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Die Sintflut von Texas

flood"Lord, here comes the flood!"

Was für ein Bild mit so viel Mars-Neptun oder Widder-Fische in den texanischen Horoskopen. Die Flut oder Vertreibung - schon als Opposition, am Tag, als das staubtrockene Texas, wieder vom Wasser aus, von europäischen Augen "entdeckt" wurde. Corpus Christi, wie es später hieß, was auch die neptunischen Opferungen und marsische Treibjagden, die folgen sollten schon beinhaltete. Als hätte es nie andere Augen als die der einfallenden Spanier gegeben, und Menschen, denen das Land längst gehörte, denen man aber den Anspruch absprach.

Mars-Neptun hat auch Peter Gabriel, allerdings als Konjunktion des Türöffners und Schließers des Zodiak, der viel, viel später von der großen Sintflut sang (Zitat oben). Da jetzt genau diese Konstellation Mars-Neptun für den One-Star-State (zweitgrößter der USA) unter scharf zulaufendem Mars steht, klingt nun alles nass, was man von da hört. Überhaupt hat es der Staat mit dem einsamen, einzigen Stern ja mit Luft und Wasser. Man sieht sich als etwas Besonderes und ist doch, in Folge des Sturms, nun komplett geflutet und hilflos. Astrologisch starke Bilder: Es geschieht, als Jupiter wieder mal in Waage steht. Zu dessen Kardinal-Ständen hat Texas speziellen Bezug. Jupiter befand sich bereits damals dort, als 1519 ein Spanier den späteren Staat kartographierte, und 300 Jahre später noch mal, bei der ersten Konstitution Texas'.

Jupiter in Waage bildet ja eine Art Ticket für Aufschwung, aber auch dafür, dass man anfällig ist, wenn etwas kommt und eine Nadel in die Luftblasen der Größe sticht. Hier war es diesmal "nur" Wetter, das jedoch alles zerstören kann, wonach Menschen greifen. Wie schon in einem anderen bedeutsamen Horoskop von Texas angedeutet, mit Neptun Quadrat Saturn. Sprich buchstäblich: Bei viel Luft (= auch Waage-Jupiter) verlieren wegen Hurrican Harvey Tausende ihr Zuhause. Der Katastrophen-Zustand wird ausgerufen. Texas hat diesen gebrochenen Bezug zum Wasser-Element, vielfach. Die Konstitutions-Sonne UND die der Unabhängigkeits-Erklärung von 1836 (unten) stehen in den Fischen, Horoskope, in denen Opfer-Täter-Szenarien oft eine Rolle spielen. Wie das Drama um die Indigenen, die 11 000 Jahre vor den Neuankömmlingen noch über Texas als ihre Heimat bestimmten. Die Sonne der Unabhängigkeit bildet heute sogar den Drehpunkt des aktuellen Neptun-Transits, bis zu dem er "zurück" läuft. Die große Flut, als Bild der Schwächung gezeichnet, aber auch als Beispiel neuer Opferungen, die ja nicht aufhören, wenn sie im System sind und einmal irgendwo anfingen. So schenkt die Astrologie Symbole, wie in den Welten über den Welten in Zyklen auch das zusammengehört, was im ersten Moment völlig unanbhängig scheint. Und es gibt noch mehr davon:

Mehrere Horoskope zeigen die Gebrochenheit zwischen einerseits extrem geraden Rückrat des Saturnischen, plutonischer Kontrolle und Inbesitznahme, wie auch neptunischer Auf- und Erlösung auf ihren verschiedenen Ebenen. Immer mit ähnlichen Botschaften. Hier geht es dann um Prinzipien, die zu groß, mächtig oder rigide werden können und offenbar immer wieder Ausgleich erfahren. Ob, damit das nicht passiert oder einfach so, das bleibt im Dunkel oder dem Kopf derer überlassen, die an einen Sinn oder Unsinn von Schicksal glauben. Sicher ist:

unabhänngigkeittexas

Texas schwankt stets zwischen Größenwahn und Niederschlag dessen, was noch größer werden könnte als sein Bestimmendes - es entspricht dem Skorpion-Saturn im Unabhängigkeits-Radix (rechts, Stände 0 Uhr). Dieses Horoskop spiegelt vielleicht am besten das Problem, was sich weiter und weiter durch die Jahrhunderte ziehen wird. Selbst, als die Republik Texas, die nur 9 Jahre als souveräner Staat bestand, längst wieder aufgelöst war (erneut Neptun-Saturn). Aber es erweist sich in der Aussage überhaupt als sehr treffend für jeden innewohnenden, eigenen Charakter dieses staubigen Landstrichs. Hier bemerkt man immer und über die wechselvollen Zeiten hinweg schnell die Power des unterliegenden Aspekts von Neptun-Saturn.

