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Tsunami 2004: Am Tag als die Welle kam

Die Elefanten haben es wohl zuerst gespürt, am Tag vor 10 Jahren, als der Mars auf 0 Grad Schütze lief, hinein in ein Quadrat mit Uranus. Da, wo heute Saturn steht, und wieder mal die Phase Feuer des Feuers erreicht hat, die damals Mars als dessen erster Herr im Zodiak schnell und heftigst anzündete: Unter ihren Füßen fühlten die Dickhäuter die Schwingungen des gewaltigen Seebebens, weit hinter dem festen Land von Sumatra. Im Meer. Sie weigerten sich zu arbeiten.

Sie brachen Richtung Landes-Inneres aus, ein tierisches Frühwarn-System, das anders als das menschliche sicher funktionierte. Mehr als 230 000 Menschen fielen der Flut dieses erschütternden, überraschenden Weihnachts-Tsunami bei Mars-Uranus zum Opfer. Reihenweise stürzte der Luxus der Zivilisation in sich zusammen und verwandelte ein Paradies, in dem viele Arme davon lebten, die Reichen in ihren Urlauben noch sorgenloser zu bereichern, in die Hölle. Die Verwüstung war grenzenlos wie die Trauer später. Aber auch die ungewöhnlich massiven astrologischen Auslöser zuvor: Neben einem immens hoch stehenden Deklinations-Mond als Grenzgänger (out of bounds) noch mehrere sehr genaue Parallelen z.B. zwischen Pluto und Chiron, Mars und Merkur (besonders brisant wegen der marsischen Sonderstellung im Spalt zwischen Skorpion und Schütze) sowie die Venus und der Saturn.

Ausgelöst wurden - je nachdem wie und wo genau sich das Epizentrum festmachen lässt - um den zeitlichen Kern der Tragödie ja insgesamt 6 Faktoren unglaublich präzise gleichzeitig durch die Felder-Spitzen. Start-Trigger war die mundane Chiron-Saturn Opposition (die "Untröstlichkeit") über AC-DC ausgerechnet im häufig so schicksalshaft festlegenden Steinbock-Krebs-Kontext, dazu kam passend die nicht weniger bedeutsame Knoten-Achse in Waage-Widder mit dem dort so gern verschobenen Gleichgewicht, per MC-IC gezündet, und mehrere weitere Planeten (wie der Mars, den die explosive Spitze 11 ansteckte). Alles in allem gar keine gutes Vorzeichen, hätte man das Muster zuvor gesehen. Hatte man jedoch nicht. Auch als Astrologe kann man nicht die ganze Welt gleichzeitig im Auge behalten.

Das Chaos brach auch aus, weil Katastrophen solchen Ausmaßes so selten sind und darum kaum jemand der faszinierten Urlauber begriff, was es bedeutet, wenn ein Meer sich plötzlich komplett zurückzieht. Darin zeigte sich auch die Neptun-Uranus-Rezeption in Haus 1-2 des Ereignisses sehr, sehr plakativ.

Laut US Geological Survey waren die genauen Daten für das Beben (links Radix): 26.12.2004, 00:58:53 UTC (USGS). Wobei rund zwei Grad später noch einmal für das Epicentrum das ganze Bild völlig ins Taumeln gerät, da dann das Gesamtmuster erdrutschartig ausgelöst wird (siehe auch weiter unten). Auffällig natürlich so oder so ganz vorn die direkte Saturn-Auslösung, das Hindernis am Deszendenten im Wasser bei der starken Verletzung des sonst so stabilen AC. Der berührt nun schon die Wunde Chiron und damit dessen starke Anspannung zum AC-Herrn gegenüber (und dazu dem extrem entgrenzenden Jupiter im Konflikt). Was ja so passend für die Entstehung eines Tsunamis Dreh- und Angelpunkt ist:

Mitten in der See passiert zunächst rein gar nichts, sondern die Energie der Flutwelle wird einfach weitergeleitet. Aber wehe, es blockiert dann etwas: "Gefährlich wird es erst, wenn die Welle auf feststehende Hindernisse im Meer (kleine Inseln, Bohrinseln, Leuchtürme) trifft oder in den immer flacher werdenden Küstenbereich größerer Landmassen einläuft. Nähert sich zuerst ein Wellental dem Land, fließt Wasser vom Strand in das Wellental. Dadurch wird der Strand oft großflächig trockengelegt." (AGENDA 21). 

