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Sturmwarnung: Xaver kommt!

Es bläst gerade heftig um‘s Haus, der Blick auf die Astro-Uhr zeigt Merkur am Deszendenten. Heute Morgen war ich noch einigermaßen skeptisch:  Astrologie und Wetter-Prognose ist zwar ein alter Hut bzw. ein Klassiker, aber so ganz hatte mir das Prinzip dahinter bisher nicht eingeleuchtet. Zu vielschichtig, zu komplex, wie soll das gehen? Aber am Anfang steht ja immer die einfache empirische Beobachtung, also die Stundenuhr laufen lassen und mal schauen, dachte ich mir.

Der Vormittag verlief langweilig, die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm. Kein Lüftchen regte sich. Dann aber, genau als Mars am Orts-Deszendenten steht, kommt die erste heftige Böe. Unruhe macht sich breit, legt sich dann aber schnell wieder. 20 Minuten später (Uranus steht gerade am AC), die nächste Welle. Aus dem Nichts quasi wirbeln Laub und Gestrüpp am Fenster vorbei, aber immer noch kein Sturm in Sicht. Das ändert sich als zwischen 14:30 h und 15:15 h vier Planeten über die Hauptachsen laufen (Mond, Pluto, Venus über MC, Saturn am DC und Jupiter am IC). Xaver ist angekommen, auch bei uns im Ruhrgebiet, vorzeitige Abenddämmerung, ohne Schreibtischlampe sehe ich die Tastatur nicht mehr.

Also doch kein alter Hut? Mitnichten – nimmt man die letzten zehn großen Sturmtiefs seit  1972, die über Europa und Deutschland rasten, gibt es diverse Auffälligkeiten. Und damit ist keinesfalls die Sonnenstellung gemeint, denn die großen Stürme kommen allesamt im Winter und haben deshalb logischerweise entsprechende Sonnenzeichen. Aber der Mond ist nicht an die Jahreszeiten gekoppelt, hier sollte man erwarten, dass sich zumindest die Zeichenstellung hübsch verteilt. Es gibt jedoch nur zwei Ausreißer (einmal je Zwilling und Löwe), ansonsten findet sich der Mond nur im Schützen (2mal), im Steinbock (3mal) und Wassermann (3mal). Und auch Xaver bleibt hier linientreu mit aktuellem Mond im Steinbock. Das führt dann zur nächsten Auffälligkeit – 60% dieser Sturmmonster entluden sich kurz vor oder nach Neumond, was die Gefährdung der Küsten drastisch erhöht (Springfluten mit Gezeitenwellen), auch hier reiht sich Xaver wieder nahtlos ein.

Zufall oder Astrologen-Willkür ist das nicht, meine zehn Favoriten kommen aus der Wikipedia-Liste der schwersten Stürme mit den größten Folgeschäden der letzten 40 Jahre. Und auch die Live-Berichterstattung vor Ort vermerkt bis eben eine Sturmflaute (nichts auf den Achsen), doch genau jetzt, bei Sonnenuntergang, kommt wieder etwas Bewegung in die Natur.

Die nächste Auffälligkeit: Bei den 11 Orkanen stand Merkur je viermal entweder im Schützen oder im Wassermann, zusammen belegen zwei Zeichen also knapp 73% auf der statistischen Merkur-Skala. Kluge Köpfe werden jetzt anmerken, dass das ja auch nicht sonderlich verblüffend ist, da Merkur (geozentrisch) an den Lauf der Sonne gebunden ist und Orkane meist klimabedingt in den Wintermonaten der nördlichen Hemisphäre entstehen.

Seltsam dann aber, dass die heliozentrischen Zeichenstellungen von Merkur ein ähnliches Ungleichgewicht aufweisen. Zur Erinnerung, der kleine Merkur umrundet die Sonne in knapp 88 Tagen, ein Zeichendurchlauf dauert als nur ca. 7,3 Erdentage. Bezogen auf einen Zeitraum von fast 40 Jahren sollte man nun annehmen, dass zumindest diese Verteilung keine Dominanten aufweist. Aber auch hier eine Überraschung – knapp 82% seiner Zeichenstellungen beziehen sich auf die Herbst- und Winterzeichen (Waage bis Fische), die anderen sechs sind mit gerade mal 2 von 11 Treffern extrem unterrepräsentiert.

