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Sonne-Skorpion: Tanz auf dem Vulkan

SonneSkorpion2019

"Erzeugen, doch nicht besitzen;
tun, doch nicht darauf bauen;
leiten,doch nicht beherrschen - 
dies nennt man mystische Tugend."
- aus dem TAO TE KING

Nach dem kardinalen Initiationsschub der Waage (siehe Waage - im Auge des Betrachters) folgt jetzt die Verarbeitung dieser Impulse. Zumindest wenn man den Sonnenlauf durch den tropischen Bilderkreis als Maßstab nimmt, denn am Mittwoch dem 23.10. um 19:19 Uhr wechselte unsere Sonne ins tropische Bilderkreis-Zeichen Skorpion und die achte Phase dieses raum-zeitlichen Evolutions-Zyklus wurde „erleuchtet“. Glaubt man den altbekannten astrologischen Kochbuch-Deutungen, dann kommen jetzt leider nur finstere Zeiten auf uns zu. Kein Wunder, denn tatsächlich werden bei uns hier in den nördlichen Breitengraden die Tage immer kürzer, die Kräfte der Natur wenden sich nach innen und erinnern uns daran, dass alles nur eine bestimmte zeitlang im Leben fassbar bleibt.

Allerdings – auf der anderen Seite unseres Planeten dreht sich alles ins genaue Gegenteil. Denn in Australien, Neuseeland und in weiten Teilen von Afrika und Südamerika hat gerade der Frühling angefangen, die Tage werden länger und das Leben dort drängt in die Unmittelbarkeit der sinnlichen Erfahrung.

Ein unüberbrückbarer Widerspruch?

Was im ersten Moment so erscheinen mag, zeigt aber lediglich auf, dass der astro-logische Bilderkreis eben kein theoretisches Konstrukt ist, in dem willkürlich verschiedene Teile aneinandergereiht sind, sondern ein dynamisches und lebendiges Ganzes darstellt, in dem alles mit allem verbunden ist und sich gegenseitig bedingt. Die Zeichen Stier und Skorpion sind die beiden Pole eines gemeinsamen Themas und das Eine kann nicht ohne das Andere existieren.

SonneSkorpion2019Die Unterschiedlichkeit der Jahreszeiten auf unserer Nord- und Südhalbkugel bringt also nur diese Achsen-Bezüglichkeit zum Vorschein. Was aber bleibt als globale Gemeinsamkeit ist der Abstand zwischen unserer Erde und der Sonne. Während sie sich Anfang Januar auf ihrer Umlaufbahn in größter Sonnennähe befindet, ist sie Anfang Juli am weitesten von ihr entfernt. Zwar handelt es sich dabei „nur“ um einen Unterschied von knapp 5 Millionen Kilometern, aber würde man diese Entfernung auf den Abstand zwischen Erde und Mond übertragen, stünde der Mond an seinem entferntesten Punkt 12,5 mal weiter weg als bisher. Welche Auswirkungen das dann auf Ebbe und Flut und andere Rhythmen hätte, kann man sich leicht ausmalen. So gesehen hat unsere Wanderung um die Sonne im Jahresverlauf also durchaus für alle Teile der Welt eine gemeinsame Bedeutung, während die Gegensätzlichkeit der Jahreszeiten das Phänomen der bedingten Abhängigkeit der verschiedenen Achsen-Themen bebildert.

Denn in unserem natürlichem Umfeld kann jetzt nur das vergehen, was sechs Monate zuvor auch lebendiger Ausdruck des Stier-Archetyps war. Das was in die Fülle drängte, in die Be- und Ergreifbarkeit. Und fast alles davon wird sich jetzt endgültig zurückbilden und Teil dieser Erde werden und somit auch zur Grundlage, damit im nächsten Frühjahr wieder Neues an die Oberfläche drängen und dort auch bestehen kann. Es ist ein ewiges Hin und Her, ein Auf und Ab, und das skorpionische Element erfüllt eine wichtige und auch fordernde Aufgabe in diesem Tanz von Werden und Vergehen.

Und auch innerhalb unserer eigenen Erfahrung geht es in dieser Zeitphase um den Prozess der Wandlung, der jetzt allerdings einen Punkt erreicht, an dem es keine Umkehr mehr geben kann. Das was in der Außenwelt scheinbar natürlich unabhängig und selbstständig existierte, kann nicht weiter expandieren und davon übrig bleibt am Ende allenfalls ein innerer Eindruck, eine verborgene Eigenschaft.

