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Der Fall Gustl Mollath (2)

Wenn man einen Tag sucht, an dem die Ursache-Wirkungs-Räder im Fall von Gustl Mollath in Schwung kamen, bietet sich der 12. August 2001 an.  Es ist der Tag, an dem er seine Frau Petra geschlagen, gewürgt und gebissen haben soll. Mit diesen Vorwürfen begründet das Gericht  Jahre später seine Einweisung in eine psychiatrische Anstalt. Allerdings, und das ist erstaunlich, bezieht sich das Gericht dabei sowohl auf ein falsches Datum, nämlich den 12.08.2004 und auf falsche Zeiträume.

Für Mollath müssen diese Tage schwer gewesen sein. Mars war kurz zuvor ins Quadrat zu seinem Radix-Mars gelaufen, Jupiter ist noch im Zulauf zu einem Quadrat zu Venus, aber der schwierigste Aspekt zeigt sich über die exakte Opposition von Neptun zu seinem Uranus.

Mundan wird die innere Spannung noch unterstützt durch die zulaufende Opposition von Sonne zu Uranus, und die Opposition zwischen Pluto und Saturn. Vor allem letzteres ein Hinweis darauf, dass alle „plutonischen“ Aktivitäten in dieser Zeitphase harte Konsequenzen haben können.
Zu allem Überfluss ist Mars selbst direktional gerade völlig Out-of-bounds gelaufen. Völlig entgrenzt also, und wenn solch ein Mars im Quadrat zum eigenen Aggressionspotential steht, kann man sehr wohl davon ausgehen, dass einem bildhaft gesprochen „eine Sicherung durchbrennen kann“.

Astrologisch gesehen gibt es also Hinweise darauf, dass die Vorwürfe gegen ihn zumindest teilweise gerechtfertigt waren. Deutlicher könnte man das noch sagen, wenn die Geburtsdaten seiner Frau vorliegen würden. Denn wenn sich das Gewaltpotential gegen sie gerichtet hat, müsste man auch das klar sehen.
Trotzdem bleibt festzustellen, dass dies alleine wohl niemals ausgereicht hätte, um das Leben von Gustl Mollath dermaßen drastisch zu verändern. Es ist die Neptun-Uranus Auslösung  (Transit zu Radix) und die gleichzeitige, mundane Opposition von Pluto und Saturn, die diesem Augenblick solch enorme Wucht geben und die Konsequenzen daraus so weitreichend machen.

 

Jeder halbwegs vernünftige Astrologe hätte Mollath also in dieser Zeitphase geraten, äußerst zurückhaltend zu agieren, sich auf keinen Fall zu spontanen, irrationalen Handlungen hinreißen zu lassen. Denn in solchen Zeitphasen kann jeder Pups zu einem Sturmwind werden, der nicht nur übel riecht, sondern letztendlich auch den Blick auf das reale Geschehen vollkommen verstellt. Da geht es dann nicht mehr um die Wahrheit, sondern nur noch um den Eindruck und die Erscheinung des Geschehens. Bezeichnend dass hier rechtlich ja nur Aussage gegen  Aussage steht, also in den meisten Fällen der Vorwurf gar nicht zu einer Verurteilung geführt hätte.

Wir haben also zwei Indikatorenketten, die sich jetzt in der Folgezeit als Selbstläufer zeigen können. Mundan Saturn und Pluto, im persönlichen Neptun, Mars und vor allem Uranus. Sie werden in der Folgezeit das Grundthema immer wieder bildhaft weiterführen, wenn wichtige Stationen auf dem Zeitweg beschritten werden.

