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Frau Royal: Nutella gegen Regenwald

Schon 2012 behaupteten wir frech in Sachen Brotaufstrich, dass Astrologie überall funktioniert, auch da, wo man es gar nicht erwartet. Ob nun für Menschen, Hunde oder leckeres Essen - man muss nur eine Geburt untersuchen. Dieser Zugang ist sozusagen placebo-frei. Damals ging es bereits um Nutella (den reichhaltigen Nuss-Schlager mit Sonne-Jupiter) und heute wieder. Seinerzeit hatte dieses Produkt italienischer Fantasie ja Neptun über Saturn auf dem Konkurs-Grad 2,5 Fische. Heute dagegen leidet es unter Frau Royal im Transit, sprich, einer Außenrollen-Spielerin des Uranus (mit ihrem Wassermann-AC) über Nutellas Widder-Mars (und Pluto folgend, klar, sie ist 8. Haus-Sonne).

Für die Schoko-Creme ein Problem, das kurzfristig gewichtiger aussah als damals, wo die Firma den Amerikanern nahlegte, ihr Aufstrich wäre sehr, sehr gesund. Eine Frage der neptunischen Schleier, derer es Nutella nicht mangelt (mit Mond-Neptun). Was sich schnell aufklärte. Der neue Vorwurf dagegen lautete: Nutella zerstört den Regenwald. Da war sich die beinah erste Madame Frankreichs fast sicher. Marie-Ségolène Royal, ohnehin etwas vorwitzig im Welt-Verbessern - als Jungfrau-Sonne in 8. Was ihr entsprechend kritische Konzepte in die Wiege legte, als Offizierstochter und später Richterin prima, zur Einschätzung des Lebens manchmal etwas zu intensiv. Eine Art Missionarin also, mit Jupiter-Ansprüchen, außerdem Umweltministerin (Umwelt = eine Sache des 6. Prinzips im Zodiak) und offenbar Kennerin süßlicher Zustände auf dem Brot. Zunächst forderte sie also die ganz große Nummer. Der Planet möge dieses üble Nutella endlich boykottieren.

Aber inzwischen frühstückt sie offenbar selbst wieder gern süß und entschuldigte sich sogar (rechts), weil man sie darüber aufklärte, wie es sich mit Nutella und dem Palm-Öl in Wahrheit verhält. Nämlich eher umweltverträglich. Kein Problem, da Frau Royal nun mal gerade Mars-Sonne auf Jupiter-Sonne-Quadrat hatte und den Neumond auch.

Was einen schon etwas maßloser machen kann als sonst, wenn einem plötzlich ein anderer Sonne-Jupiter vor die Flinte läuft - wegen exzessiven Palmöl-Gebrauchs. Nutella, das wegen derselben Konjunktion der beiden Feuer-Faktoren Sonne und Jupiter schneller und eleganter Früchte erntet, als Frau Royal mit ihrem Quadrat. So findet sich eben, was zusammengehört. Eine Antwort auf die Vorwürfe formulierte dann flugs der sonst so kritische WWF (ebenfalls Jungfrau-Sonne und der Mars in genauer Opposition zu dem von Nutella). Wie häufg kam da ein ganzes Mosaik von Beteiligten über gleich Positionen zusammen. Im WWF-Blog kam dann Ilka Petersen beim "Palmöl-Check" zum Ergebnis: An Palmöl kommen wir als Verbraucher leider auch ohne Nutella nicht vorbei. Es ist versteckt "in Tiefkühlpizzen, Lippenstiften, Schokolade, Tütensuppen, Cremes und Waschmitteln." Nun, der WWF hat seinen Uranus auf Frau Royals Venus im Löwen stehen, und durchkreuzt ihre Maßstäbe. So etwas sieht man faszinierenderweise immer wieder, wenn es zu Positions-Konfrontationen kommt.

