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ESC 2015: Friedhof der Nuscheltiere

Der Eurovision Song Contest war bei uns bisher immer eine feste Bank für einen astrologischen Live-Ticker. Denn live mitzuerleben und nachzuvollziehen, warum manche Sternchen zusammen mit ihrem Jupiter am ESC-Himmel aufgehen, während andere zusammen mit ihrem Saturn im weiten Meer des Vergessens versinken, war immer ein Erlebnis. Auch wenn man dabei quasi als Nebeneffekt die absonderlichsten Lieder und Darbietungen aus ganz Europa akustisch inhalieren musste.

Was bisweilen eine gewisse Audio-Phobie auslöste, denn manches war wirklich kaum zu ertragen. Letztes Jahr dann gab es ja den Aufreger um Frau Wurst mit anschließendem triumphalen Sieg der Bartträgerin über die homophoben Reaktionen aus einigen, ehemaligen Ostblockländern inklusive Russland, was den ESC schon fast wieder politisch und kulturell wertvoll machte (nachzulesen bei ESC 2014: Der Wiener takes it all).

Nur dieses Jahr ist alles anders bzw. genauso so nichtssagend wie vieles andere, dass uns in den letzten Wochen zugemutet wird. Alles eine Nummer zu groß, zu aufgesetzt, zu „sell-fish“ eben, um wirklich etwas zu bewegen, sei es draußen oder drinnen. Üblicher Hauptverdächtiger ist nach wie vor Jupiter im Löwen und ausgerechnet am Samstag wird der auch noch vom Mond geküsst. Da kann man sich eigentlich mit zwei Fingern ausmalen, wohin die Reise gehen wird und wer am Ende das ESC-Krönchen überreicht bekommt.

Diejenigen, die am dicksten auftragen und den löwigen Zeit-Geist-Nerv am besten treffen. Im Nachhinein kann man Andreas Kümmert, der ja eigentlich nach Wien fahren sollte, dann wohl doch noch zu seiner Entscheidung gratulieren, lieber Ann Sophie Dürmeyer den Vortritt zu lassen, die ja immerhin bei der nationalen Vorentscheidung mit knapp 30% der Stimmen auf Platz zwei landete (siehe auch "Behalten Sie Ihren Hammer, Sie Rüpel!").

Immerhin könnte man sagen, denn weder dürften die gesanglichen Stärken von Ann Sophie, noch die nicht vorhandenen Ohrwurm-Qualitäten ihres Songs „Black Smoke“, einen Teil des Publikums überzeugt haben. Nein, wohl eher ihre freundliche, unverbindliche Art, immer lächelnd, immer adrett und irgendwie nett, selbst wenn sie auf der Bühne mal so richtig „die Sau rauslässt“.

Aber Frau Dürmeyer ist eben Jungfrau, zumindest vom Sonnenzeichen her, und hat leider im Moment damit zu kämpfen, dass Neptun genau jetzt in Opposition zu ihrem inneren Zentralgestirn steht. Das alleine könnte man aber vielleicht durchaus auch als Wandlungspotential deuten und begreifen, man würde ihr dann vielleicht davon abraten, irgendwelche gestellten und künstlichen Szenarien zu kreieren, da sich im Moment absolut niemand davon einlullen lassen wird. Oder freundlicher ausgedrückt – alles Unechte outet sich quasi von selbst. Aber wenn man jetzt wie Ann-Sophie eine Löwe-Venus und einen Löwe-Jupiter hat, dann wird man vermutlich die eigene Unsicherheit, die zwangsweise unter einem solchen Transit aufkommen muss, mit einer zusätzlichen Portion zur Schau gestelltem Selbstbewusstsein kompensieren wollen.

Was keine gute Idee ist, schon gar nicht im Finale des Eurovision Song Contest 2015.

Aber leider ist das noch lange nicht alles, was an energetischen Querschlägern gerade auf Ann Sophie einströmt. Da wäre noch ein exaktes Quadrat des aktuellen Uranus zu ihrem Radix-Saturn, ein exaktes Quadrat von Jupiter zu ihrem Radix-Pluto, Saturn läuft gerade in die Opposition zu ihrem Radix-Mars Anfang Zwillinge, während Mars selbst pünktlich zum Auftritt im Quadrat zu ihrer Sonne steht.

Das ist ein bißchen viel auf einmal und als erste Vorboten musste sie dann schon gestern alle Termine zwecks Krankheit absagen. Man kann davon ausgehen, dass es sich dabei nicht um einen harmlosen Schnupfen handelt, denn wer wie Ann Sophie eine Jungfrau-Sonne mit Steinbock-Mond hat, würde sich davon nicht von der Ausübung der Pflichtaufgaben einer ESC-Kandidaten abhalten lassen.

Also auch wenn das alles ein wenig zynisch klingen mag – im Grunde kann einem die ESC-Karriere von Frau Dürmeyer bisher nur leid tun. Hat schlecht angefangen, ist unterwegs nicht besser geworden und am Ende bleibt womöglich nicht viel mehr übrig als „Black Smoke“. Denn das muss man allen Teilnehmern ja mal freundlich, aber bestimmt auf die Landesfahnen schreiben – 99% der Sängerinnen, Sänger und Bands verschwinden in der kollektiven Demenz, werden vielleicht anlässlich bestimmter Jubiläen mal wieder hervorgekramt, aber ansonsten müssen selbst Sieger um die öffentliche Aufmerksamkeit hart kämpfen, wie man an Lena sieht.

Und gewinnen wird Ann Sophie ganz sicher nicht.

Wer denn am Ende das Krönchen bekommt, lässt sich leider astrologisch nicht einfach mal so beantworten. Dazu würde man a) die Daten sämtlicher Interpreten benötigen, b) zusätzlich die Daten der Komponisten (beim ESC wird eigentlich das beste Lied gekürt, nicht der beste Interpret…) und c) einen astro-statistischen Abgleich, wie denn einzelne Länder unter bestimmten mundanen Stellungen in der Vergangenheit abgeschnitten haben.

Das Ganze müsste dann noch live und dynamisch in den Verlauf der Sendung projiziert werden, um festzustellen, in welchem Zeitfenster die besten Aussichten für eine positive Wahrnehmung durch Dritte möglich wären. Das haben wir alles schon mal mehr oder weniger ausführlich 2013 und 2014 vorgeführt, mit durchaus stimmigen Prognosen.

Demnach wären die besten Zeitpunkte für einen Auftritt gleich zu Beginn (Mars am DC), gegen 21:22 (Merkur am DC und Mondknoten am MC); gegen 22:00 Uhr (Uranus am IC) und zwischen 22:40 und 22:50 Uhr (Zeichen-Wechsel von AC und MC). Und wenn man das einfach mal auf sich wirken lässt, dann könnte es durchaus eine Überraschung geben, aber wohl leider nicht aus bundesdeutscher Eurovisions-Sicht.

Titelbild: von © Markus Felix (talk to me) (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

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