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Landtagswahl in Niedersachsen

Am 20. Januar wird in Niedersachsen ein neuer Landtag gewählt. Kurz nach dem Wechsel der Sonne in die Phase Wassermann soll im viertgrößten Bundesland ein Signal für die Bundestagswahl im September gesetzt werden, ein prognostischer Blick auf den möglichen Ausgang ist also äußerst verlockend.

Entsprechend unseres Aufrufs möchte ich anfangs kurz den astrologischen Hintergrund erläutern, vor dem ich solche Prognosen betrachte.
Das mundane Chart (Schließung der Wahllokale bezogen auf die Landeshauptstadt) gibt sicher in einem begrenzten Rahmen Auskunft darüber, in welche Richtung der Zeitgeist sich gerade bewegt. Eine Prognose, die sich mit dem konkreten Ausgang der Wahl beschäftigt, ist aber meines Erachtens alleine damit niemals möglich.

Interessant am Ereignischart sind nicht nur die Stellungen der Planeten in Zeichen und Häusern (mitsamt den Aspekten), sondern vor allem auch die jeweiligen Dispositoren. Zur Erinnerung: Dispositorenketten sind die konsequente Weiterführung der Herrscherhierarchien. Nimmt man als Beispiel die Wassermann-Sonne ist der direkte Zeichenherrscher Uranus. Der wiederum wird aber von Mars beeinflusst, dessen eigene Stellung im Wassermann aber wieder zu Uranus zurück führt. Ab hier geraten die Energien in eine Endlosschleife zwischen den beiden, das Ende der Dispositorenkette ist erreicht. Als Enddispositor würde in dem Fall Mars gelten, da die Weiterführung zu Uranus eine erste Wiederholung darstellt.

Um zu einer halbwegs konkreten Aussage über den Wahlausgang zu gelangen, braucht es aber unbedingt die Geburtsbilder der Hauptbeteiligten. Bei einer Wahl können das pro Partei durchaus mehrere Personen sein (Spitzenkandidaten, Parteivorsitzende und andere maßgebliche Entscheidungsträger). Auch die entsprechenden Gründungscharts können eine Rolle spielen, wobei diese nach meiner Beobachtungen eher für langfristige Trends taugen, als für einzelne Ereignisse. Bei den Spitzenkandidaten zeigt sich der Wahlausgang in der Regel immer am unmittelbarsten, wer hoch gewinnt, bleibt im Rennen, die Verlierer sind meistens schon nach einigen Tagen von allen Ämtern befreit.

 

Der Vergleich zwischen Ereignis und Spitzenkandidat bietet aus meiner Sicht also die besten Aussichten, das Geschehen astrologisch zu spiegeln und wird hier auch angewandt. Wenn, wie in diesem Fall, die Geburtszeiten der Kandidaten nicht bekannt sind, muss man die Erfolgsaussichten einer Prognose schon mal um mindestens 30-40% senken. Aszendent, MC und alle Häuserstellungen sind einfach zu wichtig, als das man sie außen vor lassen könnte. Stellt man die Radix-Sonnen auf den Mittags-MC hat man aber zumindest einen kleinen Ausgleich, denn dieses Chart spiegelt ja vor allem die Stellung der Person in der Öffentlichkeit, ist also durchaus eine mögliche Kompensation bei fehlender Geburtszeit.

Sinnvollerweise sollte man sich am Anfang einer Prognose die Fragen stellen, die man beantworten kann und will. In diesem Fall ergeben sich durch die rechnerischen Voraussetzungen für eine Regierungsbildung neben der Frage nach den stärksten Kräften, auch Fragen über das Abschneiden der kleineren Parteien. Beides zusammen ergibt dann eventuell auch das Bild der neuen Regierung.