Da reiht sich also dieser kleine Aufstrich, mit dem Frau Royal entsprechend synastrisch eine übergriffliche Mars (ihrer)  und Uranus (Nutellas) -Konjunktion hat (ja, auch die Synastrie zwischen Dingen und Menschen spiegelt Verhältnisse beeindruckend), nur ein. In eine Menge unabweisbarer Palm-Öl-Überfälle und Eroberungen der ganzen Welt. Was wir so nicht wussten. Aber gerade unter Saturn im Skorpion noch mal interessiert zur Kenntnis nehmen. Der ist ja immer für eine Dosis schlechtes Gewissen gut und fordert auch im Radix tiefergehende Prüfungen des Wahrheitsgehalts neptunischer Gerüchte oder jupiteralen Geraunes.

Selbst die ZEIT stellte daher inzwischen beim Real-Check fest: Frau Royal irrt. "Nutella gehört (dieses Mal) zu den Guten". Denn wahr scheint zu sein: Gerade Ferrero lässt für Nutella Palmöl-Plantagen errichten, nicht etwa Regenwälder abholzen. Auch wenn ansonsten Orang Utans wegen der dezimierten Waldungen ebenfalls ordentlich dezimiert wurden. Da Malaysia und Indonesien geradezu verrückt nach Palm-Öl-Geschäften waren. Es ist sozusagen ein glitschiges Gold, weil es nach rein gar nichts schmeckt, was andere Geschmäcker stören könnte, billig zu erzeugen ist und prima fest wird. Als Füllmittel für alles und jeden.

Wer nun aber glaubt, dass Nutella trotzdem einfach Alternativen nutzen könnte (auch wenn Ferrero gar keine Regenwälder killt), dem sagt der WWF (Radix links, Mittag): Kokos-, Raps- oder Sonnenblumen-Öl oder sonst etwas brächten der Welt fast noch mehr Probleme ein, sprich lediglich eine Verlagerung, weil Mono-Erzeugnisse immer das Gleichgewicht der Natur stärkstens verändern. Ist nun Nutella ein völlig unschuldiges Opfer der Royal-Propaganda? Nun ja, da ist man besser vorsichtig. Da Ferrero 1946 gegründet wurde und darum auch einen Chiron in Waage hat (entweder jetzt unter dem Uranus oder Pluto leidend), liegt nah, dass in ein Wespennest gestochen wurde. An dessen Boden irgendwo anders aktuell die sogenannten Vulnerabilitäten der Firma zum Vorschein kommen könnten, die noch irgendwo lagern. Sicherlich existieren durchaus noch andere Probleme der political correctness, wie bei jedem 'anständigen' Groß-Unternehmen. Wahr ist aber auch, dass es weitaus schlimmere Palmöl-User gibt als Nutellas 0° Stier-Sonne (hm, Genuss). Wie man hört, ist auch in gutem Diesel stets eine Menge Palmöl enthalten, gegen dessen Verbrauch sich kaum wehren kann. Und überhaupt ist zum Beispiel, laut Frau Petersen vom WWF, alle Nase lang der eine oder andere schwarze Peter anderswo festmachbar:

Aldi Nord, Burger King oder Procter & Gamble wären Marken, die viel mehr Orang-Utans auf dem Gewissen haben. 

Nun, Madame Segolene Royal (Radix rechts, via Astro-Databank, Rodden Rating ein schwaches C, der AC ist jedoch gut nachvollziehbar) hat eben auch Transite: Neben den genannten einen R-Saturn Quadrat Venus in den letzten Löwe-Zügen zum Beispiel. Das vernagelt manchmal die Maßstäbe. Der Wichtigmacher läuft ja außerdem durch ihr 10. Feld im Skorpion. Sprich: Die Dame hat Absichten. Politisch. Ernstere. Was man an ähnlichen Attacken wie dem Nutella-Feldzug immer wieder sah. Madame Royal war gegen die Sommerzeit und Minderjährigen-Prostitution, sowie für Käse-Kennzeichnungen oder Vaterschafts-Urlaub. So hat der Wassermann-AC immer mal die eine oder andere Ideologie feilzubieten, wenn er dazu einen regen Pluto oder skorpionische Betonungen (auch Haus 8) mitbringt. Leider übersieht man dabei oft, dass genau solche Menschen manchmal - wie Segolene Royal - nicht nur etwas unmäßig, sondern auch auffällig hypersensibel (6. trifft 12. Prinzip) sind. Das heisst, dass sie sich eigentlich ständig beschneiden und eigentlich ein Konstrukt der Meinungen (Waage-Anteil) so dringend, wie sie es ausleben, nur dazu benötigen, nicht immer wieder depressiv in ihre eigenen emotionalen Untiefen abzurutschen und dort zu ertrinken.