Natürlich könnte man das alles als Zahlenspiel abtun, das keine Aussagekraft hat. Aber hinter diesen Häufungen könnten sich auch konkrete Hinweise darauf verbergen, unter welchen astro-energetischen Voraussetzungen große Stürme mit all ihren Nebenwirkungen entstehen. Allein das bisher Aufgezählte würde dann zu folgender Grundaussage führen:

  • 1. Sonnenstände zwischen Skorpion und Fische, besonders in der Steinbock-Phase
  • 2. Mondstand in Schütze, Steinbock oder Wassermann
  • 3. Mondphase kurz vor oder nach Neumond (alternativ dazu auch um Vollmond herum)
  • 4. Merkur-Stellung Schütze oder Wassermann (geozentrisch), gleichzeitig zwischen Waage und Fische heliozentrisch

Nimmt man Xaver als Beispiel und vergleicht die aktuellen Stände, sieht man alle vier Bedingungen erfüllt (Sonne im Schützen, kurz nach Neumond, Mond im Steinbock, Merkur im Schützen, heliozentrisch in der Waage). Das ist ein sehr grobes Raster, nun müsste man natürlich noch sämtliche anderen Aspekte beobachten und gewichten. Vor allem Verbindungen zwischen den inneren und äußeren Planeten, sowie spezifische Mond-Aspekte. Komme dann noch harte Auslösungen mit den üblichen Verdächtigungen wie Saturn, Uranus, Neptun und Pluto hinzu, hat man eigentlich alle Zutaten für ein außergewöhnliches Naturereignis.

Die Sturmflut von 1962

Die schreckliche Nacht, in der die Deiche an der Nordseeküste brachen, wird auch heute wieder als Vergleich genannt. Allerdings sollte man hier differenzieren, obige Auflistungen beziehen sich ja zuerst auf die mögliche Stärke eines Sturmtiefs, Folgeschäden sind darin noch nicht abgebildet. Bei der Sturmflut 1962 sind mehrere Komponenten beteiligt, die erst im Zusammenspiel zu der eigentlichen Katastrophe führten.

Allen voran Orkan Vincinette, der am 16. Februar auf die Küsten vor Hamburg traf. Er erfüllte die Voraussetzungen des astrologischen Grund-Rasters zumindest in Teilen: Sonne im Wassermann, kurz vor Vollmond (2 Tage), Merkur im Wassermann (geozentrisch) und in der Waage (heliozentrisch). Das das Meer sich an diesem Tag in besonderem Aufruhr befand, mag dem Quadrat zwischen Mars und Neptun geschuldet sein. Der mögliche Bruch fester Strukturen findet sich aber in der fast exakten Opposition zwischen Sonne und Uranus. Ein klassischer Unfall-Aspekt, der einerseits die Unberechenbarkeit von Vincinette symbolisiert (das Sturmtief wechselte die Richtung, entstand unerwartet aus einem vorherigen Tiefdruckgebiet, dass eigentlich schon am Abklingen war etc.), zum anderen aber darauf hinweist, dass mit Folgen gerechnet werden musste, die das übliche Schadensmaß übersteigen.

Ein besonders eindrückliches Beispiel für die geballte Kraft solcher Aspekte ist Daria, einer der schwersten Stürme überhaupt. Am 25. / 26. Januar 1990 hinterließ Daria eine Schneise der Verwüstung und 94 Todesopfer in Europa. Bis auf Jupiter und Pluto befinden sich alle Planeten in einem Abschnitt von 40°, drei von vier (theoretischen) Voraussetzungen für einen großen Sturm sind erfüllt, hinzu kommen Aspekte wie eine Merkur-Uranus-Neptun Konjunktion, die dem Ganzen zusätzliche Schubkraft verleihen.

Was bringt Xaver noch?

Basierend auf dem bisher Gesagten würde der astrologische Wetterdienst davon ausgehen, dass Xaver nicht so viel Schaden anrichten wird, wie Daria und andere Vorgänger. Aber es können sich noch weitere Sturmböen aufbauen, vor allem, solange die Konjunktion von Mond mit Venus noch aussteht. Das heißt im Klartext – bis heute Mitternacht sollte man die Warnungen auf jeden Fall ernst nehmen und keine ausgedehnten Waldspaziergänge machen. Solange besteht auch an den Küsten die Gefahr neuer Überflutungen oder auch äußerst ergiebiger Niederschläge (Mond Kon Venus, Neptun-DC Linie läuft dann über Bremen Richtung NRW und die Mitte Deutschlands).

Danach sollte sich zumindest der Sturm beruhigen, heftige Niederschläge können jedoch bis morgen Abend (Merkur Quadrat Neptun) anhalten. Aber wie bei den Lotto-Zahlen gilt auch hier: Alles ohne Gewähr. Denn für verlässliche Prognosen und Ableitungen sind diese Daten und ersten Auswertungen noch viel zu dünn, aber womöglich reicht das ja schon als Anregung für manche Leser, sich selbst mit diesem Thema ausgiebiger zu befassen.

Und gerade jetzt, um 18:45 h donnert es zum ersten Mal vor meinem Fenster und ein Blitz zuckt über den Himmel. Die Astro-Uhr zeigt gerade Jupiter am Aszendent und Mond-Pluto-Venus gegenüber.

Hallo Xaver, willkommen bei Loop!...

Titelbild (Loop! Collage): Bild - Sturm in Berlin By Manu (originally posted to Flickr as Stormy weather 073) [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

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