Lebt man in einer Vorstellungswelt, in der nur das Sicht- und Greifbare Ausdruck des Lebens ist, wird man diese Zeitphase vermutlich tatsächlich als beängstigend und bedrohlich empfinden. Aber wer das Leben als Kreislauf versteht, in dem Geburt und Tod nur zwei Seiten einer größeren Geschichte sind, der muss sich nicht fürchten und kann sich für eine grundlegende Wandlung öffnen. All die negativen Eigenschaften, die dem Zeichen Skorpion oft zugeordnet werden, sind lediglich eine vorschnelle Reaktion auf das eigentliche Thema dieser Veränderung. Ohne eine größere Perspektive, ohne das Vertrauen in diesen dynamischen Prozess als etwas Richtiges im Sinne einer Wahrheit, die man akzeptieren muss, entsteht eben Angst und Abwehr. Dem Gefühl der Ohnmacht begegnet man dann oft mit einem überbordenden Kontrollanspruch und die Suche nach dem Fehler im System, der diese Endlichkeit ermöglicht, wird bisweilen sehr zwanghaft. Dieses Eigenheit begleitet uns alle, egal ob wir ausgeprägte, skorpionische Anlagen haben oder nicht. Aber nur dort, wo wir zwingend vor einer Entscheidung stehen, entweder zu akzeptieren was nicht zu ändern ist, oder ewig dagegen anzukämpfen, ohne die geringste Chance auf dauerhaften Erfolg, nur dort zeigen sich dann eben auch die Auswüchse einer solchen Haltung drastisch und unübersehbar.

So wie in der bekannten Fabel einer seltsamen Begegnung:

SkorpionVor langer Zeit wanderte ein Skorpion durch die weite Ebene eines wunderschönen Tals um seine Familie zu besuchen. Schließlich kam er an einem kleinen Fluss an, den er nicht überqueren konnte. Da sah er gegenüber einen großen Frosch am Ufer sitzen und er rief ihm zu: „Hallo lieber Frosch, ich müsste unbedingt ans andere Ufer und schaffe das nicht alleine. Könntest du mir nicht dabei helfen? Dein Rücken ist groß genug und du siehst sehr kräftig aus…“

Der Frosch lachte: „Das ist nicht dein Ernst, oder? Ich schwimme mit einem Skorpion auf dem Rücken durch den Fluss. Und irgendwann sticht er mir dann in den Rücken und das wars. Nein, nein vielen Dank…“

„Aber“, entgegnete der Skorpion, „wenn ich das tun würde, müsste ich doch verrückt sein. Denn dann würde ich ja zusammen mit dir untergehen und ertrinken. Dann könnte ich doch gleich ins Wasser springen.“

Der Frosch fing an nachzudenken. Nach einiger Zeit sprang er ins Wasser und schwamm zu dem Skorpion. „Du hast Recht, du müsstest ja völlig irre sein, wenn du das tun würdest. Also komm, steig auf meinen Rücken, ich bringe dich ans andere Ufer.“

Und so geschah es, der Skorpion stieg auf den Rücken des Frosches und gemeinsam schwammen sie durch den Fluss. Als sie in der Mitte ankamen, spürte der Frosch plötzlich einen stechenden Schmerz in seinem Rücken. „Um Gottes willen, du hast mich ja doch gestochen“, schrie der Frosch noch einmal verzweifelt auf. „Jetzt werden wir beide untergehen und sterben. Warum hast du das getan?“

„Weil ich bin was ich bin“, antwortete der Skorpion. „Und es tut mir wirklich leid, aber ich konnte einfach nicht anders…“

Genau so suchen sich bestimmte Selbstbilder und Verhaltensmuster zwanghaft immer einen Weg, um sich auszudrücken, wie es ihnen entspricht - egal was das für Konsequenzen mit sich bringt. Aber dies der skorpionischen Evolutions-Phase zu zuschreiben, ist ein Interpretationsfehler. Denn dieser Prozess befindet sich ja in vollster Übereinstimmung mit unseren Lebensgrundlagen, es liegt nichts Falsches in ihm. Der „Fehler“ liegt im Festhalten an den eigenen Konzepten, an Vorstellungen und Sichtweisen, wie wir sind und wie dieses Leben sein sollte. Hierzu tragen alle Archetypen des Bilderkreises ihren Teil bei, angefangen beim Widder über den Stier, die Zwillinge, den Krebs, Löwe, Jungfrau und Waage. Jeder von ihnen trägt irgendwo ein Ideal-Bild in sich, in dem die Voraussetzungen für dauerhaftes Glück schemenhaft skizziert sind und all das könnte auch prima funktionieren, gäbe es da eben nicht diese Endlichkeit. Aber die Antwort auf die Frage, warum wir im Kampf um dieses Glück beständig scheitern, wird meistens in der falschen Richtung gesucht, und es ist die Aufgabe des Skorpions, diesen grundlegenden Irrtum aufzudecken.