Durch das Neptunische am Saturn (und in Bezug zum Mond), wird man dann, so detailfreudig man auch sonst sein mag, bei Emotionen oft ungenau und hudelt. Das brachte vermutlich auch die Nutella-Kampagne jetzt hervor, für die sich Royal jetzt viel Hohn und Spott gefallen lassen muss. Auch wenn Greenpeace noch im Februar einen ganz anderen, ärgerlichen Ansatz gegen Ferrero bei der Nutella-Produktion machte, die auf einmal doch gar nicht so schlimm sein soll.  

Die leckeren Nüsse für Nutella kommen nämlich vorwiegend aus der Türkei, und da ist leider, leider Kinderarbeit an der Tagsordnung. Das gilt übrigens auch für den benutzten Kakao und seine Anbaugebiete. Auch wenn Ferrero sich an dem umstrittenen "Roundtable on Sustainable Palm Oil (ROSP)" beteiligt, wodurch Mindest-Anforderungen für Palmöl festgelegt sind und das Unternehmen sogar ein eigenes Programm aufgelegt hat, was Wandel will. Greenpeace ist im Bericht "Schmutzige Schokolade" dennoch nicht begeistert, geschweige denn überzeugt. Schaut man sich das Horoskop des ersten Glases Nutella, das aufs Band rollte, daraufhin noch mal an, sieht man auch die Zerrissenheit. Sonne-Jupiter generell verspricht oft viel, was dann einfach nicht eingehalten werden kann, weil Saturn nicht mitspielt bei der Umsetzung. 

Der Retro-Merkur deutet bereits an, dass immer wieder Denk-Schablonen korrigiert werden müssen, die man eigentlich dazu gebrauchen will, sich an die Forderungen und Bedürfnisse der Wirklichkeit (hier der Herde!) anzupassen. Und Neptun-Mond zeigt den Konkurrenz-Schub an, der zuweilen eine Art Dornröschen-Dasein im Umfeld anderer Selbst-Definitionen (Löwe) schafft, die man mit Widder-Mars und Zwillinge-Venus auch meist ganz geschickt vermarktet. Da braucht es letztlich also einfach mehr Problem-Bewusstsein und ein Gespür für die eigenen Verletzungen der Regeln, die ein Kardinal-Mars jedoch oft nur äußerst sauer und schwerlich einsieht.

Auch wenn er, wie jetzt bei Nutella, durch Uranus aufgestört (und durch Pluto im Steinbock) tatsächlich zu mehr "Nachhaltigkeit" (die auch der WWF fordert) gebracht werden könnte. Was dieser Mars nicht selbst lernt, akzeptiert er nicht. Deshalb begegnet er auch so oft einem blockierenden, saturnischen Schicksal. Ob in Gestalt einer französischen Umweltministerin oder anderen Mauern. Mal sehen, wie viel Kritik Unternehmen wie die Nutellas mit entsprechenden Positionen noch einstecken müssen, bevor sie selbst in mehr Konstruktivität einschwenken. Manchmal wird man wohl wirklich nur durch Schaden klug. Das nennt man dann "dumm gelaufen!"

Bilder (bearbeitet): Patrick Swirc (Le Monde.fr) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons + Pixabay 

Bilder (bearbeitet) Pixabay und Patrick Swirc (Le Monde.fr) [CC BY 3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

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