Den schwachen Rechts-Standpunkt, der aber durchgedrückt werden will (texanische Gesetze werden später Legende). Bush junior hat beispielsweise einen entsprechenden Saturn in 12 im Radix, unsichtbar nach außen zunächst, dann unbewusst chronisch wirksam. Saturn benimmt sich so gern wie ein Scharfrichter, während Neptun ständig an seinem Stuhl sägt. Mit Venus-Pluto-Widder feiert man darüber hinaus ja in Texas auch später noch klar den Druck der Macht - und damit seine Republikaner, als "Mutterstaat" für die Karrieren vieler berüchtigter Anführer wie die Bushs. Genau diese Konstellation nun ist angezählt durch ein Pluto-Quadrat momentan. Es kommt ein ganz anderer Druck auf und macht das politische Kalkül zu einem Luxusproblem.

Auch die Natur hat ja immer ihre Extreme hier, in der Gegend, wo früher unbehelligt zahllose Indianer-Sippen in komplexen Sozial-Zusammenhängen lebten. Der Staats-Name kommt sogar aus der "Caddo-Sprache", "Taysha" heisst "Freund" oder "Allianz". Ausgerechnet. Von den Spaniern und später Franzosen wurde es dann "Tejas" ausgesprochen, heute Texas. Die Entmächtigung der Ureinwohner brachte außen eine andere Art erpresster Macht und innen nichts Gutes, jedenfalls nicht für die neuen texanischen Könige. Dürre, Wassermangel und Überschwemmungen durch den Colorado Rivers beispielsweise waren immer Probleme, seit die "echten Kulturen", wie sie sich selbst ja sahen, sich des Landes bemächtigt hatten (auch das ein Venus-Pluto, wie im Unanbhängigkeits-Radix, das Gebilde im fremden Gewebe oder auch Reservate). Irgendwo zeigt sich selbst im schönsten Diamant-Imitat der Fehler.

Und immer kommt der Ausgleich

Auch das Horoskop von der Annektierung Texas durch die USA von 1845 hat wieder Fische-Sonne mit großem Wassermann-Anteil (der ungelösten Revolte im Inneren, die quasi hervorkommt, wenn es stürmt). Womit sich erneut erweist, dass die Elemente, die man stark in den Radix-Bildern findet, so oder so zu konfrontierbaren Problemfeldern werden. Es fehlt einem in diesem Leben dafür noch der Umgang, also lernt man ihn, indem einen die besagten Qualitäten astrologisch sozusagen verfolgen und ständig konfrontieren. Das Wasser als Brücke der Texas-Horoskope verweist auf ein uraltes Problem mit dem Ursprung als Heimat, mit der seelischen Identifikation: Ursprünglich gehörte Texas den Nativen, die hier große Kulturen schufen, dann Mexiko. Dann kam der "weiße Mann", der sich für noch zivilisierter hielt, später sogar mit seiner weißen Frau und stahl das Land (und den Menschen des Landes ihre Würde).

Mit Mars-Merkur-Konjunktion Wassermann im Unabhängigkeits-Horoskop vom 2.3.1836 (Verkündung in Washington-on-the-Brazos, siehe oben) wird der Staat letztlich später immer wieder aggressiv vorgehen und dennoch als Fische-Sonne mit Uranus (trigonal zu Saturn und Jupiter) oft vorgeben, nicht zu wissen, was man damit tut. All das dient der Einschwemmung von kontrollierbaren Kräfteverhältnissen, der Selbstbemächtigung durch Jupiter, Pluto und Saturn, die Trias der Besertzer. Die Luft aus Waage oder Wassermann spiegelt die Stürme, das Wasser den emotionalen Druck. t-Pluto jetzt im Quadrat zum dominant-zwingenden Widder-Venus-Pluto beschreibt in den aktuellen Ereignissen nun aber eine Art Ausgleich. Etwas wie eine dämpfende "Schwächungs-Maßnahme" gegenüber plutonischen Gewalt-Prinzipien (Texas ist bekannt u.a. als Staat radikaler Anwendung der Todesstrafe und für seinen extremen Konservativismus). Das genaue Quadrat zwischen Neptun und Saturn der Unabhängigkeit zeigt schon lange vorher ja hinein in einen "verwässernden" Kompensations-Einfluss des Neptunischen für zu rigide Strukturen. 

