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Hungerstreiks: Die Kinder des Pelikan

Sie taten es nicht heimlich, mitnichten. Aber still und leise. Hunger ist ja selten laut. Vor allem, wenn Medien kaum darüber berichten. Hunger bleibt vielfach ein Tabu. Von Krebs- bis genau Jungfrau-Neumond verweigerten teilweise mehr als 30 000 Gefangene in kalifornischen Gefängnissen bis gestern die Nahrungs-Aufnahme. Kaum etwas schwappte davon in die Welt. Einer der astrologischen "Zufälle", wie sie so häufig sind, gab den Startschuss und band die Aktion wieder zu. Ein Gefangener, Billy "Guero" Sell, starb schon nach zwei Wochen. Isolationshaft und andere unzumutbare Haftbedingungen waren der Grund für den heftigen Protest, der ausgerechnet vom Pelican Bay State Prison ausging. Vogel im Käfig, Uranus-Pluto.

In jedem Vorgang der Oberflächen steckt ja meist auch ein begleitender Mythos: Hier der vom großen, sanften, fischenden (Neptun) Pelikan, der seine Kinder mit seinem Blut füttert, als sie in einer Hungersnot zu sterben drohen. Manchmal ist das Leben mindestens so plakativ wie solche antiken Legenden. Vor allem in Zeiten eines starken Neptun und den Hunger-Kandidaten Pluto-Uranus in heftigster Spannung.

Hunger war immer eine der Geißeln der Menschheit, Hunger als Prozess und politischer Protest steckt meist als Inhalt in den fixen Zeichen und ihren Planeten. Besonders besagter Pluto (auch Herr aller Askesen gegenüber der hungrigen Greiferei des Stiers) und Uranus (der Rebell), die nun lang schon Billard miteinander spielen, sind federführend. Sättigung hat dagegen mit den Zeichen Stier (Nahrungs-Grundlage), aber speziell Krebs und Jungfrau zu tun, die ausgerechnet beide den Beginn- und End-Neumond dieses kalifornischen Hungerstreiks für acht Wochen prägten. Niemanden wundert mehr wirklich, wie fein und fast magisch solche Analogien astrologisch auftauchen - noch im letzten technischen Vorgang. Das Wieso wird keiner je aufklären. Alles eine Frage der Bilder-Ebene, auf der sich selbst Sach-Fragen betrachten lassen - im einen oder anderen Bedeutungs-Pol der Merkur-Neptun-Achse. Null kann eine Zahl sein. Oder der ewige Kreis.

Die Muttermilch des Krebses als erste "seelische" Nahrung, die in die buchstäbliche Ernährung als Anpassung an die Umweltbedingungen in Jungfrau hineinwächst, ist Basis jeder Selbst-Sättigung. Wenn alles gut läuft. Verweigerung als Druckmittel, vor allem in Zeiten politischer Forderung, bleibt jedoch das Basic des eingesperrten Fliegers Uranus. Jetzt hungert der Pelikan also nicht mehr, obwohl nicht das erreicht wurde, was er wollte. Man freue sich, dass alles nochmal gut gegangen ist, sagte gestern der Zuständige der kalifornischen Gefängnisbehörde. Jungfrau-Neumond zeigt hier auch die Tücken der Wahrnehmungs-Achse Richtung Fische. Wo für die Kinder des Pelikan nicht Substanzielles herauskommt und Probleme bleiben, findet immer jemand das goldene Wort zur Oberflächen-Säuberung. Jungfrau. Wem zum Nutzen und vor allem Frommen? Verhandelt wird angeblich weiter über Verbesserungen. Jungfrau steht ja auch für Rituale des Alltags. Sie finden sich oft als einziger Umgang mit solchen historisch-politischen Hungerstreiks...

Bei solchen gesellschaftlich wichtigen Prozessen läuft generell sehr viel über das Kreuz der Existenz, das wir alle tragen. Es ist betont in diesen Aktionen. Entweder die Fixzeichen - oder Sonne, Venus, Pluto, Uranus, ihre Signifikatoren. Links vier der wichtigsten Hungerstreiks der Moderne und zwei ihrer "Opfer" und Mit-Initiatoren (bitte größer klicken!). Außen links, als erstes Geburts-Bild, der Beginn der Essens-Verweigerung in Kalifornien bei Neumond Krebs, mit Sonne-Uranus-Pluto im Bezug dazu - jenem angesprochenen fixen Kreuz über die Aspekte der Herrscher-Planeten, mit Anschluss an die Behördenfragen über Steinbock-Pluto mit seiner schweren Saturn-Rezeption.