Gegen Mollath wurde wegen dieses Vorfalls am 23. September 2003, als fast zwei Jahre später Anklage erhoben. Eine Uranus-Mars Konjunktion steht an diesem Tag fast exakt in Opposition zu Mollaths Pluto, und Pluto läuft gerade in das Quadrat zu Mollaths Mars. Ein energetischer Double-Wammy. Und damit nicht genug –Neptun befindet sich ebenfalls im Zulauf zum Quadrat zu seinem Radix-Merkur. Fast alle Kandidaten der Auslösesituation stehen also wieder in Spannungsaspekten, sowohl mundan wie auch im Vergleich zum Radix.
Und auch im dritten Akt dieses Dramas kommt es zu Wiederholungen des Ursprungsthemas. Am 09. Dezember 2003 erstattet jetzt Mollath Anzeige gegen die Bank, seine Frau und diverse Mitarbeiter, die seiner Ansicht nach in dubiose Geldgeschäfte verwickelt waren.
Er tut dies am Tage einer exakten Opposition von Transit-Jupiter zu Radix-Mars und dem gleichzeitigen Quadrat der aktuellen Sonne dazu, während der Transit-Mars gerade einen Tag vorher in Opposition zu seinem Jupiter stand. Wieder ein Double-Wammy. Neptun läuft außerdem zum dritten Mal ins Quadrat zu seinem Merkur (knapp 40 Bogenminuten Orbis). Die ganze Dynamik wird diesmal energetisch durch drei OoB-Planeten befeuert – Mond, Merkur und Venus haben die magische 23° Grad Grenze der Direktionen überschritten.

Man kann bei all den nüchternen Stellungsangaben leicht den Blick für die Zusammenhänge verlieren, selbst in einer Rückschau. Aber deutlich werden zwei Punkte: zum einen wird Mars immer wieder getriggert, mundan und im Vergleich. Das Ganze ist also als Kampf angelegt, es geht hier nicht nur  um die nüchterne Aufdeckung von einem vermeintlichen Verbrechen, sondern um eine Auseinandersetzung, die auch als solche angelegt ist.

Die neptunische Komponente symbolisiert das eigentliche Thema und gleichzeitig die Schwierigkeit im Umgang damit. Hier werden Sachverhalte solange neptunisch vernebelt, bis selbst einfache Daten nicht mehr in die Wirklichkeit passen. Und trotzdem geht kein Aufschrei durch die Republik, so als wäre das in diesem Fall eben normal. Es geht um geheime Machenschaften, um Verschleierungen der einen Seite des Kampfes. Die dann das neptunische auf den skorpionischen Ankläger Gustl Mollath projiziert und ihn für geistesgestört erklären lässt. Somit hat Neptun eine andere Form bekommen, und der eigentliche Grund, die geheimen und undurchsichtigen Hintergrundaktivitäten diverser Menschen aus dem Umfeld einer Bank werden nicht mehr weiter thematisiert. Sondern immer mehr auf die Person Mollaths zurückgeführt.

Und warum? Weil er sich über seine Auslösungen dazu anbietet. Er hat die neptunischen Trigger und muss sie verarbeiten und selbst in der klassischen Astrologie werden „Irrenhäuser“ als archetypisches Bild für neptunische Erfahrungen bezeichnet. Eigentlich sollte man nun denken, okay, das wars dann aber auch, Neptun Quadrat Merkur bei Mollath müsste ja jetzt vorüber gehen und der Druck auf ihn nachlassen.

Leider nein.

Am 30. Juni 2004 wird Mollath zum ersten Mal zwangsweise in das Bezirkskrankenhaus in Erlangen eingewiesen. Er darf weder telefonieren, noch etwas mitnehmen. Neptun steht jetzt auf 14°56 im Wassermann, nur sechs Bogenminuten entfernt von einem Quadrat zur Radix-Sonne, wenn man den Mittagsstand seines Geburtstags nimmt. Das neptunische Prinzip findet sich also nicht mehr nur im Schriftverkehr zwischen den Parteien (Merkur), sondern ist nur noch auf die Person Mollaths ausgerichtet (Sonne).
Das Verlagerung von einer Sache auf eine Person ist jetzt also vollzogen, und damit kann das Gebaren der anderen Seite weiter im Geheimen, im Unaufgeklärten bleiben. Der Zeitgeist hat wieder sein Opfer bekommen, und die persönlichen Auslöser von Gustl Mollath ein entsprechendes Gesicht.

In den Folgemonaten gibt es ein beständiges Hin und Her, Mollath muss wieder in Kliniken, kommt wieder frei, muss wieder zurück.