Dazu kam in den betroffenen Gebieten das Problem des "Zünders": Der schneidende, sich ausweitende und spontan agierende Mars auf gerade 0° Schütze macht im Anfang eines Zeichens immer dessen Bedeutung regelrecht scharf. Hier schiebt er in seiner Sonder-Position kurzfristig auch alle feuernden Mars-Jupiter-Themen an und löst indirekt damit noch einmal den Kreuzigungs-Aspekt Jupiter-Saturn-Chiron kardinal als Konstellation mit aus, kurz bevor die Achsen Chiron und Saturn dann direkt treffen. Es könnte allerdings auch ein minimaler Koordinaten-Fehler vorliegen, da bei einer nur gering-gradigen Verschiebung absolut zeitgleich Saturn und Chiron über AC-DC, die Knotenachse über MC-IC, Mars per Spitze 11, Mond per Spitze 6 und das GZ über Spitze 12 direkt gemeinsam berührt werden. Das ist und bleibt selbst in der Rückschau noch eine absolut ungewöhnliche Ballung, die zeitlich kurz darauf ohnehin (oder eben geographisch minimalst verschoben) entsteht - und die man genau so exakt sehr, sehr selten als Auslösung sieht. Hier der Vollständigkeit halber noch einmal auch das Bild von der Astro-Databank mit sehr geringfügig anderen Koordinaten - RADIX.

Die Felder-Verschiebung auf die Mehrfach-Auslösung hin kann auch schlicht den Zeitpunkt bezeichnen, an dem der Tsunami nach dem Beben nicht mehr "rückholbar" war - als die Ereignisse sich verselbständigten und eine höchst unerquickliche und dramatische Ketten-Reaktion in Gang setzten. Das Auftreffen der einzelnen Wellen zeitversetzt zeigt dann individuelle Effekte, aber hier geht es zunächst um die Auslöse-Konstellation.

Sechs Faktoren (Knoten als Dopplung) in vielfacher Direkt-Auslösung über Häuser also um 1:10 UTC = 11 Minuten nach dem damaligen Beben - das ist ungewöhnlich heftig und in den Folgen wohl kaum noch übersehbar. Rechts diese verschobenen Auslöse-Punkte über die Felder noch einmal zur besseren Sichtbarkeit im Bild eingeblockt und markiert (größer klickbar). Auch hier wieder steht eine uranische Beteiligung an - der 0° Mars wanderte direkt ins Quadrat zu Uranus hinein, der durch die Rezeption mit Neptun auch das 1. Feld stark beeinflusste, wobei seinerzeit eine zweite Rezeption von Jupiter und Venus vorlag.

Es sind eben beileibe nicht immer nur eindimensionale, sofort sichtbare Muster wie Sonne-Uranus, die solche Katastrophen unglaublichen Ausmaßes begleiten. Manchmal findet man gerade in solchen Fällen wie in Sumatra vor 10 Jahren beeindruckende, astrologische Imprints, die in seltener Präzision Mundan-Entwicklungen mit Breitenwirkung spiegeln. Dennoch bleibt das Vorliegen bestimmter Schlüssel-Faktoren - wie die Aspekte von Feuer-Planeten Sonne, Mars und Jupiter oder Luft-Planeten in Feuerzeichen miteinander - im Gefolge von anderen kosmischen Ereignissen immer ein erster Hinweis darauf, dass sich irdisch schnell und intensiv starke Veränderungen - wie Beben - anbahnen können. Das liefert dann eine Annäherung, basierend auf astrologischen Erfahrungswerten, aber ohne eine Sammlung wirklich akribischer Daten und ihre zeit- und kostenintensive Auswertung, basierend auf einer Differenzial-Analyse der effektiven, praktischen Auswirkungen, entsteht noch keine zuverlässige Prognose-Möglichkeit. Im Auge behalten sollte man diese Forschung gerade deshalb aber genau - und die möglichen Risiko-Optionen ruhig dort anmerken, wo sie auftauchen. Lieber ein Hinweis zuviel, als einer zu wenig.