Das Ereignis

Nimmt man die Schließung der Wahllokale bezogen auf Hannover findet sich um 18h00 ein Löwe-AC mit Widder-MC. Da der MC am Ende der Widderphase steht wird eine erste Hochrechnung um 18:12 kommen, dann  wechselt der MC in die Stierphase. Wichtige Zeitpunkte beim Ablauf des Wahlabends ergeben sich durch die Achsenübergänge. Mars steht gegen 18:30 am DS ist also am „untergehen“, was ein Hinweis darauf sein könnte, dass der erhoffte Neuanfang mitsamt entsprechender Klarheit über den Ausgang nicht vorhanden ist. Erst gegen 18:54 überläuft der IC den Saturn, jetzt könnten sich erste Konsequenzen zeigen. Da aber Neptun erst gegen 19:30 den DC überquert und gleichzeitig Mond dann am MC steht, dürfte erst hier die Unsicherheit ein Ende finden. Spätestens gegen 20:38 h, wenn Jupiter am MC steht, sollte der Ausgang dann „amtlich“ sein.
Enddispositoren des Wahlcharts sind Mars und Venus, die zudem beide AC- bzw. lange Zeit MC-Herrscher sind. Auslösungen dieser beiden Planeten in Verbindung mit den Geburtscharts der Spitzenkandidaten sind also maßgeblich.

David McAllister (CDU)

Der amtierende Ministerpräsident hat viele positive Anlagen, die man bei einem erfolgreichen Politiker sehen möchte. Die Steinbock-Sonne lässt ihn wie selbstverständlich im Rahmen von Gesetzen und Regelwerken agieren, die Skorpion- und Schütze-Betonungen zeigen aber auch eine Person, die Missstände aufspüren und sie in neue und bessere Umstände umwandeln möchte. Die Mondstellung ist unklar, sowohl Krebs wie auch Löwe bieten sich bei unklarer Geburtszeit an.
Die aktuellen Auslösungen zeigen keine klare Linie. Weder zeigt sich ein deutlicher Sieg, noch eine entsprechende Niederlage. Am Beispiel von Venus, die vor allem als Hausdispositorin und spätere MC-Herrscherin agiert, sieht man den „Double-Bind“. Transit-Venus steht im Quadrat zu Allisters Uranus, Transit-Uranus dagegen im Trigon zu seiner Radix-Venus. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass es für ihn eine Veränderung gibt, die zwiespältig ist. Das Trigon der aktuellen Venus zu seinem Saturn (der in Haus zehn des Ereignischarts steht und sein Sonnenherrscher ist), könnte ein Hinweis darauf sein, daß er in seinem Amt bleibt, allerdings dann mit einem neuen, wenn auch ungeliebten Partner (Venus-Uranus Thema).

 

Stephan Weil (SPD)

Der Spitzenkandidat der SPD ist mit einer Schütze-Sonne ausgestattet, Merkur und Saturn (am GZ) flankieren diese. Jemand also, der immer ein Stück mehr in der Zukunft lebt, als in der Gegenwart, aber durch die Saturn-Merkur Konjunktion in der Lage ist, Visionen auch auf den Boden der Wirklichkeit zumindest „zu denken“. Wie McAllister mit Jupiter im Skorpion auch jemand der gerne Missstände aufspürt und sie dann in „bessere Zeiten“ überführen möchte. Weils Mond könnte sowohl im Wassermann wie auch in den Fischen stehen, wie er sich am Wahlabend fühlen wird, ist also kaum vorher zu sehen, ähnlich wie bei allen anderen Kandidaten aufgrund fehlender Geburtszeit.

Bei ihm gibt es eher Anzeichen für eine unliebsame Überraschung. Sein Uranus wird kurz nach Schließung der Wahllokale vom Ereignis-AC überlaufen, die ersten Hochrechnungen könnten als schon für etwas Unmut sorgen, da bei ihm Mars und Uranus im Quadrat zueinander stehen. Beide auch noch in Spannung zu seinem Jupiter (und evtl. auch zu Mond im Radix). Da auch der aktuelle Stier-Mond am Wahltag dieses Spannungsquadrat ausgelöst hat, scheinen mir hier die Erwartungen des Kandidaten zu hoch gewesen zu sein. Dass er McAllister als Ministerpräsident ablöst, ist unwahrscheinlich.