Pluto2018

Dass damit eine zwangsweise Abkehr von bisherigen Fixierungen verbunden ist, liegt in der Natur der Sache und ist keinesfalls Ausdruck der „Bösartigkeit“ des Zeichens. Denn das Wissen um unsere eigene Vergänglichkeit ist ja nichts, das wir uns erst mühsam erarbeiten müssten. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, begegnet dem in jeder Sekunde. In aller Regel sind wir aber meistens mehr damit beschäftigt, diesen Umstand zu verdrängen oder durch Ablenkung zu kompensieren, solange es eben möglich ist. Nur wird das „Skorpionische“ in uns immer versuchen, dieses Wissen als bewusste Erfahrung, als unmittelbares Erleben zum Vorschein zu bringen. Und je mehr wir dies abwehren, desto größer wird der innere Druck, desto anstrengender und kräftezehrender wird der daraus entstehende „Lebenskampf“.

Ein möglicher Ansatz, wie man die nächsten Wochen energetisch effektiv nutzen könnte, wäre also zum Beispiel, sich mit dem gesamten Thema Vergänglichkeit bewusster auseinander zu setzen.

Dabei geht es einerseits um die Endlichkeit des Lebens generell, aber auch und vor allem um den beständigen Wandel aller Erscheinungen und der damit verbundenen Erfahrungen. Dieser nichtkontrollierbare Prozess, der unser Leben auf intensivste Weise prägt, ist eine der drei Hauptfaktoren für das, was im Buddhismus als „die Wahrheit des Leidens“ benannt wird. Denn gäbe es diese Vorübergänglichkeit aller Erfahrungen und Erscheinungen nicht, dann gäbe es auch kein Glück nach dem wir streben könnten. Glück wie wir es kennen, hat immer nur eine begrenzte Dauer, egal ob wir zu den ärmsten Wesen in dieser Welt gehören oder zu den reichsten und mächtigsten Bewohnern. Nichts bleibt wie es ist, aus dieser Unsicherheit heraus suchen wir permanent nach etwas, was uns letztendlich doch garantiert, dass wir dauerhaft zufrieden, angstfrei und deshalb glücklich sein können. Das einzig dauerhafte aber, dass wir dadurch erreichen ist der permanente Stress im Kampf um etwas, was es nicht gibt.

Nichts von dem was wir uns wünschen und womit wir Glück und Zufriedenheit verbinden, bleibt mittel- und langfristig erhalten. Und die meiste Zeit unseres Lebens sind wir damit beschäftigt, um diesen Erhalt zu kämpfen und das, was wir als bedrohlich, unangenehm und leidvoll erfahren, von uns und unserem Leben fern zu halten.Und solange wir uns auf dieses Prinzip der Endlichkeit und Vergänglichkeit nicht wirklich ehrlich und mutig einlassen, solange kann sich unbewusst weiter die falsche Hoffnung festsetzen, es gäbe da eine Lösung, wenn wir uns nur stark genug darum bemühen würden.

Und ja - tatsächlich gibt es auch eine Lösung, wie man diesen Kreislauf des Leidens beenden kann. Nur besteht sie eben nicht darin, gegen all das anzukämpfen, sondern zu allererst heraus zu finden, wie dieses Prinzip der Vergänglichkeit zu einer solch leidvollen Erfahrung wird.

LebensradDabei stößt man dann früher oder später unweigerlich auf unsere emotionale Reaktion im Umgang mit diesen leidvollen Erfahrungen, die durch Schmerzen und Probleme, durch Vergänglichkeit oder die Abhängigkeit aller Erscheinungen in dieser bedingten Welt ausgelöst werden. Und hier befinden wir uns dann im Bereich der siebten, achten und neunten Entwicklungsphase des Zodiaks, die auch im Buddhismus erstaunlich klar und eindeutig in den Abhandlungen über die 12 Nidanas benannt werden:

Nach dem sechsten folgt das siebte Glied, nämlich Gefühl: die wahrgenommenen Dinge werden als angenehm, unangenehm oder neutral erlebt. Diese Gefühle wiederum sind es, die den achten Schritt, das Verlangen, bedingen: Angenehmes begehrt man, Unangenehmes lehnt man ab und Neutralem gegenüber ist man gleichgültig. Die Reaktion auf dieses Verlangen ist dann der neunte Schritt – Ergreifen: man handelt je nachdem, wie man die Dinge empfindet, versucht Angenehmes zu bekommen, Unangenehmes loszuwerden und sammelt dadurch Karma an.