Denn auch hier hatte es 2004 bereits Warnungen gegeben, die Geophysiker zumindest hätten aufmerksam machen müssen, aber offenbar versandeten. Schon damals schrieb die TAZ kurz nach der Tragödie: "Das schwere Erdbeben vom Sonntag, das zu der Flutkatastrophe im Indischen Ozean geführt hat, könnte seinerseits von einem schweren Beben in der Antarktis am vergangenen Donnerstag ausgelöst worden sein. Diese These vertritt der Seismologe Cvetan Sinadinovski vom Institut Geoscience Australia in Canberra."

Dieses ferne Beben wiederum (Radix links, Daten-Quelle Geosciences University Wisconsin)) hatte eine Stärke von 8,1 auf der Richter-Skala, ging aber irgendwie einfach unter. Es geschah auf der anderen Seite der indo-australischen Platte, in der Erdkruste nördlich von Macquarie Island. Von dort aus kann es wegen der besonderen Verbindungen schon früh Dysbalancen auf der anderen Seite angekündigt (sprich, hervorgerufen) haben.

Genau das erzählt astrologisch auch die klare Überschneidung der später wiederholt auslösenden Chiron-Saturn-Situation in Sumatra. Auch hier, zuvor nämlich, liegt sie wiederum sehr klar und hinweisend direkt unter der Achse IC (Wo sitzt die Ursache?) - MC (Wohin führt das als Ergebnis?). Antwort: Direkt auf die spiegelnde, ebenfalls ausgelöste Konstellation in Sumatra zu. Der Jupiter - die immense Entgrenzung, zu dem das Beben in der Folge führen kann - befindet sich hier aber noch in 12, im Versteck. Niemand wird also donnerstags bereits der Brisanz gewahr, die danach sonntags, viele, viele Kilometer weiter, Abertausende von Toten fordern wird. Mars, noch im Skorpion in 1, weist aber schon auf das Trauma hin, Sonne-Pluto in 2 wollen sichtbare Substanz-Verletzungen, Chiron am IC, beherrscht von Saturn am MC weist den Trend in die Zukunft und wirft das Schicksal, nein, in dem Fall tatsächlich besser die "Bestimmung" aus. 

Der Untergrund der Küsten, des festen Landes und der Meere ist nämlich schwankend, dauerhaft, denn hier, unter unseren Füßen, bewegen sich riesige Massen: Vorm Nordwesten Sumatras, wo das Epizentrum des See-Bebens sich dann kurz danach befand, drückt sich die indisch-australische Erdplatte fast sieben Zentimeter pro Jahr unter die eurasische Platte. Das daraus resultierende Rumpeln im Gebälk schafft eine "Subduktionszone", wo es fast schon regulär zu Erdbeben kommt. Sie ziehen eine oft vernichtende Spur von Birma bis Sumatra, Java und Bali, wo Schmelzungsprozesse die Vulkane anheizen und deshalb besonders auch astrologische Beobachtung entsprechender Gefährdungen hilfreich wäre.

