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Sonnen-Zyklen: Seltsame Resonanzen

Wenn wir die Erde als unsere Heimat bezeichnen, als den Ursprung allen Lebens, ist das nur bedingt richtig. Denn jedes Atom, jedes Element und jede Zelle, die heute hier existiert, war ursprünglich ein Teil der Sonne. Aus ihr kamen alle Lebensimpulse und deren Grundlagen. Die Erde ist genau genommen nur der Ort, an dem sich all das finden und zusammenfügen konnte, um Leben und Existenz, wie wir es kennen, zu ermöglichen. Es liegt also nahe, dass wir auch heute nicht nur „äußerlich“ vom Licht unseres Zentralgestirns abhängig sind, sondern immer noch eine tiefe Verbindung zu allem haben, was auf und in der Sonne vor sich geht.

Resonanz-Prinzip nennt man das nicht nur in der Musik, energetisch schwingen wir vermutlich stärker im Takt des sonnenhaften Schöpferprinzips, als wir uns dessen bewusst sind. Und dieser Tage tut sich so einiges im Zentrum unseres Planetensystems, was auch für Astrologen interessante Ansätze bietet.

Perspektiven-Wechsel

Wenn es um Zyklen und Rhythmen der Sonne geht, muss man vom geo- ins heliozentrische Weltbild wechseln. Unser herkömmlicher Blickwinkel ist bestens geeignet, um Wirkungen und Erscheinungsformen hier auf der Erde darzustellen, wenn man jedoch das feingliedrige Zusammenspiel zwischen Sonne und Planeten verstehen möchte, sollte man die tatsächlichen Umlaufbahnen berücksichtigen.

Im Moment findet auf unserem Zentral-Stern wieder ein gravierender Wechsel statt. Das Magnetfeld der Sonne wird umgepolt, Plus zu Minus und Minus zu Plus, Norden wird Süden und umgekehrt - um es einfach auszudrücken. Dieser Prozess begann im Sommer des letzten Jahres und steht jetzt vermutlich kurz vor seinem Abschluss. Das geschieht in der Regel alle 11 Jahre, nichts wirklich Außergewöhnliches könnte man meinen. Aber – ein stabiles Magnetfeld der Sonne erzeugt auch eine Art Schild um unser gesamtes Planetensystem, einen Schutz vor intergalaktischer Strahlung aller Art. Im Laufe dieser Umpolung wird dieser Schutzschild jetzt zwangsweise durchlässiger, positiv ausgedrückt befinden wir uns also gerade in einer Phase, in der wir für kosmische Einflüsse sehr „offen“ sind.

Nach meinen bisherigen Beobachtungen gibt es viele Menschen, die diese Veränderungen „am eigenen Leib“ spüren können. Bei besonders „sonnen-sensitiven“ Wesen kann man zB emotionale Spannungshöhepunkte immer dann beobachten, wenn auch auf der Sonne starke Ausbrüche messbar werden. Dies geschieht zeitlich fast ohne Verzögerung. Wie viel stärker wird sich dann wohl eine Umpolung des Magnetfeldes auf solche Personen auswirken? Man kann das als Humbug abtun, oder sich einfach die Frage stellen, ob man in den letzten Monaten verstärkt unter seltsamen Krankheiten oder Schwächeperioden gelitten hat, meist verbunden mit entsprechenden Auslösungen sprich Transiten, die aber in diesen Fällen äußerst heftige Wirkungen gezeigt haben.


Resonanzen

Die Verbindung von Astrologie und Sonnenaktivität mag auf den ersten Blick weit hergeholt erscheinen. Warum sollten die Aktivitäten auf unserem riesigen Mutterstern von den Umlaufbahnen oder Magnetfeldern ihrer winzigen Begleiter beeinflusst werden? Legitime Zweifel, aber ebenso legitim sind einfache Beobachtungen, die Fragen aufwerfen.

Dass diese Umpolung circa alle elf Jahre stattfindet und somit einem Jupiter-Umlauf um die Sonne (11,86 Jahre) in entspricht, ist ein alter Hut. Und selbst für Skeptiker in gewisser Weise nachvollziehbar, denn dem größten Brocken im System gesteht man natürlich einen gewissen Einfluss zu, auch in der Gedankenwelt messbarer Größen. Aber wie erklärt sich dann die seltsame Übereinstimmung der Umlaufbahn des Mondes (siderisch 27,3 Tage) mit der mittleren Eigenrotation der Sonne (ebenfalls 27,3 Tage)? Niemand käme wohl ernsthaft auf die Idee, einen physischen Einfluss unseres Mondes auf die Sonne als Ursache für diese Synchronizität anzunehmen. Aber ernsthafte Forscher werden das wohl genauso wenig einfach als Zufall abtun.

Vor allem nicht, wenn sich diese Zufälle häufen. Im Jahr  2000 entdeckte ein Forscherteam den „Herzschlag“ unserer Sonne. Ungefähr alle 16 Monate beschleunigen sich die Prozesse im ihrem Inneren (LINK), um sich dann wieder zu entspannen. Diese Veränderungen wiederum haben Auswirkungen auf die Sonnenaktivität und somit auch auf uns. Denkt man astrologisch jetzt in Phasen und Zyklen, bieten sich die Mondphasen als Vorbild an. Das Neumond - Prinzip, die Konjunktion zwischen Mond und Sonne, als Ausgangspunkt solcher Zyklen, kann dementsprechend auch auf andere Verbindungen übertragen werden.

