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Habemus Papam - wer wird neuer Papst?

Neuanfänge brauchen immer einen kräftigen Mars-Schub, so gesehen kann man die Römisch-Katholische Kirche nur zu ihrer Entscheidung, heute mit der Wahl eines neuen Papstes zu beginnen, beglückwünschen. Mars wechselte heute um 06:25 h (UT) in sein eigenes Zeichen Widder, alles was heute gedacht, gefühlt, gesprochen und getan wird, bekommt also eine besondere Dynamik.

Und Dynamik könnte die Kirche gut gebrauchen, zu viele Altlasten sind unbewältigt geblieben, zu viele Geheimnisse nicht offenbart worden. Und das was sich da angesammelt hat, muss so gewaltig sein, dass sich selbst Benedikt XVI. als Stellvertreter Gottes nicht mehr in der Lage sah, damit angemessen umzugehen. Der Neue wird also viele Talente und Qualitäten benötigen, damit er nicht der letzte Papst sein wird, entsprechend einer alten Prophezeiung, die jetzt immer wieder gerne zitiert wird.

Heute gegen 16:45 h (MEZ) haben die 115 wahlberechtigten Kardinäle die Sixtinische Kapelle betreten, schworen einen Eid, in dem sie sich unter anderem zur Geheimhaltung verpflichten und kurz danach findet der erste Wahlgang statt. Das Ereignischart bietet ein etwas seltsames Bild. Der Herrscher von MC und AC, Merkur, steht in Konjunktion mit Neptun und ist rückläufig. Was eigentlich gegen eine schnelle Entscheidung sprechen würde, die von vielen Beobachtern erwartet wird. Es könnte durchaus sein, dass eine Einigung erst ab Sonntag zustande kommt, anlässlich der mundanen Mond-Jupiter Konjunktion, die mit der Beendigung von Merkurs Rückläufigkeit einhergeht.

 

Apropos Merkur. Der kleine Hügel, auf dem sich der Vatikanstaat befindet, heißt Mons Vaticanus. Und bezieht sich auf einen altrömischen, relativ unbekannten Gott namens Vaticanus oder Vagitanus, der für den ersten Laut eines neugeborenen Kindes zuständig war. In diesem Zusammenhang wird Vagitanus auch als Gottheit der menschlichen Sprache angesehen und findet dann noch einen anderen Ausdruck im ersten Satz des Johannes-Evangeliums: „Am Anfang war das Wort…“.

Seltsame Zufälle und Zusammenhänge, wie vieles was den Kirchenstaat und seine Würdenträger angeht.  Aber äußerst passend, wenn man das in einen astrologischen Kontext bringt. Denn Merkur ist ja immer angebunden an die großen Prinzipien des Gottesbegriffes (Jupiter-Schütze) und der Spiritualität (Neptun-Jupiter-Fische). Er repräsentiert die Oppositionszeichen Zwilling und Jungfrau, also auch Wort und Schrift.
Nun ist die „heilige Schrift“, die Bibel, auch das einzige Element, das den gesamten Glaubenshintergrund dokumentiert. Angefangen bei Adam und Eva bis hin zur Kreuzigung und Auferstehung von Jesus. Im Prinzip ist die Bibel ein Geschichtsbuch, ein Buch mit vielen Geschichten, und nur wenn man diesen einen gewissen Wahrheitsgehalt zugesteht, erschließt sich einem das christliche Universum.
Merkur-Hermes als Träger der göttlichen Botschaften also und in diesem Zusammenhang macht auch der weltliche Standort des Vatikans durchaus Sinn.

Die Papstwahl

Theoretisch kann jeder katholische männliche Laie zum Papst gewählt werden. Praktisch stehen aber nur die wahlberechtigten 115 Kardinäle zur Verfügung. Der neue Papst muss zwei Drittel aller Stimmen bekommen, täglich finden insgesamt vier Wahlgänge statt.

Natürlich möchte man als Astrologe jetzt gerne einen Blick in die Zukunft werfen und den nächsten Papst schon mal anhand seiner astrologischen Auslösungen ankündigen. Aber vor jeden Erfolg hat der Herr den Fleiß gesetzt, bevor man sich an eine solche Prognose wagt, sollte man zu allererst überprüfen, unter welchen Voraussetzungen die vorherigen Amtsinhaber gewählt wurden.
Und hier zeigt sich schnell, dass es ein universelles, astrologisches Papstsignum zumindest vordergründig nicht gibt. Weder zeigt sich in den individuellen Anlagen eine Auffälligkeit, noch bei den Auslösungen zum Zeitpunkt der Wahl. Ein positiver Jupiter-Transit ist also keine Gewähr für den Titel, im Gegenteil manche Päpste wurden unter denkbar ungünstigen astrologischen Voraussetzungen gewählt.

So zB Johannes Paul I, der Vorgänger von Karol Wojtyla. Die Waage-Sonne mit bürgerlichen Namen Albino Luciani wird auch heute noch als Papst des Lächelns bezeichnet, allerdings zeigt uns sein Geburtsbild auch andere Aspekte. 