Bezieht man die Deklinationen neben sich bildenden, brisanten, mundanen Aspekten mit ein (besonders unter der Regentschaft von Grenzgänger-Planeten, die eine Weile über der Ekliptik-Anbindung operieren), kristallieren sich oft - wie bei dieser Katastrophe - im Zusammenspiel recht deutliche Muster der Gefährdung heraus. Beim Weihnachts-Tsunami war es der OOB-Mond (rechts siehe die Deklinations-Stände), der mit der Sonne am Wendekreis und ganz ungewöhnlich vielen, engen Parallelen den Rahmen für eine spezielle Problematik absteckte. Rechts sind sehr schön die Cluster der Gleichstände zu sehen. Nimmt man eine enge Konjunktion von Venus-Mars hinzu, die heliozentrisch an jenem Unglückstag herrschte, wird der Imprint dieses Bebens noch deutlicher. Über die Statistik von Erdbeben und ihre teilweise beeindruckenden und speziellen astrologischen Marker berichteten wir ausführlich im Artikel: "Wenn die Erde bebt."

Hier wurde auch klar, dass Venus-Neptun oder Venus-Mars jeweils auch als Sollbruchstelle (allerdings nur heliozentrisch) auftauchen. Denn: Die Venus hat ja erst die Aufgabe auszubalancieren, sprich, wo sie erscheint, ist zunächst eben noch keine Balance. Merkur-Mars, die logistische "Rückseite" oder der gern verdrängte Schatten eines mystisch arbeitenden Saturn-Neptun (und umgekehrt), taucht in der Deklination außerdem hier schon als relativer Anzeiger eines absoluten Konkurses am Horizont auf. Er ist so genau, dass man noch einmal anders darauf hingewiesen wird, worum es bei der 12. Haus-Sonne des Ereignisses mit ihrer verlorenen Lebenskraft und Behinderungen im Steinbock auch geht: Da kommt es zur Auflösung oder Ausspülung von jeder Ordnung, allem Festen, allen Formen, was hier aggressiv passiert, schnell, fliegend und ansteckend. Manchmal kann man solche Analogien ja durchaus wörtlich nehmen. 

Die meisten Tiere, so hört man, haben die Tragödie überlebt, nicht nur die Elefanten. Wer sich in Übereinstimmung mit der Natur befindet, benötigt selten ein virtuelles Warn-System, um die Zeichen zu lesen, wenn sie aufziehen. Uranus und Neptun, die beiden Herrn der Folge von Himmel und Ewigkeit, Wassermann und Fische, befinden sich in jenen Tagen von 2004 schon lange in der Rezeption, sind für eine Weile also eigenartig miteinander verkettet. Sie sprechen, laut Münchner Rhythmenlehre, für Schockwellen und Schrecklähme (und kommen hier in 1 und 2 in die Erscheinung), sind aber auch die "Waschanlagen" des Lebens, wo sich das reinigt, was überdreht, überzogen, agitiert und brutal verkünstelt ist. Soll heißen - unter anderem Venus-Mars, der kontaminierte Uranus-Neptun-Schatten wiederum. Alles also, woran sich Mensch mit seinem Zivilisations-Maßstab die Finger so leicht verbrennt. Wozu auch die Touristenhochburgen für einen sehr kleinen, privilegierten Teil einer großen, oft vor sich hindämmernden, an physischem oder psychischem Hunger leidenden, viel größeren Menschheit gehören. Die vernichteten Gebäude wurden Stück für Stück nach dem Tag, an dem die Welle kam, wieder aufgebaut. Der Zivilisations-Maßstab, wie Welt ihn begreift, steht wieder.

Die Schmerzen sind nicht aufhebbar. Sie bleiben eine Warnung vor jeder Übertreibung, wie sie sich in 0° Schütze so stark andeutet. Wo jetzt der beschneidende Saturn steht, der Jupiters Entgrenzungen ihr Maß zurückgeben kann. Oder: Manchmal ist ein freiwilliges Zurückstutzen sinnvoll, noch bevor die große Welle kommt.  

Bild (bearbeitet): Katsushika Hokusai + Michael L. Bak [Public domain], via Wikimedia Commons

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