Am 08. August 2006 wird das ganze Spektakel schließlich amtlich eingetütet. Das Landgericht Nürnberg, unter Vorsitz von Richter Brixner, erlässt ein äußerst verwirrendes Urteil, dass die Einweisung Mollaths endgültig und auf Dauer legitimiert. Er wird zwar von allen Vorwürfen freigesprochen, gleichzeitig wird ihm aber eine Gemeingefährlichkeit attestiert, die seine Zwangseinweisung unumgänglich macht.
Es ist Vollmond, Saturn steht an diesem Tag exakt im Quadrat zu seiner Sonne, und beide Lichter zum Zeitpunkt ihrer Opposition ebenso. Und so entsteht eine Wirklichkeit, mit der sich Mollath bis heute abfinden musste.

In der Umgebung einer psychiatrischen Anstalt sollten für ihn die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Illusion immer mehr verschwimmen, wenn er bis dahin noch geistig gesund war, dann müsste er spätestens jetzt verzweifeln. Aber genau die Anlagen die Mollath hierher geführt haben, sein Fische-Mars, der permanent ausgelöst wurde, seine Uranus-Merkur Disposition, die für andere chaotisch erscheinen musste, vor allem unter einem Neptun-Transit, und sein skorpionischer Beißer-Instinkt, der niemals aufgeben kann, wenn Unrecht geschieht, werden ihm jetzt durch ihre anderen Seiten zur Rettung.

Denn derselbe Fische-Mars kann sich durchaus auch in einer solch neptunischen Umgebung behaupten, dort auf seine Art eigenen Willen entfalten. Die uranische Merkur-Komponente kann sich mit all der ihn umgebenden tatsächlichen Verrücktheit bis zu einem gewissen Punkt arrangieren, sie als Ausdruck dieser Energie erleben, ohne das ihn das selbst aus der Bahn werfen muss. Und die Skorpion - Sonne,  zusammen mit dem Steinbock-Mond, bleibt unerschütterlich in ihrem Festhalten an dem, was sie für falsch hält und was nicht sein darf. Daraus bezieht er seine Kraft um weiter zu machen, nicht aufzugeben.
Etwas was seine Gegenspieler nicht bedacht hatten, ist sein unbändiger Durchhaltewillen, sein Nichtwanken in der Sache. Und auf den ersten Blick mag dies genauso zwanghaft erscheinen, als hätte er behauptet:“Ich bin  Napoleon“. Aber jemand der tatsächlich jenseits jeder nachvollziehbaren Wirklichkeit lebt, kann niemals so klar in der Sache argumentieren, wie das Gustl Mollath noch heute tut.

Bisher hat ihm das jedoch wenig genützt. Und man muss sich fragen, warum ein so offensichtliches Unrecht nicht schon lange auch in den höchsten bayerischen Justizkreisen für Aufregung gesorgt hat. Vor allem bei der bayerischen Justizministerin Beate Merk. Sie bekleidet dieses Amt seit 2003, hat also den gesamten juristischen Verlauf als oberste Richterin auch mitgetragen.

Und hier findet sich wieder ein seltsamer, astrologischer Zufall. Frau Merk ist am 01.August 1957 geboren. Und hat somit eine Löwe-Sonne in Konjunktion mit Uranus auf ca. 8° stehen. Im Quadrat zu Mollaths Merkur und seiner Skorpion-Sonne. Das bedeutet gleichzeitig, dass sie in etwa zur selben Zeit wie er ebenfalls starke neptunische Auslösungen hatte (Opposition Uranus und Sonne). Nur wurde sie in dieser Zeit Justizministerin, während Mollath immer mehr im Strudel dieser Justiz versank. Unter ihrer Aufsicht wurde die Klage von Mollath von den Behörden abgewiesen, seinen Vorwürfen nie nachgegangen.