In der Mitte dann der erste IRA-Streik 1980, der nach 53 Tagen mit Sonne am Galaktischen Zentrum beendet wurde. Das unterstreicht seine Bedeutung. Sonne und Uranus im Skorpion zu Beginn, mit anhängender Jungfrau-Venus, der wiederum Waage-Pluto untersteht. Rechts außen, mit einer ähnlichen Fixierung, nur stärkerer Zersplitterung, der erste deutsche RAF-Streik gegen Isolationshaft: Sonne-Jupiter (die Hoffnung) Quadrat Uranus, Venus Quadrat Pluto. Vier Planeten im Steinbock dazu als Hinweis auf die Gesetzes-Basics, die erstritten werden sollen. Unten links schließlich der Streik von 1600 palästinensischen Häftlingen im israelischen Schikma-Gefängnis, der schon unter Uranus-Pluto stand und erst nach 70 Tagen ein Ende fand - nachdem es Kompromisse der Verwaltung gab. Alle Faktoren, außer Mond und Neptun in den Fischen, führen sich hier auf eine Rezeption zwischen Mars und Merkur zurück, der in der kosmischen Spalte, 0 Widder, das Mundan-Quadrat Uranus-Pluto regelrecht anzündet. Neben Steinbock-Pluto bringt Sonne-Saturn-Opposition die Behörden, den Staat und seine Verregelungen, diesmal als Gegner des Prozesses, ein.

Meist geht es bei Hungerstreiks, wie dem gerade vergangenen, weitgehend totgeschwiegenen Zug der "Pelikane", ja um die Menschenrechte als Grundlage jeder Existenz. Ein Thema des fixen Kreuzes mit Stier als schützendem Herden-Prinzip über eine Versorgung mit Existenzmitteln, dem Löwen als Würde des Selbst, Skorpion als Ethik, die jeder Wandlung und notwendigen Transformation zugrunde liegen soll, will sie nicht zu Spannung zwischen Ohnmacht und Macht mutieren - und zum Schluss Wassermann, Gegenpol zur Freiheit des Einzelnen gegenüber den Ideologien der Gesellschaft. Nicht umsonst starten Hungerstreiks häufig auf dem Boden von radikalen Forderungen in schwierigsten gesellschaftlichen Umständen (Uranus) oder eben auf dem Boden unerträglicher Extrem-Verhältnisse (Pluto). 

Die Horoskope von Hungerstreikenden (oder denen, die in ihrem Leben eng mit dem Thema Hunger zu tun haben) sind deshalb auch so häufig fix ausgeprägt. Oben auch hinter den Streiks die Radix-Bilder zweier Opfer (alle ohne Geburtszeit, bis auf den kalifornischen Streik, der Mitternacht zeigt, berechnet auf Mittag). Da wäre einmal Bobby Sands, der streikende IRA-Mann, der 1981 nach 66 Tagen vor neun weiteren Streikenden starb, eine Weile, bevor die Aktion dann im Oktober abgebrochen wurde - wieder bei Venus-Uranus, die Waage-Pluto beherrschte, Skorpion Quadrat Löwe-Mars. Auch Sands, mit Löwe-Pluto, Stier-Mond und Saturn im Skorpion hatte das Hunger-Thema. Wie Holger Meins, der beim dritten RAF-Hungerstreik 1974 nach 56 Tagen ohne Essen verhungerte: Skorpion-Sonne, Stier-Saturn-Uranus, Löwe-Pluto. Das fixe Kreuz kann sich derart fokussieren (ja, selbst Stier!), dass es sich von rostigen Nägeln ernährt, wenn es sein muss und bei plutonischer Dominanz oder Hunger nach Gerechtigkeit oder Freiheit lieber stirbt, als aufzugeben.

Am Anfang war die Frau

All das steckt schon in den Horoskopen der bekanntesten Hungerstreiker der Welt. Auch bei Mohandas Gandhi, genannt Mahatma, taucht das fixe Thema schon zur Geburt massiv auf: Merkur, Venus und Mars im Skorpion, Mond im Löwen, Jupiter-Pluto im Stier, allein in der Anlage, die Felder zeigen weitere Verknüpfungen. Louis Lecoin, Friedensaktivist und Anarchist, der mit seinem Hungerstreik als betagter Mann 1961 die Legalisierung der Kriegsdienstverweigerung in Frankreich erstritt, ist mit Sonne-Uranus und vemutlich Venus und Merkur im Skorpion und Mond und Saturn im Löwen geboren. Der erste Hungerstreik der Geschichte ging übrigens von Frauen aus - was die Rolle der sichernden Venus (Stier) als irdisch "Greifende" nach Ethik und Wandlung im Skorpion gegenüber bestens belegt. 1889 wollten russische Frauen so erstmals vom Zaren ihre Freilassung erzwingen. Zur Zeit der Suffragetten machte Emmeline Pankhurst dann 1909 Schlagzeilen, als sie im Gefängnis nach Aufruhr und Widerstand für die Sache der Frauen die Nahrungs-Aufnahme verweigerte und nach neun Tagen schon so besorgniserregend dünn und schwach war, dass sie entlassen wurde.