texassynMars-Neptun-Opposition der "Entdeckung" (jedenfalls durch Eroberer-Blicke, innen, Mittags-Stände julianisch), die ebenfalls ambivalente Wasser-Ereignisse geschichtlich anzeigen kann, steht nun im Anlauf des agitierenden Mars (jetzt ebenfalls im Löwen). Das bleibt auch so, wenn man das gregorianische Datum hernimmt, hier gibt es noch eine Unschärfe der Berechnung) wo Mars ebenfalls im Löwen und Neptun oppositionell hinten in den Fischen bleibt. Diese Konstellation (die plaktisch auch in den Konstitutions- und Unabhängigkeits-Horoskopen sitzt) weist immer auch auf die dominante "Vertreibungs-Problematik" in der Historie als systemische Ursache von verschiedenen Erscheinungen hin.

Bei Mars-Neptun "darf" man ja eigentlich 'kein Ego haben' (wenn man klug ist jedenfalls, aber realistischer wäre wohl: nicht egoistisch handeln). Hier entsteht sonst immer ein Kampf um Reviere. Bei der Problematik um die Native Americans oder "Indianer", die im späteren Texas früh schon ihre bedeutsamen Kulturen hatten, als die Konquistadoren ihnen Land nahmen, kein Wunder. Wo sich das Vertreibungs-Signum findet, zieht es ja später nicht nur in dieselbe alte Richtung Vertreibungen nach sich. Wenn nun Tausende Nachkommen der Besetzer ihren Besitz verlassen müssen, ist das allerdings auch dann ein bitteres Bild, wo man es nicht in solche (letztlich konstruierten, aber emotional sehr nachvollziehbaren) Zusammenhänge stellt. Ohne die man zwar immer auch gut auskommt, über die sich allerdings manches "Schicksalshafte" astrologisch besser erklärt.

Darum lohnt es sich, auch Staats-Horoskope und deren Abkömmlinge auf vielen Ebenen sehr fein zu lesen und zu deuten, die dann letztlich alle ineinander greifen. Auch die anderen betroffenen "Texas-Horoskope" jedenfalls stehen momentan, was ihre kardinalen Anlagen angeht, unter Strom. Neben Pluto über Venus-Pluto der Unabhängigkeit finden wir das Chart der 1. Konstitution beispielsweise unter Uranus-Uranus, das der "Entdeckung" mit Pluto akut unter Saturn (auch hier wird wieder Starre aufgebrochen). Eine Kumulation, die Hinweise auf große Bewegungen verdichtet. Damit ist übrigens mitnichten gesagt, dass es ursächliche Zusammenhänge zwischen solchen alten Geschichten wie der der Konquistadoren und der "Indianer" mit Naturereignissen wie den jetzigen Flutungen gäbe. Aber wie bei menschlichen Therapien lassen sich die systemische Zusammenhänge als "Felder" lesen, die zwar nicht direkt verantwortlich für eine Störung der Seele sind. Aber als symbolisches Umfeld des Gestörten noch einmal anders zu heilen. Auch Landstriche und Länder haben ja Seelen und brauchen Heilung. Darauf macht nicht nur der Fall Texas unübersehbar aufmerksam. 

Wenn die Trumps jetzt zur Aufheiterung der Bevölkerung an genau dem Ort ankommen, den die Spanier damals fanden, Corpus Christi, ist das auch ein sprechendes Symbol. Melania mit einer "Flotus"-Kappe (Etikett als First Lady Of The United States) und schneeweißen Turnschuhen, er mit ebenso schneeweißem USA-Basecap. Es ist der Auftritt, der heute zählt, nicht die Wahrheit. Auch Trump hat mit Mars in 12 einen Mars-Neptun. Wer da nicht die Besetzungen lässt, erhält auch Ausgleich.

Bild (bearbeitet): Pixabay - Eine interessante Quelle zum Hurricane Harvey selbst ist astrologisch Georg Stockhorsts Astrogeography Blog mit einem aktuellen Artikel.

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Montag, 3. August 2020

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