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Israel: Die Lunte brennt

Manchmal muss man sich einfach die Frage stellen, ob Politiker die besseren Astrologen sind und deshalb ihr Handeln minutiös auf den kosmischen Hintergrund abstimmen? Oder ob sie eher bestimmten Einzellern gleichen, deren Aktivitäten völlig von den astrologischen Gezeiten bestimmt werden, ohne dass sie sich dessen bewusst sind?

Israel mit seinem Premierminister Benjamin Netanjahu liefert gerade wieder ein besonderes Beispiel dafür, wie Transite und Auslösungen zwischen Menschen und Staaten ineinander greifen, wie das Persönliche mit dem scheinbar Überpersönlichen verknüpft ist und am Ende Chaos und Leid entsteht.

Den unrühmlichen Anfang hat Israel gestern mit der gezielten Tötung eines hochstehenden Hamas-Führers gemacht. Pünktlich zur Sonnen-Eklipse im Skorpion. Und dem Überlauf vom Mars über das GZ. Nachdem man Monate lang mit den Hufen gescharrt und einen vorbeugenden Erstschlag gegen den Iran angekündigt hatte, musste man sich nach Obamas Wiederwahl neue Argumente für einen kleinen Krieg schaffen.  Insofern – wer weiß was gestern passiert wäre, würde der zukünftige Präsident der USA Mitt Romney heißen?

Dass der Beschuss israelischer Siedlungen mit Raketen aus dem Gaza-Streifen dumm und verbrecherisch ist, muss man wohl nicht extra betonen. Warum aber kommt Israels Reaktion ausgerechnet jetzt, eingeleitet von einem Attentat?

Zum einen der oben genannte Zeitgeist. Neumond im Skorpion kann alte Feindbilder wunderbar nähren, wenn man nicht gewillt ist, die inneren Bilder und den Krieg im Kopf als den eigentlichen Feind auszumachen. Mars auf dem GZ unterstützt jeder Aktivität, die in Richtung Durchsetzung von Zielen und Zukunftsvisionen geht. Egal welcher Art diese sind. Beides zusammen liefert einem den atmosphärischen Hintergrund, den Ort in der Zeit, der einem die gefühlte Notwendigkeit solcher Aktionen vorgaukelt.

 

Israels Gründungschart hat zudem noch eine Stier-Sonne auf 23°, in Opposition zu dem genannten Neumond. Das alleine hätte das Fass aber wohl noch nicht zum Überlaufen gebracht, der plötzliche Tod aus der Luft brauchte noch etwas anderes. Israels Venus steht auf 4°47 im Zeichen Krebs, Uranus läuft aktuell gerade ins Quadrat dazu (noch 10 Bogenminuten). Man sucht also eine Veränderung in den Aussenbegegnungen. Gleichzeitig steht der aktuelle Saturn im genauen Quadrat zum Löwe-Mond der Staatsgründung (26 Bogenminuten) und im exakten Trigon zur Krebs-Venus.

Also nicht ein Auslöser, sondern drei. Der vierte wird durch den aktuellen Mars eingebracht, denn nicht nur er steht gerade auf 27° Schütze, sondern auch der Jupiter Israels. In Opposition zum Staats-Uranus. Hier schließt sich dann der Kreis wieder.

Mal völlig abgesehen von der Ausdeutung dieser Auslösungen darf man sich die Frage stellen, wie häufig es wohl vorkommen mag, auch im Leben eines Staates, dass vier solche sehr genauen Trigger fast gleichzeitig ausgelöst werden? Bis zum Beweis eines Gegenteils behaupte ich mal – äußerst selten. Und wenn, dann muss eben etwas passieren. Der Druck der sich schon seit langem aufstaut, endlich ein Ventil finden.

Das könnte sicher auch anders gehandhabt werden. Die plötzliche Neuorientierung mit den Nachbarn und Beziehungspartnern hätte zB in einem überraschenden Angebot liegen können. Einem Schritt in Richtung Real-Politik und auf diejenigen zu, die guten Willens sind. Dazu hätte man aber auf territoriale Ansprüche und Ich-Bezogenheit verzichten müssen (Saturn Quadrat Löwe-Mond) und gleichzeitig zB aktive, humanitäre Hilfe für bedürftige Menschen in dem betroffenen Gebiet starten (Mars Konjunktion Jupiter im Schützen).