Erst jetzt zeigt ein internes Revisionspapier der betroffenen Bank, dass fast alle von Mollath erhobenen Vorwürfe richtig waren. Was Frau Merk bis vor kurzem noch bestritten hat (Video). Nun aber hat sie selbst die Wiederaufnahme des Verfahrens angeordnet. Späte Einsicht? Oder liegt es einfach daran, dass die Vorwürfe Mollaths alle einen Zeitraum betreffen, der jetzt schon zehn Jahre zurück liegt? Und die damals begangenen Straftaten verjährt sind, also niemand mehr befürchten muss, deswegen verurteilt zu werden. Natürlich kann das nur ein seltsamer Zufall sein. Aber in Anbetracht des Saturn-Durchlaufs durch den Skorpion wage ich die Prognose, dass Frau Merk demnächst in große Erklärungsnöte kommen wird. Und vom Amt der Justizministerin zurück treten muss. Spätestens wenn Saturn ins Quadrat zu ihrer Sonne läuft. Vielleicht schon als Weihnachtsgeschenk für Mollath, vielleicht auch erst einige Zeit später, aber dieser Schritt scheint unausweichlich und auch angebracht.

Denn jetzt wendet sich das Blatt langsam zugunsten einer neuen Sichtweise, Neptun hat durch seinen Zeichenwechsel in die Fische einen neuen Ansatz gebracht und steht gerade im Trigon zu Mollaths Radix Neptun. Dazu kommt das mundane Trigon zu Saturn, das noch einige Monate bleiben wird, gute Voraussetzungen also um Klarheit in diesen Fall zu bringen.

Allerdings sollte das schnell gehen und seine Unterstützer weiterhin Druck auf die offiziellen Stellen ausüben. Denn Saturn wandert auch zielstrebig auf Mollaths Merkur zu, und bei entsprechender Geburtszeit vielleicht auch Pluto auf seinen Steinbock-Mond.
Und irgendwann wird auch Gustl Mollath nicht mehr genügend Energie haben, um sich gegen sein Schicksal aufzulehnen. Dann kommt vielleicht der Punkt, an dem etwas in ihm brechen könnte.
Und das darf nicht sein. Gustl Mollath mag manches falsch gemacht haben in seinem Leben, aber gerade seine astrologischen Auslösungen über Neptun zeigen, dass er Teil von etwas wurde, was grösser als er selbst ist. Nein, es ist zu offensichtlich, dass hier etwas im Verborgenen gehalten wird, bis heute, um die Interessen von Wirtschaft und Politik nicht zu gefährden. Und es kann nicht sein, dass in einem Land, in dessen Nationalhymne Recht und Freiheit als Unterpfand für das Glück aller besungen wird, das Recht eines einzelnen mit Füssen getreten wird.

Denn was der Fall Mollath auch zeigt – es kann jeden von uns treffen. Wenn sich persönliche Anlagen mit dem Zeitgeist vermischen und daraus eine unkontrollierbare Dynamik entsteht. Wie wir alle, glaubte auch Mollath an den Rechtsstaat. Sonst hätte er wohl niemals den Mut gehabt, Banken, Richter und Staatsanwälte anzuklagen. Er glaubte an das Recht des Einzelnen und an die Fähigkeit einer unbestechlichen Justiz.

Es wird Zeit, dass er dieses Recht jetzt endlich bekommt, bevor er als Mensch an der Unfähigkeit und den Absichten anderer scheitern muss.
Es wird Zeit, denjenigen ein Signal zu senden, die immer noch glauben, dass wirtschaftliche Interessen Vorrang vor dem Leben des Einzelnen hätten.
Es wird Zeit, dass Recht und Freiheit wieder gelebt und nicht nur besungen werden.

Gustl Mollath war im Grunde ein Visionär und hat schon vor zehn Jahren einen Missstand aufgezeigt, der uns mittlerweile zwei Wirtschaftskrisen beschert hat. Durch die egoistischen Machenschaften einzelner, denen das Allgemeinwohl völlig egal ist. Und solange dieselben Herren und Damen, die Mollaths Leben zerstört haben, immer noch unbehelligt an ihren Posten und Pfründen kleben dürfen, solange existiert eine Verpflichtung jedes Einzelnen zumindest Solidarität mit den Menschen zu zeigen, die mutig genug sind um dagegen aufzubegehren.
Gustl Mollath ist einer davon.

Zum ersten Teil des Artikels: Der Fall Gustl Mollath (1)

Und hier ein Video, von Gustl Mollath selbst für YouTube erstellt, vom Januar 2011. Macht euch selbst ein Bild: Video

Bilder - Merk: Ralf Roletschek/ Wikipedia via Wikimedia Commons

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