gerade deshalb mit der Mannschaft Weltmeister. Aber man kann sich gut vorstellen, wie viel Kraft und Energie, vor allem aber Selbstüberwindung und Disziplin ihn das gekostet hat. Mit Saturn auf Sonne kommt man an seine Grenzen, erlebt man täglich, dass alles nur eine begrenzte Haltbarkeit hat, auch die eigene Leistungsfähigkeit.

Sein Rückzug nach der WM war deshalb nur konsequent, allerdings hätt er wohl noch mehr Urlaub und Regeneration gebraucht. Denn das der Bruch genau zur mundanen Sonne-Saturn Konjunktion kommt, ist schon mehr als nur ein Hinweis auf den vorhergehenden Transit und seine Nachwirkungen. Aber genau das zeigt eben auch wieder einmal, dass das Prinzip der Transite und Auslösungen nicht so platt funktioniert, wie es oft mißverstanden wird. Es gibt sicher immer wieder sehr direkte und unmittelbare „Wirkungsphasen“, in denen die Exaktheit eines Transits und ein Ereignis zusammen fallen. Es gibt aber auch genügend Fälle, in denen sich erst Monate später nochmalige Auswirkungen einer scheinbar längst vergangenen Periode zeigen. Dann wenn eben mundan dafür wieder entsprechende Voraussetzungen vorhanden sind.

Dass Phillip Lahm hier kein besonderer Einzelfall ist, zeigt sich auch am Bespiel von Marco Reus. Der verletzte sich am Samstag zum dritten Mal in diersem Jahr relativ schwer. Und auch diesmal schlug nicht Saturn zu, sondern ein Gegenspieler namens Marvin Bakalorz. Der ist mit einer Sonne-Mars Konjunktion und einer Jupiter-Saturn Opposition bestens dafür geeignet, auf dem Spielfeld für Aufregung zu sorgen. Am Samstag hatte er zudem noch ein exaktes Trigon von Mars zur Sonne, was dann dazu führte, etwas härter als sonst einzusteigen.

Marco Reus erlebte dieselbe Mars-Stellung aus der Sicht des Opfers, denn sein Mars und der aktuelle standen sich in genauer Opposition gegenüber. Aber wichtiger ist hier noch Pluto, der fast exakt in Konjunktion mit dem Radix-Neptun von Reus steht. Eine ähnliche Geschichte also, wie bei Reus Verletzung kurz vor der WM im Juni 2014, als er am Ende der ersten Halbzeit mit einem Syndemose-Anriss vom Platz getragen wurde und Pluto exakt in Konjunktion mit Radix-Saturn bei ihm stand. Jetzt wird Saturn durch das exakte Quadrat von Uranus ausgelöst, der hier in den nächsten Wochen fast stationär verharren wird, solange bis Pluto dann auch die Konjunktion mit Saturn überwunden hat.

Diese nüchterne Aneinanderreihung von astrologischen Daten und Fakten wird den eigentlichen Erfahrungen, die Menschen in solchen Zeiten machen, natürlich nicht gerecht. Aber es bleibt eben nicht viel anderes übrig, als anhand solcher Aufstellungen immer wieder aufzuzeigen, dass es sich hier keineswegs um ein zufälliges Phänomen handelt. Astrologische Erkenntnisse können nicht formelhaft gewonnen und auch nicht so angewendet werden, dazu ist die Bestimmung der Wandlungszustände des Raum-Zeit Kontinuums zu komplex und vielschichtig.

Nicht jeder Saturn-Transit bringt etwas Negatives, und nicht jeder Jupiter-Transit weist auf großartige Glücksfälle hin. Diese Art zu Denken ist zu eindimensional und wird weder dem Leben noch der Astrologie gerecht. Und trotzdem handelt es sich ganz offensichtlich nicht um Zufälle, um ein unberechenbares Schicksal, dem wir unterworfen sind. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen, aber selbst wenn es im Moment wohl niemand auf diesem Planeten gibt, der das Modell Astrologie vollständig und ganzheitlich verstanden hat, gibt es die Möglichkeit, mit dem vorhandenen Wissen so zu arbeiten, dass zumindest die Unglücksfälle verhindert werden, die man verhindern kann. Und das betrifft fast alle, an denen Menschen direkt und unmittelbar beteiligt sind.

Titelbild: Lahm -  Harald Bischoff / , via Wikimedia Commons; 

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Samstag, 20. Juli 2019

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