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Wochen-Rückblick: Die Widder sind los

Während die Natur sich immer noch nicht im Frühlingskleid zeigen will, outen sich Teile der Weltgemeinschaft umso mehr als Fans der aktuellen Widder-Dominanz.

Ganz marsisch wird da mit Säbeln und Raketen gerasselt, mal nebenbei ein Atomkrieg angedroht oder die Enteignung der europäischen Spar-Gemeinschaft. Mars und Uranus im Verbund sind halt immer ein Garant dafür, dass Bewegung entsteht, auch wenn diese nicht zwingend sinnvoll und konstruktiv sein muss.

Den Titel „Marsischer Zappelphillip des Monats“ hat sich deutlich und mit großem Abstand Herr Kim Jong Un aus Nordkorea verdient. Seines Zeichens himmlischer Diktator und Herr über die viertgrößte Armee der Welt. Fast stündlich droht er in dieser Woche mit Raketenangriffen und Nuklearschlägen, schwört den Imperialisten Rache für frühere Sünden und scheint mächtig Spaß daran zu haben, seine Nachbarn in Furcht und Schrecken zu versetzen.

 

Nun, der Mann hat es astrologisch gesehen ja auch nicht leicht dieser Tage. Jupiter steht in Opposition zu seinem Radix-Uranus (und vermutlich auch im Quadrat zu seinem Mond), mit Jupiter im Schützen und einer Neptun Konjunktion als Anlage fällt es einem da schon schwer an sich zu halten. Großes soll passieren, Göttervater Zeus möchte Blitze vom Himmel regnen lassen und hat keine Lust auf kleinkariertes, diplomatisches Rumgeheule. Dazu noch die eingangs erwähnte Ansammlung von Sonne, Venus, Mars und Uranus im Widder, die allesamt in das Quadrat zu seiner Steinbock-Sonne laufen. Vor allem das Transit-Quadrat von Mars am kommenden Dienstag und das Quadrat von Sonne und Venus in den Tagen danach, lassen befürchten, dass die miese Stimmung des Herrn Kim nicht besser wird. Und er womöglich ohne es wirklich zu wollen, quasi aus astroenergetischem Selbstzwang, eine seiner Lieblingszigaretten an die Lunten hält, die er gerade weitverstreut auslegt. „Tausendmal ist nichts passiert, dann hat es BUMM gemacht…“

Also liebe Amerikaner und Südkoreaner, nächste Woche besser noch den Ball flach halten oder zumindest rechtzeitig die Köpfe einziehen, wer Mars- und Jupiterauslösungen in Kombination bei selbsternannten, mythischen Heldengestalten nicht ernst nimmt, darf sich hinterher auch nicht beschweren, wenn tatsächlich mal ein Blitz aus heiterem Himmel donnert (mehr zu diesem Thema - KIM KONG UND DIE BOMBE).


Ähnliches mag sich Jeroen Dijsselsbloem gedacht haben, der neue Chef der EURO-Gruppe, als ihm letzte Woche der Satz aus dem Mund fuhr: „Kämen Banken künftig ins Trudeln, sei Hilfe durch die Euro-Partner nicht automatisch garantiert, stattdessen müssten Aktionäre, Gläubiger und Kunden der Institute ihren Teil beitragen.“ Und wunderte sich anschließend über die heftigen Reaktionen.

Was diejenigen, die ihn ins Amt gewählt haben, anscheinend (wie fast immer) nicht bedacht haben – Herr Dijsselsbloem ist seines (Sonnen-) Zeichens Widder und hat auch noch den Mars in einer weiten Konjunktion dazu gestellt bekommen. Zwar hat er als Ausgleich eine Merkur-Saturn Konjunktion in den Fischen, die im Normalfall unbedachte Kommentare verhindern könnte. Die steht aber in Konkurrenz sprich Quadrat zu Jupiter im Zwilling (womöglich noch in Konjunktion mit Mond). Wenn dann noch, wie letzte Woche geschehen, das Widdersegment mit vier Planetenenergien aufgepumpt wird, dann kann es schon mal aus einem herausplatzen.

In diesem Fall „die Wahrheit“, denn eigentlich ist so ein Widder eben gerade heraus (es sei denn, er hat irgendwelche verkappten Neptunverbindungen in der Anlage) und in diesem Fall hat er einfach nur ausgesprochen, was eh schon alle wissen. Zypern ist der Anfang einer neuen Phase im schleichenden Niedergang alter Ideale. 2013 werden nicht mehr die Wale, der große Feuerfalter oder die Natur insgesamt geschützt, sondern Banken und EURO sind anscheinend dermaßen vom Aussterben bedroht, dass man jetzt eben zu Zwangsmaßnahmen greifen muss (siehe auch DIE EUROKRISE ).