Nimmt man weiterhin an, dass Jupiter mit eingebunden werden sollte, da dessen Umlaufbahn schon so auffallend mit dem 11-jährigen Sonnenzyklus in Verbindung steht, dann geht man der Reihe nach einfach mal alle möglichen Kombinationen durch. Und wird schließlich fündig.

Venus - Jupiter - Saturn

Berechnet man die Zeitspannen zwischen zwei Konjunktionen von Venus und Jupiter aus heliozentrischer Sicht über einen Zeitraum von 100 Jahren, zeigt sich immer dasselbe. Alle acht Monate wiederholt sich dieses Zusammentreffen, findet ein neues Zusammentreffen statt. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass mit dem 16-monatigen Herzschlag der Sonne ein kompletter Zyklus von Höhepunkt zu Höhepunkt gemeint ist. Nach acht Monaten findet allerdings schon die Umkehrung der jeweiligen Entwicklung statt, entweder hin zu größerer Aktivität oder dem Gegenteil. Der achtmonatige Venus-Jupiter Zyklus bildet also diese Schnittpunkte ab.

Tabelle (Ausschnitt)

Datum

Zeit

Tage

in Monaten

Konjunktionen

22.05.2000

19:45

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

15.01.2001

17:40

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

10.09.2001

05:01

237,00

8,03

Venus

Con

Jupiter

05.05.2002

04:42

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

27.12.2002

17:32

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

20.08.2003

21:16

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

12.04.2004

18:35

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

04.12.2004

12:27

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

28.07.2005

05:53

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

21.03.2006

02:00

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

12.11.2006

03:25

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

06.07.2007

12:40

237,00

8,03

Venus

Con

Jupiter

28.02.2008

07:41

237,00

8,03

Venus

Con

Jupiter

22.10.2008

13:33

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

17.06.2009

06:17

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

10.02.2010

08:12

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

06.10.2010

16:21

239,00

8,09

Venus

Con

Jupiter

02.06.2011

02:30

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

26.01.2012

09:56

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

20.09.2012

10:22

238,00

8,06

Venus

Con

Jupiter

16.05.2013

00:29

237,00

8,03

Venus

Con

Jupiter

08.01.2014

03:01

236,00

7,99

Venus

Con

Jupiter

01.09.2014

18:22

237,00

8,03

Venus

Con

Jupiter

Aber auch neueste Entdeckungen finden eine Entsprechung. Vor knapp einem Jahr veröffentlichte eine Gruppe von Wissenschaftlern eine Studie, nach der eine Umkehrung des zonalen Magnetfelds alle 40 Jahre passiert (LINK). Eine fast viermal solange Phase, wie beim derzeitigen Polsprung. Und auch hier wird man schnell fündig – Saturn und Jupiter, die beiden größten Planeten, befinden sich alle 20 Jahre in einer „großen Konjunktion“. Und wieder wird der Zeitraum angezeigt, nachdem sich die Entwicklung umkehrt, vom „Wellental“ zum „Wellenberg“ einer Sinuskurve oder umgekehrt (Beispiel: Konjunktion am 16.04.1961, nächste Konjunktion am 16.04.1981)

Diese auffallenden Übereinstimmungen zwischen Umlaufzyklen und Aspekten der Planeten und sogar des Erdmondes, mit den Hauptzyklen unserer Sonne, scheinen darauf hinzuweisen, dass es starke Resonanz-Phänomene zwischen allen Himmelskörpern in unserem Sonnensystem gibt, wie auch immer diese zustande kommen mögen. Insofern sollte man die Möglichkeit, dass auch wir darin eingebunden sind, nicht einfach ausschließen. Was in der Konsequenz natürlicherweise auch den Grundgedanken der Astrologie bestätigt - nicht mehr und nicht weniger.

Plastisch zeigt sich das auch dieser Tage im Auftreten des mächtigsten Sonnenfleckens seit vielen Jahren. AR 1944 zielt gerade in unsere Richtung und ein Ausbruch dieses „Hot-Spots“ würde uns direkt betreffen. Betrachtet man das heliozentrische Bild, findet man wiederum eine seltene Konjunktion. Erde, Venus und Jupiter stehen aus Sonnensicht fast gleichzeitig in einer Linie, heliozentrische Planetenkonstellationen als kosmische Wetterfrösche, die das solare Klima nicht nur symbolhaft umschreiben.

All das zusammen genommen sollte zumindest die Möglichkeit aufzeigen, dass wir in einem System leben, in dem vieles mit vielem zusammenhängt. Und sich gegenseitig beeinflusst. Wie groß nun der Einfluss jedes Einzelnen von uns auf die Sonne ist, überlasse ich der Phantasie der Leser. Aber dass die momentane Entwicklung auf der Sonne mit all ihren gravierenden Veränderungen keinen Einfluss auf uns hat, dass wir nicht mitschwingen in diesem Chor der Resonanzen und Zyklen erscheint mit persönlich genauso wahrscheinlich wie die Vorstellung, dass die Sonne morgen im Westen aufgehen wird.

Wer sich also in den letzten Wochen und Monaten verstärkt mit seltsamen Erscheinungen und Erfahrungen auseinander setzen musste, die unüblich und außergewöhnlich waren, für den gibt es Hoffnung. In Kürze wird der Pol-Wechsel abgeschlossen sein und die Sonne wieder ein stabiles Feld aufgebaut haben. Dann bleiben weitere elf Jahre, um uns auf die neuen Polaritäten einzuschwingen und das Beste daraus zu machen.

Titelbild: By Neptuul (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; Sonne – Credits: SDO/HMI

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