All das zusammen hätte dem Zeitgeist auf eine andere, positive Weise entsprochen. Schicksal so verstanden bietet also immer mehrdimensionale Möglichkeitsräume, ist eben nicht zwingend und eindimensional bestimmend.

Aber ein Staat trifft in der Regel keine Entscheidungen. Sein Anlagebild ist ja nur Ausdruck einer atmosphärischen Grundlage, auf der sich dann einzelne Menschen und Gruppen bewegen. Entsprechend ihrer eigenen Anlage.

Bestes Beispiel ist Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. 1996, bei seinem Jupiter-Return wurde er zum ersten Mal in dieses Amt gewählt. Seitdem ist er ein fester Bestandteil israelischer Politik mit wechselnden Aufgaben. „Bibi“ hat neben Sonne und Mond auch noch Merkur und Neptun in der Waage, in gewisser Weise verbindet ihn einiges mit Wladimir Putin, aus demselben astrologischen Holz geschnitzt sozusagen. Die Verbindung zwischen Mond, Neptun und Merkur lässt vermuten, dass er seine wahren Absichten gerne mal vernebelt, letztendlich genau wie Putin aber von der Idee getragen wird, dass er also Person geeignet wäre, Frieden und Harmonie in die Welt zu bringen.

Für das kleine Problem der Waagen, wie gehe ich mit meinem Feindbildern um, hat er anscheinend bisher nur eine Lösung gefunden. Die sich dann in seinen Ankündigungen und Aussagen immer wieder findet. Auch hier zeigt sich eine gewisse Ähnlichkeit in der negativen Fixierung auf das Gegenüber, wie beim russischen Präsidenten.

Der heliozentrische Blick hinter Netanjahus erdhafte Kulisse offenbart dann aber auch noch einen anderen, wohlbekannten Aspekt. Hier steht Erde zwangsweise im Widder. Im Quadrat zu einer exakten Mars-Merkur Konjunktion (4 Bogenminuten).

Aber in vielerlei Hinsicht bedient er das Gründungschart von Israel durchaus angenehm und entsprechend. Sein Jupiter Trigon Staats-Sonne, umgekehrt eine Sextil – Stellung. Dazu Venus Trigon Pluto, Merkur Trigon Merkur, Mars Trigon Jupiter, kein Wunder also dass er immer wieder in den Führungsetagen auftaucht. Einziger Wehrmutstropfen für Land und Leute – Bibis Uranus steht exakt auf Israels Venus. Und – man ahnt es schon, im Quadrat zum aktuellen Uranus. Das Stichwort heißt also Veränderung. Jetzt. Am besten gleich und sofort. Für ihn als Person, für das Land als Ganzes.

Auch hier hat die energetische Medaille wieder zwei Seiten. Uranus-Venus Verbindungen können tatsächlich sehr spontane Beziehungen schaffen, überraschende Partnerschaftskonzepte eingehen, die den üblichen Rahmen sprengen. Allerdings nur, wenn dabei der Selbstanspruch uranisch geläutert wird, man sich und die Anderen als gleich begreift, zumindest auf einer luftigen Ebene. Ohne eine solche Sichtweise werden alle herkömmlichen Partnerschaften mit einem permanenten Störton belegt, immer geht etwas schief, kommt einem auf dem Weg zu Harmonie und Innigkeit etwas dazwischen. Meistens die unbelehrbaren Anderen.

Da dieser Weg, den Israel gerade einschlägt, kein neuer ist, wird all das also nicht zu einer Erneuerung führen. Rückschläge sind vorprogrammiert. Und was das in Bezug auf den Nahen Osten heißen kann, mag sich jeder selbst ausmalen.

Ausgestanden ist das Ganze dann frühestens Anfang nächsten Jahres, solange bleibt beiden, Staat und Staatsmann, das uranische Quadrat erhalten. Noch wäre also Zeit, sich um innovative und kreative Lösungen zu bemühen. Ansonsten hat man gerade die Lunte entzündet, die am Ende ein ganz anderes Pulverfass in die Luft jagen wird. Auch das dann ein Moment der Überraschung und Verwunderung, wenn gleich mit bitterem Beigeschmack für viele, die der Unfähigkeit politischer Entscheidungsträger, wenn es um den inneren Sprung über die eigenen Schatten geht, hilflos ausgeliefert sind.

Titelbild (bearbeitet): צילום: דרור פייטלסון  via Wikimedia Commons

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