Auch ein anderer Widder durfte diese Woche die Segnungen des eigenen Zeichens erfahren. Manuel Neuer, Nationaltorwart im Dienste von Bayern München, liebt es mit Widder-Sonne und –Venus in Opposition zu einem Waage-Mond immer wieder mal verspielt. Besonders wenn es ihm in seinem Tor langweilig wird und er zusehen muss, wie seine Kollegen auf dem Spielfeld Tore schießen.

Beim WM-Qualifikationsspiel am Dienstag gegen Kasachstan war es dann wieder mal so weit – kleine akrobatische Einlage seines fußballerischen Könnens unter dem Transit von Venus im Quadrat zu seinem Steinbock-Neptun, das gleichzeitig das angelegte Quadrat zur Radix-Sonne auslöste und schon war der Ball im Kasten. In seinem. Transitäre Verwirrung live sozusagen, hübsch anzuschauen auf dem kleinen Video (YOU TUBE LINK).

Hätte er gewusst, dass just in diesem Moment Saturn mundan im Osten aufging (also am Ereignis-AC stand) und jede kleinste Nachlässigkeit sofort ahnden wird, wäre er wohl vorsichtiger gewesen. Als Astrologe darf man aber durchaus dankbar für diese kleine Vorführung sein, weil sich auch hier wieder zeigt, dass das astrologische Modell sehr dynamisch und funktional zwingend angelegt ist. Denn trotz dieser Ansammlung von energetischen Hindernissen, wäre vielleicht noch alles gut ausgegangen, hätte nicht genau in dieser Minute der aktuelle Mond ein exaktes Quadrat zum Radix-Mars von Neuer gezeichnet. Das kleinste Rädchen im astrologischen Getriebe löst damit eine Kettenreaktion aus, an deren Ende man wieder um eine Erfahrung reicher ist.


Und noch einem Widder muss man diese Woche zum runden Geburtstag gratulieren – das ZDF wird fünfzig. Am 01. April 1963 startete das Zweite Deutsche Fernsehen mit seinem offiziellen Programm. Mit Sonne, Merkur und Jupiter in Haus sechs ein klassischer Dienstleister, ganz so wie es der damalige Rundfunkvertrag vorgesehen hatte. Mars als Sonnenherrscher in Haus zehn hat aber durchaus auch den Anspruch etwas Besonderes zu sein, Krebs-Mond am MC sucht die Nähe zu Volkes Seele. Alles in allem ein ziemlich ausgewogenes Chart, dem ein wenig die Ecken und Kanten fehlen. Als Spannungsaspekte finden sich lediglich eine Opposition zwischen Venus und Uranus und ein Quadrat zwischen Mond und Waage-AC.

Venus-Urania also ein Hauptthema, die himmlische, überirdische Liebe. Das mag erklären, warum man gerade beim ZDF so viele Pilcher- und sonstige Liebesgeschichten im Hauptprogramm findet, die ewige Suche nach einer Erfüllung, die man vielleicht im Traumschiff oder in der Schwarzwaldklinik vermuten kann, aber selten unter Normalsterblichen erlebt. Hier ist vielleicht auch der öffentlich-rechtliche Bildungsauftrag missverstanden worden, was in der Konsequenz zu einer Generation von fehlgeleiteten Beziehungs-Wunschträumern geführt haben mag.

Trotzdem hat wohl dieser Aspekt auch zu einer bedeutenden Innovation geführt – das ZDF als mediale Gebärmutter der deutschen Mangas, den Mainzelmännchen. Der faule Anton, das sportliche Fritzchen und der musische Conny waren Helden meiner frühen Kindheit, neben dem ausgeflippten HB-Männchen. Der fleißige Berti, der schelmische Edi und der schlaue Det waren ja allesamt verkappte Anarchisten, kein Wunder mit einer Mond-Mars Konjunktion, einer Widder-Sonne und Venus Opposition Uranus-Pluto (allesamt am 02. April 1963 geboren).

Erst viel später, am Anfang meiner Pubertät habe ich mich gefragt, wo denn Schneewittchen geblieben ist bzw. die flotte Erna, die kluge Alice, die entzückende Moni oder die zickige Angie? Die Antwort darauf ist das ZDF bis heute schuldig geblieben, jetzt nach 50 Jahren wäre es doch an der Zeit dieses Geheimnis endlich zu lüften.

In diesem Sinne ein schönes Osterwochenende, viele bunte Eier und fröhliche Auferstehung.

Titelbild (bearbeitet): Mainzelmännchen - Johann H. Addicks - addicks(at)gmx.net (selbst erstelltes Lichtbildwerk / own photography);
Koreabild von Nicor (Eigenes Werk) alle via Wikimedia Commons

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