Das Quadrat von Uranus und Neptun zu seiner Sonne lässt vermuten, dass für ihn das Amt des Papstes tatsächlich auch eine Aufgabe war, die spirituelle Seite zu erneuern. So war er dann auch der erste Papst mit einem Doppelnamen, verzichtete als erster Papst auf die Krönung mit der Tiara und verwendete in Bezug auf sich das gewöhnliche „Ich“ statt des bis dahin üblichen Pluralis Majestatis, dem „Wir“.

Leider währte seine Amtszeit nur kurz und um seinen Tod nach nur 33 Tagen ranken sich auch heute noch Gerüchte und Verschwörungstheorien. Allerdings zeigt das Quadrat von Uranus und Neptun zur Sonne tatsächlich auch die Anlage eines schwachen Herzens und unterstützt somit die offizielle Todesursache eines Infarkts.

Betrachtet man jetzt das Ereignischart seiner Wahl, findet man deutliche Hinweise auf seinen frühen Tod. Im Chart selbst stehen Sonne und Saturn in fast exakter Konjunktion, dazu beide noch im Quadrat zum Radix-Saturn von Johannes Paul. In der Nacht seines Todes überläuft  Jupiter heliozentrisch seinen Radix-Neptun und steht fast exakt im Quadrat zu Erde und Mond.

Im Rückblick finden sich also durchaus starke Bilder und Analogien, die man seiner Wahl zum Papst und auch der Tragik seiner kurzen Amtszeit zuordnen kann, in der Vorausschau hätte aber wohl niemand die mundane Sonne-Saturn Konjunktion im Quadrat zu seinem Saturn als Zeichen eines Wahlerfolgs interpretiert.

 

Die Favoriten

Wenn sich also rein astrologisch kein Alleinstellungsmerkmal finden lässt (zumal bei allen Kandidaten die Geburtszeit fehlt), dann bleibt einem nur die Aufarbeitung der öffentlich benannten Favoriten, die als „papabile“ seit Tagen in den Medien gehandelt werden.

Allen voran Angelo Scola, Erzbischof von Mailand und Odilo Pedro Scherer, Erzbischof von Sao Paolo. Beide haben nach internen Informationen aus dem Vatikan zum Beginn des Konklaves jeweils die meisten Stimmen hinter sich, wenn auch niemand eine ausreichende Mehrheit. Scola, mit Skorpion-Sonne und Mond in den Zwillingen (evtl. zusammen mit Jupiter) ist nun tatsächlich jemand, der auch astrologisch in eine engere Auswahl kommt. Nicht wirklich zwingend, aber sollten sich die Kardinäle tatsächlich schnell einig werden (heute oder morgen), dann könnte er tatsächlich der neue Mann auf dem Heiligen Stuhl sein.

Scherers Chancen steigen mit der Länge des Konklaves, vor allem beim Durchgang von Mond durch den Stier könnte er in der Gunst der anderen vorne liegen. Aber bei beiden vermisst man eine deutliche Angebundenheit an die großen Zeitthemen, ausgedrückt über die Stellungen von Uranus, Neptun und Pluto, wobei Scola´s Mars im Widder zumindest einen Aspekt dazu anbietet.

Auf Rang drei in der heutigen Fokus-Hitliste rangiert Christoph Schönborn. Der äußerst umtriebige Erzbischof von Wien ist tatsächlich ein möglicher Überraschungskandidat. Jupiter mundan steht kurz vor der Konjunktion mit seinem Radix-Uranus und das mag auch der Grund sein, warum er von den Medien gerade jetzt besondere Aufmerksamkeit bekommt. Alles in allem erscheint seine Wahl aber wenig wahrscheinlich, zu viele mundane Hindernisse um von der Mehrheit der Kardinäle anerkannt zu werden.

Ähnliches gilt auch für den Vierten der Rangliste, den Erzbischof von New York, Timothy Dolan. Auch er wird gerade vom Jupiter-Zeitgeist in die öffentliche Aufmerksamkeit gespült und genießt dies sichtlich. Mit Sonne-Jupiter Konjunktion im Wassermann ausgestattet war er schon immer etwas lockerer als die anderen Würdenträger, vor allem was seine Aussagen zu bestimmten Themen angeht. Er scheint eine der treibenden Kräfte hinter den Bestrebungen zu sein, diesmal einen nichteuropäischen Kandidaten als Papst zu etablieren. Und er hätte sicher nichts dagegen, wenn man ihn dafür berufen würde.

Aber was geozentrisch ganz amüsant und fröhlich präsentiert wird (Sonne-Jupiter und Mond in der Waage), hat geozentrisch ein ganz anderes Gesicht. Dort findet sich bei ihm eine Erde-Pluto-Venus Konjunktion im Löwen in Opposition zu Jupiter, flankiert von einer Mars-Saturn Konjunktion in der Jungfrau. Beides zusammen würde man bei einem Nichtgeistlichen als äußert schwierige Anlage im Umgang mit der eigenen Libido deuten, hier mag die Entscheidung zu weltlicher Enthaltsamkeit ein guter Weg sein, um diesen starken Kräften anderen Ausdruck zu verleihen. Ob es allerdings gute Voraussetzungen sind, um das Amt eines Papstes angemessen auszufüllen, mag bezweifelt werden.