Ven. Kyabje Tenga Rinpoche in „Sutra und Tantra“

Während des Durchlaufs der Sonne durch die Waage war das Ganze eher noch ein Abtasten, ein tänzerisches Ränke-Spiel zwischen den Polaritäten angenehm und unangenehm, zwischen dem Guten und dem Bösen. Nun geht es um die Transformation dieser grundlegenden Gegensätze in unserem Leben. Aber in aller Regel beginnt diese Umwandlung erst einmal mit einer Verhärtung der Fronten, es sei denn, man hätte seine Hausaufgaben in den letzten Wochen gemacht und aufgehört das Unangenehme nach Draußen zu projizieren und das Angenehme nur bei sich zu suchen. Dann würde sich der transformative Charakter der achten Entwicklungsphase sehr schnell als etwas Positives zeigen und der heutige Zeichenwechsel der Sonne eher als Erleichterung, als eine Art Weitergehen und als Fortschritt empfunden werden.

Andernfalls stehen die Phasen dieser Auseinandersetzungen noch bevor.

Allgemein gesehen rücken deswegen auch wieder sämtliche Krisenherde unserer Welt in den skorpionischen Brennpunkt. Überall dort wo sich Fronten in den letzten Wochen verhärtet haben, muss jetzt bald ein Durchbruch erfolgen. Gab es erfolgreiche Versuche der Annäherung, kann das jetzt zu einer positiven Entwicklung führen, die später auch in der Wirklichkeit tragfähig ist. Zu verbindlichen Einigungen, einer Umsetzung der gefundenen Kompromisse. Das ist natürlicherweise immer mit Härten und Disziplin verbunden, schließlich müssen die notwendigen Schritte jetzt verinnerlicht werden, ihre Auswirkungen werden lebendig und lösen entsprechende Empfindungen aus. Sollte also die bisherige Anpassung an die äußeren Gegner nur erdachte Wirklichkeit gewesen sein, dann wird dies den Anforderungen und Härten einer lebbaren Umsetzung nicht standhalten.

Denn Transformation im skorpionischen Sinne geht immer an die innere Substanz. Alte Fixierungen und Strukturen müssen aufgelöst werden, entweder stellt man sich selbst den damit verbundenen Schmerzen oder man fügt sie als Druck und Zwang weiterhin den Anderen zu - denen, die scheinbar nicht kompatibel mit den eigenen Willensimpulsen und gedanklichen Vorstellungen sind, denen die das „Unangenehme, Böse und Falsche“ verkörpern oder man kämpft gegen diejenigen, die anscheinend besser als man selbst gestellt sind und denen man es nicht gönnt.

SkorpionkristallBetrachtet man die Welt insgesamt mehr als Spiegel des eigenen Seins, dann ist dies die Phase in der man auf alle abgesonderten und ausgelagerten Persönlichkeitsanteile treffen wird, die nicht als übereinstimmend mit dem eigenen Selbstbild empfunden wurden. Wenn ich zum Beispiel alles ablehne, was mit Chaos zu tun hat oder mir wie Chaos erscheint, dann werde ich in dieser Phase vermutlich verstärkt anderen Menschen und äußeren Umständen begegnen, die mir genau diesen unangenehmen Lebensfaktor nahebringen. Bleibe ich bei meiner Absonderung, dann wird sich auch mein Kampf dagegen verstärken. Die Mittel werden dann noch härter werden, ebenso wie ihr Ausdruck.

Die Alternative um skorpionischem Leidensdruck und zwanghaften Mustern zu entgehen, liegt fast immer in der Rücknahme eigener Projektionen. Sobald ich all das, was ich ablehne und im Extrem verteufle und hasse, als Eigenanteil in mir entdecke, als zurückgewiesene Teile meines eigenen Erlebens, lösen sich die äußeren Herausforderungen und Hindernisse häufig fast wie von selbst auf. Damit nicht genug, verfügt man über wahrhaft geschickte Mittel der Transformation, wird genau aus den Ängsten, Hindernissen und Widerständen, die sich fast wie ein Fluch über unseren Lebensweg gelegt hatten, eine neue Kraftquelle, eine andere, tiefgründigere Art der Dynamik und Lebensbejahung.

Der dunkle Skorpion, der sich bildhaft sein eigenes Gift injiziert, stirbt eben keinen körperlichen Tod, sondern einen geistig-seelischen. In dem er sich selbst mit dem verbindet, was er sonst anderen als Bedrohung zumutet, mit seinen inneren und äußeren Feinden, leitet er den Erlösungstod des alten, zwanghaften Ichs ein, damit er in der nächsten Entwicklungsphase wieder neu auferstehen kann. Heller, strahlender und liebevoller als je zuvor.