Auch ihr Radix (links) zeigt wieder eine deutliche fixe Betonung - das heißt den fixierten und fixierenden Kampf mit und um irdische/-n Existenz-Mittel. Einem Wassermann-AC stehen Venus und Saturn im Löwen, Mars im Skorpion und Pluto im Stier gegenüber. Auf einer Basis des Kontakts bzw. Konflikts mit Recht und Gesetz über Merkur-Saturn. Nachdem Jahrhunderte lang die "Herrschenden" Menschen in Kerkern in der Vergessenheit rechtlos sterben ließen, war mit Uranus-Saturn nun im Schützen und Jupiter in Waage (hier auch die Sache der Frauen als Zug-Pferd, da Jupiter den Uranus-Saturn beherrschte) zur Jahrhundertwende ein ideologisch anderer Wind eingezogen - der Hungerstreik als politisches Mittel wurde geboren. Uranisches Thema (Politik) im fixen Kreuz des Überlebens. Selbst Gandhi und Martin Luther King griffen später auf die frühen, pazifistischen Mittel der Frauenrechtlerinnen zurück - die sich allerdings danach schnell radikalisierten (Pluto im Verein!).

Eine andere, viel persönlichere Form von Hungerstreik, die (noch) vorwiegend weiblich ist, findet sich beispielsweise in der Magersucht (oder auch Bulimie), die erfahrungsgemäß stark mit Radix-Stellungen fix zu tun haben oder über die fixen Häuser maßgeblich mit-angezeigt werden. Diese Verbindung zu politischen Protesten ist gar nicht so absurd, wie sie einem auf den ersten Blick vorkommt: Immer geht es auch hier um die Pole der Existenz zwischen Mangel und Fülle, dem Selbst und den Anderen, der Gesellschaft. Töchter des Pelikans, die lange den Konzepten der Welt hungernd standhalten und sie gleichzeitig selbst bedienen - daher auch Kinder der plutonischen Spinnen und Skorpione als Archetypen. Dagegen die Sehnsucht des Stiers, das Eigene zu retten. Zu leben. Vital.

Die Krankheiten, die mit Ess-Störungen beginnen und häufig auf gesellschaftliche Dogmen (Pluto-Uranus) zurückzuführen sind, gelten als potenziell tödlicher Protest vieler Frauen, die über den Körper Signale setzen. Was irgendwann im besten Fall zur Freiheit führen kann (Uranus) und im schlechtesten zum Tod (Pluto). Sofern man sich dem gesellschaftlichen System ergibt, den seelischen Mangel körperlich auszudrücken. Bis nur noch eine Silhouette der Vitalität bleibt. Die Frage der tatsächlichen Ernährung (Jungfrau), die so stark mit den Nahrungs-, nein, Über-Lebens-Mitteln (im Stier) vernetzt ist, spielt dabei eine unglaublich brisante Rolle. Auch soziales Selbst-Bewusstsein, die Absicherung des Eigenen, fängt ja hier an und wird im Skorpion am konstruktiven Pol zur Verwurzelung im Seelischen, das sicher und trotzdem tiefgehend wandelbar Existenz-Prozesse durchsteht und sich bestenfalls mit der Gesellschaft wieder ausbalanciert, nachdem neue Impulse eingebracht sind. Der Hunger nach Neuem, nach Revolte, nach Befreiung ist in allen Zeichen des fixen Kreuzes größer, als man annimmt. Seine Endstation ist Uranus. Freiheit- über den Tod (Pluto) hinaus.

In jedem Hungerstreik steckt deshalb auch diese brisante Grauzone zwischen Tod und Leben - die letzte Kontrolle (Pluto), die Mensch (Sonne) durch Selbst-Bestimmung seines Körpers (Venus) über seine Freiheit (Uranus) hat. Auch wenn in Sachen der Haftbedingungen in Hochsicherheits-Gefängnissen der USA durch den um sich greifenden Streik der Pelikane nicht allzu viel gewonnen wurde. Klar ist: Die amerikanischen Medien scheuen das Thema weiterhin und dennoch sind die Gefangenen hoffnungsvoll. Jupiter ist eben nicht aus der Welt zu streichen und die Vision einer besseren Zukunft, die er mitbringt, war auch bei den Kaliforniern (wie bei vielen anderen Hungerstreiks) ausschlaggebend. Da er meist - wie heute - im Gefüge der fixen Planeten-Konstellationen eine Rolle spielte.

Die Horoskope der 140 Bergleute, die "zufällig" ebenfalls gestern ihren zweitägigen Hungerstreik in Bosnien und Herzegowina beendeten, sind zwar nicht bekannt. Dass sie aber 48 Stunden im Stollen, bei Dunkelheit 125 Meter tief ausharrten, um verbesserte Arbeitsbedingungen zu fordern, passt zu Stier und Skorpion. Tiefe oder Wandlung, unter der Erde - bevor die Zechenleitung ihnen soziale Veränderungen (Löwe-Wassermann) zusicherte. Bei Skorpion-Saturn (Rezeption Pluto) Quadrat zu Löwe-Mars. Die Kinder des Pelikan gewinnen offenbar etwas, wenn sie ihr Leben symbolisch mit nichts mehr als Blut füttert - so schlimm das klingt.

Hungerstreik hat vorwiegend diese archetypisch-menschlichen, nicht allein politische Dimensionen.

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