Von den restlichen genannten Favoriten bleiben nur drei, die man auch astrologisch in die engere Wahl nehmen könnte: Peter Turkson, Erzbischof aus Ghana; Sean Patrik O´Malley, Erzbischof von Boston und Marc Quellet, Erzbischof von Quebec. Alle drei sind Außenseiter, Kandidaten also die erst nach einem gewissen Favoritensterben innerhalb der Kurie, Chancen auf eine Wahl hätten.

Turkson wäre der erste schwarze Papst aus Afrika, seine Wahl wäre tatsächlich ein Signal der Kirche an die Welt. Ein Bruch – und ein Aufbruch in eine neue Zeit. Mit einer weiten Sonne – Neptun Konjunktion in der Waage und einem Wassermann-Mond würde er dem Bild einer veränderten Kirche auch entsprechen können, er ist smart und eloquent im Umgang mit den Medien, und mit Jupiter in Konjunktion mit dem GZ im Schützen hat er sicher auch eine entsprechend große Vision von der Zukunft seiner Kirche.

O´Malley, der bloggende Barfuß-Bischof aus Amerika wird mittlerweile schon von der BILD als aussichtsreichster Kandidat gefeiert. Astrologisch stellt er auch eine Ausnahme zu allen bisher genannten dar. Mit Sonne-Merkur-Venus-Saturn Konjunktion Anfang Krebs sind seine öffentliche Auftritte in Sandalen und Mönchskutte auch durchaus entsprechend und authentisch. Zudem ist er zweifach in die großen Zeitgeist-Themen eingebunden, zum einen muss er sich den Anforderungen des Uranus-Pluto Quadrats auch persönlich stellen, zum anderen ist er eingebunden in das große Trigon (im Frühsommer) von Jupiter, Neptun und Saturn. Beides zusammen macht ihn, zumindest aus astrologischer Sicht, zu einem Wunschpapst, der tatsächlich das lebt, was man sich insgeheim vom Stellvertreter Gottes  auf Erden wünschen würde.

Marc Ouellet, der Dritte im Bunde, bekommt mit seiner starken Zwillingsbetonung im Moment ebenfalls viel jupiterhafte Aufmerksamkeit. Ähnlich wie bei Schönborn steht Jupiter kurz vor der genauen Konjunktion mit seinem Uranus, was ihn als Überraschungskandidat auszeichnen würde. Das auch seine Venus und seine Sonne in Kürze durch „das große Glück“ ausgelöst werden, gibt ihm zusätzlichen Erfolgsschub, je länger das Konklave dauert.

Die Aussichten – Papabiles wohin man blickt

Im Grunde dreht sich diesmal alles um zwei Fragen. Haben die Kardinäle den Mut einen Papst zu wählen, der tatsächlich auch ein Symbol der Veränderung und des Aufbruchs ist? Dann wird dieser Papst nicht aus Europa kommen. Oder setzen sich die konservativen Kräfte auch diesmal wieder durch – dann wird der nächste Papst mit großer Wahrscheinlichkeit wieder einmal ein Italiener sein. In beiden Fällen hängt es davon ab, wie schnell eine Mehrheit zusammen kommt. Die heutige Auslösung durch den Wechsel von Mars in den Widder, zusammen mit Mond über Uranus könnte bedeute, dass es eine sehr schnelle Entscheidung gibt. Andererseits sind viele Absprachen und Überlegungen innerhalb des Kardinalskollegiums noch unter Mars in den Fischen getroffen worden und der eine oder andere Kirchenmann stellt jetzt womöglich fest, dass seine zugesagte Wahl ihm nicht mehr entspricht.

Wie auch immer, kommt es zu einer Entscheidung heute oder morgen, dann hat Angelo Scola die größten Chancen, Nachfolger von Benedikt dem XVI. zu werden.

Zieht sich das Konklave aber bis zum Wochenende hin, dann stehen mehrere Kandidaten aussichtsreich bereit. Unter ihnen auch solche, die bisher nirgendwo genannt werden, die aber aus astrologischer Sicht durchaus „papabile“ wären, sollten die Favoriten keine Mehrheiten finden. Zu diesem Kreis gehören vor allem drei römische Kardinäle: Guiseppe Bertello, Gianfranco Ravasi und Crescensio Sepe. Sie wären das letzte Aufgebot der Italiener, um einen außereuropäischen Papst im letzten Moment zu verhindern. Der ansonsten Marc Ouellet oder Sean O´Malley heißen könnte.

Live-Stream zum berühmtesten Schornstein während des Konklaves:
(leider mit Werbeunterbrechungen, aber der einzige, den wir finden konnten)

 

 

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