Gibt es einen direkten und einfachen Weg dorthin?

Ja, es gibt einen Weg und er ist relativ einfach zu begehen. Wenn wir aufhören unser eingebildetes Ich und seine Interessen weiter zu verteidigen, sondern stattdessen alle die anderen Wesen, mit denen wir unser Leben und dieses Universum teilen, zumindest genauso wichtig wie uns selbst nehmen. Wenn wir unsere Rechte und Bedürfnisse nicht mehr über ihre stellen. Und wenn wir bereit sind, ihr Leiden auf uns zu nehmen, statt sie weiterhin dafür leiden zu lassen, dass es uns besser geht. Wir überschreiten dann immer wieder diese illusionäre Grenze zwischen uns und der Welt „dort draussen“. Und jedes Mal wenn wir das tun, sinken wir mehr und mehr in den Urgrund unseres eigentlichen Seins und machen jedes Mal eine neue Erfahrung, die unsere bisherigen Limitierungen, Blockaden und Ängste langsam aber sicher auflösen wird. Denn wir entziehen diesem Ich damit sämtliche  Grundlagen, auf deren Basis es so übermächtig und dominant wurde.

Dazu gibt es auch eine einfache All-Tags Übung:

JupiterSkorpionTitelWann immer wir in unserem Leben in eine Situation kommen, die unangenehm, leidvoll oder schmerzhaft ist, sollten wir uns an alle Menschen und fühlende Wesen in diesem Universum erinnern, denen es gerade ähnlich geht oder die womöglich noch schlimmeres erleben als wir. Wir stellen uns dann vor, dass unsere eigene schwierige Situation wie eine Heilung auf sie wirkt, so als würden wir ihnen dadurch zumindest einen Teil ihrer Last abnehmen. Einfach nur deshalb, weil wir in so einer Situation an sie denken und ihnen alles erdenklich Gute wünschen. 

Wir können sogar noch einen Schritt weitergehen, wenn wir das wollen und während wir einatmen, stellen wir uns vor, dass wir all dieses Unglück anderer in uns aufnehmen. Wir verbinden es mit unserem Gefühl von Liebe und Offenheit für alle die anderen Leidenden, bis sich all das Leidvolle und Schmerzhafte schließlich vollkommen auflöst. Und während wir ausatmen, teilen wir diese Freude und das Glück darüber mit der gesamten Welt und geben es an sie ab.

Selbst wenn wir das in Situationen, in denen es uns gut geht zumindest gedanklich immer wieder praktizieren, wird sich im Laufe der Zeit etwas ändern. Aber vor allem in Situationen, die wir selbst als unangenehm und leidvoll empfinden, wird diese Übung wirklich zu einer grundlegend neuen Erfahrung werden. Deshalb sollten wir also in den nächsten vier Wochen für jede solcher Situationen, die wir sonst meiden wo immer es geht, eigentlich sehr dankbar sein.

Alles Unangenehme, Schmerzhafte und Leidvolle, dass uns in den nächsten Tagen und Wochen widerfährt, könnte man so gesehen als ein Geschenk des Universums an uns betrachten, damit wir diese Übung überhaupt machen können. Es ist aber nicht nötig und auch nicht hilfreich, wenn wir uns zwanghaft und absichtlich in solche Situationen bringen, denn auch das wäre ja eher der Versuch wieder etwas Positives für uns zu bekommen. Nein, wir müssen einfach warten bis uns diese Chance im Alltag begegnet. Dann aber sollten wir uns erinnern und sie nutzen.

Ganz nebenbei werden wir dadurch auch aufhören, immer nur das Beste für uns alleine zu wollen und alles Unangehme so schnell wie möglich los zu werden, selbst wenn andere deswegen Probleme bekommen. Und genau deshalb wird sich nach einer gewissen Zeit die falsche Vorstellung davon, wer oder was wir sind, grundlegend ändern. Und gleichzeitig werden auch sämtliche Einschränkungen und Blockierungen, die durch diese falschen Sichtweisen entstanden sind, nach und nach verschwinden. Und mit ihnen auch alle unsere Ängste.

Indem wir also zumindest für eine gewisse Zeit genau das Gegenteil von dem tun, was uns sonst meistens durchs Leben treibt, erreichen wir genau das, was wir bisher nie erreichen konnten. Das wäre dann der wahre Segen dieser kurzen, aber sehr intensiven skorpionischen Phase.

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