Zünglein an der Waage – die kleineren Parteien

Zwei große Fragen sind: schafft die FDP den Einzug in den Landtag, kommt sie über 5%? Und wie stark schneiden die Grünen ab?
Auf einen Überraschungserfolg wie in Nordrhein-Westfalen darf die FDP in Niedersachsen nicht hoffen. Sowohl ihr Spitzenkandidat Stefan Birk, wie auch der Generalsekretär Patrick Döring sind durch harte Saturn-Auslösungen stark eingeschränkt. Lediglich Rainer Brüderle, der zukünftig angedachte Vorsitzende der FDP hat auch starke positive Auslösungen am Wahlabend. Was aber, bei den internen Querelen innerhalb der Partei nicht zwangsweise bedeuten muss, dass die Partei gut abschneidet. Denn seine Chancen, Phillip Rösler als Vorsitzenden vorzeitig abzulösen, steigen bei einem schlechten Abschneiden stark an.
Zusammen genommen als Ergebnis besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die FDP als Koalitionspartner für David McAllister nicht mehr zur Verfügung steht. Sei es weil sie den Einzug knapp verfehlt, oder selbst beim Erreichen nicht genügend Stimmen hat, um mit ihm eine neue Regierung zu bilden.

Anja Piel, die Spitzenkandidatin der Grünen, könnte die eigentliche Wahlsiegerin des Abends werden. Zum einen steht ihre Skorpion-Sonne im Trigon zu ihrem Radix-Saturn. Gleichzeitig überläuft der aktuelle Saturn ihren Sonnenstand. Was man bei vielen anderen Personen als eindeutig einschränkend deuten würde, kann sich bei ihr durch das Radix-Trigon in der Anlage als positiv bedeutend und einschneidend zeigen. Zudem steht Neptun aktuell im Trigon zu ihrem Jupiter, auch das ein Indiz für Erfolg. Auch hat sie, als einzige der Spitzenkandidaten eine Konjunktion der beiden Dispositorenherrscher Mars und Venus im Geburtsbild, die Stellung am GZ gibt dem nochmals zusätzlichen Zündstoff.
Lediglich das aktuelle Quadrat von Mars zu ihrem Neptun, sowie die gleichzeitige Mondopposition trübt das Erfolgsbild ein wenig. Hier zeigt sich eventuell ein Hinweis daruf, daß es trotz des eigenen Erfolgs für eine rot-grüne Koalition nicht reichen könnte.

Fazit und Prognose

Als Ergebnis könnte sich dies alles im Gesamtbild wie folgt zeigen:
1. David McAllister und die CDU bleiben stärkste Kraft, verlieren aber Stimmen. Die FDP erreicht den Landtag, wenn überhaupt, nur knapp, aber verliert so stark an Stimmen, dass es für eine Weiterführung der bisherigen Koalition nicht reicht. (Wahrscheinlichkeit 95%).
2. Stephan Weil und die SPD werden zweitstärkste Kraft, gewinnen aber nicht so stark dazu, wie erwartet. Die Grünen sind die Wahlgewinner des Abends und können sich den Koalitionspartner aussuchen. Da McAllister eine Koalition mit ihnen aber schon ausgeschlossen hat, bliebe defacto nur Rot-Grün als Option (Wahrscheinlichkeit 65%).
3. Alternative dazu wäre dann eine große Koalition unter Führung von David McAllister, falls die Stimmen von SPD und Grünen (durch einen möglichen Einzug der FDP) nicht für eine tragfähige Mehrheit reichen (Wahrscheinlichkeit 55%).


Titelbild: von Tim Schredder (Eigenes Werk) via Wikimedia Commons

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Dienstag, 16. Juli 2019

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